Fagus sylvetica YAMADORI

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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Ben

Mit Interesse verfolge ich diesen Thread über deine Appenzeller-Buche, ein hervorragendes Stück.

Das Hauptproblem für die Buche ist wohl im Moment die lässige Terrasse in der Konstanzer Altstadt. Viel zu heiss, viel zu sonnig, zu wenig Luftfeuchtigkeit und dann noch die mühsame Biese, die in den letzten Tagen vom See her weht.
Diese Nacht würde ich den Baum in die Wohnung nehmen und Morgen in ein Treibhaus mit hoher Luftfeuchtigkeit bringen.

Wie Andreas R. schon geschrieben hat, die Rotbuchen sind einfach sehr heikel mit den Wurzeln.

Ich wünsche dir viel Glück!
Liebe Grüsse aus Stein am Rhein
jürg
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migo
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von migo »

Hallo Ben,

mit meinen Buchen habe ich nach dem Auswaschen der Wurzeln nie Probleme gehabt, allerdings habe ich auch immer dabei einen Wurzelschnitt gemacht.

Wenn der Austrieb jetzt nicht weiter kommt und so hängt, solltest du die Triebe auf ein od. zwei Blattpaare einkürzen. Somit braucht der Baum für den restlichen Austrieb weniger Kraft.
Wenn du kein Treibhaus hast, stell ihn jetzt auf jeden Fall auch erst mal schattig und besprüh ihn häufig, bis du siehst, dass er sich wieder erholt - dann wieder langsam an die Sonne gewöhnen.

Viel Glück!
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Lieben Dank für Eure Hilfe! Nun, ich habe heute morgen mal nach dem Wurzelballen gesehen, der sieht eigentlich gut aus, möglicherweise hatte er miminal Staunässe. Ich habe mehrere Abzugslöcher ins Pflanzgefäß gebohrt und neues Substrat eingefügt. Eure Hinweise, den Baum schattig mit hoher Luftfeuchtigkeit zu stellen, erscheinen mir sinnvoll, zumal die Buch das in freier Wildbahn ja so mag. Daher hab ich ein wenig improvisiert und die Buche sitzt jetzt übergangsweise (bis ich eine nachhaltige Lösung gefunden habe) in meinem Grill und wird mit Baumwolltüchern schattiert, die ich immer wieder fleißig nass einsprühe. Nun, welche Schattiermöglichkeiten verwendet ihr denn? Der Baum leidet an einem Pilz (siehe Bilder), möglicherweise ist das Hängenlassen der Blätter symptomatisch für diesen? Mit dem muss ich wohl leben! :roll: Pflanzengott sei mir hold, lieben Dank für Eure Glückwünsche!!!!!! *daumen_new*
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Kinglouie
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Kinglouie »

Spätfrost vielleicht?
Ich habe im letzten Jahr zwei Hainbuchen verloren, die ich nach gründlichem Umtopfen und schönem Austrieb auf s Bonsairegal gestellt habe. Ein fast unmerklicher Spätfrost hat sie erst stocken und dann eingehen lassen.

Ich drücke dir die Daumen.
LG, Marius
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Hi Kingloui

Ne Spätfrost kann ich eigentlich ausschliessen. Danke Dir fürs Daumendrücken!

Lg Ben
grillstar
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von grillstar »

Hallo Leute,
ich habe bei meiner Buche eben solche Austiebsspitzen gefunden. Es sind zwar nicht viele (2-3), Sorgen mach mir aber doch, weil meine kleinen das nicht haben. Ich habe sie am 11.5. ohne Wurzelschnitt in eine große Holzkiste gesetzt
(http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=8&t=38969).

Im Moment steht sie vollsonnig und wird täglich gegossen. Dünger bekommt sie keinen. Pinziert habe ich am 4.5.

Meine Frage: Soll ich sie auch in den Schatten stellen (Nä Wo soll es 30°C werden, da wollte ich sie sowie so halbschattig stellen) und auch besprühen?

