Olaf_Gd hat geschrieben:
Unter anderen müssen folgende Samen stratifiziert werden:
...
Acer etwa 6 Wochen
...
Acer saccharinum bildet seine Früchte im frühen Sommer und diese keimen direkt und wachsen noch im selben Jahr. Deshalb findet man jetzt an diesen Bäumen keine Samen
Also nicht alle Acer müssen stratifiziert werden.
camaju hat geschrieben:... Was helfen solche Beiträge denjenigen, die so wie ich, ihre Samen jetzt im freien eintopfen sind, und auf das Frühjahr warten ?
Es könnte dir helfen diese Samen nicht in die Nähe der Hauswand zu stellen, am wenigsten noch die Wand mit dem Heizkörper dahinter. Und wenn der Winter wieder so ausfällt wie der letzte, dann könntest du überlegen ob dein Weg der richtige ist und über stratifizierung im Eisfach nachdenken. Oder du könntest dein Fachwissen dazu schreiben und so den Beitrag bereichern. Oder...
Hallo
Über die Stratifikation haben wir ja schon oft geschrieben/gelesen.Nötig-nicht nötig, etc.
In den Acer-Büchern (spezielle Bücher, ausschließlich über Ahorn) liegen die Zeitangaben, wenn nötig, bei 90 Tagen (Minimum 60).
Dazu gebe ich zu bedenken, dass viele Baumarten Überliegen . Dies bedeutet, dass der Samen erst nach einem/mehreren Jahren im Substrat keimt.
Beispiel: Acer griseum: Keimrate 5 %; diese 5% können im Laufe von 5 Jahren keimen. Solange liegt Acer griseum Samen über.
Dennoch ist es sehr wichtig mit frischen Samen zu arbeiten.Nicht erst 5 Jahre liegen lassen und dann meinen da geht noch was.
Genauso wichtig ist der Zeitpunkt der Samenernte. Viele Samen müssen vor der Vollreife geerntet werden, um aus frischen Saatgut einen möglichst hohen Keimertrag zu erzielen.Gerade bei Hainbuchen ist die Keimrate bei nicht ganz ausgereiftem Samen schon im ersten Jahr gut. Vollreifer Samen überliegt in der Regel.
Viele Grüße
Stephan
P.S.
Einfrieren hat nichts mit Stratifikation zu tun. Durch das Einfrieren unterbreche ich die sogenannte Stratifikation. Im ungünstigstem Fall, töte ich den Keimling ab.
ich habe dieses Jahr diese Erfahrung mit dem Erbsenstrauch gemacht: alter Samen vom Vorjahr, der noch am Baum/Strauch hing, keimte nicht, frischer vom diesem Jahr keimte sofort ohne Vorbehandlung bzw. Stratifikation. Da sich Schnecken über die Keimlinge hergemacht haben, ist mir nur noch einer über geblieben, aber es hat funktioniert. Fragt sich nur, wie er den Winter übersteht.
TeeJay hat geschrieben:
Es könnte dir helfen diese Samen nicht in die Nähe der Hauswand zu stellen, am wenigsten noch die Wand mit dem Heizkörper dahinter. Und wenn der Winter wieder so ausfällt wie der letzte, dann könntest du überlegen ob dein Weg der richtige ist und über stratifizierung im Eisfach nachdenken. Oder du könntest dein Fachwissen dazu schreiben und so den Beitrag bereichern. Oder...
... man könnte auch nur mal drüber nachdenken, ob solche Beiträge sein müssen und wem sie was bringen sollen.
TeeJay hat geschrieben:
Und wenn der Winter wieder so ausfällt wie der letzte.. .
haben Hainbuche und Apfel getrieben. Sogar Feuerahornsamen den ich im Frühjahr bekommen, auf gut Glück ausgesäät habe, und die "stratifikation" am Baum scheinbar ausgereicht hat. Und wenn nix austreibt dann war's halt nix und ich probier das ganze hächstets Jahr nochmal.
Gruß Jürgen
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Ursula, diese Erfahrung habe ich auch schon hinter mir. (wobei ich das mit "altem" Samen nicht probiert habe)
Die Keimlinge und ich passten nicht zusammen und somit haben sie sich über den Winter verabschiedet.
Wahrscheinlich müsste man sie in die Erde bringen und dann so etwas über null Grad einwintern.
Viele Grüße
Stephan
Camaju hat geschrieben:
Schön und Gut Olaf wenn man aus Büchern abschreibt, nur was hilft's ?. Was helfen solche Beiträge denjenigen, die so wie ich, ihre Samen jetzt im freien am eintopfen sind, und auf das Frühjahr warten ?
Jürgen der Beitrag war nicht für dich und diejenigen die Samen jetzt im Freien ausäen, ...
