Werdegang Rotkiefer
- blindqvist
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Re: Werdegang Rotkiefer
Das Bild ist etwas dunkel. Ja, die Kerzen treiben. Wir hatten zwar viel Sonne hier im Norden, doch die Temperaturen waren nicht überdurchschnittlich. Dennoch ist der Austrieb relativ identisch mit dem letzten Jahr.
Gruss Bengt
Gruss Bengt
Re: Werdegang Rotkiefer
Bei meiner densiflora musste ich am Wochenende die kerzen schneiden da sie schon alle um die 4-5 cm lang waren
Gruss manuu
Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
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twotower
Re: Werdegang Rotkiefer
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Zuletzt geändert von twotower am 24.06.2014, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Werdegang Rotkiefer
Dann am besten noch einen Ministrandkorb und einen Krabbenkutter aus dem Souvenirshop, ein paar Muscheln und eine Robbe dazu.
Die Rotkiefer ist allerdings im Gegensatz zur japanischen Schwarzkiefer kein Küstenbaum, sondern sie wächst in der Natur auf trockenen, leicht sauren Böden an sonnigen Standorten.
Man kann eine längere Schale als gewöhnlich verwenden, um eine weite Landschaft anzudeuten. Eine kleine Unterpflanzung kann man auch gut machen, am etwas leeren Ende der Schale. Mir gefällt aber nach wie vor die Glasur nicht zur Kiefer.
LG, Heike
Die Rotkiefer ist allerdings im Gegensatz zur japanischen Schwarzkiefer kein Küstenbaum, sondern sie wächst in der Natur auf trockenen, leicht sauren Böden an sonnigen Standorten.
Man kann eine längere Schale als gewöhnlich verwenden, um eine weite Landschaft anzudeuten. Eine kleine Unterpflanzung kann man auch gut machen, am etwas leeren Ende der Schale. Mir gefällt aber nach wie vor die Glasur nicht zur Kiefer.
LG, Heike
Re: Werdegang Rotkiefer
Frank,
was du beschreibst ist das Gegenteil dessen, was mein Post zum Inhalt hatte.
Deine Beschreibung ist eine fertige Landschaftsgestaltung.
So etwas benötigt man nur, wenn es an Phantasie mangelt und engt den Betrachter viel zu sehr ein.
Wer einmal bewusst an der Ostsee spazieren gegangen ist, der sieht auch so wie Weite.
Wer für Nadelgehölze nur unglasiert toleriert sieht eh nichts außer einen großen Fehler.
was du beschreibst ist das Gegenteil dessen, was mein Post zum Inhalt hatte.
Deine Beschreibung ist eine fertige Landschaftsgestaltung.
So etwas benötigt man nur, wenn es an Phantasie mangelt und engt den Betrachter viel zu sehr ein.
Wer einmal bewusst an der Ostsee spazieren gegangen ist, der sieht auch so wie Weite.
Wer für Nadelgehölze nur unglasiert toleriert sieht eh nichts außer einen großen Fehler.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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- blindqvist
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Re: Werdegang Rotkiefer
@Manuu: Wie überwinterst du deine Kiefer ? Draußen oder Gewächs- bzw. Folienhaus ? Eventuell habe ich auch diesen Winter etwas weniger gegossen, nur so vom Gefühl her...
@Frank: In der Tat, das Substrat ist voll mit Gras. Aber frag mich nicht warum. Klar, ich hatte noch etwas alte Erde mit beigefügt. Dennoch ist es sehr erstaunlich. Der Baum wird beim nächsten Umtopfen um ein paar Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Siehe das Bild vorher... Wurde leicht von links geschossen. Gefällt mir sehr gut.
@Heike: "Krabbenkutter" ist gut !
Das mit der Schale ist mir ja schon bekannt.
Es ist halt einfach mal was Neues. Ich mag die Kombination aus "gelbe" Schale und grüne Nadeln.
