nun ein Projekt, das bei einigen meiner Bonsaifreunde Kopfschütteln und Verwunderung auslöste.
Ich wollte einen Wald aus über 30 Dreispitzjungpflanzen in eine Schale bringen. Meine Freunde meinten das wird viel zu lange dauern aber ich ließ mich nicht aufhalten und Norbert hat mit mir zusammen den Wald gestaltet.
Jetzt heißt es nur noch den Wald gut pflegen um die vielen Zweifler eines besseren zu belehren
Und als hätte es so sein müssen, hatte Erwin die passende Schale mit dabei
Gruß
Hans Peter
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Hallo Hans Peter
Deine Waldprojekte finde ich spannend.
Wie Du, habe auch ich ein paar solcher Wäldchen im Garten und erfreu mich an deren Entwicklung.
Auf den Bildern Deines Acer buergerianum Waldes kann man die Stämmchen schlecht sehen, aber egal.
Solch ein Projekt hatte/habe ich aus 27 Acer palmatum Sämlingen, welche 3-4 Jahre alt waren.Ich war dazu geneigt immer wieder alle Bäumchen, jährlich zu beschneiden.Durch die selben Kulturbedingungen in der Schale, entwickelten sich binnen 5 Jahren die Bäumchen, was die Stammstärke betrifft, fast gleich.
Heute würde ich die Pflanzen ganz gezielt, unterschiedlich wachsen lassen (auch mal einzelne 1-2Meter hoch;in der Schale)
Ich habe meinen Acer palmatum Wald nochmal aufgelöst und pflege die Bäumchen einzeln. Sie entwickeln sich völlig unterschiedlich. Ob ich sie wieder zu einem Wald zusammen füge? mal schaun.
Weiterhin viel Freude mit Deinen Projekten.
Viele Grüße
Stephan
Hallo Stephan, genau vor diesem von Dir beschriebenen Problem steht man bei einer Waldpflanzung aus Jungpflanzen.
Ich will beim Beschneiden versuchen, die Bäume je nach Standort in der Schale unterschiedlich zu behandeln um schon früh an der endgültig angestrebten Form zu arbeiten. Mal sehen wie die Pflanzen mitspielen....
Schön den jungen Wald hier zu sehen.
Nach wie vor bin ich überzeugt, dass du viel Freude an der gestalterischen Pflege dieses neuen Projektes haben wirst.
Die Bäume werden sich bei der von dir beabsichtigten Vorgehensweise unterschiedlich entwicklen. Von den vielen gesetzten Bäume werden einige sehr vital sein, andere normal, einige weniger kräftig wachsen. Wenn es dir gelingt, diese unterschiedlichen natürlichen Kräfteverhältnisse in den Pflanzen zu unterstützen, bilden sich noch schneller Bäumchen mit dickeren Stämmen und kleinere Beipflanzen heraus. Nicht jeder Wald benötigt einen Kraftmaier, der dreimal so dick ist wie der Rest.
Bei deiner Vorgehensweise sind die Unterschiede subtiler, werden aber dennoch mit den Jahren immer deutlicher werden.
Ich bin sehr froh, dass ich diesen Start in ein spannendes und langjähriges Projekt mit dir durchführen durfte.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
du siehst das richtig. Ich strebe keinen Wald mit Gruppenbildungen um die dicksten und höchsten Bäume an sondern einen Wald mit
schlanken, unterschiedlich hohen Bäumen die zusammen eine Einheit bilden.
Wir werden viel Zeit haben das gemeinsam zu verfolgen.
Die Hauptdiskussion damals waren die notwendige unterschiedliche Entwicklung der Pflanzen und ob es denn nicht sinnvoller sei die Pflanzen in unterschiedlichen Gefäßen vorzuziehen und erst in ein paar Jahren zusammen zu stellen.
Klaus,
da ist dann ja zwei Wochen später bei mir im Garten noch einmal gut die dopplete Anzahl an Bäumen hinzu gekommen.
Viele Wege führen nach Rom und auch in der Waldgestaltung sindviele möglich.
Schneller und in der Folge mit größeren Unterschieden in Masse und Höhe bei den Bäumen geht es in der von dir vorgeschlagenen und wohl von den meisten angewendeten Art.
Dafür musst du über Jahre viele Schalen gießen, Nebari bearbeiten um dann doch zum Zeitpunkt des Zusammenfügens wieder größere Eingriffe vorzunehmen, die dann wieder Jahre sichtbar sind.
So wie Hans Peter die Sache angeht erhälts du langsamer aber nachhaltig einen Wald mit ganz anderm Ausdruck.
Wenn in ein paar Jahren langsam die oberen Wurzeln freigelegt werden können, dann wird es keinen Bruch in der Optik geben, weil die Wurzeln seit Jahren zuammenwachsen und ein einheitliches Gebilde darstellen.
Das wird ein Wald zum genauen Hinsehen werden, ein großer Genuss mit vielen subtilen Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.
Etwas Zeit muss man schon mitbringen.
Ich habe verschiedene Wälder, einige so wie von dir vorgeschlagen andere in dieser Art angelegt. Der kleine Coto-Wald ist so einer.
Spaß machen alle aber der mehr.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Hallo
Von den paar Wäldern die ich gepflanzt habe,
sind zwar nur noch 3 übrig, aber einiges konnte ich doch lernen.
Einen Wald aus "Jungpflanzen" zu machen und Ihn in Ruhe wachsen zu lassen,
hat, wie schon Norbert schrieb, einige Vorteile.
Ein sehr wichtiger Punkt sind die Wurzeln, da ein Wald erst ein Wald wird,
wenn die sichtbaren Wurzeln durch ihre Verflechtung Alter vorgauckeln.
Die Bäume entscheiden schon in Ihrer Jugendzeit wo Platz für Wachstum ist
und können so über die Jahre ein recht natürliches Bild zeigen.
Mit vorkultivierten Bäumchen wird eher ein lichterer Wald gestaltet
der dem Einzelbaum mehr Beachtung schenkt.
mfG Dieter
hier stehen etwa 50 Sämlinge von Heiners Feuerahorn (nochmals vielen Dank, Heiner), 2-jährige und einjährige. An einige dreijährige kann ich vielleicht noch kommen. Nur die Schale macht mir Kopfzerbrechen.
Dein Wald inspiriert mich ungeheuer, danke für´s zeigen.