Stratification
- Stephan mit ph
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Stratification
Unter Stratification versteht man Methoden, um bei Pflanzensamen vorhande Keimhemmung zu brechen. Es gibt verschiedenste Arten der Stratification.Die wohl am häufigsten und für uns auch gebräuchlichste ist die Kältebehandlung des Samens.Man kann dies der Natur überlassen und den Samen ganz normal im Herbst aussäen und den Witterungseinflüssen aussetzen.Genauso gehts auch im Kühlschrank. Zwischen +1° und +5°ist O.K.Die Stratifizierungszeit ist unterschiedlich.Bei Kontrolle kann sie nicht zu lange sein, da man bei einsetzender Keimung einfach aussät.Ich habe gute Erfahrungen bei 60- 90 Tagen gemacht.
Hier bei dieser Beschreibung habe ich Samen von Acer buergerianum 'Mitsubato kaede' zum Stratifizieren vorbereitet.
Hier bei dieser Beschreibung habe ich Samen von Acer buergerianum 'Mitsubato kaede' zum Stratifizieren vorbereitet.
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Zuletzt geändert von Stephan mit ph am 22.10.2012, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Stratification
Hi
Frage: Gehts im Gefrierschrank evtl. schneller? Finde dazu einfach nichts, in wie fern die Dauer der Kältebehandlung und die Temperatur maßgebend für die Samen sind. Ich meine, vielleicht ist ja der Samen schon im November oder Dezember bzw. nach ein, zwei Tagen im Gefrierschrank soweit um zu keimen, wartet aber bis es keinen Frost mehr gibt.
Ich hatte vor zwei Jahren Mammutbaumsamen eine Woche in den Kühlschrank und einen Tag in den Gefrierschrank gegeben und es hat gereicht. Von den 3 Arten hat leider nur eine gekeimt. Woran lags? Dauer, Temperatur, Feuchtigkeit...?
Grüße
Frage: Gehts im Gefrierschrank evtl. schneller? Finde dazu einfach nichts, in wie fern die Dauer der Kältebehandlung und die Temperatur maßgebend für die Samen sind. Ich meine, vielleicht ist ja der Samen schon im November oder Dezember bzw. nach ein, zwei Tagen im Gefrierschrank soweit um zu keimen, wartet aber bis es keinen Frost mehr gibt.
Ich hatte vor zwei Jahren Mammutbaumsamen eine Woche in den Kühlschrank und einen Tag in den Gefrierschrank gegeben und es hat gereicht. Von den 3 Arten hat leider nur eine gekeimt. Woran lags? Dauer, Temperatur, Feuchtigkeit...?
Grüße
- Stephan mit ph
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Re: Stratification
Hallo
Woran's lag, kann ich dir nicht sagen.
Einfrieren setzt das Stratifizieren aus - sprich die Stratifikation wird unterbrochen. Es gibt geteilte Meinungen darüber ob kurzeitiges -ein-zwei Tage- einfrieren bei -2°-3° den Prozess schon unterbrechen. Ist für mich aber ohne Belang. Was ich zeige habe ich nachgelesen und schon mit Erfolg praktiziert.
Gruß
Stephan
Woran's lag, kann ich dir nicht sagen.
Einfrieren setzt das Stratifizieren aus - sprich die Stratifikation wird unterbrochen. Es gibt geteilte Meinungen darüber ob kurzeitiges -ein-zwei Tage- einfrieren bei -2°-3° den Prozess schon unterbrechen. Ist für mich aber ohne Belang. Was ich zeige habe ich nachgelesen und schon mit Erfolg praktiziert.
Gruß
Stephan
Re: Stratification
Hi Kanna,
welche Arten waren denn deine "Mammuts" - ?
Es gibt Pflanzen, bei denen die Stratifikation Licht benötigt oder eine vorhergegangene Wärmeperiode.
Allgemein sollten die Samen gut durchgefeuchtet sein, und allgemein bringen Temperaturen unter Null nichts.
