Abmoosung einer Hainbuche

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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Eva Warthemann
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Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Ihr Lieben!
Vor etlichen Jahren zeigte ich hier einmal meine Hainbuchen, die als Heckenpflanzen an unsem Spielplatz gerodet wurden. Die zu sehende Hainbuche stammt davon ab.
Sie durfte sich mehrere Jahre in unserem Garten erholen. In dieser Zeit bildeten sich zwei neue Kronentriebe. Eine der Kronen stutze ich immer wieder zurecht, so das sie wie ein eigenständiger Baum aussah. Diese hatte ich für einen Abmoosungsversuch vorgesehen.
Nachdem die Hainbuche in einen Maurerkübel umgepflanzt wurde, wartete ich noch ein Jahr mit dem Abmoosungsversuch. In diesem Jahr Ende April war es dann soweit.
In den letzten drei Monaten haben sich erste Wurzeln gebildet, leider nur auf einer Seite des Stammes. An der unbewurzelten Seite habe ich vor zwei Wochen die Kalluswulst noch einmal angeschnitten und kann jetzt nur hoffen, das sich auch an dieser Seite bis Ende August neue Wurzeln bilden.
Was besonders auffällig ist, das der gesamte Kronentrieb über der Abmoosung wesentlich hellere Blätter hat als der untere Baumteil.
Um das abzuändern kam ich auf die Idee das Moospolster mit gedüngten Wasser zu giessen. Das scheint auch zu helfen, an kleinen Neutrieben sind grünere Blätter zu sehen.
Mein Plan ist, die Hainbuchenkrone Ende August oder Anfang September vom Hauptbaum zu trennen, den neuen Baum in einen TPK zu pflanzen und ihn geschützt zu überwintern.
Vieleicht könnt Ihr mir noch ein paar Tips geben, was ich verbessern kann.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Georg
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Georg »

Mir wäre Ende August zu früh, aus dem Gesichtspunkt heraus, daß dann noch die große Blattmasse von doch verhältnismäßig wenig Wurzelmasse versorgt werden muß. Ich würde den Zeitpunkt wählen, wo der Baum beginnt, Reserven einzulagern.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Eva Warthemann
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Rüdiger!
Danke für Deine Antwort, da ich mit Hainbuchen und deren Abmoosung noch sehr wenig Erfahrungen habe, stelle ich diese Problematik hier dem Erfahrungsaustausch.
Mein Gedankengang war der, das der Baum im Herbst noch genügend Zeit hat, seine Wurzeln gut zu verankern und auch noch im Herbst Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann.
Über weitere Tips und Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Frau Chen
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Frau Chen »

Hallo Eva,

da ich ähnliche Gedankengänge hatte, habe ich vor 4 Tagen meine zu Übungszwecken angelegte Hainbuchenabmoosung von der Mutterpflanze getrennt. Allerdings handelt es sich um eine recht schattig stehende Heckenpflanze, die nicht so eine schöne Krone hat wie Deine. Deshalb habe ich die abgemooste, nach der Abtrennung und Rausholen aus der Hecke ziemlich struppig aussehende Spitze, eingekürzt. Der Wurzelkranz war meines Erachtens ganz ordentlich, leider habe ich ihn nicht fotographiert.
Nach Einsetzen in einen TPK habe ich das Ganze zunächst schattig und geschützt hingestellt. Ob es gut geht, wird die Zukunft zeigen, dann kann ich berichten.
Mit der Abmoosung habe ich Ende April begonnen, die Hecke wird im Laufe des Sommers immer vom Mehltau befallen, erholt sich aber jedes Jahr. So einen Farbunterschied zwischen der Abmoosung und dem Rest der Pflanze wie bei Deiner gab es bei meiner nicht.

Liebe Grüße
Ursula
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Eva Warthemann
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Ursula!
Langsam schleicht sich in mir der Verdacht ein, das die Gelbfärbung der Blätter davon abhängig ist, ob man reines Spaghnummoos zum abmoosen nimmt ( so wie ich) oder eine andere Mischung, wie z. B. eine Mischung für die Pflege im TPK ( Lavagranulat, Torf u.s.w.).
Mit welchem Substrat hast Du abgemoost?
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Frau Chen
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Frau Chen »

Hallo Eva,

ich habe auch mit reinem Sphagnummoos abgemoost und die Hecke nur im Frühjahr gedüngt. Dieses Jahr habe ich auch einen Ficus abgemoost und es laufen noch Abmoosungen eines Blauregens (der leider keine Wurzeln bilden will) und einer Ölweide. Alle mit reinem Sphagnummoos. Bei keiner habe ich bis jetzt eine derartige Blattvergilbung beobachtet, wie bei Deiner Hainbuche.

Liebe Grüße
Ursula
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Eva Warthemann
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Ursula!
Vor Jahren berichtete ich über eine Abmoosung eines Acer palmatum und da geschah es ebenfalls, das oberhalb der Abmoosung das Laub gelb verfärbt war. Nachdem der Acer dann auf eigenen Beinen stand, gab es das Problem nicht mehr. Irgend etwas mache ich falsch. *schulter zuck* *schulter zuck*
LG Eva Warthemann
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Frau Chen
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Frau Chen »

Hallo Eva,

ich bin kein Abmoosungsspezialist, aber so wie sich Deine Hainbuche präsentiert, würde ich vermuten, dass etwas mit der Versorgung der Spitze nicht stimmt. Vielleicht hast Du beim Abmoosen zu tief eingeschnitten?

Liebe Grüße
Ursula
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Ursula!
Ich denke, das ich nicht zu tief ins Holz geschnitten habe, eher gar nicht. Die letzte dünne grüne Schicht vor dem blanken Holz habe ich vorsichtig abgeschabt, um zu verhindern, das sich eine Wachstumsbrücke bildet.
Nun, ich kann jetzt nur hoffen das die abgemooste Hainbuche, wenn sie dann im eigenen Topf steht, schöne grüne Blätter ausbildet.
Wie ich schon geschrieben habe, bildet sie ja auch schon, nach der Flüssigdüngung ins Spaghnummoos, dunklere grüne Blätter aus.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Frau Chen
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Frau Chen »

Hallo Eva,

diese Geschichte finde ich interessant, berichte bitte, wie es weiter geht. Aus solchen Beispielen kann man einiges für die Zukunft lernen. Mit welchem Dünger hast Du gedüngt?

Liebe Grüße
Ursula
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Eva Warthemann
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Ursula!
Ich verwende meist den Flüssigdünger vom Aldi. Jetzt habe ich aber auch noch ein paar Krümel vom Rinderdung aufgelegt, der ja rein organisch ist.
Mal schauen was wird.
Es dauert ja immer eine Weile bis man was sieht.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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max Wolf
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von max Wolf »

Hat es eigentlich noch geklappt?
Eva Warthemann
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Re: Abmoosung einer Hainbuche

Beitrag von Eva Warthemann »

Die Abmoosung hat geklappt und die neue Hainbuche ist in einen TPK gepflanzt worden.
Im Oktober hatten wir hier mal einen recht stürmischen Tag, an dem der TPK umkippte und die Hälfte der Granulats herausfiel.
Ich mußte also die Hainbuche nochmal neu eintopfen. Dabei konnte ich feststellen, das die Wurzelmasse deutlich zugenommen hat und das in ca. 1 1/2 Monaten. Manche Wurzeln hatten bereits den Boden des TPK erreicht.
Ich freue mich aufs Frühjahr wenn sie erstmals auf eigenen Beinen stehend ihr Laub austreibt.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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