Birke - Stamm kappen - aber wie?

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Malte N.
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Malte N. »

Hallo mal wieder,

ich bin vor kurzen mal auf den Begriff der Saftwaage gestoßen und habe vorhin mal ein Thema dazu gemacht: http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.ph ... 372d3f48c4

Auf dieser Grundlage beführchte ich jetzt, dass der Leittrieb unter den momentanen Bedingungen vielleicht zu sehr vernachlässigt wird, die Wundheilung wegen mangeldem Wachstum zu langsam ist und vielleicht sogar der ganze Leittrieb abstirbt. Meine Idee dazu wäre, den unteren Ast bzw. dass, was alles aus ihm sprießt auf eine Höhe etwas tiefer als der neue gewollte Leittrieb zu kürzen. Somit sollte, dieser weiterhin gut gefördert werden und der untere Ast würde vielleicht auch dazu angeregt, weiter unten die eine oder andere Knospe austreiben zu lassen, um schon eine Verzweigung zu schaffen, auf die später abgesetzt werden könnte, um das Risiko zu veringern, dass später beim endgültigen Kürzen des Astes dieser aufgegeben wird, wenn kein Laub mehr dran ist.

Für Anregungen zu diesen Fragen und auch jenen, die aus dem vorherigen Post noch offen geblieben sind, wäre ich, wie immer, sehr dankbar!

Beste Grüße,
Malte
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Thorsten1504
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Thorsten1504 »

Hallo Malte,

ich habe auch eine kleine Birke mit 3 Hauptästen.
Den einen habe ich (leider :( ) letztes Jahr stark zurückgeschnitten, weil ich die Krone von dem Ast etwas tiefer haben wollte als von den anderen beiden.
Jedenfalls hat die Birke an den 2 anderen gut ausgetrieben und an dem dritten kommt irgendwie gar nichts. :(
Unter der Rinde ist es zwar noch grün, aber viel Hoffnung hab ich nicht mehr das der da noch treibt.
Naja aus Fehlern lernt man halt.

Aber ich denke das Dein Gedanke da nicht so verkehrt ist.
Warum sollte die Birke sich die Mühe machen weiter unten aus schlafenden Augen zu treiben, wenn sie es doch weiter oben an Deinem Seitenast viel einfacher hat. :)

Gruß

Thorsten *wink*
Malte N.
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Malte N. »

Hi Thorsten,

vielen Dank für deine Erfahrung! Ich tendiere immer mehr dazu demnächst noch mal einen mittleren Rückschnitt des unteren Astes zu machen.

Hast du zu deiner Birke schon irgendwo nen Thread, willt du mal einen machen oder hier einfach ein paar Bilder rein stellen? Scheint ja perfekt zu meinen Fragen zu passen!

Beste Grüße,
Malte
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Thorsten1504
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Thorsten1504 »

Hi,

hab grad auf die schnelle mal Fotos gemacht.

Ist wie gesagt noch eine kleine Birke und noch nicht wirklich gestaltet.

Werde die auch dieses Jahr erstmal wachsen lassen und dann nächstes Frühjahr drahten.

Wie man sieht ist an den einem Hauptast, den ich geschnitten hab, kein Austrieb :( , obwohl unter der Schnittstelle noch Knospen sind. Aber wie schon gesagt, warum sollte sie da auch austreiben???
Hätte ich mir vielleicht vorher Gedanken drüber machen sollen. :(

Eigentlich hätte ich gerne den zweiten Ast (Nebenstamm) auch ein wenig niedriger, aber das ist mir jetzt zu riskant geworden.

Gruß

Thorsten *wink*
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Malte N.
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Malte N. »

Oh ja, das ist ja wirklich schade!

Ich habe damit noch überhaupt keine Erfahrung aber könnte vielleicht ein radikaler Blattschnitt inkl. Triebspitzenkappung etwas bewirken? Ich habe zumindest schon mehrfach gelesen, dass somit gezielt Äste gefördert werden können, indem diesen Ästen die Blätter belassen werden oder umgekehrt gezielt Astwachstum eingeschränkt werden kann, indem man an diesen Ästen einen Blattschnitt vornimmt.

Nun kannst du natürlich an deinem Problemast keine Blätter belassen aber vielleicht treibt er dann da auch neu aus, wenn er generell neu austeiben muss? Könnte doch nen Versuch wert sein. Düngst du gut? Ich habe noch eine andere Birke auf der Dachterasse, welche gerade wieder zwei schlafende Knospen unten am kahlen Stamm aktiviert hat. Bis auf ein paar Blättchen passiert da zwar nicht viel aber immerhin sind da schon Blätter, die man bei einem Blattschnitt verschonen könnte!

