diese (als Gruppenpflanzung durchaus selten zu findene) japanische Schönfrucht oder auch Liebesperle habe ich bei einem Händler am 19.1.2013 auf der Noelanders Trophy gekauft.
Zu Hause musste ich als erstes dem Wildwuchs ein wenig mit der Schere zu Leibe rücken.
Im Gewächshaus hatte das süße kleine Ding dann ein gemütliches frostfreies Plätzchen. Nach ein paar Tagen fiel mir auf, dass rund um die Schale Mooskrümel lagen. Die Gewächshaustür war aber geschlossen gewesen, so dass keine Vögel hineingeflogen sein konnten. Merkwürdig. Ich fegte den Dreck weg und schon am nächsten Tag lagen neue Krümel neben der Schale. Ich fing an, genauer hinzuschauen und mit den Fingern die Moosreste vom letzten Jahr wegzureiben. Da fand ich einen kleinen fetten Wurm, der sich mächtig wand und offenbar bei seinen Aktivitäten das Moos aufgewühlt hatte. Der Wurm flog raus in den Schnee, die Krümel wurden wieder weggefegt.
Seither wurde die Krümelei aber nicht viel weniger, so dass ich heute angesichts der schon etwas größer werdenden Knospen beschloss, das Bäumchen umzutopfen und nachzusehen, was im Erdreich los war.
In einer gerade mal etwa 12 cm langen Schale fand ich noch 5 oder 6 von diesen Würmern. Ich vermute, dass es Schnakenlarven waren. Jetzt ist Schluss mit der Wühlerei!
Da das Callicarpa-Grüppchen gerne noch ein wenig größer und dicker werden darf, um größenmäßig zu meinen anderen Shohin zu passen, habe ich jetzt eine etwas größere Schale genommen (Yamafusa, schon älter mit etwas Patina), die mit ihrer gelben Farbe auch reizvoll mit den lila Beeren kontrastiert, wenn mir diese Freude denn zuteil wird.
Der Zustand des Wurzelballens war übrigens ausgesprochen erfreulich, ganz offensichtlich ist er schon etliche Jahre absolut professionell bearbeitet worden.
Die bisherige Schale ist auch eine hochwertige japanische, so dass ich nur das Fazit ziehen kann, dass dieser Kauf sein Geld wert gewesen ist.
Nun freue ich mich auf den Austrieb und hoffentlich eine schöne Entwicklung.
Liebe Grüße,
Heike
