Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

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Lianara8
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Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von Lianara8 »

So hallo erstmal,

Also ich hab leider grad erst mit Bonsai begonnen und mir auch bereits einige heimische Laubbäume angeplanzt.
Vor ein paar Tagen hatte ich mal die Überlegung, einfach mal bei meinem Onkel im Wald spazieren zu gehen und mich nach einem geeigneten Material für meine zukünftigen Lieblinge umzusehen.

Da viel mir eine kleine, gut verzweigte und verwachsene Buche auf.
Bin natürlich gleich direkt nochmal mit Spaten usw in den Wald marschiert und hab sie ausgebuddelt. :)

Meine Frage: Was meint ihr? hat dieser gut 30 cm hohe, schätzungsweiße 5-8 Jahre alte Buche das Potenzial für einen Bonsai? Bislang dürfte sie sehr langsam gewachsen sein da sie nur oberflächlich 3 cm gute walderde hatte und darunter eingentlich nur Pflins/Schotter...
Auf den Fotos sieht sie leider etwas schlechter aus als im original und muss natürlich erst noch ausgedünnt werden usw aber hat einen sehr eigenen Wuchs der mir selbst jetzt wo ich sie gerade mal aus dem Wald ausgegraben hab sehr gut.

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Zuletzt geändert von Lianara8 am 01.03.2014, 23:44, insgesamt 2-mal geändert.
Lianara8
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Re: Yamatori-Buche, Potenzial?

Beitrag von Lianara8 »

hier nochmal ein Foto der verschnorkelten stelle, Ich tippe mal das diese Buche gerne mal von ein paar Rehen abgenagt wurde.. :)

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P.s.: hab sie jetzt direkt ein wenig gestutzt und jetzt siehts so aus:

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migo
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Re: Yamdori Carpinus betulus, Potenzial?

Beitrag von migo »

Hallo,
Willkommen im BFF!

Das sieht mir eher aus wie eine Rotbuche (fagus sylvatica), zu erkennen an den langen Endknospen.
Du solltest jetzt nur die langen Peitschenäste recht stark kürzen und dann den Baum in einen Teichpflanzenkorb setzen, natürlich in entsprechend durchlässiges Substrat. (Suchfunktion befragen)
Wenn alles gut geht, kann man im nächsten Frühjahr über Gestaltungsmöglichkeiten nachdenken - wie gut der zu gebrauchen ist, wird sich dann zeigen.
Übrigens, Rotbuchen treiben erst so gegen Ende April aus.

Viel Erfolg
Tschüüss, Michael

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Lianara8
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Re: Yamdori Carpinus betulus, Potenzial?

Beitrag von Lianara8 »

Hab mich jetzt im Nachhinein(*schäm) schlau gemacht, das Laub nochmal genauer unter die Lupe genommen und muss dir recht geben, eindeutig eine Rotbuche danke. *daumen_new* Dabei hab ich auch extra noch meine Schwester gefragt die mittlerweile ihren Master in Landschaftsarchitektur macht und das eigentlich mittlerweile intus haben sollte...^^
Sieht übrigens im Original einiges besser aus als auf den Foto´s. Fotografie war noch nie meine Stärke. :D

Hab sie mittlerweile in einen gut durchlüfteten Behälter gesetzt und fürs erste gut gegossen und werde sie zukünftig so gut es geht nicht ertränken.

Ist es eigentlich Richtig ihr den Großteil der Erde in der sie Wuchs vorerst dran zu lassen? Wie lange soll ich sie jetzt anwachsen lassen falls sie überlebt? 2 Jahre? Kann ich nebenbei schon mit dem drahten anfangen?

Bin über jeden Tipp dankbar. :)

Hier nochmal ein Foto nach dem umtopfen, keine Angst mittlerweile sind 20-30 Löcher in den Behälter gebohrt Und die blumenerde die ich obendrauf gelegt habe werd ich heute natürlich noch gegen humos/walderde? Austauschen.

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Freundliche Grüße
Lukas
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Frank Abbing
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von Frank Abbing »

Bitte erst nächstes Jahr gestalten, also auch nicht drahten! Die Äste sollten noch gut gekürzt werden und die Erde gegen Blähton oder Ähnliches getauscht werden.
Liebe Grüße
Frank *up*
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migo
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Re: Yamdori Carpinus betulus, Potenzial?

