Herbstarbeit

Alles andere was zu Bonsai passt.
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Heiko.W
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Herbstarbeit

Beitrag von Heiko.W »

Am Wochenende war es mal wieder soweit, das Winterquartier für meine Outdoors musste vorbereitet werden.

Da mir kein Gewächshaus, Kalthaus oder ähnliches zur Verfügung steht, werden meine Bäume jedes Jahr
im Garten eingegraben und mit dieser Methode ist mir in den letzten Jahren, eigentlich schon Jahrzehnten,
im Winter kein Baum verloren gegangen.

Ich grabe eine Grube von ca. 30 bis 40cm tiefe und ca. 5x4m Größe.
Dieses wird dann zuerst mit Ahorn Laub befüllt und für ein paar Tage stehen gelassen,
damit sich genug Feuchtigkeit im Laub sammeln kann. Sollte es mal nicht regnen in dieser Zeit wird halt bewässert.
Einen kleinen Einblick bietet dieses kurze Video und beweist damit das Bonsai auch in körperliche Arbeit ausarten kann: :-D


Nächstes Wochenende kommen dann die Bäume in diese Grube und werden mit einer Mischung von Erde und Blättern eingepackt.
Ich stopfe die Zwischenräume zwischen den Schalen mit dieser Mischung aus und bedecke danach die gesamte Oberfläche der
Bäume ebenfalls mit dieser Mischung. So eingepackt haben die Bäume genug Feuchtigkeit und sind vor Bodenfrost relativ gut geschützt.
Das ganze macht zwar relativ viel Arbeit, aber dafür bin ich mir sicher das die Bäume gut durch den Winter kommen und ich muss
mich kaum um sie kümmern.

Der Winter kann kommen :P

Heiko
holgermueller
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von holgermueller »

ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert? Also letztes Jahr hatten wir eine extrem lange Kälteperiode,
da war der Boden fast 20 cm tief gefroren... :-( in dem Fall frieren Dir doch doch sämtliche Bäume fest? Was stellst
Du denn da alles hinein? Nur einheimische, oder auch welche aus dem Ausland? Gruß Holger
Kanna
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von Kanna »

Sehen mir eher nach 10 bis 15cm aus ^^...naja..du hast wenigstens den richtigen Boden für solche Aktionen. Ich bräuchte da schon einen Bagger :S...

Achja, wo hast du denn die ganze Erde hingeschaufelt :O?
ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert? Also letztes Jahr hatten wir eine extrem lange Kälteperiode,
da war der Boden fast 20 cm tief gefroren... in dem Fall frieren Dir doch doch sämtliche Bäume fest? Was stellst
Du denn da alles hinein? Nur einheimische, oder auch welche aus dem Ausland? Gruß Holger
Das Einbuddeln soll u.a. vor dem Wind schützen, damit das Substrat nicht so schnell austrocknet. Einfrieren tut das sowieso, egal ob man die einbuddelt oder unter eine Folie etc. stellt. Frostsicher wird es erst ab 80cm. Wenn man also mal nichts zu tun hat...;)
Den Pflanzen schadet das ja nicht - vorausgesetzt das Substrat passt, oder man nimmt die Pflanze aus der Schale und es gibt keine Staunässe.
Ich gehe mal sehr stark davon aus, das er nur einheimische Pflanzen dort überwintern lässt - alles andere wäre nicht zu empfehlen.

Ich mache das auch mit einigen Pflanzen. Hat bisher immer funktioniert und gießen musste ich auch nie ^^

Achja:
...werden meine Bäume jedes Jahr
im Garten eingegraben und mit dieser Methode ist mir in den letzten Jahren, eigentlich schon Jahrzehnten,
im Winter kein Baum verloren gegangen.
Das sagt ja wohl alles, ob es funktioniert oder nicht ;)


Grüße
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Heiko.W
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von Heiko.W »

Nabend,

also funktionieren tut das zumindest bei mir seit nun über 30 Jahren und ich kann mich nicht mehr erinnern wann ich im Winter einen Baum verloren habe.
Es sollte also funktionieren :) Und ja klar frieren die Bäume im Winter da komplett ein. Allerdings muss es schon sehr lange kalt bleiben damit die Grube wirklich komplett unter dem Schnee gefroren bleibt. Ich schau mal ob ich dieses Jahr irgendwie ein Thermometer da unterbringen kann, da ich denke das es da in dem Laub-Erde-Gemisch gar nicht so kalt wird. Mein Kompost friert ja auch nie durch und ich hoffe/denke das durch das mischen der Erde mit den Blättern ein Gemisch entsteht, welches viel Luft enthält und somit das ganze wie eine Isolation wirkt.
Ich buddel da alles ein was ich habe, egal ob Linden, Kastanien, Ahörner (auch die Dreispitzer), Azaleen, Wacholder, Fichten, Eschen, Äpfel, Buchen, Weißdorn, Ulmen. Bei den Dreispitzahörnern hatte ich immer etwas bedenken, aber selbst den letzten wirklich harten Winter haben sie unbeschadet überstanden.