...sondern für diejenigen die demnächst Samen mit der Post bekommen und vielleicht erst im Frühjahr säen wollen oder können, dann ist es nämlich schon wichtig ob und wie lange Samen stratifiziert werden müssen.
Diese informationen kann man durchaus einem Fachbuch entnehmen.
Olaf_Gd hat geschrieben:
Diese informationen kann man durchaus einem Fachbuch entnehmen.
Nix für ungut Olaf, ist ja auch nicht persönlich gemeint, und ich denk mal, das du auch weisst, das man nicht alles aus Büchern übernehmen kann/soll.
Nur 2 Beispiele von vielen
TeeJay hat geschrieben:
Acer saccharinum bildet seine Früchte im frühen Sommer und diese keimen direkt und wachsen noch im selben Jahr. Deshalb findet man jetzt an diesen Bäumen keine Samen
Also nicht alle Acer müssen stratifiziert werden.
camaju hat geschrieben:
TeeJay hat geschrieben:
Und wenn der Winter wieder so ausfällt wie der letzte.. .
haben Hainbuche und Apfel getrieben. Sogar Feuerahornsamen den ich im Frühjahr bekommen, auf gut Glück ausgesäät habe, und die "stratifikation" am Baum scheinbar ausgereicht hat. Und wenn nix austreibt dann war's halt nix und ich probier das ganze hächstets Jahr nochmal.
Das Samen so frisch als möglich sein sollen, darüber müssen wir, glaub ich, nicht reden
Gruß Jürgen
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Anja M. hat geschrieben:
Fachbücher von entsprechend qualifizierten und anerkannten Autoren sind meines Erachtens eine der wenigen Quellen, die als Beweise taugen.
Wiki zum Beispiel hat anonyme Autoren und bringt nur etwas wenn entsprechende Quellennachweise angefügt sind.
Stimmt im Prinzip schon Anja. Aber wie TeeJay schon schreibt, gibt es Acer-Sorten mit einem anderen Keimverhalten. Und meine Apfel- und Hainbuchnsamen haben sich auch nicht dran gehalten, warum auch immer.
Gruß Jürgen
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Vielleicht wär das auch eine Idee, ein Sammelthema hier im Anzuchtforum zu erstellen, wo man solche Daten sammelt? Ich behaupte mal, das auch nur wenige Buchautoren wirklich jede Gattung, die sie beschreiben, selbst ausgesät haben. Vieles wird ja dann doch immer wieder abgeschrieben. So schleichen sich natürlich gern Fehler ein.
So ungefähr:
Gattung/Art
Keimung laut Buch/Saatgutverpackung/etc.
eigene Erfahrungen bei den und den Bedingungen
Die Idee ist nicht schlecht....................
und schon habe ich wieder so meine Bedenken.
Es gibt eine "grobe" Richtschnur. Der Rest ist von sehr, sehr vielen Faktoren abhängig. Diese müsstest du dann "wissenschaftlich" aufschlüsseln um daraus eine Art Rezept zu erstellen.
Es gibt die "Bibel" für Baumschüler -Den Krüssmann- = Die Baumschule v. Gerd Krüssmann. Für mich sehr viel aussagekräftiger und konzentrierter als mein geliebtes Net. (ich liebe Bücher )
Viele Grüße
Stephan
Etwas zu erstellen, bei dem die Leute 100% Keimraten haben, ist so oder so nicht möglich. Es geht ja wenn dann darum so gute Angaben zu sammeln wie möglich. Auch um mal Angaben auf Samentüten wie "Aussaat ganzjährig im Haus möglich" etc. entgegen zu wirken.
Man könnte da den Fachwissen Bereich mit einigen Sachen füttern: Allgemeines zur Saatgutbeschaffung, beste Aussaatzeit usw. Vom ganz groben Sachverhalt hin bis zur Aussaat einzelner Arten.
Wie oft lese ich bei Saatgutpackungen, dass das kleine Saatkorn (Lichtkeimer) einen 1cm tief in die Erde gesteckt werden soll? Beim Kunden laden die Samen dann gern noch tiefer und dann wundern die sich, warum nix keimt... nur mal so als Beispiel.
Mal gucken, was andere dazu sagen. Stephan hat schon recht, da sind viele Faktoren im Spiel. Und manchmal, s.o. weiss man gar nicht, warum es funktioniert hat.
Waya hat geschrieben:Auch um mal Angaben auf Samentüten wie "Aussaat ganzjährig im Haus möglich" etc. entgegen zu wirken.
Wie oft lese ich bei Saatgutpackungen, dass das kleine Saatkorn (Lichtkeimer) einen 1cm tief in die Erde gesteckt werden soll? Beim Kunden laden die Samen dann gern noch tiefer und dann wundern die sich, warum nix keimt... nur mal so als Beispiel.
Da ließe sich bestimmt was machen. Kommt halt drauf an, wer bereit ist, sich da einzubringen.
Gruß Jürgen
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