Düngeraufnahme Laubbäume

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camaju +
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Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von camaju + »

Gibt es eigentlich irgendwelche Anhalts- / Erfahrungswerte in welchem Zeitraum mineralischer Dünger vom Baum aufgenommen bzw. im Baum verteilt wird (klar, Größenabhängig) ?

Wenn ich z.B eine Laubbaum, der die grüne Triebspitze hängen lässte, gieße dauert es ca. 30 Min. bis (offensichtlich) dort oben Wasser angekommen ist und alles wieder in bester Ordnung ist, die Spitze hat sich wieder aufgerichtet.

Kann man solch eine "Milchmädchenrechnung" auch hernehmen, wenn mineralisch gedüngt wird, und der Dünger auch in dieser Zeit im Baum verteilt wird ?
Gruß Jürgen *wink*

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Stephan mit ph
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Stephan mit ph »

Hallo Jürgen
Schau dir mal diese Seiten an.Vielleicht ist da was dabei.
http://www.everris.com/media/b268e537-e ... H-2013.pdf
ich habs selbst noch nicht gelesen. Scheint aber vielversprechend.
Viele, liebe Grüße
Stephan
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Pflanzbert
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Pflanzbert »

Leider:
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Viele Grüße,
Hajo
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Heike_vG
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Jürgen,

bei meinen Bäumen habe ich oft beobachtet, dass wenn ich am Sonntag Dünger verteilt habe, ab Dienstag verstärktes Wachstum sichtbar wurde.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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Stephan mit ph
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Stephan mit ph »

Keine Ahnung wieso das nicht aufgeht.
Nicht so schlimm. Es sind nur 104 Seiten(wahrscheinlich überwiegend Werbung) und wenn ich am Wochenende Zeit habe lese ich mir das mal durch und kann dann vielleicht genaue Auskunft geben - oder eben auch nicht.
Viele Grüße
Stephan
Borkenkäfer
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Borkenkäfer »

Wenn die Nährstoffe im Wasser gelöst sind, sollten sie sich m.E. auch genau mit dem Tempo des Wassers verteilen. Also auch "oben ankommen". Doch auch, wenn sie schon im System sind, dauert es natürlich ein paar Tage, ehe die Wirkung der verteilten Nährstoffe für Menschen mit bloßem Auge sichtbar wird, genau wie Heike schreibt. Etwa indem wir Wachstum beobachten. Oder eine Verfärbung vielleicht (bei der Behandlung von Chlorose).

Genauere Infos bekäme man sicher dann, wenn man die Pflanze mit Spezialkameras fotografieren könnte, die bestimmte chemische Reaktionen sichtbar machen würde. Ich weiß nicht, ob es so was gibt. Aber es wäre dann genau möglich, die Orte und die Zeit zu bestimmen, in denen die Pflanze die Stoffe umsetzt.
Herzlichst,
Stefan


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camaju +
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von camaju + »

Danke Heike, Stephan und Strefan

Borkenkäfer hat geschrieben:dauert es natürlich ein paar Tage, ehe die Wirkung der verteilten Nährstoffe für Menschen mit bloßem Auge sichtbar wird, genau wie Heike schreibt.
Das ist soweit klar ;-)

Ich geh einfach mal davon asu, das mineralischer Dünger im Gießwasser genau so schnell aufgenommen wird wie Wasser pur. Muss ja eigentlich. Wenn ich Bäume teilweise 2 mal am Tag gießen muss und morgens dünge, dann würde ich ja abends (späteszens am nächsten Tag mit 2 mal gießen) einen Großteil des Düngers wieder ausspühlen, ohne das der Baum was davon hat *kopfkratz*
Gruß Jürgen *wink*

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Pflanzbert
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von Pflanzbert »

Ich habe lange gezögert hier zu schreiben, weil ich nichts genaues weiss. Aber die Wasseraufnahme ist zumindest in Teilen ein Osmose-Prozess, und es kann durchaus sein, das Wasser schneller aufgneommen wird, als die Düngesalze. Wäre bei Osmose eigentlich eher normal, dass Salze zuerst mal nicht durch die Membran kommen.

