Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo Satsukifreunde,
nachdem auch in diesem Jahr mein Versuch, Satsuki-Stecklinge zu ziehen fehlgeschlagen ist, hoffe ich auf eure Hilfe.
Nach dem Rückschnitt Anfang Juli habe ich die Stecklinge in Torftöpfchen mit Anzuchterde gesteckt, in die Pflanzlöcher Algan gestreut, danach in den Schatten gestellt und mäßig feucht gehalten. An heißen Tagen habe ich einen durchsichtigen Deckel darüber gestülpt und am Abend wieder abgenommen.
Ich bin ziemlich frustriert, weil ich mir nicht erklären kann, was ich falsch mache, zumal ich hier gelesen habe, dass Heike Stecklinge wie Unkraut zieht.
Kann das nur an Kanuma liegen?
nachdem auch in diesem Jahr mein Versuch, Satsuki-Stecklinge zu ziehen fehlgeschlagen ist, hoffe ich auf eure Hilfe.
Nach dem Rückschnitt Anfang Juli habe ich die Stecklinge in Torftöpfchen mit Anzuchterde gesteckt, in die Pflanzlöcher Algan gestreut, danach in den Schatten gestellt und mäßig feucht gehalten. An heißen Tagen habe ich einen durchsichtigen Deckel darüber gestülpt und am Abend wieder abgenommen.
Ich bin ziemlich frustriert, weil ich mir nicht erklären kann, was ich falsch mache, zumal ich hier gelesen habe, dass Heike Stecklinge wie Unkraut zieht.
Kann das nur an Kanuma liegen?
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Auf die Schnelle würde ich sagen:
- Anzuchterde hat den falschen pH-Wert,
- dem Steckling wäre auch an nicht-heißen Tagen eine Abdeckung, die gespannte Luft erzeugt, ganz recht.
Jochen
- Anzuchterde hat den falschen pH-Wert,
- dem Steckling wäre auch an nicht-heißen Tagen eine Abdeckung, die gespannte Luft erzeugt, ganz recht.
Jochen
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
kennst du die Tütenmethode. Etwas Spagnummoos und entsprechend große durchsichtige Gefrierbeutel. Das klappt eigentlich ganz gut mit dem Wurzeln wenn genug Licht da ist. Nur die umstellung von gesättigter Luftfeuchte zu Außenluft ist heikel und nimmt etwas zeit in Anspruch.
- swissgonzo
- Beiträge: 179
- Registriert: 12.05.2012, 06:27
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo runger
Am Anfang ist die Luftfeuchtigkeit ganz wichtig wegen der Verdunstung und was ich bei deinem versuch geslesen habe "An heißen Tagen habe ich einen durchsichtigen Deckel darüber gestülpt und am Abend wieder abgenommen" war vermutich nicht Optimal der Deckel gehört am anfang immer drauf und dann täglich ein paar minuten lüften wegen fäulnis später dann langsam die luftfeuchtigkeit reduzieren so sollte es klappen das nächste mal.
Lg Martin
Am Anfang ist die Luftfeuchtigkeit ganz wichtig wegen der Verdunstung und was ich bei deinem versuch geslesen habe "An heißen Tagen habe ich einen durchsichtigen Deckel darüber gestülpt und am Abend wieder abgenommen" war vermutich nicht Optimal der Deckel gehört am anfang immer drauf und dann täglich ein paar minuten lüften wegen fäulnis später dann langsam die luftfeuchtigkeit reduzieren so sollte es klappen das nächste mal.
Lg Martin
In der Ruhe liegt die Kraft
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Moin moin Rolf,
mit den Azaleen-Stecklingen funktioniert das in einem kleinen Anzuchthaus, was Du in jedem Pflanzenmarkt oder Baumarkt mit Pflanzabteilung für wenig Geld bekommst oder in flachen Tonschalen, aber auf jeden Fall mit einer Abdeckung.