@Norbert: Ich wußte gar nicht, dass eine Schale so eine Diskussion entfachen kann.
@Frank: In der Tat, das Substrat ist voll mit Gras. Aber frag mich nicht warum. Klar, ich hatte noch etwas alte Erde mit beigefügt. Dennoch ist es sehr erstaunlich. Der Baum wird beim nächsten Umtopfen um ein paar Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Siehe das Bild vorher... Wurde leicht von links geschossen. Gefällt mir sehr gut.
@Heike: "Krabbenkutter" ist gut !
@Norbert: Ich wußte gar nicht, dass eine Schale so eine Diskussion entfachen kann.
Re: Werdegang Rotkiefer
Bengt,
selbst ich, der sich gerne einmal von hergebrachten Vorstellungen löst, bevorzuge zu 98% für die nadeligen eine unglasierte Schale.
Nur in diesem Fall hatte ich gleich salzhaltige Luft und einen Kiefernduft in der Nase als ich deine Komposition sah.
Ich war sofort auf Usedom, vielleicht weil ich sogute Erinnerungen daran habe.
Das über eine Abweichung von der Norn kontrovers diskuttiert wird ist daher für mich nicht überraschend.
Franks Vorschlag zielt eher auf ein anderes generelles Thema hin, das nicht nur bei Bonsai wichtig ist. In der Gartengestaltung und vielen anderen Bereichen wird mit dieser Thematik auf unterschiedlichste Weise gearbeitet. Mit mehr Raum nimmt die Vielzahl akzeptierter Alternativen zu.
Mit enem Baum in der Schale wird es naturgemäß schwieriger.
Es geht immer darum, wieviel muss ich zeigen, was darf ich verstecken, andeuten etc..
Ich finde es schön, so über deine Komposition nachzudenken und zu schreiben.
selbst ich, der sich gerne einmal von hergebrachten Vorstellungen löst, bevorzuge zu 98% für die nadeligen eine unglasierte Schale.
Nur in diesem Fall hatte ich gleich salzhaltige Luft und einen Kiefernduft in der Nase als ich deine Komposition sah.
Ich war sofort auf Usedom, vielleicht weil ich sogute Erinnerungen daran habe.
Das über eine Abweichung von der Norn kontrovers diskuttiert wird ist daher für mich nicht überraschend.
Franks Vorschlag zielt eher auf ein anderes generelles Thema hin, das nicht nur bei Bonsai wichtig ist. In der Gartengestaltung und vielen anderen Bereichen wird mit dieser Thematik auf unterschiedlichste Weise gearbeitet. Mit mehr Raum nimmt die Vielzahl akzeptierter Alternativen zu.
Mit enem Baum in der Schale wird es naturgemäß schwieriger.
Es geht immer darum, wieviel muss ich zeigen, was darf ich verstecken, andeuten etc..
Ich finde es schön, so über deine Komposition nachzudenken und zu schreiben.
Norbert
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Sullivan, 1924
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Re: Werdegang Rotkiefer
Es ist ja nicht so, dass ich generell nicht für Dinge außerhalb der Norm und Regeln offen wäre. Meistens gefallen mir bei Nadelbäumen die unglasierten Schalen besser, aber es haben mich schon andere Varianten positiv überrascht.Norbert_S hat geschrieben:Wer für Nadelgehölze nur unglasiert toleriert sieht eh nichts außer einen großen Fehler.
In diesem speziellen Fall gefällt mir die gelb glasierte Schale nicht zu dem Baum. Bei mir hat sie keine landschaftlichen Assoziationen ausgelöst, sondern ein Gefühl von Unnatürlichkeit. Das mag jeder anders empfinden.
