nette penjing galerie
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Franz aus Wien
- hat Hausverbot
- Beiträge: 88
- Registriert: 11.02.2005, 09:22
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gunter
Als ich die Bilder sah, dachte ich: "Das kennst Du doch!" Und in der Tat: Die Bilder stammen wohl alle aus der Zeitschrift "Zhongguo huahui penjing". Jedenfalls habe ich in 4 Heften des Jahrgangs 2001 insgesamt 60 der Abbildungen wiedergefunden und dann habe ich aufgehört zu suchen. Und das alles wird ohne Quellenangabe ins Netz gestellt. Ein starkes Stück.
Die Zeitschrift erscheint monatlich in Peking. Es ist eine Zeitschrift für Hobbygärtner. Sie ist bei weitem nicht so "edel", wie unsere Bonsaizeitschriften, sondern bunt, vielfältig und lebendig. Man hat den Eindruck, daß es keine Tabus gibt, sondern daß das Hobby in China einfach nach der Devise funktioniert: "Erlaubt ist, was gefällt." Wer selber mal reinschauen will: In der Bibliothek der Stiftung Preussischer Kulturbesitz in Berlin ist die Zeitschrift vorhanden.
Zu flus Frage: Natürlich ist es umgekehrt. Bonsai ist aus dem chinesischen pen zai entstanden. Bedeutet Pflanzen in der Schale und steht nicht nur für Bäume im Topf, sondern auch für Topfpflanzen allgemein. In China hat sich aber pen jing durchgesetzt, die Landschaft in der Schale.
Und was die Unterschiede zwischen Japan und China angeht, so kann man beim Durchblättern der Zeitschrift schon gewisse Akzentverschiebungen bemerken.
Zunächst einmal spielt die Gestaltung von Landschaften in China anscheinend eine beträchtliche Rolle. In vielen der Bilder ist dabei der Einfluß von Qingquam Zhao festzustellen. Auch Steinpflanzungen sind beliebt. Insgesamt sind die Vorlieben deutlich anders als in Japan. Man sieht kaum einen streng aufrechten Baum, dafür mehr windgepeitschte Bäume und Wurzelstammformen als in Japan und mehr Bäume im Treibholzstil. Auch eine Vorliebe für Skurriles ist in manchen Gestaltungen offensichtlich: Wurzelgewirr, an Tiere erinnernde Stämme, sehr extravagante Stammführungen.
Selbstverständlich gibt es auch ganz japanisch aussehende Bäume. Schließlich kann man heute kaum Bonsai betreiben ohne von Japan zu lernen. Aber ich habe den Eindruck, daß die Chinesen sich auch auf ihre eigenen Traditionen zurückbesinnen und beides phantasievoll kombinieren.
Noch etwas sieht man auf Anhieb. Alte, Reife ausstrahlende Bäume sind selten. Ob das nur daran liegt, daß viele alte Bäume die Kulturrevolution nicht überlebt haben, oder ob die Chinesen auch die Philosophie des mochi-komi nicht ganz so wichtig nehmen, kann ich nicht beurteilen.
Gruß von Gunter Lind
Die Zeitschrift erscheint monatlich in Peking. Es ist eine Zeitschrift für Hobbygärtner. Sie ist bei weitem nicht so "edel", wie unsere Bonsaizeitschriften, sondern bunt, vielfältig und lebendig. Man hat den Eindruck, daß es keine Tabus gibt, sondern daß das Hobby in China einfach nach der Devise funktioniert: "Erlaubt ist, was gefällt." Wer selber mal reinschauen will: In der Bibliothek der Stiftung Preussischer Kulturbesitz in Berlin ist die Zeitschrift vorhanden.
Zu flus Frage: Natürlich ist es umgekehrt. Bonsai ist aus dem chinesischen pen zai entstanden. Bedeutet Pflanzen in der Schale und steht nicht nur für Bäume im Topf, sondern auch für Topfpflanzen allgemein. In China hat sich aber pen jing durchgesetzt, die Landschaft in der Schale.