Das habe ich mit Sand oder mit Kanuma (z.B. altes vom Umtopfen) gemacht, funktioniert beides gut. Die Abgeschnittenen Zweige, egal wie dick sie sind, nach dem Abschneiden in Wasser legen damit sie nicht antrocknen. Vor dem Stecken nochmal Anschneiden und mit etwas Bewurzelungshormon in das Substrat stecken. Anschließend die Abdeckung drauf und nur darauf achten, dass das Substrat nicht austrocknet aber auch nicht zu nass wird.
Es gibt Sorten, die bewurzeln schon wenn man ihnen sagt sie sollen Wurzeln machen, wie z.B. Kaho, Osakazuki u.ä., und manche sind da etwas zurückhaltender.
LG Peter
mit den Azaleen-Stecklingen funktioniert das in einem kleinen Anzuchthaus, was Du in jedem Pflanzenmarkt oder Baumarkt mit Pflanzabteilung für wenig Geld bekommst oder in flachen Tonschalen, aber auf jeden Fall mit einer Abdeckung.
Das habe ich mit Sand oder mit Kanuma (z.B. altes vom Umtopfen) gemacht, funktioniert beides gut. Die Abgeschnittenen Zweige, egal wie dick sie sind, nach dem Abschneiden in Wasser legen damit sie nicht antrocknen. Vor dem Stecken nochmal Anschneiden und mit etwas Bewurzelungshormon in das Substrat stecken. Anschließend die Abdeckung drauf und nur darauf achten, dass das Substrat nicht austrocknet aber auch nicht zu nass wird.
Es gibt Sorten, die bewurzeln schon wenn man ihnen sagt sie sollen Wurzeln machen, wie z.B. Kaho, Osakazuki u.ä., und manche sind da etwas zurückhaltender.
LG Peter
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Sehr richtig, was Peter schreibt! Die Sorten sind sehr unterschiedlich in ihrer Fähigkeit, Wurzeln zu bilden, und auch generell in ihrer Wuchskraft.
Da ich mit meinem "Unkraut"
speziell erwähnt wurde, will ich auch noch kurz aufschreiben, wie ich es mache.
Als Anzuchtsubstrat verwende ich feinkörniges, reines Kanuma in den bekannten Tokoname-Anzucht-Tonschalen. Die Stecklinge sind relativ klein, ca. 5 - 8 cm lang und maximal 5 mm dick. Ich belasse nur relativ wenige und nur eher kleine Blätter (ca. 10 - 15) und höchstens zwei Triebe, von denen ich die Enden kappe. Unten schneide ich die Stecklinge sauber und schräg, tauche sie dann in Wurzelhormon, ehe ich sie ins Substrat stecke.
Da die Stecklinge bei mir im Gewächshaus stehen brauche ich keine zusätzliche Abdeckung. Ohne Gewächshaus empfehle ich auch eine durchsichtige Abdeckung, bis die Stecklinge erstes Wachstum zeigen.
Entweder wie Peter schrieb ein kleines Anzucht-Häuschen, man kann aber auch eine Kiste oder größere, tiefere Schale nehmen und Klarsichtfolie darüber spannen, mit ein paar kleinen Luftlöchlein.
Bei mir wurzeln erfahrungsgemäß bei den meisten Sorten, die ich bisher hatte, von 10 Stecklingen 8 - 9 Stück dauerhaft.
Liebe Grüße,
Heike
Da ich mit meinem "Unkraut"
Als Anzuchtsubstrat verwende ich feinkörniges, reines Kanuma in den bekannten Tokoname-Anzucht-Tonschalen. Die Stecklinge sind relativ klein, ca. 5 - 8 cm lang und maximal 5 mm dick. Ich belasse nur relativ wenige und nur eher kleine Blätter (ca. 10 - 15) und höchstens zwei Triebe, von denen ich die Enden kappe. Unten schneide ich die Stecklinge sauber und schräg, tauche sie dann in Wurzelhormon, ehe ich sie ins Substrat stecke.
