Technik um schlafende Augen zum Austrieb zu bewegen.

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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mohan
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Beitrag von mohan »

Versucht doch mal noch irgendwie wieder den Bogen zum Thema zurückzuschlagen, wenn das noch als ernsthafter Beitrag durchgehen soll. :)
Eure Drogengespräche führt ihr wohl besser in der Plauderecke weiter 8)
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Markus_Z
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Beitrag von Markus_Z »

Hallo ihr Schlafaugen :wink:
Hm...schlafende Augen finde ich gut, hab ich auch, sogar zwei...Linkes Auge, rechtes Auge...
Aber um beim Thema zu bleiben:
ich hatte mal in einem Buch gelesen (welches keine Ahnung), dass es auch möglich ist, eine Knospe bzw. ein schlafendes Auge zu "verpflanzen", sprich mit Rinde und Co. an einer Stelle rausschneiden und am Baum in einen T-förmigen Schnitt (bis in das Kambium) einsetzen und mit Bast etc. fixieren.
Soll laut Author auch klappen...hat damit schon jemand Erfahrung?

Gruß,
Markus
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Das geht schon. Allerhand Rosengewächse, von Zierrosen bis Obstbäumen, werden ja fast nur so «vermehrt». Bei uns heisst das «zweien». Macht man im zeitigen Frühjahr, die Schnittstelle wird oft auch mit Wachs verschlossen, weils nicht vertrocknen darf. Ich habs mal probiert an einer Hainbuche. Gab allerdings eine ziemliche Narbe.
Constantin

Beitrag von Constantin »

Ulfs Methode ist mir aus dem Obstbau bekannt. Ganz einfach "Kerbschnitt" hieß es in einem Fachbuch. Ob es funktioniert hängt vielleicht auch von der Baumart ab!?
Die Technik der "Transplantation" von schlafenden Augen nennt man im Gartenbau Okulation. Wie Andreas schon gesagt hat ist sie aber für Bonsai nicht geeignet, denn es ist unmöglich die auffällige Narbe zu vermeiden.
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helge4u
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Beitrag von helge4u »

flu hat geschrieben:Yuccapalme *banana*
Donnerknispel, das klappt also auch bei so schwierigen und als Bonsai allseits beliebten Exoten :o

Ich hatte bisher damit keine Erfolge, aber wenn ich Dein Foto betrachte, war ich mit dem Schnitt wohl viel zu zimperlich. Wie sieht´s denn mit der Narbe bei diesem Verfahren aus, dieser Halbmondschnitt ist ja nicht gerade unauffällig. Schon Erfahrungen damit ?
Grüße aus Hattersheim,
Helge
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flu
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Beitrag von flu »

Also, ich habe diese Methode vor ein paar Jahren an einer Albizia lophantha durchgeführt, mit erhofftem Erfolg. Diese Art ist nun aber in jungen Jahre eine Pflanze mit sehr starker Apikaldominanz. Möglicher Weise hat man bei eben solchen Pflanzen mehr Erfolg.
Die Narbe ist in kurzer Zeit nicht mehr sichtbar, da der auswachsende Ast ja schnell an Umfang zunimmt und damit die Wunde überwallt. Man sollte nur darauf achten, des Schnitt nicht zu hoch über dem Auge anzusetzen. Der Schnitt auf dem Foto ist schon fast ein wenig zu hoch angesetzt.
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Erwin
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Beitrag von Erwin »

flu hat geschrieben:

Ich finde es schon irgendwie rührend, über welch verschlungenen Pfade Menschen doch zur Botanik finden. Ich hoffe euch dabei ein paar Türen aufstoßen helfen zu können.
hallo Ulf,

wieso das rührend sein soll, weiß ich nicht. Weinst Du aus Verzweiflung, weil wir so doof sind? :lol:

Im Enst Ulf: wenn ich Deine ernsthaften Beiträge so lese, lerne ich eine Menge über Biologie, auch wenn nicht mehr alles haften bleibt. *daumen_new*

Außerdem:die anuellen Ahorne waren mir bis dato völlig unbekannt. Aber sicher für Bonsai nicht so interessant, da überlebt ja der Besitzer die Pflanze! :roll:

Danke Ulf, dass Du für jede botanische Frage so offen bist. Und das meine ich ernst!