Gruß,
Stefan
welche Arten waren denn deine "Mammuts" - ?
Es gibt Pflanzen, bei denen die Stratifikation Licht benötigt oder eine vorhergegangene Wärmeperiode.
Allgemein sollten die Samen gut durchgefeuchtet sein, und allgemein bringen Temperaturen unter Null nichts.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
-
Mammutkiller
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Re: Stratification
Echt Link gelöscht, passt nicht zum Thema erklärt und mit Bildern beschrieben. Dafür schon einmal ein dickes Lob 
60 - 90 Tage ist doch relativ schnell muss ich sagen. Kann man die Stratification jetzt auch noch durchführen?
60 - 90 Tage ist doch relativ schnell muss ich sagen. Kann man die Stratification jetzt auch noch durchführen?
Re: Stratification
Wir haben Oktober und damit bietet sich die natürliche Stratifikation an, da es schwierig ist Sämlinge gesund über die ersten Wochen zu bringen, die zu früh im Jahr keimen und ihre ersten Monate in Haus bei zu wenig Licht und Lüftung verbringen müssen. Normal draußen gekeimte Samen überholen die 'Frühchen' in kürzester Zeit und stehen am Ende des Sommers besser da.Mammutkiller hat geschrieben: 60 - 90 Tage ist doch relativ schnell muss ich sagen. Kann man die Stratification jetzt auch noch durchführen?
73 Anja
- Stephan mit ph
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- Registriert: 08.02.2010, 13:18
Re: Stratification
Nach 6 Monaten im Kühlschrank (stratifizieren) und knapp einem Monat in der Aussaaterde keimt Acer buergerianum
.
Das läßt für die Zukunft hoffen.
Mich freuts sehr
.
Den weiteren Weg der Pflanzen werde ich separat beschreiben.
Gruß
Stephan
Das läßt für die Zukunft hoffen.
Mich freuts sehr
Den weiteren Weg der Pflanzen werde ich separat beschreiben.
Gruß
Stephan
Re: Stratification
Schön Stephan, bei mir zeigt sich auch einer 
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Stratification
Fein, dann wünsche ich gutes Gedeihen für die Kleinen Dreispitzer! 
Re: Stratification
Hallo Stephan,
hoffentlich nicht nur einer
- Warum muss der Samen feucht stratifiziert werden? Einige Arten behalten ihre Samen doch bis zum nächsten Blattaustrieb am Zweig. Denke da "ganz zufällig" an Acer ginalla oder auch campestre.
Hatte von Heiner eine großzügige Spende ginalla erhalten; draußen (trocken) überwintert, im Februar in einer Anzuchtschale in der entsprechenden Tiefe in Postition gebracht (immernoch trocken) und im April dann das ganze durchgefeuchtet.
--> keimt jetzt. Allerdings nur nach und nach. Seit zwei Wochen immer wieder mal ein neuer.
War das jetzt falsch oder eher nicht so doll?
Bin mal gespannt welche "Schlupfrate" ich so erreiche.
Gruß, Johannes
- Warum muss der Samen feucht stratifiziert werden? Einige Arten behalten ihre Samen doch bis zum nächsten Blattaustrieb am Zweig. Denke da "ganz zufällig" an Acer ginalla oder auch campestre.
Hatte von Heiner eine großzügige Spende ginalla erhalten; draußen (trocken) überwintert, im Februar in einer Anzuchtschale in der entsprechenden Tiefe in Postition gebracht (immernoch trocken) und im April dann das ganze durchgefeuchtet.
--> keimt jetzt. Allerdings nur nach und nach. Seit zwei Wochen immer wieder mal ein neuer.
War das jetzt falsch oder eher nicht so doll?
Bin mal gespannt welche "Schlupfrate" ich so erreiche.
Gruß, Johannes
- Stephan mit ph
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- Registriert: 08.02.2010, 13:18
Re: Stratification
Hallo Johannes.
Einer wäre auch schon gut gewesen, es sind jetzt aber 17.Egal.
