Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
@Tofufee
Den Draht habe ich angelegt damit der Baum nicht wieder eine Verbindung zwischen den beiden Schnittstellen herstellen kann. Dann hätte er nämlich keinen Grund mehr an der gewünschen Stelle Wurzeln zu machen.
@ Wusel
du brauchst die Wurzeln nur immer besprühen wenn sie wieder zu trocken werden. Kannst sie auch einfach kurz in einen Kübel Wasser tauchen. Meistens ist es im Frühjahr noch nicht so heiss dass die Wurzeln schnell austrocknen und dabei die ganz feinen Wurzelspitzen vertrocknen würden.
ciao
Herbert Aigner
Den Draht habe ich angelegt damit der Baum nicht wieder eine Verbindung zwischen den beiden Schnittstellen herstellen kann. Dann hätte er nämlich keinen Grund mehr an der gewünschen Stelle Wurzeln zu machen.
@ Wusel
du brauchst die Wurzeln nur immer besprühen wenn sie wieder zu trocken werden. Kannst sie auch einfach kurz in einen Kübel Wasser tauchen. Meistens ist es im Frühjahr noch nicht so heiss dass die Wurzeln schnell austrocknen und dabei die ganz feinen Wurzelspitzen vertrocknen würden.
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Herbert Aigner
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Ja, das kingt schon einleuchtend.
Ich werde das bald mal erproben, hab nämlich noch ne Wildpflaume einzutopfen.
Grüsse an alle Freunde der Kleinen Bäume.
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Ich habe ja geschrieben dass ich derzeit gerade mit dem Anplatten von Wurzeln experimentiere.
Bei einem Dreispitzahorn hat das super funktioniert. Meines Erachtens erzielt man dadurch ein besseres Wachstum als mittels Bohrablaktion.
Vor 2 Jahren habe ich an diesem Dreispitz eine Wurzel angeplattet.
Heute habe ich den Ahorn umgetopft. Aber ich habe da keine Ablaktionsstelle gesehen. Es muss doch irgendwo der Nagel zu sehen sein mit dem ich die Wurzel angenagelt habe. Nöö nix zu sehen. Also am PC Fotos angesehen ob das schon dieser Ahorn ist. Ja, er muss es sein.
Seht selber. Der Nagel wurde total überwallt. Das macht aber dem Baum nichts aus. Ist eben jetzt ein Blitzableiter
ciao
Herbert Aigner
Bei einem Dreispitzahorn hat das super funktioniert. Meines Erachtens erzielt man dadurch ein besseres Wachstum als mittels Bohrablaktion.
Vor 2 Jahren habe ich an diesem Dreispitz eine Wurzel angeplattet.
Heute habe ich den Ahorn umgetopft. Aber ich habe da keine Ablaktionsstelle gesehen. Es muss doch irgendwo der Nagel zu sehen sein mit dem ich die Wurzel angenagelt habe. Nöö nix zu sehen. Also am PC Fotos angesehen ob das schon dieser Ahorn ist. Ja, er muss es sein.
Seht selber. Der Nagel wurde total überwallt. Das macht aber dem Baum nichts aus. Ist eben jetzt ein Blitzableiter
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Herbert Aigner
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Ein neues Experiment steht an.
Diese Rotbuche habe ich 1997 ausgegraben. Das Problem bei dem Baum ist dass links eine dicke Wurzel zu hoch am Stamm ansetzt.
Rechts, etwas tiefer, hat sich mit der Zeit ein ganz passables Nebari gebildet. Eigentlich möchte ich den Baum weiter aufrichten. Dabei würde jedoch die dicke Wurzel die zu hoch ansetzt noch weiter herauskommen und das schöne Nebari wieder unter dem Substrat verschwinden.
Also muss was geschehen.
Hier nochmal das Problem. Etwas tiefer (grün gekennzeichnet) bräuchte ich die Wurzeln. Hier das Nebari auf der anderen Seite.
Diese Rotbuche habe ich 1997 ausgegraben. Das Problem bei dem Baum ist dass links eine dicke Wurzel zu hoch am Stamm ansetzt.
Rechts, etwas tiefer, hat sich mit der Zeit ein ganz passables Nebari gebildet. Eigentlich möchte ich den Baum weiter aufrichten. Dabei würde jedoch die dicke Wurzel die zu hoch ansetzt noch weiter herauskommen und das schöne Nebari wieder unter dem Substrat verschwinden.
Also muss was geschehen.
Hier nochmal das Problem. Etwas tiefer (grün gekennzeichnet) bräuchte ich die Wurzeln. Hier das Nebari auf der anderen Seite.
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Ok, let´s do it.
Ich experimentiere ja schon länger mit Methoden zur Verbesserung des Nebaris. Unter anderem mit dem anplatten von Wurzeln. Das sehr ihr etwas weiter vorne bei dem Dreispitz. Das funktioniert super. Bei der Rotbuche habe ich allerdings keine Wurzel an der ich eine andere Wurzel anplatten könnte. Der Stamm geht ja unter der fetten Wurzel noch weiter und der Baum erachtet es nicht für notwendig am Stammfuß neue Wurzeln zu machen. Wozu auch, er hat ja eine dicke fette die ihn versorgt. Dass die zu hoch ansetzt ist dem Baum total wurscht. Mir aber nicht.