Bei Bonsai gefällt es mir besonders gut, wenn mit minimalen, subtilen Mitteln ein Baum mir eine Geschichte von seinem Leben und der ihn umgebenden Landschaft vermittelt. Wird alles zu offensichtlich, mit zu vielen Details (und Dünen und Strandhafer und vielleicht noch Figürchen etc...), wird das leicht zu plump, zu gewollt, zu sehr Playmobil oder Modelleisenbahn, und verliert für mich seinen magischen Reiz.
Japanische Präsentationen in einer Tokonoma, mit Rollbild und Akzent geben zwar immer noch einen jahreszeitlichen und landschaftlichen Aspekt zum Baum hinzu, aber tun das i.d.R. so subtil, dass genügend Spielraum für die Phantasie des Betrachters bleibt.
Womit ich nicht sagen möchte, dass alles möglichst streng japanisch sein muss, aber diese Sparsamkeit und Subtilität gefällt mir.
LG, Heike
-
twotower
Re: Werdegang Rotkiefer
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Zuletzt geändert von twotower am 24.06.2014, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
- bonsaimike
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Re: Werdegang Rotkiefer
Hallo,
Schale hin oder her, dass muss jeder für sich entscheiden. Regel gibts viele, brechen kann man diese auch.
> Die Rotkiefer ist allerdings im Gegensatz zur japanischen Schwarzkiefer kein Küstenbaum
Doch, die Rotkiefer wächst sehrwohl an der Küste bzw. Klippen und Felsen
MFG Mike
Schale hin oder her, dass muss jeder für sich entscheiden. Regel gibts viele, brechen kann man diese auch.
> Die Rotkiefer ist allerdings im Gegensatz zur japanischen Schwarzkiefer kein Küstenbaum
Doch, die Rotkiefer wächst sehrwohl an der Küste bzw. Klippen und Felsen
MFG Mike
Re: Werdegang Rotkiefer
Meine stand im kalthaus frostfrei
hier mal ein bild vorm einkuerzen
Gruss manuu
hier mal ein bild vorm einkuerzen
Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
- blindqvist
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Re: Werdegang Rotkiefer
Jup, deine Kiefer ist definitiv weiter. Laut Wetterbericht soll es ab nächster Woche richtig voran gehen. Dann werden die Kerzen bestimmt abgehen. Wie schafft ihr es eigentlich die Nadeln so zu verunstalten !? 
Re: Werdegang Rotkiefer
Was meinst mit veruntstalten
sonne satt und schoen einnebeln ab und zu das mögen die sehr
gruss manuu
sonne satt und schoen einnebeln ab und zu das mögen die sehr
gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Re: Werdegang Rotkiefer
Du warst in Japan und wirst es wissen. Ich hatte bisher nicht das Bild, dass die Rotkiefer der typische Küstenbaum ist, sondern sah sie mehr im Inland und in den mittleren Lagen.bonsaimike hat geschrieben:Doch, die Rotkiefer wächst sehrwohl an der Küste bzw. Klippen und Felsen![]()
LG, Heike
Re: Werdegang Rotkiefer
Das Substrat ist im Grunde gar kein Gestaltungsmerkmal. Bäume mit freiliegendem Substrat zeigt man eigentlich nur auf "Arbeitsbildern" oder für den Hausgebrauch. Auf Ausstellungen oder wichtigen Bildern wird das Substrat mit Moos etc. bedeckt.twotower hat geschrieben:Genau dieser Anreiz zu einem inneren Bild fehlt mir zu oft in der Bonsaigestaltung. Da steht ein reifer und optimal gestalteter Bonsai in einer nach jahrzentelangen Erfahrungswerten perfekt abgestimmten Schale, die aber eben gar nicht zur gewollten oder natürlichen Umgebung passt und das moderne Substrat passt auch nicht mehr zum Ursprung des Baumes.
Zum Empfinden eines inneren Bilds gehört im Betrachter eine ganze Menge Natur- und Bonsaibildung (ein besseres Wort fällt mir nicht ein). Der Betrachter muss eine große Menge natürlicher Landschaftsbilder in seinem Kopf haben und eine Menge über die Lebensräume der für Bonsai verwendeten Arten wissen. Nur dann kann bei ihm eine Assoziation, ein inneres Bild, hervorgerufen werden.
