Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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natix
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Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von natix »

Hi Leute,

ich bräuchte da mal einen Rat. Ich habe dies Jahr Ende Januar einige Samen des Küstenmammutbaums (Sequoia sempervirens) in Anzuchterde versenkt. Da ich einige Samen hatte habe ich diese auch sehr dicht ausgesäht, wie ihr weiter unten auf dem Bild sehen könnt. Da die gekeimten Bäume nun sehr dicht wachsen (Ich rechnete nicht mit einer solch hohen Keimqoute) habe ich Sorge das die Bäume so in der Anzuchterde das erste Jahr nicht überstehen. Daher wollte ich diese pikieren und habe nun vor vier Wochen vier Bäume zur Probe pikiert und in zwei verschiedene Substratmischungen gesetzt: Fibotherm/Torf 4:1 und 1:1. Alle vier Bäume sind mir eingegangen obwohl ich an den Wurzeln nichts gemacht hab und die Pflanzen anschließend im Schatten standen.
Woran kann das gelegen haben? Ich hab die Wurzel komplett vom alten Substrat befreit, sollte das dranbleiben? Hatte ich nur Pech? Hab ich einfach die falsche Zeit zum pikieren erwischt? Zum Schluss noch ein Bild von den Mammuts wie sie momentan aussehen, vielleicht können die ja auch bis nächstes Jahr im Frühjahr einfach so in den Töpfen bleiben?
Vielen Dank schonmal.

Bild
twotower

Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von twotower »

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Zuletzt geändert von twotower am 24.06.2014, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
natix
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von natix »

Hi,

Danke für die schnelle Antwort erstmal.
Ich werde wohl die Tage mal testweise versuchen ein paar Bäume in Anzuchterde umzusetzen. Ich hab dieses Jahr Frühjahr Mädchenkiefersämlinge erfolgreich mit Substrattausch pikieren können. Die haben das ohne Probleme überstanden. Hätte garnicht gedacht dass das solche Probleme macht. *daumen_new*
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Wil
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von Wil »

Hallo,

ich weis ja nicht was du gesät hast, aber die da auf dem Foto sind Sequoiadendron giganteum, Bergmammutbäume. Ich würde die in einem größeren Topf komplett mit der "alten" Erde umtopfen. Da die ganz feine Wurzeln haben und eher zu den Flachwurzlern gehören, brauchst du die Wurzeln auch noch gar nicht schneiden. Abgesehen davon, sind Bergmammuts die ersten drei Jahre nach der Aussaat nicht Frosthart. Müssen also Frostfrei überwintert werden. An den Wurzeln kannst du auch nächstes Frühjahr noch schnibbeln.

LG Wil
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natix
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von natix »

Hallo Wil,

das ist mir jetzt ja schon ein wenig peinlich aber ich hab die Anzuchtanleitung nochmal hervorgekramt, die ich nach der Aussaat extra zur Seite gelegt hatte und naja... Du hast Recht, es sind Bergmammuts. Ich weiss auch nicht so Recht wie ich auf Küstenmammuts kam. :oops:
Ich habe jetzt einige Mammuts aus dem Anzuchtkasten rausgenommen, sodass in jedem der Anzuchtschalen nur noch ein Mammut wächst. Alle anderen, zumeist die am vitalsten, habe ich in eigene Töpfe umgesetzt und nur Anzuchterde aufgefüllt. Bisher sehen die Mammuts noch ganz gut aus.
Mal sehen wie die dies Jahr noch wachsen, wenn die Schalen sich zu sehr mit Wurzelwerk füllen sollten muss ich die anderen Mammuts auch nochmal in größere Töpfe umsetzen.

Danke für die Antworten! :-D
derTim
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von derTim »

Hallo Wil,
das Bergmammutbäume (BM) die ersten 3 Jahre frostfrei überwintert werden müssen, ist aber nur ein Mythos. :-D
Das schreibt seit Jahren, einer vom anderen ab, dabei gibt es überall in Deutschland, Leute die ihre Mammutbäume draußen überwintern.
Klar geht da auch mal einer ein, aber die meisten überleben das.
Und von den die eingegangen sind, sind die meisten wohl vertrocknet, weil viele Leute
denken, dass sie im Winter nicht wässern müssen.
Ich habe die letzten Jahre dutzende Mammutbäume gesät, und schon im ersten Winter draußen im Beet überwintert.
Dazu habe ich die Töpfe eingegraben und die Pflänzchen mit etwas Laub bedeckt.
Wenn es Schnee gibt kann man die kleinen auch damit komplett abdecken.