Also werden wir ihn überreden müssen.
Am Stammfuß habe ich einen Schnitt gemacht. So tief dass man eine Wurzel darin ganz versenken kann und so weit dass sie gerade hineinpasst. Jetzt brauchen wir noch eine Wurzel. Die wächst auf der anderen Seite des Baumes. Die Länge passt otimal. Sogar die Seitenwurzeln liegen schon richtig. Mit einem kleinen Nagel wird die Wurzel fixiert. Jetzt kürzen wir noch die fette Wurzel damit diese nicht mehr so viel Saft raufschicken kann. Ich denke dass sich die neue Wurzel auf alle Fälle noch heuer im Sommer an der Schnittstelle mit dem Stamm verbindet und in ein oder zwei Jahren die dicke Wurzel entfernt werden kann.
Jetzt steht sie wieder in einer etwas tieferen Schale und sogar noch etwas weiter geneigt damit die neue Wurzel optimale Bedingungen hat. Wenn das alles so funktioniert wie ich mir das vorstelle, werde ich hier wieder Bilder einstellen.
ciao
Herbert Aigner
Ich experimentiere ja schon länger mit Methoden zur Verbesserung des Nebaris. Unter anderem mit dem anplatten von Wurzeln. Das sehr ihr etwas weiter vorne bei dem Dreispitz. Das funktioniert super. Bei der Rotbuche habe ich allerdings keine Wurzel an der ich eine andere Wurzel anplatten könnte. Der Stamm geht ja unter der fetten Wurzel noch weiter und der Baum erachtet es nicht für notwendig am Stammfuß neue Wurzeln zu machen. Wozu auch, er hat ja eine dicke fette die ihn versorgt. Dass die zu hoch ansetzt ist dem Baum total wurscht. Mir aber nicht.
Also werden wir ihn überreden müssen.
Am Stammfuß habe ich einen Schnitt gemacht. So tief dass man eine Wurzel darin ganz versenken kann und so weit dass sie gerade hineinpasst. Jetzt brauchen wir noch eine Wurzel. Die wächst auf der anderen Seite des Baumes. Die Länge passt otimal. Sogar die Seitenwurzeln liegen schon richtig. Mit einem kleinen Nagel wird die Wurzel fixiert. Jetzt kürzen wir noch die fette Wurzel damit diese nicht mehr so viel Saft raufschicken kann. Ich denke dass sich die neue Wurzel auf alle Fälle noch heuer im Sommer an der Schnittstelle mit dem Stamm verbindet und in ein oder zwei Jahren die dicke Wurzel entfernt werden kann.
Jetzt steht sie wieder in einer etwas tieferen Schale und sogar noch etwas weiter geneigt damit die neue Wurzel optimale Bedingungen hat. Wenn das alles so funktioniert wie ich mir das vorstelle, werde ich hier wieder Bilder einstellen.
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Herbert Aigner
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Mal wieder eine typische Aigner-Produktion!
Herber, danke für diese sehr lehrreiche Darstellung.
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Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
@Herbert A.
Hätte da zwei Fragen bezüglich der Buche:
Erstens ist die Wurzel welche in den Spalt gelegt wurde vorher vom Ballen abgeschnitten worden, oder nicht?
Und zweitens, wurde an der Kontaktfläche der Wurzel zum Stamm die Würzel bis aufs Kambium (heißt das bei Wurzeln noch so?) verletzt wie man das bspw. beim Pfropfen macht?
Ich habe hier einen ähnlichen Fall bei dem ich das nächsten Frühling vielleicht mal in Angriff nehme, danke schonmal.
Grüße, Toether.
Hätte da zwei Fragen bezüglich der Buche:
Erstens ist die Wurzel welche in den Spalt gelegt wurde vorher vom Ballen abgeschnitten worden, oder nicht?
Und zweitens, wurde an der Kontaktfläche der Wurzel zum Stamm die Würzel bis aufs Kambium (heißt das bei Wurzeln noch so?) verletzt wie man das bspw. beim Pfropfen macht?
Ich habe hier einen ähnlichen Fall bei dem ich das nächsten Frühling vielleicht mal in Angriff nehme, danke schonmal.
Grüße, Toether.
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
@ Toether
nein, die Wurzel darf nicht abgeschnitten werden. Sie soll ja noch dicker werden und mit dem Kambium am Schnitt verwachsen.
Wenn die Wurzel schon verholzt ist, wird an den Kontaktstellen die äußere Schicht entfernt. In diesem Fall ist es noch eine relativ junge Wurzel. Die verwächst auch so mit dem Kambium an der Schnittstelle.
lg
Herbert
nein, die Wurzel darf nicht abgeschnitten werden. Sie soll ja noch dicker werden und mit dem Kambium am Schnitt verwachsen.
