Wurzelbehandlung Wildbirne
Wurzelbehandlung Wildbirne
Hallo zusammen,
Um das Thema, Wurzelentwiklung bei Obstgehölzen nochmal aufzugreifen.
Das Ausgangsmaterial ist eine Wildbirne, welche vor ca. 2 Jahren geborgen wurde.
Gut zu erkennen ist die Schnittfläche wo die Wurzel gekappt wurde. Der Wurzelstumpf ist keineswegs abgestorben, stattdessen bildete sich ein großer Kallusrand im unteren Bereich.
Meine Frage: wäre es sinnvoller den Stumpf pö a pö zu reduzieren oder würde eine Abmoosung
zu besseren Ergebnissen führen?
Bei anderen Birnen war der zuwachs von Wurzeln nicht so berauschend, deshalb meine Sorge.
Mann kann Sie zwar mit wenig Wurzel ausgraben und sie treiben trotzdem aus, aber die Verfeinerung macht mir sorgen. Da ich schon zwei schöne Exemplare ruiniert habe, hoffe ich daß alle guten Dinge drei sind.
MfG Ronny
Um das Thema, Wurzelentwiklung bei Obstgehölzen nochmal aufzugreifen.
Das Ausgangsmaterial ist eine Wildbirne, welche vor ca. 2 Jahren geborgen wurde.
Gut zu erkennen ist die Schnittfläche wo die Wurzel gekappt wurde. Der Wurzelstumpf ist keineswegs abgestorben, stattdessen bildete sich ein großer Kallusrand im unteren Bereich.
Meine Frage: wäre es sinnvoller den Stumpf pö a pö zu reduzieren oder würde eine Abmoosung
zu besseren Ergebnissen führen?
Bei anderen Birnen war der zuwachs von Wurzeln nicht so berauschend, deshalb meine Sorge.
Mann kann Sie zwar mit wenig Wurzel ausgraben und sie treiben trotzdem aus, aber die Verfeinerung macht mir sorgen. Da ich schon zwei schöne Exemplare ruiniert habe, hoffe ich daß alle guten Dinge drei sind.
MfG Ronny
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Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Hallo,
abmoosen eines ganzen Baumes ist immer ein großes Risiko, ich würde die dicke Wurzel nach und nach entfernen. Mit Abmoosen von Birnen gibt es auch noch nicht allzuviel Erfahrungen.
Gruß Norbert
abmoosen eines ganzen Baumes ist immer ein großes Risiko, ich würde die dicke Wurzel nach und nach entfernen. Mit Abmoosen von Birnen gibt es auch noch nicht allzuviel Erfahrungen.
Gruß Norbert
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Hallo,
eine Abmoosung bei Wildbirnen gelingt nur selten, evtl. bei jungen Pfl. .
Bei deinen alten Exemplar mußt du den langen Weg gehen und bei jedem umtopfen den Wurzelstumpf bearbeiten.
Wie man an deinem Bild erkennen kann hast du eine Pfl. die sich per Wurzelausläufer von der Mutterpfl. entwickelt hat. Ich würde gerne mal ein Bild von der Basis sehen.
Gruß Olli
eine Abmoosung bei Wildbirnen gelingt nur selten, evtl. bei jungen Pfl. .
Bei deinen alten Exemplar mußt du den langen Weg gehen und bei jedem umtopfen den Wurzelstumpf bearbeiten.
Wie man an deinem Bild erkennen kann hast du eine Pfl. die sich per Wurzelausläufer von der Mutterpfl. entwickelt hat. Ich würde gerne mal ein Bild von der Basis sehen.
Gruß Olli
Mosel-Riesling !
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Die Wildbirne eignet sich schlecht zum Abmoosen, ähnlich schlecht wie Prunus spinosa oder Prunus mume.
Lieber den Stumpf fräsen, aushhöhlen und mit in die Gestaltung einbeziehen. Wäre schade, wenn der Baum durch Abmoosen eingeht.
LG,
F.
Lieber den Stumpf fräsen, aushhöhlen und mit in die Gestaltung einbeziehen. Wäre schade, wenn der Baum durch Abmoosen eingeht.
