Experiment Hainbuchen 8er

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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Wil
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Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Wil »

Im Herbst sammelte ich von einer Hainbuche aus der 8 Stämme entspringen reife Samen und säte sie am 23.11.13 in meine Erde.
Gestern Abend sah ich, das die ersten keimen. Nu stellt sich mir die Frage: Wie wahrscheinlich es wohl ist, das ein 8er Stamm dabei ist ?
Ich werde es mal abwarten und die Tage wenn man mehr sieht Fotos machen.

LG Wil
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kressevadder
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von kressevadder »

0%, das lässt sich sehr exakt vorhersagen :-D
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Wil
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Wil »

kressevadder hat geschrieben:0%, das lässt sich sehr exakt vorhersagen :-D
...wieso lässt sich das so exakt vorhersagen ???

Ich dachte da wäre wenigstens einer dabei.
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kressevadder
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von kressevadder »

Nein Wil.

Aus jedem Samen wird ein Keimling kommen und wenn alles gut geht und der ein glückliches Leben hat wird der dem Licht entgegen wachsen und zu einem dicken Stamm werden.

Nur wenn diesem Baum ein Unglück wiederfährt und dieser Haupttrieb verloren geht wird er neu austreiben. Und wenn das in Bodennähe geschieht und sich 8 Stämme nebeneinander durchsetzen können, dann wird das ein 8er.

Du musst dem Zufall etwas nachhelfen ;)
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Anja M.
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Anja M. »

Alternativ, da haben 8 Samen eng beieinander gekeimt und keiner konnte dem anderen das Licht ganz entziehen ...
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Martin_H
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Martin_H »

So kann das natürlich nicht klappen. Das klappt nur, wenn das befruchtende Männchen auch 8 Stämme hat!
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kressevadder
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von kressevadder »

Auch dann nicht. Das ist zu 100% Umwelteinflüssen geschuldet.

Wie gut ein Baum dann unten austreibt oder ob er ehr wieder einen einzigen neuen Leittrieb bildet, hängt dann schon von genetischen Eigenschaften ab und mag sich auch innerhalb einer Art unterscheiden.

Aber ein Samen, ein Trieb.
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Norbert_S
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Norbert_S »

Wil, der passt sehr gut zum heutigen Tag, danke. ;-)
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kressevadder
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von kressevadder »

Shit heut ist ja... :lol:
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Wil
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Wil »

Jo, das passt hervorragend zum ersten April... Es war / ist aber kein Aprilscherz sondern ein echtes, wahres Experiment. Fünf Jahre lang war ich immer irgendwie zu spät. Die unten hängenden Samen waren alle schon weg. Letzten Herbst war ich vielleicht zu früh. Naja, offensichtlich nicht. Reif müssen sie ja gewesen sein, sonst würden sie nicht keimen. Ich werde das mal weiter verfolgen und abwarten.

Lieben Dank für eure Antworten, Wil
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Martin_H »

Wil hat geschrieben:Es war / ist aber kein Aprilscherz
Dann nehme ich demütig alles Gesagte vollinhaltlich zurück ... :oops:
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camaju +
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von camaju + »

Stimmt schon, was Manfred schreibt. Wenn du sowas willst, nehm ne Holzplatte o.ä. Bohr ein Loch in Mitte, so groß, das entsprechend viele Sämlinge (wenn sie soweit sind) durchpassen.
Gruß Jürgen *wink*

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Wil
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Wil »

Das mit der Holzplatte ist mir bekannt. Ich hab es mal gelesen, oder gesehen, oder so.
Es ging mir aber im eigentlichen Sinne schon darum herauszufinden ob von solchen Samen 8er Stämme kommen oder nicht. Ich warte es mal ab. Und wenn keiner dabei ist, macht es ja nichts. Da bin ich dann um eine Erfahrung schlauer und kann mich an das nächste wagen. Was auch immer das ist.

LG Wil
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Bergi
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Bergi »

Hi Wil,
auf einer sehr allgemeinen Ebene kann man natürlich davon ausgehen, dass die Bildung von Mehrfachstämmen auch eine genetische Komponente hat (wie alles in der Biologie). Die Frage wäre aber, ob es bei diesem Merkmal bei den derzeitig vorhanden Hainbuchen überhaupt eine Variabilität gibt, die sich nicht ausschließlich auf Umwelteinflüsse zurückführen lässt. Falls es diese Variabilität gäbe, könnte man sie in Prozenten ausdrücken - Mehrfachstammbildung wäre dann z.B. 20% genetisch, 80% durch Umweltfaktoren verursacht.
In diesem Fall gäbe es die Möglichkeit, dass es tatsächlich ein Gen (oder eine Kombination von Genen) gibt, das dieses Merkmal spezifisch hervorruft oder zumindest begünstigt.
Selbst das beinhaltet natürlich noch die Möglichkeit, dass du da eine Mutterpflanze erwischt hast, welche diese genetische Veranlagung ausgerechnet nicht in erhöhtem Maße hat, sondern nur durch die Umwelt so geworden ist. Oder dass die genetische Komponente so klein ist, dass du ein paar Tausend Bäumchen aussäen müsstest, um nachweisen zu können, dass 0,23 statt den normalen 0,22% der Pflanzen einen Mehrfachstamm ausbilden.

Wenn du aber Glück hast, und zusammen mit deinem Bäumchen alle diese Wahrscheinlichkeitsgabeln erfolgreich durchlaufen hast, mag da wirklich ein Mehrfachstämmchen rauskommen.
Die Chancen auf ein "normales" Mehrfachstämmchen: sehr mager. Die Chancen, wenn du dieses Gedankenexperiment auch noch mit einem 8er Mehrfachstämmchen durchspielst: extrem dünn. Aber nicht null.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
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Wil
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Re: Experiment Hainbuchen 8er

Beitrag von Wil »

Danke für deine ausführliche Antwort, Stefan.

Einen Versuch ist es allemal wert und ich (wir) sehen ja was dabei raus kommt.

LG Wil
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