Wenn die Wurzel schon verholzt ist, wird an den Kontaktstellen die äußere Schicht entfernt. In diesem Fall ist es noch eine relativ junge Wurzel. Die verwächst auch so mit dem Kambium an der Schnittstelle.
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Herbert
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Hallo Herbert,
mal eine Überlegung zur Wundverheilung.
Je mehr Saftfluß, desto besser die Kalusbildung.
Was spricht dagegen, Zwei Drittel der Wurzel Stammnah zu entfernen.
Die Wundheilung kann sofort beginnen, der Saftfluss ist mit der Restwurzel größer wie mit der kleinen Ersatzwurzel.
Gruß Artur
mal eine Überlegung zur Wundverheilung.
Je mehr Saftfluß, desto besser die Kalusbildung.
Was spricht dagegen, Zwei Drittel der Wurzel Stammnah zu entfernen.
Die Wundheilung kann sofort beginnen, der Saftfluss ist mit der Restwurzel größer wie mit der kleinen Ersatzwurzel.
Gruß Artur
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- Wurzelschnitt.jpg (136.35 KiB) 3423 mal betrachtet
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Servus Artur,
da spricht aber schon gar nix dagegen. Ich bin nur nicht auf die Idee gekommen. Danke für den Hinweis, das werde ich gleich machen.
ciao
Herbert
da spricht aber schon gar nix dagegen. Ich bin nur nicht auf die Idee gekommen. Danke für den Hinweis, das werde ich gleich machen.
ciao
Herbert
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sylvan_spirit
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Hallo Herbert,
vielen Dank für den Bericht.
Ich hatte mal gelesen, dass man Wurzeln spalten kann. Hast Du es schon mal probiert? Würde mich interessieren, wie es in der Praxis funktioniert. Schliessen die Wurzeln die Wunde oder schoten sie diese nur ab.
Die Präsentation von der Buche ist sehr schön. Wegen der weißen Schale und der angeschwollenen Triebknospen musste ich kurz an eine Magnolie denken. Würde den Baum evt. von der Schalenmitte nach Rechts versetzen, wegen der Neigung.
Bin sehr auf die Wurzelentwicklung gespannt.
Gruß Waldgeist
vielen Dank für den Bericht.
Ich hatte mal gelesen, dass man Wurzeln spalten kann. Hast Du es schon mal probiert? Würde mich interessieren, wie es in der Praxis funktioniert. Schliessen die Wurzeln die Wunde oder schoten sie diese nur ab.
Die Präsentation von der Buche ist sehr schön. Wegen der weißen Schale und der angeschwollenen Triebknospen musste ich kurz an eine Magnolie denken. Würde den Baum evt. von der Schalenmitte nach Rechts versetzen, wegen der Neigung.
Bin sehr auf die Wurzelentwicklung gespannt.
Gruß Waldgeist
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Servus Waldgeist,
Wurzeln zu spalten habe ich noch nicht probiert. Aber ich denke dass es gut funktioniert wenn ein Baum eine zu dicke Wurzel hat. Wie die Wundheilung ausschaut kann ich Dir leider nicht sagen. Wäre aber mal ein Experiment wert :-).
Grundsätzlich haben Wurzeln eine gut ausgeprägte Wundheilung. Beim Dreispitz habe ich ja eine Wurzel nur angenagelt. Nach 2 Jahren wurde der Nagelkopf derart überwallt, dass man ihn nicht mehr sehen konnte. Er ist auch heute noch in die Wurzel eingewachsen.
Der Baum steht jetzt geneigter in der Schale damit die neue Wurzel tiefer unter der Substratoberfläche liegt. Das begünstigt das Wachstum. Beim nächsten umtopfen wird der Baum wieder aufgerichtet.
lg
Herbert
Wurzeln zu spalten habe ich noch nicht probiert. Aber ich denke dass es gut funktioniert wenn ein Baum eine zu dicke Wurzel hat. Wie die Wundheilung ausschaut kann ich Dir leider nicht sagen. Wäre aber mal ein Experiment wert :-).
Grundsätzlich haben Wurzeln eine gut ausgeprägte Wundheilung. Beim Dreispitz habe ich ja eine Wurzel nur angenagelt. Nach 2 Jahren wurde der Nagelkopf derart überwallt, dass man ihn nicht mehr sehen konnte. Er ist auch heute noch in die Wurzel eingewachsen.
Der Baum steht jetzt geneigter in der Schale damit die neue Wurzel tiefer unter der Substratoberfläche liegt. Das begünstigt das Wachstum. Beim nächsten umtopfen wird der Baum wieder aufgerichtet.
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Herbert
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Kann mich nur anschliessen.Norbert_S hat geschrieben:Mal wieder eine typische Aigner-Produktion!
Herber, danke für diese sehr lehrreiche Darstellung.
Herbert, deine Experimente machen richtig Spaß zu lesen.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Verbesserung der Wurzeln beim umtopfen
Super Danke für die Antwort und die tollen Beiträge, das ist mal anschaulich.
