Warum nicht an der Blattgröße liegt es wohl nicht.Heike_vG hat geschrieben:... ein Mammutbaum-Bonsai ... ist nicht geeignet, um ein Shohin oder Chuhin zu werden
Projekt Mammutbaum als Bonsai
Re: Projekt Mammutbaum als Bonsai
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
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Re: Projekt Mammutbaum als Bonsai
Das Laub ist sehr grob und das ganze Wachstum des Baums schwer zu zügeln und ebenfalls recht grob.
Wohlgemerkt, das beziehe ich nur auf den Riesenmammutbaum Sequoiadendron giganteum, nicht auf Küsten- und Urweltmammutbaum, die erheblich feiner wachsen können.
LG, Heike
Wohlgemerkt, das beziehe ich nur auf den Riesenmammutbaum Sequoiadendron giganteum, nicht auf Küsten- und Urweltmammutbaum, die erheblich feiner wachsen können.
LG, Heike
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Re: Projekt Mammutbaum als Bonsai
Hallo,
da muss ich Heike (wieder mal) recht geben:
Soweit so gut:
Wichtig erscheint mir aber der Hinweis, dass die 3 Baumarten, die unter "Mammutbaum" firmieren, 3 ziemlich verschiedene Baumspezies sind.
1. Sequoiadendron giganteum, klassischer Mammutbaum, auch Wellingtonie genannt, wächst cypressenartig. Das ist der, den René als Doppelstamm hier im Subforum gezeigt hat. Ist nicht der höchste Baum auf dem Erdball, bildet aber die grösste Masse aus.
2. Sequoia sempervirens=Küstenmammutbaum, Redwood, der Baum, der die grösste Höhe erreichen kann, wächst mehr eibenartig, jedenfalls überhaupt nicht wie eine Cypresse, wechselständige, immergrüne Belaubung, bildet aber zahlreiche Adventivknospen, erleichtert somit die Auswahl der Äste, wenn die Wuchsrichtung des zuerst ausgewählten Astes nicht gefällt.
3. Urweltmammutbaum= Metasequoia glyptostroboides= oder chinesisches Rotholz, erst Anfang der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in China wiederentdeckt. Alle Baumriesen dieser Art, die zumeist in den Parks stehen, können daher nicht älter als 72 Jahre sein. Nadelabwerfend, gegenständige Belaubung, bildet auch Adventivknospen, aber offenbar nicht so zahlreich wie 2, sehr weiches faseriges Holz, welches wenig beständig ist, wichtig für Jin und Shari.
In diese Betrachtung sollte man noch die Sumpfzypresse (Taxodia distichum) nehmen, gehört zwar nicht zu den Mammutbäumen, verhält sich aber ähnlich wie 3. Kann auch gewaltige Ausmaße im Freiland erreichen, ebenfalls nadelabwerfend im Herbst/Winter wie 3, aber feinere Nadeln ausbildet, wechselständig, bildet ebenfalls gern Adventivknospen, Holz nicht ganz so weich und faserig wie 3, bildet (nur im Freiland?) hin und wieder skurrile Auswüchse am Wurzelfuss aus, hängst wahrscheinlich mit ihrem sumpfigen Habitat zusammen, gern als die Konifere bezeichnet, die man "nicht ersäufen" kann
Das ist mal eine grobe Gegenüberstellung, die sicher noch für Bonsaibelange weiter verfeinert und ergänzt werden kann.
Beste Grüsse,
Heiner
da muss ich Heike (wieder mal) recht geben:
Vor 6 Jahren hat ein Freund seinen Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) aus seinem Garten entsorgt. Vorher hatte ich mir 3 Stecklinge geschnitten, die 3 Jahre bis zum Anwachsen brauchten. Einen habe ich immer noch. Der bildete an der Basis eine hühnereigrosse harte Holzknolle und darüber einige Wurzeln aus. Die Holzknolle habe ich mittig geteilt. Das Pflänzchen steht in einer Shohin-Schale und wächst bis jetzt munter weiter, immer noch im Shohin-Maß.Heike_vG hat geschrieben:Das Laub ist sehr grob und das ganze Wachstum des Baums schwer zu zügeln und ebenfalls recht grob.
Wohlgemerkt, das beziehe ich nur auf den Riesenmammutbaum Sequoiadendron giganteum, nicht auf Küsten- und Urweltmammutbaum, die erheblich feiner wachsen können.
LG, Heike
Soweit so gut:
Wichtig erscheint mir aber der Hinweis, dass die 3 Baumarten, die unter "Mammutbaum" firmieren, 3 ziemlich verschiedene Baumspezies sind.
1. Sequoiadendron giganteum, klassischer Mammutbaum, auch Wellingtonie genannt, wächst cypressenartig. Das ist der, den René als Doppelstamm hier im Subforum gezeigt hat. Ist nicht der höchste Baum auf dem Erdball, bildet aber die grösste Masse aus.
2. Sequoia sempervirens=Küstenmammutbaum, Redwood, der Baum, der die grösste Höhe erreichen kann, wächst mehr eibenartig, jedenfalls überhaupt nicht wie eine Cypresse, wechselständige, immergrüne Belaubung, bildet aber zahlreiche Adventivknospen, erleichtert somit die Auswahl der Äste, wenn die Wuchsrichtung des zuerst ausgewählten Astes nicht gefällt.
3. Urweltmammutbaum= Metasequoia glyptostroboides= oder chinesisches Rotholz, erst Anfang der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in China wiederentdeckt. Alle Baumriesen dieser Art, die zumeist in den Parks stehen, können daher nicht älter als 72 Jahre sein. Nadelabwerfend, gegenständige Belaubung, bildet auch Adventivknospen, aber offenbar nicht so zahlreich wie 2, sehr weiches faseriges Holz, welches wenig beständig ist, wichtig für Jin und Shari.
In diese Betrachtung sollte man noch die Sumpfzypresse (Taxodia distichum) nehmen, gehört zwar nicht zu den Mammutbäumen, verhält sich aber ähnlich wie 3. Kann auch gewaltige Ausmaße im Freiland erreichen, ebenfalls nadelabwerfend im Herbst/Winter wie 3, aber feinere Nadeln ausbildet, wechselständig, bildet ebenfalls gern Adventivknospen, Holz nicht ganz so weich und faserig wie 3, bildet (nur im Freiland?) hin und wieder skurrile Auswüchse am Wurzelfuss aus, hängst wahrscheinlich mit ihrem sumpfigen Habitat zusammen, gern als die Konifere bezeichnet, die man "nicht ersäufen" kann
Das ist mal eine grobe Gegenüberstellung, die sicher noch für Bonsaibelange weiter verfeinert und ergänzt werden kann.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
