Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Frank Abbing
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Frank Abbing »

Es handelt sich ganz zweifelsfrei um die Larven der Wiesenschnake. Ich glaube, die ernähren sich nur von Moos- und Gräserwurzeln, oder?
Ja, ist Tipula, ein Wurzelschädling. Die mögen Gärtner nicht sonderlich in ihren Kulturflächen. Da sie aus den Schale wohl nicht rauskönnen, werden sie wohl fressen, was gerade vorhanden ist.
Liebe Grüße
Frank *up*
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Heike_vG
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Heike_vG »

Diese Larven sind mit ein Grund dafür, dass ich im Herbst vor dem Einwintern immer die Moospolster von den Erdoberflächen meiner Bonsai entferne.
Die Larven findet man dabei meist auch gleich und kann sie wegsammeln.
Bei meinem älteren Seigen-Ahorn sah ich jedoch neulich im Gewächshaus, dass lauter Erdkrümel um die Schale herum verstreut lagen. Ein deutliches Zeichen, dass noch Schnakenlarven drin waren, die jetzt schon wieder munter werden! Da habe ich nun auch noch einmal eine Schicht abgetragen und mindestens 20 Larven ausquartiert.

Liebe Grüße,

Heike
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bonsaiheiner
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,
danke an Alle, die sich zu Wort gemeldet haben.
Die Schale harmoniert sehr gut mit dem Baum. Das wird einem ja manchmal erst nach ein paar Tagen (oder Wochen) so richtig klar. Daher nochmals herzlichen Dank an Jürg.

Vielleicht noch ein kleiner Nachtrag zu den Schnakenlarven:
Die fallen mir schon seit Jahren immer wieder in Schalen auf, die bemoost sind. Die eiertragende Schnake sucht zum Ablegen ihrer Eier nur Gräser- und Moosflächen auf und legt dann ihre Eier manchmal massenweise dort ab. Rasenliebhaber klagen bisweilen über gelblich-braune Fehlstellen, wenn die Larven überhand nehmen. Gefürchtet sind sie aber von den Greenkeepern der Golfplätze, denn die Qualität der "Grüns" (das ist der wenige mm hohe "Rasen" um die Löcher mit den Fahnen) leidet natürlich besonders, einmal durch Wurzelfrass, dann durch die aufgehackten Löcher von Krähen, die nach den Larven suchen und besonders durch Wildschweine die leicht ein topgepflegtes Grün in einer Nacht in einen Sturzacker verwandeln können, wenn sie nach den proteinreichen Schnakenlarven suchen.
Die immer neugierigen Amseln können entweder durch die Hauskatze auf Distanz gehalten werden oder man schützt die Schale durch ein kleinporiges Netz (Fliegengaze, Bau***s)

Beste Grüsse,
Heiner
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bonsaiheiner
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,
chinesische Ulmen (ulmus parvifolia), die unter Kalthausbedingungen überwintert werden, werfen bis Mitte März fast ihr komplettes Laub ab.
Der Unerfahrene gerät dann in Panik und denkt , sein immergrüner "Indoor" habe ernsthafte Schwierigkeiten.
Chinaulme 13. März 2015.jpg
Das Gegenteil ist der Fall.
Der Baum ist jetzt auf seinem Höhepunkt im Jahreslauf, ideal für Präsentationen.
Er zeigt gleichzeitig zahlreiche senfkorngrosse Knospen, die sich sehr schnell verdicken und den kommenden Neuaustrieb ankündigen.
Diese Zeit ist die einzige im Jahr, in der er nicht gedrahtet werden darf, aber diese Ulme wird ohnehin nur noch durch Schnitt gestaltet.