Ich würde die kleinen Bergmammutbäume jetzt erstmal ohne Topf, in den Garten pflanzen.(Nichts an den Wurzeln machen)
Und dann im Frühjahr oder Herbst 2015 ausgraben und die Komplete Erde vorsichtig abspülen.
Dann würde ich einige störende Wurzeln entfernen, lange Wurzeln etwas einkürzen und die Bäumchen wieder einpflanzen.
Um später ein flaches Wurzelwerk zu bekommen, solltest Du etwas unter die Wurzeln legen, einen flachen Stein, einen alten Suppenteller oder so.
Ich habe gerade mal ein paar Bilder von einem jungen Küstenmammutbaum, den ich letztes Jahr im August so behandelt habe, rausgesucht.
Auf den sieht man gut wie ich das meine.
Ein paar BMs von mir habe ich dieses Frühjahr auch so behandelt, die haben das bis jetzt gut überstanden.
2 Stück habe ich Testweise auch mal in Teichpflanzkörbe gesetzt.
M.f.G. Tim
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Wil
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von Wil »

derTim hat geschrieben:Hallo Wil,
das Bergmammutbäume (BM) die ersten 3 Jahre frostfrei überwintert werden müssen, ist aber nur ein Mythos. :-D
Das schreibt seit Jahren, einer vom anderen ab, dabei gibt es überall in Deutschland, Leute die ihre Mammutbäume draußen überwintern.
Hallo Tim,
ich war nicht der andere der es vom einen abgeschrieben hat, sondern der der es auf der Packungsbeilage gelesen und für gut befunden hat.
derTim hat geschrieben: Dazu habe ich die Töpfe eingegraben und die Pflänzchen mit etwas Laub bedeckt.
Wenn es Schnee gibt kann man die kleinen auch damit komplett abdecken.
Während du dir die ganze Arbeit machst und ewig in den Garten rennst, standen meine schön auf der Fensterbank... Im Wohnzimmer... Und ich, habe ihnen entspannt zugesehen :-D

Natürlich kannst auch du, deine Bäume aufziehen wie du es magst. Und ich mache es, wie ich es mag ( gesät im Haus auf der Fensterbank (wie üblich)).

Deine ersten beiden Bilder sind Urweltmammutbäume. Das letzte Bild ist ein Küstenmammutbaum.

LG Wil
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derTim
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von derTim »

Hallo Wil,
Im Haus überwintern, funktioniert ja auch gut, aber für mich ist es einfacher sie draußen zu überwintern und bessere Erfahrungen habe, und ich damit in den letzten Jahren, auch gemacht.
Draussen werden sie einfach kräftiger.
In den ersten paar Jahren kann es vorkommen, dass sich die BMs draussen, am Ende des Winters, etwas verfärben.
Das ist aber völlig normal und geht nach ein paar Wochen wieder weg. :!:
Wil hat geschrieben: Deine ersten beiden Bilder sind Urweltmammutbäume. Das letzte Bild ist ein Küstenmammutbaum.
LG Wil
Äh ne, das ist doch immer der gleiche Baum. 8)
Ich hänge noch ein Bild an, da sieht man es besser:
M.f.G. Tim
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natix
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von natix »

Hallo Tim und Wil.

Tim, genau so, ebenfalls mit einem Topfuntersetzer, habe ich eine Hainbuche dieses Jahr in einen Topf versenkt. Bin schon gespannt was da später mal hervorguckt. :)
Was das überwintern angeht werde ich die Guten wohl auch in die Wohnung holen, da mir nur ein Balkon und kein Garten zur Verfügung steht. Ich denke die Wurzeln werden im Topf eher durchfrieren als in einem Beet. Wobei ich auch ein paar draussen und ein paar drinnen überwintern könnte.
Danke für die vielen Tips! Mittlerweile habe ich die ganzen Mammuts in größere Töpfe pikiert, da die Guten ordentlich Wurzeln gebildet haben. Ohne Substratwechsel haben die das auch gut überstanden und gedeihen prächtig.

Hier mal ein Bild von einem der bisher grössten Mammuts von vor 14 Tagen:
Bild
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camaju +
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von camaju + »

natix hat geschrieben: Was das überwintern angeht werde ich die Guten wohl auch in die Wohnung holen,
Dir ist aber schon klar, das Hainbuche und Mammut sogenannte Outdoors sind, dementsprechend auch ihre Winterruhe brauchen, und in der Wohng nicht überleben würden. Zum überwintern auf dem Balkon findest du hier jede Menge Infos
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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natix
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Re: Probleme beim Pikieren (Sequoia sempervirens)

Beitrag von natix »

Hallo camaju,
die Hainbuche will ich ja auch garnicht reinholen, ich rede ja von den Mammuts. Bei der Hainbuche mach ich mir garkeine Sorgen das sie den Winter auf dem Balkon übersteht, bei den Mammuts schon eher. Hab mich da wohl ein wenig blöde ausgedrückt.
Ich bin mir selbst noch garnicht so sicher wie ich die Guten überwintern werde. Ich werd mir wohl zum überwindern ein kleines Foliengewächshaus für den Balkon zulegen, damit der Frost nicht so zuschlägt, und ein paar Holzkisten in denen ich die Töpfe mit Laub ummantelt versenken kann. Aber wie gesagt, sicher bin ich mir da noch nicht und ob solch ein Gewächshaus nun eine Gute Idee ist, bzw. ob es überhaupt etwas ausmachen würde.
Da zu den ersten Frösten aber noch ein wenig Zeit vergeht habe ich ja noch genügend Zeit zur Recherche. :)
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