Da die Stecklinge bei mir im Gewächshaus stehen brauche ich keine zusätzliche Abdeckung. Ohne Gewächshaus empfehle ich auch eine durchsichtige Abdeckung, bis die Stecklinge erstes Wachstum zeigen.
Entweder wie Peter schrieb ein kleines Anzucht-Häuschen, man kann aber auch eine Kiste oder größere, tiefere Schale nehmen und Klarsichtfolie darüber spannen, mit ein paar kleinen Luftlöchlein.
Bei mir wurzeln erfahrungsgemäß bei den meisten Sorten, die ich bisher hatte, von 10 Stecklingen 8 - 9 Stück dauerhaft.
Liebe Grüße,
Heike
-
Eva Warthemann
- Beiträge: 3578
- Registriert: 11.01.2004, 18:10
- Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo Rolf!
Auch bei mir wurzeln Azaleenstecklinge wie Unkraut.
Ich benutze ebenfalls die Minigewächshäuser aus dem Baumarkt und fülle diese mit reinem Seramis. Darin wurzeln außer Azaleen auch Kamelienstecklinge besonders gut.
Also es führen verschiedene Wege nach Rom.
Liebe Grüße Eva Warthemann
Auch bei mir wurzeln Azaleenstecklinge wie Unkraut.
Ich benutze ebenfalls die Minigewächshäuser aus dem Baumarkt und fülle diese mit reinem Seramis. Darin wurzeln außer Azaleen auch Kamelienstecklinge besonders gut.
Also es führen verschiedene Wege nach Rom.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Mitglied im BCD
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Also ich habe auch dieses "Unkraut"; allerdings verwende ich kein Minigewächshaus und meine Standarderde ist sehr durchlässig,kein Bewurzelungshormon, kein Verdunstungsschutz und ich kann mich vor Stecklingen nicht retten. Ich hab´auch schon Stecklinge einfach zu einer anderen Pflanze reingesteckt. Hat auch geklappt.
Aber: dieses Jahr war der July nicht geeignet, um ohne Verdunstungsschutz zu arbeiten. Dafür war es viel zu heiß und trocken.
Darin sehe ich den eigentlichen Grund für den Mißerfolg.
Die sicherste Methode ist aber unbestritten die Verwendung eines Verdunstungsschutzes.
Aber: dieses Jahr war der July nicht geeignet, um ohne Verdunstungsschutz zu arbeiten. Dafür war es viel zu heiß und trocken.
Darin sehe ich den eigentlichen Grund für den Mißerfolg.
Die sicherste Methode ist aber unbestritten die Verwendung eines Verdunstungsschutzes.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Danke an Alle.
Da ich mich in meiner Schilderung offensichtlich ziemlich unklar ausgedrückt habe, möchte ich nun noch etwas nachbessern.
In diesem Sommer hatten wir hier im Südwesten fast immer heiße Tage, darum hatte ich auf meinem "Minigewächshaus" auf der Fensterbank fast an jedem Tag die Abdeckung drauf. Außerdem habe ich die Stecklinge mehrmals am Tag besprüht. Die Abdeckung war dann innen häufig angelaufen, darum habe ich sie dann öfter mal abgenommen um Pilzbefall vorzubeugen.
Es wurden hier ja die verschiedensten Methoden und Ansichten zum jeweiligen Anzuchtsubstrat vorgestellt, was mich allerdings wundert ist, dass niemand die Methode mit Anzuchterde kritisiert. Ich könnte mir vorstellen, dass diese im Gartencenter käufliche Anzuchterde einfach zu nass und zu kompakt ist. Allerdings habe ich es auch schon mit Kokosfasern (Kokohum) versucht. Kanuma kann doch nicht alles sein?
Hat das Scheitern meiner Versuche etwas mit dem falschen Substrat zu tun oder woran kann es sonst liegen. Wenn ich hier lese, dass Stecklinge einfach mit Erfolg im Blumentopf wachsen, sollte ich dieses Hobby vielleicht aufgeben.