Für mich ist das beste an der Methode, das ich mir einfach keine Sorgen machen muss, mit einer Ausnahme. Letztes Jahr hatten wir hier Schneefall von bis zu 60cm in einer Nacht und da kam es an 2 Bäumen zu Schneebruch. Das verhindere ich dieses Jahr durch einen Hasendraht den ich über die kleineren Bäume spannen werde. Ansonsten buddel ich die Bäume im Herbst ein und buddel sie im Frühjahr wieder aus, das war´s :) Selbst gießen erübrigt sich somit.

@kanna: Die Erde habe ich ringsum als weiteren Windschutz aufgeschüttet. Einen Teil der Erde mische ich ja dann mit den Blättern um sie zwischen und auf die Schalen zu verteilen.
Die tiefe der Grube variiert, an der tiefsten Stelle habe ich dieses Jahr knapp 40cm und im flachen Teil ca. 20 cm. Diese Unterschiede brauche ich für die verschieden großen Bonsai um sie jeweils in die richtige Tiefe setzen zu können.
Neben den Bonsai kommen auch die meisten Stecklinge, Beisteller, Prebonsai usw. in dieses Überwinterungsquartier. Einzig meine Minihostas, Stecklinge vom Dreispitzahorn und ähnliches kommen in den dunklen Keller wo sie relativ Frostgeschützt sind.

Winter 2012:
4blog-2012-02-18_16-20-46_hdr.jpg
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Winter 2011:
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Kanna
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von Kanna »

Finde ich auf jedenfall gut das Du diese Übwinterungsalternative zeigst. Davon wird leider wenig geschrieben und gesprochen. So eine große Fläche kann mit Sicherheit nicht jeder für seine Pflanzen opfern, aber eine kleiner Grube reicht ja auch schon für einige Pflanzen. Meine Grube ist etwa 150 x 60 cm groß. Dafür aber relativ tief. Bestimmt 60 cm. Da ich durch den schlechten Boden mit der Gefahr lebe das mir die Grube mit Wasser vollläuft. Ist dieses Jahr sogar passiert (zum Glück nicht während der Überwinterung), als es soviel regnete bei dem es dann wieder zu einer Flutkatastrophe kam. Die Grube ist bei mir komplett mit Rindenmulch gefüllt. Die Pflanzen stelle ich dann etwa 10cm unterhalb der Gok und verfülle den Rest ebenfalls mit Rindenmulch.
Hat bisher auch immer gut geklappt, wie bei dir. Das mit dem Draht darüber, gegen eventuellen Schneebruch ist ´ne gute Idee. Wobei du bei deiner großen Fläche eher zu einem Netz greifen solltest. Kommt billiger ^^...

Für dein Vorhaben, die Temperatur zu messen könnte ich dir eine Wetterstation empfeheln mit einer externen Funkstation. Dann musst du nicht immer raus laufen und das Ding wieder ausbuddeln ^^.
Die machen sich echt gut. Ich selber habe eine im Vogelhaus und draußen unterm Dach. Im Haus kann ich dann rund um die Uhr die Temperaturen sehen und kann somit mit der Heizung im Vogelhaus gegensteuern.
In eine Folie eingeschweißt könnte das bestimmt auch eingebuddelt funktionieren. Müsste man halt mal versuchen.

Lässt Du die Pflanzen in den Schalen?

Grüße
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Heiko.W
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von Heiko.W »

Guten Abend
nur ganz kurz.
Ja komplett mit Schalen.
Gute Nacht
Heiko
jörgbraun
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von jörgbraun »

Hallo Forum,
auch ich überwintere meine Bäumchen so wie Heiko.
Nur ohne Schalen. Ich grabe sie ca 15 cm ein und bedecke sie mit der zuvor ausgehobenen Erde. Das Erdreich darunter ist sehr durchlässig (Karst) somit ist gewärleistet, das keine Staunässe entstehen kann
Was ich zum Durchfrieren dazu sagen möchte ist,
das es bei mir über den Winter relativ viel Schnee hat und der wirkt bei geschlossener Schneedecke wie eine Isolierung.
Für mich ist es daher am Besten es hat eine geschlossene Schneedecke, dann kann es auch über einen längeren Zeitraum knackig kalt sein ohne das es den Bäumchen was ausmacht.
So halte ich es schon über 20 Jahre mit sehr gutem Erfolg.

Griassle
Jörg
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von bem_0 »

Hallo Heiko,

so etwa funktioniert es bei mir auch seit Jahren.
Ein Unterschied: statt des Laub lege ich eine wasserdurchlässige Folie unter die Bäume. Dann verstopfen die Abflußlöcher der Schalen nicht so leicht und Regenwürmer bleiben fern. Das Laub lege ich lieber als dicke Schicht obenauf, denn die Kälte kommt schließlich nicht aus dem Boden sondern von oben.
Guter Beitrag.

Grüße aus dem Westerwald
Dietmar, H
Mei klane Bem,
made em Westerwald
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jonny kontroletty
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von jonny kontroletty »

Halte es ähnlich, nur ohne Erdarbeiten...
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Heiko.W
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Re: Herbstarbeit

Beitrag von Heiko.W »

So nun sind die ersten Bäume ins Winterquartier eingezogen.
Fehlen nur noch die ganz kleinen Bäume aus meinen Projekten und
die großen Brummer die ich nicht alleine heben kann. *schwitz*

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