Beste Grüße,
Malte
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Frank Abbing
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Frank Abbing »

Malte's Vorschlag macht aus gärtnerischer Sicht Sinn. Vorausgesetzt, die Pflanze ist gesund.
Liebe Grüße
Frank *up*
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Thorsten1504
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Thorsten1504 »

so die Erfahrung hab ich da auch noch nicht.
Der Schnitt war im Prinzip auch die Anfängerungeduld. :(
Aber was Du bezüglich Blattschnitt schreibst macht ja eigentlich Sinn.
Müsste mich da nochmal weiter schlau machen. :)
Habe bis vor 2 Wochen mit Flüssigdünger gedüngt und bin jetzt auf organischen Streudünger N 6,5 / P 6 /K 6 umgestiegen.
Die Birke steht von ca. 11Uhr - 20 Uhr in der Sonne
Bei einem Ahorn hätte ich da auch nicht so die Bedenken, aber von Birken liest man ja öfter mal, das die gerne Äste absterben lassen.
Vielleicht hat da ja sonst noch jemand Lust etwas dazu zu schreiben, der mit Birken mehr Erfahrung hat.

Gruß

Thorsten *wink*
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Thorsten1504
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Thorsten1504 »

Danke Frank!!!

Also so wie die an den beiden anderen Ästen austreibt macht die Birke eigentlich einen recht vitalen Eindruck!
Malte N.
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Malte N. »

Hey Thorsten,

ich will jetzt nicht zu sehr vom Thema abkommen aber dein Unglück ließe sich ja vielleicht nutzen um Erfahrungen im ablaktieren zu sammeln! :) Wäre auf jeden Fall auch spannend.

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 52&t=27031

Grüße,
Malte
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Thorsten1504
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Thorsten1504 »

ja vielleicht wäre das auch ne möglichkeit. :)

Da ich ihn ja eh wachsen lassen will, hätte ich dann bestimmt auch einen Trieb der lang genug ist.

Muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen und schauen wie der Baum sich macht.

Vielleicht mach ich auch wirklich mal anfang Juni einen Blattschnitt, wenn der Baum fít ist.
Malte N.
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Re: Birke - Stamm kappen - aber wie?

Beitrag von Malte N. »

Moin moin,

hier kommt ein kleines update.

Ich habe in der letzten Zeit jeden Tag mit Spannung die Triebspitzen der gekürzten Äste beobachtet und heute konnte ich sowohl an der Vortführung des Hauptstammes, als auch an dem linken Ast deutlich neuen Austrieb erkennen.

Bei der Stammfortführung erkennt man (sogar auf dem Bild) schon ein kleines Blättchen und eine Blattachsel tiefer schwillt die nächste Knospe auch schon ordentlich an.

Beim linken Ast, der noch etwas tiefer sitzt, schwellen oben links die erste und die dritte Knospe jetzt auch deutchlich an und an der zweiten Blattacksel von oben lassen sich sogar schon die nächsten Blättchen erahnen.

Ich deute das als sehr gutes Zeichen. Zumindest hat sich der Baum noch nicht entschieden (z. B. auf Grund der Saftwaage) diesen Teil nun abzustoßen. Ich bin immer noch nahe zu entschlossen sehr bald den untersten Ast auch deutlich zu kürzen, jedoch wollte ich gerne auch erst mal sehen, wie der Baum auf diese Situation nun reagiert. Ich denke ein bis zwei Wochen werde ich mir das noch so angucken und dann gucke ich mal, ob und wo genau ich den nächsten Schnitt ansetzte.

Danke fürs Lesen ;) und liebe Grüße,
Malte
In der obersten verbliebenen Blattachsel der Stammfortführung ist in Form einer schwellenen Knospe und eines neuen Blättchens deutlich neues Wachstum zu erkennen. Eine Etage tiefer wird auch schon ordentlich angeschwollen.
In der obersten verbliebenen Blattachsel der Stammfortführung ist in Form einer schwellenen Knospe und eines neuen Blättchens deutlich neues Wachstum zu erkennen. Eine Etage tiefer wird auch schon ordentlich angeschwollen.
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An dem linken Ast ist ebenfalls nun deutlich, dass hier das Wachstum weiter geht.
An dem linken Ast ist ebenfalls nun deutlich, dass hier das Wachstum weiter geht.
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