Baumhöhe: 41 cm, mit Schale von Jürg Stäheli
Kronenbreite : 50 cm
Schalenlänge 40 cm
Schalenhöhe 4,1 cm

Beste Grüsse,
Heiner
Zuletzt geändert von bonsaiheiner am 13.03.2015, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Heike_vG
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Heike_vG »

Was für ein wunderbarer Anblick an diesem kalten, grauen Tag, lieber Heiner! :-D
Da lacht das Bonsaiherz! An dieser wundervollen Ulme kann ich mich nicht sattsehen. Es ist jedesmal eine Freude, wenn es ein neues Bild von ihr gibt.

Liebe Grüße,

Heike
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Peter Meyer
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Peter Meyer »

Wunderschöne Ulme *lieb*
Mein Kompliment Heiner. *daumen_new* *daumen_new* *daumen_new*
Fantastische Entwicklung. *respekt*

Gruß
Peter
Zuletzt geändert von Peter Meyer am 13.03.2015, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Bonsai-Fips
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Bonsai-Fips »

"Kein Text, da sprachlos!", kann ich da nur sagen, Heiner. Viele Grüsse und danke fürs Zeigen, Fips

P.S. Zum Glück hast Du diesen Baum 1992 fotografiert!
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SandraP
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von SandraP »

Wow, ich bin ebenfalls sprachlos bei diesem Anblick.
Ein herrlicher Baum *lieb*
Vielen Dank für's Zeigen Heiner :)
Bin mit meinen Bäumchen auf Instagram unterwegs :)
https://www.instagram.com/momiji_bonsai/
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fritze
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von fritze »

ganz großartig!
auch gerade mit der schale von jürg ist das ein grandioser anblick.
liebe grüße
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Jürg Stäheli
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Jürg Stäheli »

Lieber Heiner
Die Verzweigung wird immer feiner und besser. So ein vollendeter Baum kann man stundenlang betrachten. Das ist ja höchster Bonsaigenuss!
Liebe Grüsse
Jürg
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Reiner K
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Reiner K »

Hallo Heiner,
So langsam kommst Du in den Bereich wo der Anblick sich wandelt.
Es wird Zeit sich Gefanken über einen "Erneuerungsschnitt" zu machen. Dr innere Bereich verkahlt zunehmendes und es bedarf einer konsequenten Auslichtung um die schöne Feinverzweigung nich zu verlieren.
LG Reiner
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bonsaiheiner
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Heike, Sandra, Jürg, Peter, Christian, Fips,
danke, danke für Eure netten Kommentare.
Reiner, danke für Deinen kompetenten Einwand, ich werde ihn mir zu Herzen nehmen.
Gruss,
Heiner
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Heike_vG »

Ein zweidimensionales Foto von vorne lässt eine so reife, fein verzweigte Baumkrone leicht viel zu dicht erscheinen.
Mich würde ein Foto von oben interessieren, um zu sehen, wie dicht oder luftig die Krone tatsächlich ist.
Und wenn es geht ein Blick ins Innere der Krone? Ist wahrscheinlich nicht so einfach... 8)

Liebe Grüße,

Heike
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bonsaiheiner
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,
für die Wahrheitsfindung ist mir nicht zu aufwändig...
Eine Aufnahme der Krone von oben, hm, dann muss ich die Schale mit weissem Papier abdecken.
Gedacht, getan.
Aber zuerst ein Blick von ganz nah und unten in die Krone mit Weitwinkel
15.3.15 von unten
15.3.15 von unten
und dann von oben
15.3.15 von oben
15.3.15 von oben
Beste Grüsse,
Heiner
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Heike_vG
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Re: Historie eines Tombola-Baumes, chinesische Ulme

Beitrag von Heike_vG »

Lieber Heiner,

das hast Du klasse fotografiert! Für mein Auge ist diese Krone und Verzweigung einfach ein Traum. *lieb*
Bisher kann ich eigentlich nicht erkennen, dass da irgend etwas verkahlt!
Entlaubst Du den Baum eigentlich während der Wachstumssaison oder wie bist Du bislang vorgegangen, um diese herrliche, dichte Verzweigung zu erreichen?
Ich denke, da können die meisten Leute etwas von Dir lernen. 8)

Liebe Grüße,

Heike
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