Hallo werte Wissenden,
da ich auf herbstlichen Baumschul-Streifzügen 2 vielversprechende Kandidaten, ein Malus Evereste und ein Fächerahorn, gefunden habe, stellt sich mir (wieder) eine Frage, die ich leider bislang noch nicht abschließend beantwortet bekam.
Was kann, darf, sollte man wann tun, wenn man eine größere Topfpflanze zum Bonsaianwärter in modernem Substrat (in zunächst TPK?) machen will?
Mir fehlt da eine Art (Ablauf-/Zeit-)Plan zur idealen Reihenfolge der anstehenden Arbeiten.
Konkreter:
Zum einen sind da riesige Töpfe die durchaus schwer sind. Da gibt es wohl einiges zu reduzieren.
Natürlich müssen aber auch die Bäumchen massiv gestutzt werden.
Und da kämpfe ich dann mit mir.
Man möchte ja auf keinen Fall das Risiko eingehen, den Baum zu verlieren weil man zuviel gemacht hat.
Zum anderen möchte man aber auch möglichst zügig vorankommen, wenn dies gefahrlos möglich ist. Wo ich mich vielleicht aus Unerfahrenheit nicht traue, einen weiteren Schritt zu machen und eine weitere Saison warte, ist das vielleicht gar nicht nötig und ihr Erfahrenen seht da gar kein Problem in einem weiteren Bearbeiten.
Die Pflanzen sehen gut aus, aber wie sie über den Sommer gekommen sind, weiß ich natürlich im Endeffekt nicht.
Wie sollte man vorgehen?
Die Bäume sollen in modernes Substrat.
Kann ich im Frühjahr umtopfen und (sehr stark zurück-)schneiden?
Oder erst mal nur schneiden und 1 Jahr warten mit dem Topfen?
Oder nur Topfen und die Äste weitgehend lassen (Ich gehe mal davon aus, dass ich die überlangen Äste zum Überwintern schon kürzen kann/muss)?
Vielleicht kann mir da jemand die Unsicherheit ein wenig nehmen und für Klarheit sorgen.
Vielen Dank,
Henrik
Malus Evereste erste Bearbeitung
Malus Evereste erste Bearbeitung
Zuletzt geändert von fuzz77 am 03.04.2015, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Zeitplan nach Baumschul-Kauf
Hi fuzz77,
ich werde es so machen, alles in einer geschützten Ecke unterbringen und bis Februar warten.
Dann Frostfrei kräftig runterschneiden. Später wenn die ersten Knospen sich regen so Ende-März, dann Umtopfen.
Schneiden mache ich so, wie in fast allen Bonsaibüchern beschrieben und hier im Forum an einigen Beispielen auch gezeigt. 3 Seitenäste sollten wenigstens bleiben.
Habe mir das aber bisher nur angelesen, also ohne Gewähr.
lieben Gruß Ria
ich werde es so machen, alles in einer geschützten Ecke unterbringen und bis Februar warten.
Dann Frostfrei kräftig runterschneiden. Später wenn die ersten Knospen sich regen so Ende-März, dann Umtopfen.
Schneiden mache ich so, wie in fast allen Bonsaibüchern beschrieben und hier im Forum an einigen Beispielen auch gezeigt. 3 Seitenäste sollten wenigstens bleiben.
Habe mir das aber bisher nur angelesen, also ohne Gewähr.
lieben Gruß Ria
Re: Zeitplan nach Baumschul-Kauf
Wie Ria sagte, jetzt einfach einen geschützten Platz suchen, die überlängen können gesturtzt werden, damit man die Kübel bewegen und vielleicht unter Büsche stellen kann.fuzz77 hat geschrieben:
Wie sollte man vorgehen?
Die Bäume sollen in modernes Substrat.
Kann ich im Frühjahr umtopfen und (sehr stark zurück-)schneiden?
Oder erst mal nur schneiden und 1 Jahr warten mit dem Topfen?
Oder nur Topfen und die Äste weitgehend lassen (Ich gehe mal davon aus, dass ich die überlangen Äste zum Überwintern schon kürzen kann.
Im Frühling aus die Knospen schauen und wenn die deutlich anschwellen, evtl sich schon eine Kleinigkeit öffnen, dann Umtopfen. Wächst der Baum gut an, ist der ein oder andere Schnitt Mitte des Sommers schon machbar, vorher ist der Wurzelansatz nicht sichtbar und auf den beziehen sich stärkere Schnittmaßnahmen in der Regel und da jede Arbeit den Baum im Topf bewegt, läßt man erst einmal Zeit zum Anwachsen vergehen.
73 Anja
Re: Zeitplan nach Baumschul-Kauf
Ok, vielen Dank schonmal.
Einkürzen muss ich die beiden auf jeden Fall zum Einwintern.