LG,
F.
LG,
F.
F.
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Danke euch für die Antworten,
Hatte halt noch so´nen Artikel im Kopf, in dem eine Blutpflaume oder so, komplett abgemoost wurde.
Anbei noch ein Bild, wo man den Kallus besser sieht. Habe zum Stamm hin ein wenig Substrat angehäufelt, da ich letztes Jahr mal vorsichtig nach Feinwurzeln gesucht habe. Es waren auch welche zu sehen. Was ich noch vom bergen in Erinnerung habe ist, daß es nur die eine Schnittstelle gibt. Der Stumpf hört nach ca. 20 cm einfach auf und die Stämme kommen ziehmlich rechtwinklich nach oben. Ob da noch brauchbare Seitenwurzeln waren ( keine Ahnung), werde ich im Frühjahr sehen. Mich wundert nur, daß Unten ein verhältnismäßig großer Wundverschluß entsteht, aber Oben nur ein Neuzuwachs von einigen Zentimetern.
PS: Es bleibt wahrscheinlich nur der Hauptstamm erhalten, da der Kleinere den Stamm kreuzt und der Dritte sowieso weg soll.
MfG Ronny
Hatte halt noch so´nen Artikel im Kopf, in dem eine Blutpflaume oder so, komplett abgemoost wurde.
Anbei noch ein Bild, wo man den Kallus besser sieht. Habe zum Stamm hin ein wenig Substrat angehäufelt, da ich letztes Jahr mal vorsichtig nach Feinwurzeln gesucht habe. Es waren auch welche zu sehen. Was ich noch vom bergen in Erinnerung habe ist, daß es nur die eine Schnittstelle gibt. Der Stumpf hört nach ca. 20 cm einfach auf und die Stämme kommen ziehmlich rechtwinklich nach oben. Ob da noch brauchbare Seitenwurzeln waren ( keine Ahnung), werde ich im Frühjahr sehen. Mich wundert nur, daß Unten ein verhältnismäßig großer Wundverschluß entsteht, aber Oben nur ein Neuzuwachs von einigen Zentimetern.
PS: Es bleibt wahrscheinlich nur der Hauptstamm erhalten, da der Kleinere den Stamm kreuzt und der Dritte sowieso weg soll.
MfG Ronny
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- Thorsten1504
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Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Hallo,
vielleicht könntest Du den Stunpf in Stammnähe unter der Erde anritzen, damit dort neue Feinwurzeln wachsen.
Allerdings weiß ich nicht wie gut das bei einer Wildbirne funktioniert.
Gruß
Thorsten
vielleicht könntest Du den Stunpf in Stammnähe unter der Erde anritzen, damit dort neue Feinwurzeln wachsen.
Allerdings weiß ich nicht wie gut das bei einer Wildbirne funktioniert.
Gruß
Thorsten
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Da fällt mir die eine Totholzarbeit von Herrn Jeker in seinem Buch ein. Seite 186. Das ist dort natürlich ein Nadelbaum und der Stumpf ist auch kleiner, allerdings könnte ich mir diesen großen Stumpen gut in Hinblick auf eine Märchengestaltung vorstellen.
Dazu müsste man ihn größtenteils freilegen und aushöhlen. Das kann z. B. wie ein Hobbithaus wirken oder ähnliches. Wegnehmen würde ich ihn persönlich nicht. Aber es hat ja jeder einen anderen Geschmack
Grüße
P.s. Wo bekommt man solche Wildbirnen her? :O
Dazu müsste man ihn größtenteils freilegen und aushöhlen. Das kann z. B. wie ein Hobbithaus wirken oder ähnliches. Wegnehmen würde ich ihn persönlich nicht. Aber es hat ja jeder einen anderen Geschmack
Grüße
P.s. Wo bekommt man solche Wildbirnen her? :O
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Hallo Ronny,
das Holz von Obstbäumen ist gewöhnlich nicht sehr haltbar, wenn es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, daher ist es eher weniger für Totholzgestaltungen geeignet.
Die dicke Wurzel nach und nach abtragen wäre auch mein Vorgehen.
