Aloha zusammen,
Wie man schnell sieht ist dies mein erster Beitrag in dem Forum und ich bin auch noch nicht sooo lange mit Bonsais zugange (4. oder 5. Jahr, wobei ich mich erst jetzt richtig intensiv damit beschäftige). Damals habe ich einen Ficus geschenkt bekommen und ihn eigentlich bis heute versorgt und wachsen lassen, bisschen mit Draht herum experimentiert und von Jahr zu Jahr einen weiteren kleinen Shohin geschenkt bekommen.
Jetzt will ich mir aber die Jungpflanzen selber ziehen und sitze hier mit einem haufen Fragen.
Die Sorten sind:
1x jap. Fächerahorn
1x Olive (Ölbaum)
1x echte Myrthe
1x Zwerggranatapfel
1x afrikanischer Tulpenbaum
Ich habe ein paar Kilo Anzuchterde + Substrat, Anzuchttöpfe, kleines Gewächshaus für die große Fensterfront, einen kleinen Balkon zur Süd- und Westseite, Flüssigdünger und 5 kleine Bonsaischalen zur Verfügung. Die Fächerahornsamen liegen im Kühlschrank, der Rest bei Zimmertemperatur im Wasser und wartet darauf in die Erde gelegt zu werden.
Hat jemand von euch Erfahrungen, was das Ziehen solcher Arten angeht. Besonders wichtig ist mir der Fächerahorn und im Internet lese ich oft von Fehlschlägen. Darüber hinaus wundert es mich, dass ich diese Samen nicht in Wasser einlegen, sondern stattdessen 1 Woche im Kühlschrank liegen lassen soll... woran liegt das. Auch scheint der Fächerahorn am meisten Zeit zu benötigen.
Der Zwerggranatapfel braucht wohl viel Licht... was dies nicht gerade zur Idealste Jahreszeit macht. Sollte ich mir für das Gewächshaus einen Pflanzenlampe zulegen und wenn ja welche?
Die Bäume sollen nicht wirklich Shohin werden. Davon habe ich genug, ich würde es schöner finden, wenn sie zwischen 40 und 60 cm groß werden würden, auch wenn das eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. von Allen sorten sind 10 - 20 Samen dabei. Soviele Anzuchttöpfe habe ich aber nicht. Kommen mehrere in einem Top, und wenn ja wie viele ungefähr?
Wie ihr seht Fragen über Fragen. Für jede Antwort schonmal Dank und ich hoffe ich kann in 4 - 12 Wochen von ein paar Erfolgen berichten.
mit besten Grüßen
Fenice
Jungpflanze selber ziehen
Re: Jungpflanze selber ziehen
Das der Ahorn in den Kühlschrank sollte leigt daran, das man einige Samen stratifizieren muss. Die Samen von Bäumen als Regionen mit Frost haben einen Keimschutz, der bis zu einer entsprechenden Temperaturgrenze bestehen bleibt. Bei einigen reichen schon Temperaturen vom Kühlschrank, bei anderen benötigt es Frost diesen Schutz zu zerstören. Genau das nennt man Stratifizieren.
Von wegen Licht: wann keimen denn normal Samen? Genau, im Frühjahr. Wir haben so gut wie Herbst und die Keimlinge werden kaum soweit ausreifen, das du die groß über den Winter bringen kannst (davon abgesehen, dass du da Arten hast, die du frostfrei bei um die 5° überwintern müsstest).
Samen vorbereiten kann man im März/April, alles andere verspricht wenig Erfolgsaussichten, da man da in der Regel nur vergeilte und schwache Sämlige erhält.
Geld für solche Samentüten (die Arten klingen nach dem typischen in der durchsichtigen Folie mit Papphinweis drin) kann man sich in der Regel auch schenken: Viel zu teuer für wenig Inhalt, zudem werden viele falsch bei den Verkäufern gelagert und verlieren an Keimfähigkeit.
Du kannst dein Projekt auch so weiterführen, um dich mit Sämerein an sich anzufreunden, mehr Erfolg wird es dir aber im Frühjahr bringen. Ansonsten gibt es beim Sponsor schon 2-3 Jährige Jungpflanzen. Vielleicht noch eine Option, die du neben den Sämereien starten könntest.
Von wegen Licht: wann keimen denn normal Samen? Genau, im Frühjahr. Wir haben so gut wie Herbst und die Keimlinge werden kaum soweit ausreifen, das du die groß über den Winter bringen kannst (davon abgesehen, dass du da Arten hast, die du frostfrei bei um die 5° überwintern müsstest).