Dann werde ich also nnur das Nötigste schneiden und dann erst mal umtopfen.
Bis denne,
Henrik
Einkürzen muss ich die beiden auf jeden Fall zum Einwintern.
Dann werde ich also nnur das Nötigste schneiden und dann erst mal umtopfen.
Bis denne,
Henrik
Malus Evereste erste Bearbeitung
Hallo Forum-Gemeinde,
aus Angst, Fehler zu machen, bräuchte ich nochmal Rat zu dem oben vorgestellten Evereste.
Nach dem Kauf im Oktober (Bild 1) wurde er zunächst zum Überwintern und nun im Februar nochmal weiter, insgesamt also erheblich, reduziert.
Nun treibt er an ein paar Stellen aus (Bild 2) und die Frage des Umtopfens kommt auf.
Der Topf ist riesig und schwer, die Erde, zumindest an der Oberfläche, hart und dicht. Was darunter ist weiß ich nicht.
Soll ich (noch) umtopfen?
Ich würde ihn gerne in Blähton setzen, möchte ihn aber auf keinen Fall himmeln, ist objektiv betrachtet der schönste Rohling, den ich in einer normalen Baumschule bisher fand
Die Frage ist also, sollte ich überhaupt umtopfen?
DerApfel treibt an ein paar Stellen aus, aber nicht an sehr vielen.
Man hört ja zum einen "nicht zu viel auf einmal" und zum anderen, dass man einen ordentliches Verhältnis zwischen Wurzel- und Astwerk herstellen muss.
Das verunsichert mich in den Situationen, in denen ich eine Baumschulpflanze stark reduzieren und in ein neues Substrat mit Wurzelschnitt bringen muss.
Und die zweite Frage ist, soll ich jetzt noch umtopfen?
Die Blätter öffnen sich gerade, vielleicht ist es ja schon zu spät (Bild 3).
Vielen Dank schonmal,
Henrik
aus Angst, Fehler zu machen, bräuchte ich nochmal Rat zu dem oben vorgestellten Evereste.
Nach dem Kauf im Oktober (Bild 1) wurde er zunächst zum Überwintern und nun im Februar nochmal weiter, insgesamt also erheblich, reduziert.
Nun treibt er an ein paar Stellen aus (Bild 2) und die Frage des Umtopfens kommt auf.
Der Topf ist riesig und schwer, die Erde, zumindest an der Oberfläche, hart und dicht. Was darunter ist weiß ich nicht.
Soll ich (noch) umtopfen?
Ich würde ihn gerne in Blähton setzen, möchte ihn aber auf keinen Fall himmeln, ist objektiv betrachtet der schönste Rohling, den ich in einer normalen Baumschule bisher fand
Die Frage ist also, sollte ich überhaupt umtopfen?
DerApfel treibt an ein paar Stellen aus, aber nicht an sehr vielen.
Man hört ja zum einen "nicht zu viel auf einmal" und zum anderen, dass man einen ordentliches Verhältnis zwischen Wurzel- und Astwerk herstellen muss.
Das verunsichert mich in den Situationen, in denen ich eine Baumschulpflanze stark reduzieren und in ein neues Substrat mit Wurzelschnitt bringen muss.
Und die zweite Frage ist, soll ich jetzt noch umtopfen?
Die Blätter öffnen sich gerade, vielleicht ist es ja schon zu spät (Bild 3).
Vielen Dank schonmal,
Henrik
Zuletzt geändert von fuzz77 am 03.04.2015, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Malus Evereste erste Bearbeitung
Hallo Henrik,
Apfelbäume sind zäh. Wenn es mein Baum wäre würde ich jetzt umtopfen.
Es kommt darauf an, die Pflanze aus dem Baumschulsubstrat heraus zu bekommen.
Erst wenn du weisst wie der Wurzelbereich der Pflanze aussieht, kannst du danach die weitere Gestaltung ausrichten.
Langfristig musst du auch das Ziel verfolgen, den Baum in eine flache Schale zu bekommen, es wird also wahrscheinlich nötig sein einige dickere Wurzeln zu schneiden.Apfelbäume vertragen das meist ganz gut.
Gruss Olaf
Apfelbäume sind zäh. Wenn es mein Baum wäre würde ich jetzt umtopfen.
Es kommt darauf an, die Pflanze aus dem Baumschulsubstrat heraus zu bekommen.
Erst wenn du weisst wie der Wurzelbereich der Pflanze aussieht, kannst du danach die weitere Gestaltung ausrichten.
Langfristig musst du auch das Ziel verfolgen, den Baum in eine flache Schale zu bekommen, es wird also wahrscheinlich nötig sein einige dickere Wurzeln zu schneiden.Apfelbäume vertragen das meist ganz gut.
Gruss Olaf