Gruß
Lennart

Ps: Ich hoffe es ist ok, dass ich hier so rein platze...
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Ben
Eine Kabine mit feuchten Tüchern ergibt sicher eine hohe Luftfeuchtigkeit und erst noch Schatten, das ist vermutlich ideal.
Staunässe, ob minimal oder maximal, ist der sichere Tod jeder Rotbuche.
Pilz und Frost kannst du als Problemursache ausschliessen.
Herzliche Grüsse
Jürg


Hallo Lennart
Rotbuchen mögen die Sonne nicht, die haben lieber Schatten als volle Sonne. Die Blätter werden gelb und sind anfällig für Schädlinge und Sonnenbrand.
Sogar die Rinde kann einen Sonnenbrand bekommen. Deshalb Rotbuchen in den Schatten oder mindestens Halbschatten stellen, besonders wenn sie frisch umgetopft sind.
Herzliche Grüsse
Jürg
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Lieber Jürg

Hey Nachbar :-D :-D :-D Merci für Deine Posts, helfen mir sehr! Übrigens, ich hab nun einen kleinen Sonnenschirm (Durchmesser ca. 1 m) bestellt, der die gröbste Sonne abhalten sollte. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das mediterrane Klima über die Alpen zu uns hochkriecht.

Was meinst Du, schafft sie´s?

LG Ben
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Tomsai 92
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Tomsai 92 »

Hallo Ben,
meine Vermutung zwei Tage vor der Theorieprüfung zum Baumschulgärtner:
Kaliummangel bedingt durch den Hühnerdung letztes Jahr. Wenn relativ stark damit gedüngt wurde macht sich hier das Optimumsgesetz besonders bemerkbar. Das wohl weitgehend anorganische Substrat verstärkt den Effekt – die Rotbuche ist vermutlich durch den Umpflanzschock zu überfordert um Kalium über die Wurzel aufzunehmen, kombiniert mit einem verschleppten Mangel aus dem Vorjahr.
Ich würde nun übers Blatt einen organisch-mineralischen Kaliumdünger verabreichen (Rose* Vita* von Neudor* wäre optimal). Das wirkt direkt und schützt auch gleich vor weiteren Krankheiten. Kann nur förderlich sein, wenn es nicht überdosiert wird. Google mal nach Kaliumdüngung, dann bestätigt sich evtl. meine Vermutung.
Sehr schöner Baum übrigens, wäre schade drum.
Gruß, Tom
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Hi Tomsai

Merci für Deine Einschätzung. Meinst Du das: NEUDORFF Azet Vitalkali, 1,5 kg? Übrigens viel Glück bei der Prüfung, wirkst jedenfalls gut vorbereitet.

LG Ben
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Tomsai 92
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Tomsai 92 »

BenBonsai hat geschrieben:Meinst Du das: NEUDORFF Azet Vitalkali, 1,5 kg?
Nein, sondern ein Rosenspritzmittel hinter dem sich nichts anderes als ein gut pflanzenverträglicher 6%iger Kali-Blattdünger mit Mg und S verbirgt. Sollte jeder gut sortierte Baumarkt im Chemieschrank stehen haben. Azet bringt nichts, man will ja übers Blatt düngen und nicht zusätzlich die Wurzeln mit Salz belästigen. Wollte nur zwecks Schleichwerbung keine direkten Namen nennen.
Wie sieht denn aktuell das Substrat aus und wie wurde seit dem Umpflanzen gedüngt?

