Hallo,
wo eigentlich ist die "Rote Linie" bei Satsukis was die Frostverträglichkeit betrifft?
Wie immer werden hier im Forum verschiedene Meinungen vertreten, von sehr frostempfindlich bis hin zur Blühunwilligkeit ohne Frost im Frühjahr.
Bisher hat mich das erstere immer dazu veranlasst, die Bäumchen aus Vorsicht relativ früh ins Winterquartier zu stellen, auch in diesem Jahr, als die Nachttemperaturen erstmals unter Null gingen. Nun spielen die Temperaturen bisher ja mal wieder verrückt und ich muss feststellen dass ich möglicherweise wieder zu früh eingewintert habe.
Darum meine oben gestellte Frage: Wo seht ihr die "Rote Linie" bei Frost? Wie sind eure Erfahrungen?
Danke schon mal vorab.
Satsuki-Azaleen, Frostverträglichkeit
- Josef Knieke
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- Beiträge: 2290
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- Wohnort: Niedersachsen
Re: Satsuki-Azaleen, Frostverträglichkeit
Hallo Rolf
hast du schon mal hier geschaut? http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=34422
Hier http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=26836 sind auch noch paar Ratschläge. - Meine Satsukis überstehen so schon seit Jahren auch die kältesten Tage!
Diese Azalee hat einen Winter draußen gestanden und war unzureichend geschützt.
Sie hat die kalte Jahreszeit nur mit viel Mühe überstanden. Sie stand geschützt direkt am Haus. Der Wurzelballen war mit Luftpolsterfolie eingepackt. Dennoch hat die lange Frostperiode den Wurzelballen nachhaltig geschädigt. Bis heute hat sie ihre Form nicht wieder erreicht- Die weitere Gestaltung ist nur ein Kompromiss.
Gruß
Josef
hast du schon mal hier geschaut? http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=34422
Hier http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=26836 sind auch noch paar Ratschläge. - Meine Satsukis überstehen so schon seit Jahren auch die kältesten Tage!
Diese Azalee hat einen Winter draußen gestanden und war unzureichend geschützt.
Sie hat die kalte Jahreszeit nur mit viel Mühe überstanden. Sie stand geschützt direkt am Haus. Der Wurzelballen war mit Luftpolsterfolie eingepackt. Dennoch hat die lange Frostperiode den Wurzelballen nachhaltig geschädigt. Bis heute hat sie ihre Form nicht wieder erreicht- Die weitere Gestaltung ist nur ein Kompromiss.
Gruß
Josef
Re: Satsuki-Azaleen, Frostverträglichkeit
Danke Josef, deine wirklich tollen und informativen Beiträge zum Thema Satsuki-Azaleen habe ich natürlich alle gelesen.
Du schreibst darin aber auch, dass die Satsukis mindestens 6 Wochen leicht über null Grad stehen sollten. In diesem Winter waren die Temperaturen in unserer Region bisher tagsüber oft im zweistelligen Bereich und nachts nur zwei- oder dreimal leicht unter Null. Ergo habe ich Ende November zu früh eingewintert, ich hätte die Azaleen also durchaus auch draußen stehen lassen können. Am Überwinterungsstandort hatte ich bisher kaum Temperaturen im einstelligen Bereich.
Theoretisch müsste ich die Pflanzen also wieder nach draußen stellen und aufpassen, dass ich sie bei einem plötzlichen Temperatursturz rechtzeitig wieder zurückstelle. Das einzig Wahre ist das für die Pflanzen ja sicher auch nicht.
Darum meine Frage zur absoluten "Roten Linie" der Frostverträglichkeit. Mir ist klar, dass sich dies nicht so leicht beantworten lässt, da in Japan Azaleen in verschiedenen Breitengraden wachsen und die Frostverträglichkeit der verschiedenen Sorten daher durchaus unterschiedlich sein kann.
Gruß Rolf
Du schreibst darin aber auch, dass die Satsukis mindestens 6 Wochen leicht über null Grad stehen sollten. In diesem Winter waren die Temperaturen in unserer Region bisher tagsüber oft im zweistelligen Bereich und nachts nur zwei- oder dreimal leicht unter Null. Ergo habe ich Ende November zu früh eingewintert, ich hätte die Azaleen also durchaus auch draußen stehen lassen können. Am Überwinterungsstandort hatte ich bisher kaum Temperaturen im einstelligen Bereich.
Theoretisch müsste ich die Pflanzen also wieder nach draußen stellen und aufpassen, dass ich sie bei einem plötzlichen Temperatursturz rechtzeitig wieder zurückstelle. Das einzig Wahre ist das für die Pflanzen ja sicher auch nicht.
Darum meine Frage zur absoluten "Roten Linie" der Frostverträglichkeit. Mir ist klar, dass sich dies nicht so leicht beantworten lässt, da in Japan Azaleen in verschiedenen Breitengraden wachsen und die Frostverträglichkeit der verschiedenen Sorten daher durchaus unterschiedlich sein kann.