Da ich mich in meiner Schilderung offensichtlich ziemlich unklar ausgedrückt habe, möchte ich nun noch etwas nachbessern.
In diesem Sommer hatten wir hier im Südwesten fast immer heiße Tage, darum hatte ich auf meinem "Minigewächshaus" auf der Fensterbank fast an jedem Tag die Abdeckung drauf. Außerdem habe ich die Stecklinge mehrmals am Tag besprüht. Die Abdeckung war dann innen häufig angelaufen, darum habe ich sie dann öfter mal abgenommen um Pilzbefall vorzubeugen.
Es wurden hier ja die verschiedensten Methoden und Ansichten zum jeweiligen Anzuchtsubstrat vorgestellt, was mich allerdings wundert ist, dass niemand die Methode mit Anzuchterde kritisiert. Ich könnte mir vorstellen, dass diese im Gartencenter käufliche Anzuchterde einfach zu nass und zu kompakt ist. Allerdings habe ich es auch schon mit Kokosfasern (Kokohum) versucht. Kanuma kann doch nicht alles sein?
Hat das Scheitern meiner Versuche etwas mit dem falschen Substrat zu tun oder woran kann es sonst liegen. Wenn ich hier lese, dass Stecklinge einfach mit Erfolg im Blumentopf wachsen, sollte ich dieses Hobby vielleicht aufgeben.
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo Rolf,
Fensterbank war in diesem Sommer, zumindest bei Sonne, bestimmt zu heiß.
Nächstes Jahr funktionierts bestimmt. Am besten aber nicht im Hochsommer beginnen und Pflänzchen halbschattig stellen.
Ansonsten melde Dich bei mir, wenn Du Hilfe benötigst, wohne nicht weit weg.
Und: bloß nicht aufhören; Mißerfolg gehört, leider, auch dazu, wird aber immer weniger.
Fensterbank war in diesem Sommer, zumindest bei Sonne, bestimmt zu heiß.
Nächstes Jahr funktionierts bestimmt. Am besten aber nicht im Hochsommer beginnen und Pflänzchen halbschattig stellen.
Ansonsten melde Dich bei mir, wenn Du Hilfe benötigst, wohne nicht weit weg.
Und: bloß nicht aufhören; Mißerfolg gehört, leider, auch dazu, wird aber immer weniger.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Vollkommen richtig! Und manche Dinge gelingen beim einen leichter, beim anderen nicht so gut, bei anderen Dingen ist es wieder anders.Georg hat geschrieben:bloß nicht aufhören; Mißerfolg gehört, leider, auch dazu, wird aber immer weniger.
Nicht gleich alles aufgeben. Beharrlichkeit führt zum Ziel.
LG, Heike
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo Rüdiger,
ich meinte die Fensterbank innen, da war Schatten.
Danke auch für dein Angebot.
ich meinte die Fensterbank innen, da war Schatten.
Danke auch für dein Angebot.
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Im Haus ist wahrscheinlich kein gut geeigneter Platz für Satsuki-Azaleen. Die würde ich schon lieber draußen halten.
LG, Heike
LG, Heike
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Hallo Heike,
die Satsuki stehen schon draußen, ich hatte nur die Stecklinge drinnen.
Was spricht dagegen, drinnen war es nicht so knallheiß. Wir hatten hier manchmal Temperaturen von 39 Grad.
die Satsuki stehen schon draußen, ich hatte nur die Stecklinge drinnen.
Was spricht dagegen, drinnen war es nicht so knallheiß. Wir hatten hier manchmal Temperaturen von 39 Grad.
Re: Neuer Versuch für Satsuki-Stecklinge fehlgeschlagen
Drinnen ist die Luft gewöhnlich trockener. Kurzfristig - für wenige Tage - im Haus macht vielleicht nichts. Aber insgesamt ist es draußen im Schatten (bei Hitze) sicherlich günstiger für die Stecklinge.
