[...] mittlerweile war es schon Nacht geworden. Sie wollte schon längst wieder Zuhause sein, aber übersinnliche Wege schienen ihr den Weg zu erschweren und länger werden zu lassen. Dabei wollte sie doch gerade heute, in dieser Nacht längst in der warmen Stube sein. Schließlich war heute die Nacht der Dämonen...
*knacks* ein Laut ließ sie herum fahren. Wurde sie verfolgt? *raschel* Da! jetzt von der anderen Seite ein seltsames Geraschel. Sie zog sich ihre Kapuze tiefer ins Gesicht. Ein seltsamer Geruch nach Heu stieg hier in die Nase, fern ab von jedem Feld oder Stall. "Das ist alles nicht wahr, hier ist nichts..." sagte sie zu sich selbst mit zitternder Stimme und beschleunigte ihre Schritte. *Grrrr* Sie bleib stehen. Direkt hinter ihr knurrte es... knurrte JEMAND. Sie rannte, rannte bis ihre Lungen brannten, während hinter hier ein Kampf tobte und dessen Schreie immer leiser wurden, je weiter sie sich entfernte. Dann war es still. Sie hielt inne um sich zu orientieren.
Plötzlich erregte ein Licht von links ihre Aufmerksamkeit... der Mond war inzwischen aufgegangen. Sie hielt den Atem an. Auf einen nahen Hügel hing die Vogelscheuche, die sie noch vor ein paar Stunden und einigen Meilen entfernt beim Hause ihres Onkels gesehen hatte... […]
[…] Am Morgen gingen die Bewohner des Nahen Dorfes zum nah gelegenen Hügel, wo die Vogelscheuche aufgeknüpft wurde. „Der Teufel war hier!“ Schrie ein altes Weib. Und tatsächlich: die Lieblingsblumen der Dämonen wuchsen bereits auf dem Hügel, Totenkopfblumen.