Jetzt weiß ich der Baum ist geschlechtsreif und ich kann Samen mit ruhigem Gewissen abgeben.Dazu mehr im September.
Was das Aussäen, Stratifizieren, Anzucht usw. betrifft, bin ich Laie.Meine Erfahrungen und mein bisschen Wissen, könnte falsch sein. Hier im Forum gibts soviele Leute, die haben das studiert und kennen sich bestens aus.Mancher schreibt auch noch gerne dazu;ich nicht.
Vielleicht meldet sich da noch jemand zu Wort.
Viele Grüße
Stephan
Einer wäre auch schon gut gewesen, es sind jetzt aber 17.Egal.
Jetzt weiß ich der Baum ist geschlechtsreif und ich kann Samen mit ruhigem Gewissen abgeben.Dazu mehr im September.
Was das Aussäen, Stratifizieren, Anzucht usw. betrifft, bin ich Laie.Meine Erfahrungen und mein bisschen Wissen, könnte falsch sein. Hier im Forum gibts soviele Leute, die haben das studiert und kennen sich bestens aus.Mancher schreibt auch noch gerne dazu;ich nicht.
Vielleicht meldet sich da noch jemand zu Wort.
Viele Grüße
Stephan
- bonsaiheiner
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Re: Stratification
Hallo Stephan,
ich hole dieses Thema noch mal hervor, weil ich eine Frage habe:
Du beobachtest ja am Elternbaum seit einigen Jahren Samenbildung und hast davon ja für Dein Projekt
http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=12&t=36674
haufenweise Samen in der Republik verteilt.
Wie verhält sich Dein Buergerianum-Samen am Mutterbaum?
Bei acer palmatum reift er Ende Oktober aus, ist im November reif, erkennbar an den vertrockneten Stängeln und fällt dann beim leisesten Windhauch leicht ab. Will man den also ernten, muss man ihn im November abnehmen, logisch.
Bei a.ginnala ist es anders. Der Samen reift ebenfalls Ende Oktober/Anfang November aus, bleibt aber an seinen vertrockneten Büscheln hängen bis in den März hinein. Er trotzt also Wind, Sturm, Regen, Eis und Schnee.
Palmatum-Samen bewahre ich daher draussen in ganz leicht feuchtem Sand auf, ginnala-Samen sollte man, um den natürlichen Bedingungen zu folgen, am besten hängenlassen bis kurz vor der Aussaat. Dass aber die Keimung bei Ginnala auch dann klappt, wenn man ihn im Nov. erntet, über den Winter draussen aufbewahrt und im März aussät, haben viele Beispiele bewiesen
Für ein möglichst naturnahes Verfahren der Buergerianum-Aussaat und zur Optimierung der Stratification wäre es sinnvoll zu erfahren, wie der sich verhält.
Verliert er seine Samen nach und nach ab November oder hält er ihn am Baum fest nach Ginnalaart?
Beste Grüsse,
Heiner
ich hole dieses Thema noch mal hervor, weil ich eine Frage habe:
Du beobachtest ja am Elternbaum seit einigen Jahren Samenbildung und hast davon ja für Dein Projekt
http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=12&t=36674
haufenweise Samen in der Republik verteilt.
Wie verhält sich Dein Buergerianum-Samen am Mutterbaum?
Bei acer palmatum reift er Ende Oktober aus, ist im November reif, erkennbar an den vertrockneten Stängeln und fällt dann beim leisesten Windhauch leicht ab. Will man den also ernten, muss man ihn im November abnehmen, logisch.
Bei a.ginnala ist es anders. Der Samen reift ebenfalls Ende Oktober/Anfang November aus, bleibt aber an seinen vertrockneten Büscheln hängen bis in den März hinein. Er trotzt also Wind, Sturm, Regen, Eis und Schnee.
