Lärche, ursprünglich von Merlin

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Carmen_G.
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Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Carmen_G. »

Hi,

wie es so oft bei unseren Bäumen ist, wechseln sie ab und zu mal ihren Besitzer.

Ursprünglich bei Merlin zuhause und von ihm erstgestaltet, wie man hier:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... %C3%A4rche

verfolgen kann, hat Merlin sie zwischen 2012 und 2013 in meinen Besitz umziehen lassen. Dankeschön dafür!
Leider sind inzwischen 2 abgestorbenen Ästen im Mittelbereich. Anscheinend haben sie die Fräsarbeiten in der Nähe ihrer Astansätze nicht verkraftet und bereits geschwächt haben ihnen Wollläuse den Rest gegeben.
Rot markiert sind die abgestorben Äste (hier noch auf Merlins Gestaltungsbild eingezeichnet):
Merlin 2 a.jpg
Merlin 2 a.jpg (85.76 KiB) 2328 mal betrachtet
Deshalb habe ich den Baum letztes Jahr nur entdrahtet und ansonsten frei wachsen lassen.

Vor 2 Tagen sah sie dann so aus:
kleinLärche April 2014_01a.jpg
kleinLärche April 2014_01a.jpg (65.24 KiB) 2328 mal betrachtet
Nach etwas Draht anlegen war das Durcheinander nicht recht viel anders:
kleinLärche April 2014_02.jpg
kleinLärche April 2014_02.jpg (74.72 KiB) 2328 mal betrachtet
Zum Vergleich nochmal hier der frühere Ausgangszustand und Erstgestaltung von Merlin hier aus dem früheren Thread und anschließend der jetzige Ausgangszustand und die Gestaltung wie ich sie vor 2 Tagen gemacht habe.
VorherNachherLärcheMerlinMärz2011.jpg
VorherNachherLärcheMerlinMärz2011.jpg (57.87 KiB) 2328 mal betrachtet
kleinLärche April 2014_06.jpg
kleinLärche April 2014_06.jpg (55.12 KiB) 2328 mal betrachtet
kleinLärche April 2014_14.jpg
kleinLärche April 2014_14.jpg (48.81 KiB) 2328 mal betrachtet
Ganz bewußt bin ich einen etwas anderen Weg als Merlin eingeschlagen hat und auch jetzt fortgeführt hätte, gegangen.
Sicher ist es nie ganz leicht für jemand seinen ehemaligen Baum etwas in eine andere Richtung gehen zu sehen als man selber gemacht hätte, aber Geschmäcker sind halt manchmal etwas verschieden, was es aber auch wieder interessant macht. *schmunzel*
Dadurch, daß die Lücken im mittleren Bereich gefüllt werden mußten, habe ich ein paar Äste etwas tiefer gezogen und gezielt Negativräume geschaffen. In der Spitze 2 Äste herausgenommen da mir zu viele auf selber Ebene entsprangen und das auf Dauer unschöne Verdickungen gegeben hätte. Ausserdem konnte ich durch die Negativräume unten, welche sich nach oben fortsetzen sollten, gut darauf verzichten.
Auch wollte ich die Spitze ruhig etwas höher haben und die Krone nicht ganz so rund.
Auch die Astlängen sollten etwas variieren und nicht einen einheitlichen glatten Umriß bilden.
Irgendwie finde ich das lärchentypischer.

In Zukunft müssen die Aststärken noch angepaßt werden. Z.B. die unteren noch etwas zulegen lassen, die oberen Äste muß ich so lange etwas im Wuchs bremsen, bzw. auf jüngere Triebe zurücknehmen. Natürlich auch Feinverzweigung aufbauen und das ursprünglich gefräste Totholz möchte ich noch gerne von Hand verfeinern und nacharbeiten. Auch muß der Stamm im oberen Bereich noch zulegen damit es eine harmonische Verjüngung gibt und die Stammwinkel nicht mehr so krass sind und weicher verlaufen.
Normalerweise gehört das vor der Gestaltung gemacht, aber der frühe Austrieb dieses Jahr ließ mir keine Zeit mehr dazu, denn mit dem Drahten konnte ich keinen Tag mehr warten ohne die neuen, sich schon öffnenden Knospen zu schädigen.

Aber das läuft ja nicht weg. Wenn die Nadeln ausgereift sind und Berührungen wieder besser vertragen ist da auch noch Zeit dazu.

Was meint ihr, ist die Überarbeitung gelungen?

liebe Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
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Reiner K
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Reiner K »

Hallo Carmen,
in diesem Fall hätte ich vielleicht nicht unbedingt zwingend alles gedrahtet.
Ich hätte die die Spitzen nach oben gebogen und die Triebe wachsen gelassen um eine schnellere Verdickung zu bekommen.
So bremst Du die Trieb eher....
LG Reiner
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Carmen_G.
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Carmen_G. »

Hallo Reiner,

Danke für deine Meinung.
Wir reden hier aber von einer Lärche mit noch dazu teils mehr wie daumendicken Ästen. Wenn die jetzt nicht nach unten gebogen werden, wann dann? Und vor allem in welchem Winkel?
Ausserdem möchte ich die unteren Äste nicht nur dicker, sondern auch feiner verzweigter, vor allem vom Innenbereich heraus haben.
Über die ganz grobe Gestaltungsphase ist der Baum hinaus.
Würde ich die Endtriebe nach oben biegen, dann würden die vermehrt schieben und dick und klobig werden, innen würde umso mehr verkümmern. Dadurch, daß sie nach unten zeigen wird Knospen- und Triebbildung an den Ästen weiter hinten angeregt.
In der Spitze oben wachsen Lärchen sowieso verhältnismäßig schnell und unproportional dick, da ist bremsen sowieso angesagt.

Die Stammverdickung im Spitzenbereich, ebenso wie dickere Astansätze weiter unten bekomme ich eleganter und feiner wenn ich den etwas langsameren Weg wähle und lieber mehr Feinververzweigung für die Verdickung sorgen lasse, als lang durchschießende Endtriebe.

liebe Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
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Bonsai-Fips
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Bonsai-Fips »

Hallo Carmen

Ich finde Deine Berichte immer ausgezeichnet erklärt und so sind wichtige Gedanken dazu sehr gut nachvollziehbar. Ueberhaupt bin ein grosser Fan Deiner überzeugenden Gestaltungen *daumen_new* !
So auch hier: Diesen Baum finde ich persönlich schwierig, aber Du hast das Optimum herausgeholt. Besonders gefällt mir die höhere Spitze mit weniger Aesten.

Gruss, Fips
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Carmen_G.
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Carmen_G. »

Dankeschön für das Kompliment Fips. :)

liebe Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
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Adrian G.
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Adrian G. »

Hallo Carmen,

Mich würde interessieren wie sich der Baum bei dir weiter entwickelt hat.


Lg Adrian
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Urikawa
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Re: Lärche, ursprünglich von Merlin

Beitrag von Urikawa »

Vielleicht befinde ich mich ganz daneben dass Ich zu diese Arbeit etwas sagen darf, aber ich sehe eine Gestaltung die zwei verschiedener sprachen spricht. Im oberen teil des Baumes sind die Äste mit einige kurven gestaltet worden. Betrachte ich aber denn Ersten Ast auf rechts seh ich fast gar keine Bewegung. Ich frage mich also ob es für den Baum vielleicht besser wäre das der Erster Ast geschnitten wird damit von Ihre basis aus ein langgezogener Shari für ein viel bessere Harmonie sorgen wurde.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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