Gruß, Tom
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Nun dann mach ich mal Schleichwerbung. Ich kenne mich nicht so gut aus, daher die Frage, meinst Du dieses Präparat: Neudo®-Vital Rosen-Spritzmittel? Also das Substrat ist 80-90% Blähten, Körnung 4-8mm, 10-20% Weisstorf. Gedüngt wurde organisch und mit Flüssigdünger. Normalerweise mische ich immer etwas Hühnerdung unter das Substrat, dass hab ich nun beim Auswechseln des Substrates aber weggelassen, um eine weitere potenzielle Störquelle auszuschließen. Gedüngt hab ich 1x nach dem Umsetzen mit einem handelsüblichen N-P-K Flüssigdünger. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, muss man mit organischer Düngung mit Hühnerdung aufpassen, oder wenn verwendet, mit ergänzender Kaliumdüngung arbeiten?

LG Ben
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Tomsai 92
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Tomsai 92 »

BenBonsai hat geschrieben:Nun dann mach ich mal Schleichwerbung. Ich kenne mich nicht so gut aus, daher die Frage, meinst Du dieses Präparat: Neudo®-Vital Rosen-Spritzmittel? Also das Substrat ist 80-90% Blähten, Körnung 4-8mm, 10-20% Weisstorf. Gedüngt wurde organisch und mit Flüssigdünger. Normalerweise mische ich immer etwas Hühnerdung unter das Substrat, dass hab ich nun beim Auswechseln des Substrates aber weggelassen, um eine weitere potenzielle Störquelle auszuschließen. Gedüngt hab ich 1x nach dem Umsetzen mit einem handelsüblichen N-P-K Flüssigdünger. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, muss man mit organischer Düngung mit Hühnerdung aufpassen, oder wenn verwendet, mit ergänzender Kaliumdüngung arbeiten?
Richtig. Hühnerdung hat relativ wenig verfügbares Kalium und für organischen Dünger einen ziemlich großen Salzgehalt. Ich bin damit letztes Jahr auch vollends gegen die Wand gefahren. Mit Kaliummangel ist nicht zu spaßen.
Dein verwendetes Substrat wird inzwischen relativ nährstofffrei sein!
Flüssigdünger wird sehr schnell ausgewaschen, deshalb funktioniert auch Walter Palls Methode mit der vierfachen Menge an Flüssigdünger.
Es könnte gut sein, dass die Buche schlichtweg nur große Wuchsdepressionen hat, weil sie total unterdüngt ist. Ich würde jetzt möglichst schnell mit hochwertigen (d.h. chloridarm) mineralischen Düngern die gesamte Nährstoffpalette abdecken, z.B. Blaukorn Novatec 1-2g pro Liter Substrat + 3g/ Liter Oscorna Gesteinsmehl (sämtliche Spurennährstoffe) + eine Prise Kalk (10g) um die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern (wenn mit Regenwasser gegossen wurde ist der pH-Wert zu niedrig). Optimal wäre es, wenn zusätzlich übers Blatt gedüngt wird. Harnstoff (z.B. Aminosol) als Stickstoffquelle und das Rosenzeugs fürs Kalium (beides einprozentig).
Die genauen Nährstoffdaten des Flüssigdüngers würden evtl. noch helfen.
Wenn Du sagt dass die Wurzeln noch intakt aussehen und noch weiße Wurzelspitzen haben, würde ich unbedingt düngen. Meine angegebenen Mengen sind in Kombination mit dem Substrat absolut unbedenklich.
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BenBonsai
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von BenBonsai »

Was meinst Du?
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Tomsai 92
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Re: Fagus sylvetica YAMADORI

Beitrag von Tomsai 92 »

Der ist nicht schlecht, aber wie gesagt wird nicht mehr viel im Substrat sein. Außerdem fehlt sowohl im Flüssigdünger wie auch im Hühnerdung Magnesium und Calcium. Insofern würde ich auch unbedingt zu einem Magnesiumkalk raten (Algenkalk, Grünkalk, Gartenkalk... enthalten alle etwa 30%Mg und gibt es überall zu kaufen). 2g Kalk pro Liter Substrat sind unter den Bedingungen anzuraten. Kalziummangel passt auch sehr gut zum Schadbild.
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