Palmatum-Samen bewahre ich daher draussen in ganz leicht feuchtem Sand auf, ginnala-Samen sollte man, um den natürlichen Bedingungen zu folgen, am besten hängenlassen bis kurz vor der Aussaat. Dass aber die Keimung bei Ginnala auch dann klappt, wenn man ihn im Nov. erntet, über den Winter draussen aufbewahrt und im März aussät, haben viele Beispiele bewiesen
Für ein möglichst naturnahes Verfahren der Buergerianum-Aussaat und zur Optimierung der Stratification wäre es sinnvoll zu erfahren, wie der sich verhält.
Verliert er seine Samen nach und nach ab November oder hält er ihn am Baum fest nach Ginnalaart?
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
- Stephan mit ph
- Beiträge: 1420
- Registriert: 08.02.2010, 13:18
Re: Stratification
Hallo Heiner.
Jeder Windstoß befördert Samen zu Boden.Im Moment dürfte etwa die Hälfte ab sein. Bis Januar hängen noch vereinzelt Samenbüschel dran(es sei denn: Sturm-Schnee-....)
Ich habe nochmal in drei Büchern nachgelesen; das was da steht deckt sich mit meiner Erfahrung, beim Acer buergerianum erst einmalig: Acer sollte vor der Vollreife geerntet werden und dann stratifiziert oder gleich ausgesät werden.(was ja normalerweise eine natürliche Stratifikation einschließt)
Wird der Samen nach der Vollreife geerntet, kann er trocken gelagert werden. Jedoch sollte er dann 24-48°° im Wasserbad auf die notwendige Stratifikation vorbereitet werden.
Bei Acer liegt die Keimrate zwischen 5% bis ca 60%, je nach Art und Sorte.Diese gesamte Keimrate verteilt sich dann wiederum auf bis zu 5 Jahre.Ausgereifter Samen verliert nicht nur an Keimfähigkeit, sondern das über Jahre hinweg gezogene Auflaufen ist hier stärker zu beobachten.
Z.B. Acer rubrum und A. saccharinum verlieren ihre Keimfähigkeit nach wenigen Wochen;Samenreife im Mai/Juni
Zu A.buergerianum habe ich nur meine Erfahrung.
Vielleicht hilft's
Viele Grüße
Stephan
Jeder Windstoß befördert Samen zu Boden.Im Moment dürfte etwa die Hälfte ab sein. Bis Januar hängen noch vereinzelt Samenbüschel dran(es sei denn: Sturm-Schnee-....)
Ich habe nochmal in drei Büchern nachgelesen; das was da steht deckt sich mit meiner Erfahrung, beim Acer buergerianum erst einmalig: Acer sollte vor der Vollreife geerntet werden und dann stratifiziert oder gleich ausgesät werden.(was ja normalerweise eine natürliche Stratifikation einschließt)
Wird der Samen nach der Vollreife geerntet, kann er trocken gelagert werden. Jedoch sollte er dann 24-48°° im Wasserbad auf die notwendige Stratifikation vorbereitet werden.
Bei Acer liegt die Keimrate zwischen 5% bis ca 60%, je nach Art und Sorte.Diese gesamte Keimrate verteilt sich dann wiederum auf bis zu 5 Jahre.Ausgereifter Samen verliert nicht nur an Keimfähigkeit, sondern das über Jahre hinweg gezogene Auflaufen ist hier stärker zu beobachten.
Z.B. Acer rubrum und A. saccharinum verlieren ihre Keimfähigkeit nach wenigen Wochen;Samenreife im Mai/Juni
Zu A.buergerianum habe ich nur meine Erfahrung.
Vielleicht hilft's
Viele Grüße
Stephan
Re: Stratification
A.saccharinum kann ich bestätigen in sofern, daß im Frühjahr/April 2012 gesammelte Samen so gut wie alle innerhalb von 5 Tagen aufgegangen sind.
Die Samen hatte ich nur vom Boden einer Grünfläche in der Stadt aufgesammelt.
Die Samen hatte ich nur vom Boden einer Grünfläche in der Stadt aufgesammelt.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
