Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Heike,
schön das von Dir zu hören! :)
chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Zusammen,
hier ist ein kleines *updated* von meiner Ch. Ulme.

Ich habe sie bis jetzt unten am Stamm Durchtreiben lassen:
P1090144.jpg
Für das Foto habe ich die Opferäste zurückgeschnitten.
Sie dürfen aber jetzt wieder ungehindert wachsen.

Gestern habe ich sie dann gedrahtet:
P1090176.jpg
P1090179.jpg
P1090195.jpg
P1090188.jpg
Die Rückseite ist nicht so hübsch! :wink:
P1090191.jpg
P1090200.jpg
Was meint Ihr :?: :?: :?:
Kritik ist erwünscht :!: :wink:
Zuletzt geändert von chris-git@rre am 28.08.2013, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
Joseph Conrad
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Joseph Conrad »

Was habt ihr nur gegen die S-Form ?
Ich finde sie meist sehr, sehr anziehend. Sie stellt doch den Archetyp eines altmodischen Bonsais dar. Fast jede Bonsaidarstellung alter Holzschnitte weist sie mehr oder weniger auf. Allemal genug für ihre Lebensberechtigung.
Das das Bäumchen noch jung ist, Bambusstabnarben und wenig Dreidimensionalität hat stimmt.
Aber Makel haben ja die allermeisten Bonsai.
Ich find es und die Dokumentation jedenfalls Klasse *daumen_new*


LG Joseph
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Heike_vG
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Heike_vG »

Ich finde den rechten unteren Ast zu weit herabgezogen. Den würde ich ein wenig wieder hochnehmen und vor allem das Ende in die Waagerechte bringen.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Joseph,
schön das er Dir gefällt!

Hallo Heike,
danke für den Hinweis!
Meinst Du so?:
Dateianhänge
P1090208.jpg
P1090210.jpg
P1090214.jpg
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Heike_vG »

Ja, so ist es besser! *daumen_new*
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chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Vielen Dank :)
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Heike_vG »

Übrigens, die kleinen Triebe am Stamm unten kannst Du gleich komplett entfernen. Die sind für die Form nicht zu gebrauchen. :wink:
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chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Heike,
die benutze ich als Opferäste um unten einen Dickeren Stamm zu bekommen.
Insgesamt sind es sieben Triebe unten am Stamm.
Ich lasse jedes Jahr andere Triebe durchtreiben, damit nicht zu große Narben entstehen.

Das ist doch OK?
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Heike_vG »

Weiter oben kann man das machen, wenn man möchte, um schwächere Bereiche zu verdicken.
Aber im Bereich des Tachiagari, des unteren Stammbereichs bis zum ersten Asts, ist das keine so gute Idee. Hier muss die Rinde möglichst makellos sein.
Wenn dort Opferäste wirklich stark wachsen, mehrere auf derselben Höhe auch noch, wirst Du eine unnatürlich wirkende, knubbelige Verdickung bekommen, die auch nicht mehr logisch wirkt, wenn die Äste weggeschnitten sind.

Bei einem Rohling, der noch im Feld zur Verdickung ist und extrem wachsen soll, wird das noch gemacht mit Opfertrieben überall, aber da werden auch noch keine Äste gestaltet. Bis es soweit ist, wachsen die Schnitte auch wieder zu.

Deine Ulme ist schon in der Schale und in Gestaltung, da ist das nicht mehr angebracht. Man sollte nicht verschiedene Ziele gleichzeit verwirklichen wollen.

LG, Heike
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Heike,
ich habe zwar sieben Triebe im unteren Bereich aber nur drei sind gewachsen.
Die restlichen haben nicht weiter ausgetrieben.
Ich habe sie ca. 3 Monate wachsen lassen und jetzt wieder zurückgeschnitten.
Die Triebe haben einen Ø von ca.2mm.

Das gibt doch keine großen Narben oder?
Ich wollte jetzt die restlichen Triebe wachsen lassen.
Sie liegen nicht alle auf der selben höhe.

Oder macht das keinen Sinn :?:
P1090176.jpg
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P1090188.jpg (47.89 KiB) 1203 mal betrachtet
Joseph Conrad
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Joseph Conrad »

Also das mit den Opferästen kann man auch anders sehen.

Ich empfehle dir mal den ganz ausgezeichneten Artikel "Growing sacrifice leaders & branches" von Brent Walston (www.evergreengardenworks.com)

1. Dein Baum ist ein Rohling.
2. Setz ihn einfach in eine größere Schale.
3. Opferäste müssen in der Regel mehrere Vegetationsphasen wachsen und dicken dürfen um Ergebnisse zu erhalten.
2. Gerade im unteren Bereich in der Nähe des nebaris empfiehlt er Opferäste. (Irgendwie auch logisch : Stammverjüngung)
3. mehrere Ziele ( Verzweigungsdichte der bleibenden Äste + Stammverdickung durch Opferäste) gleichzeitig zu verfolgen werden von ihm ebenfalls empfohlen.

LG Joseph
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chris-git@rre

Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Joseph,
Brennt Walston kenne ich nicht!
Und mein Englisch ist auch nicht so gut.
Aber trotzdem danke!
Joseph Conrad hat geschrieben: 3. Opferäste müssen in der Regel mehrere Vegetationsphasen wachsen und dicken dürfen um Ergebnisse zu erhalten.
Wer sagt das?

Ich frage mich ob Du eigene Erfahrungen hast oder nur das weiter gibst was Du gelesen hast?
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Anja M. »

Wo ich das gerade sehe, bei meiner Chinaulme aus dem Garten habe ich auch unten 2 Opfertriebe über Jahre stehen lassen. Dieses Frühjahr fiel der erste.

Bild

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =9&t=29438
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Re: Ein Abschiedsgeschenk (Chinesische Ulme)

Beitrag von Joseph Conrad »

Hallo Chris,
Ich kenne Brent Walston auch nicht. Aber z.B Walter Pall kennt ihn gut. Das als Referenz.

Ich sage, aus eigenen Erfahrungen, das Opferäste wachsen, aber viel wichtiger ! auch dicken müssen (Das ist ja ihr Sinn :) ). Das kann , wie du selbst erfahren hast, nicht in 3 Monaten geschehen. Eher in 3 Jahren. 8) Warte einfach bis du die von dir erwünschte Stammdicke mit ihnen produziert hast.
Opferäste vor ihrer Verdickung abzuschneiden raubt dem Baum nur sinnlos Kraft.

Anja macht das da sehr richtig *daumen_new*


LG Joseph
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