Und was die Unterschiede zwischen Japan und China angeht, so kann man beim Durchblättern der Zeitschrift schon gewisse Akzentverschiebungen bemerken.
Zunächst einmal spielt die Gestaltung von Landschaften in China anscheinend eine beträchtliche Rolle. In vielen der Bilder ist dabei der Einfluß von Qingquam Zhao festzustellen. Auch Steinpflanzungen sind beliebt. Insgesamt sind die Vorlieben deutlich anders als in Japan. Man sieht kaum einen streng aufrechten Baum, dafür mehr windgepeitschte Bäume und Wurzelstammformen als in Japan und mehr Bäume im Treibholzstil. Auch eine Vorliebe für Skurriles ist in manchen Gestaltungen offensichtlich: Wurzelgewirr, an Tiere erinnernde Stämme, sehr extravagante Stammführungen.
Selbstverständlich gibt es auch ganz japanisch aussehende Bäume. Schließlich kann man heute kaum Bonsai betreiben ohne von Japan zu lernen. Aber ich habe den Eindruck, daß die Chinesen sich auch auf ihre eigenen Traditionen zurückbesinnen und beides phantasievoll kombinieren.
Noch etwas sieht man auf Anhieb. Alte, Reife ausstrahlende Bäume sind selten. Ob das nur daran liegt, daß viele alte Bäume die Kulturrevolution nicht überlebt haben, oder ob die Chinesen auch die Philosophie des mochi-komi nicht ganz so wichtig nehmen, kann ich nicht beurteilen.
Gruß von Gunter Lind
Hallo Lindwurm,
Sehr schöne site, habe ich direkt zum Favoriten bombadiert.
Ich habe diese Site von Jemanden bekommen, ist auch sehr schön und tretet manchmal die Traditionele Bonsai regeln. Macht mir nichts aus, ich halte mich auch nicht immer an die Regeln.
http://www.dr-bonsai.co.jp/gallery/gallery.htm
OK, ich lese auch kein Japanisch aber die Japanische Zeichen am rechten Seite, sind die verschiedene Gallerien.
Enjoy, Wessel
Sehr schöne site, habe ich direkt zum Favoriten bombadiert.
Ich habe diese Site von Jemanden bekommen, ist auch sehr schön und tretet manchmal die Traditionele Bonsai regeln. Macht mir nichts aus, ich halte mich auch nicht immer an die Regeln.
http://www.dr-bonsai.co.jp/gallery/gallery.htm
OK, ich lese auch kein Japanisch aber die Japanische Zeichen am rechten Seite, sind die verschiedene Gallerien.
Enjoy, Wessel
Jeder Baum könnte ein Bonsai sein, aber nur einige werden es.
- Martin_S
- Beiträge: 11869
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Jau ey!
Das hat der Gunter so schön erklärt das ich fast nix mehr hinzufügen kann. Ausser: der Japaner hat die ganze Technik des Bonsai Gestaltens deutlich verfeinert.
Das war dem Chinesen auch nicht so wichtig. Hier findet man sehr oft fette Stämme und zu "Wolkenscheiben" geformte Laub.- oder Nadelpolstern. Die stehen oft für Treppen die in den Himmel führen. Da wird nicht so sonderlich drauf geachtet ob da Zweige nach hinten oder vorne wachsen. Da wird eine Wolke angelegt und damit is' gut. Der Chinese hat seinen Spaß daran und das ist auch gut so, oder?
M
Das hat der Gunter so schön erklärt das ich fast nix mehr hinzufügen kann. Ausser: der Japaner hat die ganze Technik des Bonsai Gestaltens deutlich verfeinert.
Das war dem Chinesen auch nicht so wichtig. Hier findet man sehr oft fette Stämme und zu "Wolkenscheiben" geformte Laub.- oder Nadelpolstern. Die stehen oft für Treppen die in den Himmel führen. Da wird nicht so sonderlich drauf geachtet ob da Zweige nach hinten oder vorne wachsen. Da wird eine Wolke angelegt und damit is' gut. Der Chinese hat seinen Spaß daran und das ist auch gut so, oder?
M