Samen vorbereiten kann man im März/April, alles andere verspricht wenig Erfolgsaussichten, da man da in der Regel nur vergeilte und schwache Sämlige erhält.
Geld für solche Samentüten (die Arten klingen nach dem typischen in der durchsichtigen Folie mit Papphinweis drin) kann man sich in der Regel auch schenken: Viel zu teuer für wenig Inhalt, zudem werden viele falsch bei den Verkäufern gelagert und verlieren an Keimfähigkeit.
Du kannst dein Projekt auch so weiterführen, um dich mit Sämerein an sich anzufreunden, mehr Erfolg wird es dir aber im Frühjahr bringen. Ansonsten gibt es beim Sponsor schon 2-3 Jährige Jungpflanzen. Vielleicht noch eine Option, die du neben den Sämereien starten könntest.
Gruß, Claudia
Re: Jungpflanze selber ziehen
Die Idee mit den Samen ist mir gekommen, weil ich von einer Woche einen Schössling unter unserer Linde im Blumenbeet gefunden habe. Eine Robinie. Da es jetzt kälter wird, habe ich den kleinen in einen Topf mitgenommen und auf den Balkon in eine Windgeschützte, halbschattige Ecke gestellt. Was mic beeindruckt hat, war, dass die Wurzel gut 10 cm unter der Erde lag.
Ich habe auch schon an so frühe Jungpflanzen gedacht, aber a) noch keine schönen gefunden und b) wollte ich das mit dem Samen einfach mal ausprobieren.
Ich habe auch schon an so frühe Jungpflanzen gedacht, aber a) noch keine schönen gefunden und b) wollte ich das mit dem Samen einfach mal ausprobieren.
Re: Jungpflanze selber ziehen
So Pflanzenlampen sind auch geholt. Vom Gewächshaus abgesehen werden es mir die anderen auch danken. Womit sich mir aber weitere Fragen stellen:
1. Wie oft muss ich das Gewächshaus lüften? (es hat zwei verschließbare Luftlöcher)
2. Wie siehts mit dem Gießen aus? Im Internet steht überall "Nässe"vermeiden. Ich nehme an, damit ist staunässe gemeint. Ansonsten war die Erde relativ feucht und locker. Ich würde damit der Sprühflasche sonst einfach rüber, gerade weil der Granatapfel Lichtkeimer ist und die beim gießen eher in der Erde versinken.
Die 3. Frage bezieht sich auf meinen kleinen Robinien-Schößling: Kann ich den im Winter in die Wohnung reinnehmen? ich habe leider keinen Keller und der istso zierlich, dass ich befürchte, dass er den Winter draußen nicht so leicht übersteht.
1. Wie oft muss ich das Gewächshaus lüften? (es hat zwei verschließbare Luftlöcher)
2. Wie siehts mit dem Gießen aus? Im Internet steht überall "Nässe"vermeiden. Ich nehme an, damit ist staunässe gemeint. Ansonsten war die Erde relativ feucht und locker. Ich würde damit der Sprühflasche sonst einfach rüber, gerade weil der Granatapfel Lichtkeimer ist und die beim gießen eher in der Erde versinken.
Die 3. Frage bezieht sich auf meinen kleinen Robinien-Schößling: Kann ich den im Winter in die Wohnung reinnehmen? ich habe leider keinen Keller und der istso zierlich, dass ich befürchte, dass er den Winter draußen nicht so leicht übersteht.
Re: Jungpflanze selber ziehen
Auch wenn das Thema allen anschein nach nicht so interessant zu sein scheint mal ein Zwischenstand.
Einige der Granatäpfel fangen langsam an zu keimen. Wir hatten jetzt ein paar wunderschöne Sonnentage und ansonsten ist eine entsprechende Lampe 10-12 Stunden auf sie gerichtet.
Den Fächerahorn habe ich in ein kleines Glas gepackt und offen ganz hinten im Kühlschrank eingelagert. Ist das richtig? oder sollte ich das Glas abdecken? Die Samen will ich auf jedenfall erst nächstes Frühjahr streuen. Mal schaun ob es funktioniert.
Einige der Granatäpfel fangen langsam an zu keimen. Wir hatten jetzt ein paar wunderschöne Sonnentage und ansonsten ist eine entsprechende Lampe 10-12 Stunden auf sie gerichtet.
Den Fächerahorn habe ich in ein kleines Glas gepackt und offen ganz hinten im Kühlschrank eingelagert. Ist das richtig? oder sollte ich das Glas abdecken? Die Samen will ich auf jedenfall erst nächstes Frühjahr streuen. Mal schaun ob es funktioniert.