Aber irgendwie muss der Baum die Mineralien ja aufnehmen, Osmose kann also nicht alles sein.

Das ist der eine Punkt der mich von der Antwort "So schnell wie das Wasser" abgebracht hat - ansonsten hätte ich das auch gesagt.

Das andere ist, das in manchen Substraten die Nährsalze eine Bindung mit dem Substrat eingehen, und sozusagen aus dem Wasser entfernt werden. Damit gelangt zunächst nur eine verdünnte Düngerlösung an die Wurzeln, und der Rest kommt nach und nach mit den weiteren Wassergaben. Aber das gilt nicht für quarzartige Substrate (Sand, Kies), nur in geringen Umfang für humose Substrate, aber in stärkerem Maß für Substrate die Tonminerale enthalten.

Tja - mit diesen Zweifeln würde ich sagen, die ersten Düngesalze sind so schnell wie das Wasser, aber es kommt nicht alles auf einmal an, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt als das Wasser.

Ich kann mich aber auch komplett irren ...
Viele Grüße,
Hajo
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ChristianB
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von ChristianB »

camaju hat geschrieben: Wenn ich z.B eine Laubbaum, der die grüne Triebspitze hängen lässte, gieße dauert es ca. 30 Min. bis (offensichtlich) dort oben Wasser angekommen ist und alles wieder in bester Ordnung ist, die Spitze hat sich wieder aufgerichtet.
Ein Pflanze ist welk, wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist, um den Innendruck in den Pflanzenzellen aufrecht zu erhalten. Die Zellwände werden schlaff, die Blätter hangen herab.
Sobald die Pflanze Wasser bekommt erhöht sich der Druck wieder.
Das heißt dann aber nicht, daß die Wassermoleküle, die an den Wurzeln aufgenommen wurden oben in den Blättern angekommen sind, wenn der Zellinnendruck wieder hergestellt ist. Beispiel ist z.B. ein Gartenschlauch, der nach dem Gießen drucklos gemacht wird. Wenn man für die nächste Gießrunde den Wasserhahn an einem Ende wieder aufdreht ist der Druck sofort da, allerdings kommt am anderen Ende nicht sofort das gleiche Wasser (die Wassermoleküle) raus, das am Hahn eingespeist wird. Genau so ist es in der Pflanze.

Wie schnell die im Wasser gelösten Nährstoffe von den Wurzeln in die Blätter transportiert werden, ist sicherlich von Pflanzenart zu Pflanzenart unterschiedlich und vom Wassertransport abhängig. Bei Säufern geht es schneller, da diese das Wasser schneller verdunsten und somit auch schneller frisches wasser nachfördern.

Bei einer welken Pflanze könnte ich mir den von Pflanzbert beschrieben Prozess des verzögerten Nährstofftransportes vorstellen, weil das Wasser gut durch Membranen kommt und Salze auf die entsprechenden Ionenkanäle angewiesen sind. Bei Pflanzen die nicht unter Wasserstress leiden, würde ich dies nicht vermuten, weil die Nährstoffaufnahme sicherlich ausreichend effektiv sein sollte, solange die Nährstoffe in einer pflanzenverfügbaren Form vorliegen.
Viele Grüße

Christian
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TeeJay
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Re: Düngeraufnahme Laubbäume

Beitrag von TeeJay »

Wenn Rosen gefärbt werden, z. B. blau, muss man ca. 5 Tintenpatronen mit Wasser in ein Glas geben und weiß blühende Rosen schräg anschneiden und ins Wasser stellen. Nach ca. 2 Tagen sind diese blau. Das bestätigt Heikes Beobachtung.
Kannst du ja selbst mal testen.
Aber ob Salze hier länger benötigen kann ich auch nicht bestätigen.
Thorsten
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