Gruß Rolf
- bem_0
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Re: Satsuki-Azaleen, Frostverträglichkeit
Hallo Rolf,
meine Erfahrung mit Satzuki ist, kurzeitiger Fost (max. -5Grad) ist OK. Aber der Ballen darf nicht durchgefrieren.
Meine bleiben jedes Jahr bis zum strengen Frost draussen (war bisher ja noch nicht). Dann ins Winterhaus, bei Temperaturen von 0-5 Grad. In dieser Zeit verliert der Baum einen grossen Teil seiner Blätter ( der Blattkranz um die Blütenknospen bleibt erhalten ).Das Substrat darf nie ! Austrocknen.
Im Haus bleiben meist alle Blätter grün und der Baum braucht wesentlich mehr Wasser. Hier ist die grösste Gefahr die Trockenheit. Mehrmals pro Woche die Erdfeuchte kontrollieren und manchmal die Blätter übersprühen.
Fazit Überwinterung: kalt, schattig,immer feucht, wenn Frost- dann moderat und nur kurzzeitig.
Grüße aus dem Westerwald
Dietmar,H
meine Erfahrung mit Satzuki ist, kurzeitiger Fost (max. -5Grad) ist OK. Aber der Ballen darf nicht durchgefrieren.
Meine bleiben jedes Jahr bis zum strengen Frost draussen (war bisher ja noch nicht). Dann ins Winterhaus, bei Temperaturen von 0-5 Grad. In dieser Zeit verliert der Baum einen grossen Teil seiner Blätter ( der Blattkranz um die Blütenknospen bleibt erhalten ).Das Substrat darf nie ! Austrocknen.
Im Haus bleiben meist alle Blätter grün und der Baum braucht wesentlich mehr Wasser. Hier ist die grösste Gefahr die Trockenheit. Mehrmals pro Woche die Erdfeuchte kontrollieren und manchmal die Blätter übersprühen.
Fazit Überwinterung: kalt, schattig,immer feucht, wenn Frost- dann moderat und nur kurzzeitig.
Grüße aus dem Westerwald
Dietmar,H
- Josef Knieke
- BFF-Autor
- Beiträge: 2290
- Registriert: 25.08.2010, 21:19
- Wohnort: Niedersachsen
Re: Satsuki-Azaleen, Frostverträglichkeit
Hallo Rolf
du sagst es ja selbst - eine klare Aussage ist da schwer! Allerdings hast du fast alles richtig gemacht. Draußen lassen!!!! Du hättest sie unter den von dir genannten Umständen weiter draußen lassen können. - Bis ein Wurzelballen durchgefroren ist, das dauert eine ganze Weile. Wenn du tagsüber noch Plusgrade hast, kannst du fast immer davon aussgehen, dass die Temperaturen der Pflanze nicht schaden.
Du solltest dir als Faustregel folgendes merken: Leichte Frostgrade, auch wie es auch Dietmar beschrieben hat, vertragen die Azaleen problemlos. Gefährlich wird es, wenn es mehrere Tage und Nächte im Minusbereich liegt.
Also deine rote Linie wird bei mir als Dauerfrost bezeichnet!!!
Meine Azaleen, bis auf zwei, an denen ich noch spät im Herbst gearbeitet habe, stehen alle noch draußen. - Meine Jungpflanzen, die ich schon lange wieder reingeholt habe, treiben frisch aus ...... und das ist entschieden zu früh!!!! - Also lass deine ruhig noch draußen, es schadet nicht, nein im Gegenteil, es bekommt ihnen gut.
Gruß
Josef
du sagst es ja selbst - eine klare Aussage ist da schwer! Allerdings hast du fast alles richtig gemacht. Draußen lassen!!!! Du hättest sie unter den von dir genannten Umständen weiter draußen lassen können. - Bis ein Wurzelballen durchgefroren ist, das dauert eine ganze Weile. Wenn du tagsüber noch Plusgrade hast, kannst du fast immer davon aussgehen, dass die Temperaturen der Pflanze nicht schaden.
Du solltest dir als Faustregel folgendes merken: Leichte Frostgrade, auch wie es auch Dietmar beschrieben hat, vertragen die Azaleen problemlos. Gefährlich wird es, wenn es mehrere Tage und Nächte im Minusbereich liegt.
Also deine rote Linie wird bei mir als Dauerfrost bezeichnet!!!
Meine Azaleen, bis auf zwei, an denen ich noch spät im Herbst gearbeitet habe, stehen alle noch draußen. - Meine Jungpflanzen, die ich schon lange wieder reingeholt habe, treiben frisch aus ...... und das ist entschieden zu früh!!!! - Also lass deine ruhig noch draußen, es schadet nicht, nein im Gegenteil, es bekommt ihnen gut.
Gruß
Josef