Beitrag von migo »

migo hat geschrieben: Du solltest jetzt nur die langen Peitschenäste recht stark kürzen und dann den Baum in einen Teichpflanzenkorb setzen, natürlich in entsprechend durchlässiges Substrat.

(Suchfunktion befragen)
Das solltest du wirklich noch ganz schnell nachholen!
Tschüüss, Michael

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bem_0
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von bem_0 »

Hallo Lukas,

mach bitte nicht auch den Anfängerfehler, den die meisten von uns schon so oft gemacht haben.
Lass dem Baum seine Zeit sich zu bewurzeln. Er hat beim Ausgraben den grössten Teil der Feinwurzeln verloren und muss sich an die neue Erde und Umwelt gewöhnen. Das heist, mindestens 1 Jahr ungehindert wachsen lassen. Nur absolut überfüssige Äste werden abgeschnitten.
Wenn noch etwas Walderde im Wurzelballen hängt ist nicht so schlimm, die kann beim nächsten Umtopfen ausgewaschen werden.
Wichtig ist, den Baum in luftiges, durchlässiges Subrat setzen. Das kann Split von Lava, Basalt oder Bims sein, ohne Feinanteile !, mit etwas groben Torf vermischt.
Den Baum so aufstellen, das er keine Mittagssonne bekommt und immer feucht halten. Zu feucht geht bei diesem Substrat nicht. Bei dem flachen Schalenboden ein Hölzchen unterlegen, damit Wasser besser abläuft.
Nächstes Jahr, um diese Zeit, reden wir dann über die Gestaltung des Baumes.

Grüße aus dem Westerwald
Dietmar,H
Mei klane Bem,
made em Westerwald
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Lianara8
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von Lianara8 »

Also substrat muss ich mir morgen erst besorgen.
Hab ihn aber gleich mal weiter zurückgeschnitten Und hoffe es passt so.
Wenn nicht, tobt euch ruhig aus mit Kritik, die höre ich immer gerne. Seh ihn mittlerweile mehr als erstes versuchsobjekt als dass ich schon einen bonsai stehen sehe.

Ps. Material zum behandeln der Schnittstellen wird auch morgen direkt aufgetragen.

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Buddhist2012
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von Buddhist2012 »

Viel kann man da nicht erkennen, aber die Schnitte hätten tiefer sein müssen.
Liebe Grüße,

Arthur
Niva
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von Niva »

mach bitte nicht auch den Anfängerfehler, den die meisten von uns schon so oft gemacht haben.
Lass dem Baum seine Zeit sich zu bewurzeln. Er hat beim Ausgraben den grössten Teil der Feinwurzeln verloren und muss sich an die neue Erde und Umwelt gewöhnen. Das heist, mindestens 1 Jahr ungehindert wachsen lassen. Nur absolut überfüssige Äste werden abgeschnitten.

Bonsai ist nicht nur eine Kunst, sondern auch ein Handwerk, dass man erlernen muss - ich kann deinen Aktivitätsdrang also sehr gut verstehen.
Versuchen, scheitern, etwas gelernt haben, nächstes Mal an einem späteren Zeitpunkt scheitern - etc.

Dennoch handelt es sich bei unseren "Versuchsobjekten" um lebendige Wesen, die ohne unser Zutun ein glückliches Leben in Wäldern, Gärten, ... führen würden - und das sollten wir niemals vergessen.
Bäume haben einen großen Überlebensdrang und oft unglaubliche Kraftreserven. Aber man sollte ihnen nicht zuviel auf einmal abverlangen.

Ich drücke deiner Rotbuche und dir die Daumen :)
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maexart
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Re: Yamadori fagus sylvatica, Potenzial?

Beitrag von maexart »

und nicht wunder, rotbuchen gehören zu den Bäumen die erst sehr spät austreiben, erst recht wenn
sie zum falschen Zeitpunkt so wie deine ausgegraben wurden. Aber ich drück mit die Daumen,
find ihn nämlich recht gut :)

mfg
maex
Perfection would end evolution.
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