Wer nur die Straßenbäume der Großstädte kennt oder ein paar Büsche und Bäumchen im elterlichen Garten, der ist möglicherweise nicht genügend vorgebildet für das Verständnis und die Einordnung der meisten guten Bonsai.
Schalen beinhalten eine Menge Symbolik in ihren Formen, Farben und Details, die sich auf die Lebensräume und Umstände, sowie die Ausstrahlung des Baums beziehen. Wer sich nicht die Mühe macht, solche Symbolik zu lernen und zu verinnerlichen, kann natürlich leicht denken, dass die Schalen nicht "gar nicht zur gewollten oder natürlichen Umgebung passen".
Mancher erkennt die - vielleicht vorhandenen - subtilen Elemente einfach deswegen nicht, weil das Wissen darum fehlt. Andererseits sind genauso viele Bonsaifreunde nicht in der Lage, sie einzusetzen, haben vielleicht den Anspruch auch gar nicht. Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass nicht jeder Bonsai von einem Meister gestaltet wird, der den Umgang damit entsprechend beherrscht und zelebriert. Oft reicht es ja auch, wenn etwas gefällt, vor allem dem Besitzer.twotower hat geschrieben:Gerade die japanische Gartengestaltung lebt ja von diesen subtilen Hinweisen (Kieshaufen werden zu Bergen, geharkte Zengartenmuster zu Landschaften und Kiesbetten zu Flüssen etc etc), in dem kleinen Rahmen einer Bonsaischale muss das natürlich noch viel vorsichtiger eingesetzt werden, aber etwas mehr "Geschichte" würde vielen Bäumen auch gut tun.
Insofern kann man Dir Recht geben, dass in vielen Fällen die "Geschichte" vielleicht ein bisschen kurz kommt. Jeder Mensch hat sein eigenes Natur- und Baumbild im Kopf und für manchen, der sich noch nicht ausgiebig mit Natur, Landschaft, Bonsai und den Hintergründen befasst hat, ist ein Baum einfach dadurch gekennzeichnet, dass er einen Stamm und ein paar Äste und Grün hat, fertig. Das reicht vielen Leuten. Jedenfalls anfangs.
Sicherlich spielt alles zusammen, außer dem Substrat. Die Erdoberfläche sollte - jedenfalls für Ausstellung und offizielle Fotos - unabhängig vom Substrat bewusst gestaltet werden, wobei dies nicht nur mit Moos sein muss, da gibt es natürlich mehr Möglichkeiten.twotower hat geschrieben:Walters Märchenstil will ja auch mehr Geschichte in den Baum bekommen. Aber vielleicht geht es nicht nur über die Form des Baumes, Jins und Sharis, sondern auch über die Schale und das Substrat.
Phantasievolle, andere Stile bringen natürlich neue, interessante Facetten in die Bonsaiwelt und sind eine Bereicherung, eine Entwicklung. Sie treffen bei vielen Leuten sicherlich einen Nerv. Zum Beispiel haben viele Menschen zusätzlich zu ihren verinnerlichten Landschaftsbildern oder stattdessen eine Menge Märchen- und Fantasy-Szenarien im Kopf. So kommen bei manchem vielleicht beim Märchenstil besondere Assoziationen und innere Bilder hervor.
Vielleicht. Man darf nicht vergessen, dass kaum zwei Leute den gleichen Hintergrund und das gleiche Naturbild haben. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Bild dieser schönen Kiefer in der unüblichen Schale zu Diskussionen anregt und unterschiedliche Reaktionen hervorruft.twotower hat geschrieben:Insofern regt der Baum in seiner jetzigen Schale und Substrat schonmal mehr Bilder an als üblich
Liebe Grüße,
Heike
