Kranker Fächerahorn?

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wodka
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Kranker Fächerahorn?

Beitrag von wodka »

Hallo zusammen,

Ich habe einen Fächerahorn seit April und nach anfänglichen Schwierigkeiten steht er nun aufm Balkon ganz gut...bisher. Seit dieser Woche macht er Anzeichen die ich nicht ganz deuten kann.

Zur Situation:
Die letzten Tage hat es relativ viel geregnet und er steht nicht so geschützt auf dem Pflanzenregal in 75cm Höhe an der Hauswand auf dem Balkon. Mein Plan war es das ich ihn etwas niedriger Stelle und dann etwas Schütze mit ner Plexiglasplatte auf der obersten Ebene auf dem Pflanzenregal.

Kann es sein das er zu feucht geworden ist? (Unterschale wird nicht verwendet) Oder vielleicht einen Pilz hat?

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So langsam wird es nicht einfacher mit dem schönen Baum. :?
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Andreas R.
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Re: Kranker Fächerahorn?

Beitrag von Andreas R. »

Hallo André,

was ich auf den Bildern sehe ist grundsätzlich einen Trockenschaden.
Der kann verschiedene Ursachen haben.
Du schreibst, dass es bei dir viel regnet.
Das ist bei mir auch so, ich muss momentan nicht gießen weil es meine Bäume jeden Tag anregnet.
Ich war bis vor ein paar Tagen im Urlaub, da bin ich über das schlechte Wetter zu Hause sogar froh weil die Bäume alles gut überstanden haben.
Regnet es deine Bäume direkt an? Manche Menschen denken nicht ans Gießen wenn es dauernd regnet.
Das ist verheerend für alle Pflanzen die von dem Regen nichts abbekommen, weil irgendwann trocknen die dann trotzdem aus.
Wenn der Baum in guten Substrat steht kann er nicht zu feucht werden!
Wenn er in schlechtem Substrat steht kann er aber durchaus an Wurzelfäule leiden, verursacht durch zu hohe Feuchtigkeit. Dann sterben die Wurzeln ab und können den Baum nicht mehr mit Wasser versorgen. Das kann man anhand der Bilder nur schlecht von einem Trockenschaden unterscheiden, weil eben nicht genug Wasser an die Blätter kommt.
Schreib doch mal in welchem Substrat er steht, ob er direkt angeregnet wird, wie oft du gießt und wie du düngst.

Viele Grüße,
Andy
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HerbertR
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Re: Kranker Fächerahorn?

Beitrag von HerbertR »

Kann es sein, daß junge Fächerahorne generell sehr empfindlich sind ?

Ich habe jedenfalls schon mehrmals die Erfahrung gemacht : habe auch 1 älteres Exemplar und ein anderes älteres vor Jahren gehabt, die beide keine Probleme machten.

Jetzt habe ich wieder zwei sehr junge und beide haben den Welkpilz bekommen... :-(
LG Herbert

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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
wodka
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Re: Kranker Fächerahorn?

Beitrag von wodka »

Zum Substrat selbst kann ich leider nichts sagen da ich ihn im April von einem "Bonsaifachhändler" geholt habe. Würde ihn aber im Frühjahr nächstes Jahr umtopfen.

Düngen tue ich über einen Festdünger von BioGold auch aus dem Bonsailaden.

Er steht so das er wenn es stark regnet nass wird bei leichtem Regen bekommt er weniger ab. Zum Gießen wenn ich sehe dass das Substrat auf der Oberfläche trocken ist gieße ich oder so nach 3-4 Tagen je nach Außentemperatur.

Hab ich zuviel geheißen am Anfang dann hat er schwarze Blattspitzen bekommen. Deswegen hab ich etwas weniger gegossen.

@ViennaBonsai das habe ich auch schon gemerkt weil ich ihn am Anfang drin stehen hatte. Und das sah man schnell.
wodka
Beiträge: 47
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Re: Kranker Fächerahorn?

Beitrag von wodka »

Wenn er einen trocken Schaden hat, kann man das folgende machen und auch einen Erfolg hat davon?


Bonsai - Pflegehinweise und Bedürfnisse

Ein Bonsai als Zimmerpflanze bedarf oft eines größeren Aufwandes als herkömmliche Zimmergewächse und Bäume.
Denn neben dem Gießen und Düngen fällt bei der Miniaturpflanze noch das Drahten und richtige Beschneiden an, um das Wuchsverhalten in eine bestimmte Richtung zu bringen.
Sie sollten, abhängig vom Bonsai, dieses optimal mit Bonsaidünger und Wasser versorgen, vor allem in der Hauptvegetationsphase im Frühling und Sommer ist die Wasserversorgung sehr wichtig, damit weder die Pflanze vertrocknet, noch die Blätter und Blattränder vertrocknen und sich einrollen.


Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Pflanzenpflege ist auch der richtige Standort, denn direkt hinter dem Fenster auf der Fensterbank kann auch ein sonnenhungriger Bonsaibaum vertrocknen, da die Blätter der Sonnenbrandgefahr ausgesetzt sind. Diese verfärben sich erst dunkelrot und vertrocknen anschließend. Entsprechend sollten Sie das Bonsai bei derartigen Anzeichen an einen hellen Standort verbringen, an dem sich die Sonnenhitze nicht speichern kann.
Die Pflanze bei Trockenschäden wiederbeleben - die Erste-Hilfe-Maßnahmen

Abhängig davon, wie vertrocknet der Bonsai ist, sollten Sie diesen in keinem Falle aufgeben und entsorgen, denn häufig verfügen gerade verholzte Pflanzen wie Bonsais über erstaunliche Regenerationsfähigkeiten. Das Wiederbeleben lohnt sich entsprechend und bzgl. des Aufwandes ist dieser minimal.
Sie sollten das Miniaturgewächs inkl. Schale oder Pflanzgefäß bei akuten Trockenschäden komplett unter Wasser setzen. Sie können diese ins Waschbecken stellen und über das Pflanzgefäß hinaus mit Wasser befüllen. Alternativ reicht auch statt des Waschbeckens eine Plastikwanne oder große Schüssel, um den Pflanztopf komplett unterzutauchen.
Warten Sie ab, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, sodass Sie wissen, dass die Erde mit Wasser komplett getränkt ist.
Fixieren Sie um die Krone und das Pflanzgefäß eine große und transparente Gefrier- oder Plastiktüte, dazu eignen sich Gummibänder, die Sie um das Pflanzgefäß festbinden, damit die Tüte aufrecht stehen bleibt.
Stellen Sie das Bonsai warm und hell und lüften Sie täglich einige Minuten das Gefäß, damit sich auf der nassen Erde kein Schimmel und keine Pilze bilden können.
Dass Ihre Maßnahme Erfolg hat, erkennen Sie an dem Neuaustrieb der kleinen Blätter und Triebe, sodass auch bei Trockenschäden sich die Pflanze wieder komplett regeneriert hat.
Komplett vertrocknete und abgestorbene Zweige und Äste sollten Sie entfernen, sodass mehr Licht an die frischen Triebe gelangt.
Nach einigen Wochen können Sie die Tüte entfernen und das Bonsai wie gewohnt wieder pflegen. Reichern Sie das Gießwasser mit dem Dünger an, damit sich die neuen Blätter und Äste kräftig entwickeln.
Entsprechend sollten Sie in jedem Falle versuchen, das Gewächs durch diese Maßnahme zu retten, denn durch das Wiederbeleben schlagen die meisten Pflanzen unproblematisch wieder aus.
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