Erwin
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flu
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Beitrag von flu »

Freut mich, wenn mein Botanikgeschnatter hier nicht auf taube Ohren stößt. ;)
Erwin Grzesinski hat geschrieben:wieso das rührend sein soll, weiß ich nicht. Weinst Du aus Verzweiflung, weil wir so doof sind? :lol:
Nein, rührend finde ich daran, dass viele Menschen sich einen Bonsai kaufen, weil ihnen der Baum oder dessen Gestaltung irgend etwas sagt. Sie kaufen also einen Bonsai, weil Gefühle im Spiel sind. Zuhause merken sie dann, dass Gefühle allein nicht reichen den Baum am Leben zu erhalten. Dazu braucht es auch ein paar botanischer Grundkenntnisse.
Als Pflanzenliebhaber und Botaniker freut es mich um so mehr solchen Menschen dabei helfen zu können Pflanzen nicht nur zu lieben sondern auch zu verstehen.
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Ulf! Heirate mich!
Nein, Spaß beiseite, aber das Botaniker-Herz schlägt auch in mir und genau aus denselben Gründen versuche ich zu zeigen, daß gerade das Biologische beim Bonsaiern eine riesige Bedeutung hat. Nicht umsonst empfehle ich Anfängern zunächst ein Buch über Bäume zu lesen und zwar dieses: Alex L. Shigo: Moderne Baumpflege.
Hört sich vom Titel her sehr gärtnerisch an, aber ob kleiner Baum oder großer Baum, die Biologie ist die gleiche, und das wird in diesem Buch vernünftig erklärt. Im Endeffekt ist es auch ein Buch für Baumpfleger (Professionelle wie Laien), aber Baumpflege sind wir ja auch irgendwie.

@ Ulf: Den Antrag bitte nicht ernst nehmen, ich bin glücklich verheiratet und ziemlich unausgeschlafen. Es war mehr platonisch gemeint. Man könnte auch sagen: Bruder im Geiste. Um so mehr könnte ich fluchen, daß ich jetzt nicht bei Walter bin....... *schulter zuck* Hätte mit Dir (u.a.) gerne das ein oder andere Pläuschchen gehalten.
Aber genug Süßholz geraspelt, Du würgst Dir wahrscheinlich schon die Seele aus dem Leib....

Gruß

Holger
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flu
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Beitrag von flu »

holgerb hat geschrieben:Ulf! Heirate mich!
Nein, Spaß beiseite, ...
Den Antrag bitte nicht ernst nehmen, ...
Schade, solche Angebote bekommt man ja nicht alle Tage.
Naja, viel Spass noch in deiner Ehe und wenn's widererwartend in die Hose gehen sollte, dann kannste dich ja noch mal melden. :D
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Mach' ich!
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der1
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Beitrag von der1 »

Moin Loite, moin Ulf,

interessante Technik, die du (Ulf) da beschreibst. Vor allem unter dem Aspekt, dass der eigentliche, natürliche Wuchs eines Baumes damit gefördert und unterstützt wird. Propfen und Co. sind mir da zu "künstlich" und kommt für mein Gefühl damit gleich, einem Menschen nen dritten Lungenflügel einzuoperieren.

Nur stellt sich für mich eine Frage, die möglicherweise ganz schön dumm ist: Was passiert über der Einschnittstelle? Ich meine, der Saftfluss nach oben dürfte dann ja erstmal unterbrochen sein, bis die Wunde zuwallt (wenn ich das richtig sehe, ist der Einschnitt ziemlich tief). Kann das nicht unter Umständen für den restlichen Baum "gefährlich" werden?

Sorry, bin halt botanisch noch relativ unbegabt...

LG

¹
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flu
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Beitrag von flu »

Kein Problem.
Der Saftfluss nach Oben wird bei der Methode nicht unterbrochen, da dieser im Holz (Xylem) statt findet. Durchtrennt wird aber nur die Rinde und hier im Besonderen das Phloem, in dem die Assimilate nach Unten transportiert werden. Tatsächlich bildet sich also oberhalb der Schnittstelle ein Assimilatstau, also ein Wulst oder Kallus, der aber mit Anschwillen des neuen Astes schon bald mit diesem verschmilzt und unsichtbar wird.
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der1
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Beitrag von der1 »

*doh* natürlich fließt es im Holz munter weiter. Sorry, die Frage war echt blöd!
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bonsaifoerster
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umständlich

Beitrag von bonsaifoerster »

...es ist Quasi nix anderes als ein Blattschnitt, denn auch damit wird das Hormon, welches den Axeltrieb hemmt gestoppt!!


oder??

Silvio
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