Den kleinen Stamm würde ich unbedingt beibehalten, der sieht sehr schön und stimmig aus. Auf den Bildern kreuzt er keineswegs den Hauptstamm. Der dicke Stammstumpf allerdings ist für mein Empfinden überflüssig, außerdem etwa genauso dick wie der Hauptstamm.
Insgesamt eine sehr schöne Wildbirne, auch mit toller Borke.
LG, Heike
das Holz von Obstbäumen ist gewöhnlich nicht sehr haltbar, wenn es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, daher ist es eher weniger für Totholzgestaltungen geeignet.
Die dicke Wurzel nach und nach abtragen wäre auch mein Vorgehen.
Den kleinen Stamm würde ich unbedingt beibehalten, der sieht sehr schön und stimmig aus. Auf den Bildern kreuzt er keineswegs den Hauptstamm. Der dicke Stammstumpf allerdings ist für mein Empfinden überflüssig, außerdem etwa genauso dick wie der Hauptstamm.
Insgesamt eine sehr schöne Wildbirne, auch mit toller Borke.
LG, Heike
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Kanna, bei uns wachsen sehr viele Birnen. Habe eigendlich kein "Suchgebiet" in den es keine Wildbirnen gibt. In der laublosen Zeit muß man nur ein bischen genauer hinschauen, da Weißdorne sehr ähnlich aussehen.
Mir würde eine Gestaltung angelehnd an Heinz Leitner´s Schlehe gut gefallen.
kein Totholz, Kein Etagen geforme, einfach natürlich.
Heike, wenn du, als eifrige Nebariverbesserin von einer abmoosung abraten würdest, werde ich das wohl auch nicht machen. Nochmal ein Bild, in dem ich mein Problem mit dem Kleinen eingezeichnet habe.
Ferry, wenn mir die meisten davon abraten, dann lassen wir das abmoosungs Projekt. Hätte ja jemand Antworten können, bei dem es supergut geklappt hat.
Die Schlehe vom Heinz sieht mir ja sehr nach Yamadori aus, hat aber ein super Nebari.
MfG Ronny
Mir würde eine Gestaltung angelehnd an Heinz Leitner´s Schlehe gut gefallen.
kein Totholz, Kein Etagen geforme, einfach natürlich.
Heike, wenn du, als eifrige Nebariverbesserin von einer abmoosung abraten würdest, werde ich das wohl auch nicht machen. Nochmal ein Bild, in dem ich mein Problem mit dem Kleinen eingezeichnet habe.
Ferry, wenn mir die meisten davon abraten, dann lassen wir das abmoosungs Projekt. Hätte ja jemand Antworten können, bei dem es supergut geklappt hat.
Die Schlehe vom Heinz sieht mir ja sehr nach Yamadori aus, hat aber ein super Nebari.
MfG Ronny
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Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Wenn Du mal was schönes zum abgeben hast bitte meldenKanna, bei uns wachsen sehr viele Birnen. Habe eigendlich kein "Suchgebiet" in den es keine Wildbirnen gibt.
Grüße
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Ach so, jetzt kapiere ich, was Du gemeint hast, Ronny. Das ist natürlich ein etwas kurioser Verlauf des kleinen Stamms.
Ehe Du ihn abschneidest zeig das doch bitte im Frühling nochmal ohne die angehäufte Erde. Würde mich interessieren, das zu sehen. Vielleicht gäbe es ja eine Möglichkeit, den kleinen Stamm doch geschickt zu nutzen.
Wie sieht denn eigentlich der gesamte Baum von der jetzigen Rückseite aus? Könnte die eine Alternative als Ansichtsseite?
LG, Heike
Ehe Du ihn abschneidest zeig das doch bitte im Frühling nochmal ohne die angehäufte Erde. Würde mich interessieren, das zu sehen. Vielleicht gäbe es ja eine Möglichkeit, den kleinen Stamm doch geschickt zu nutzen.
Wie sieht denn eigentlich der gesamte Baum von der jetzigen Rückseite aus? Könnte die eine Alternative als Ansichtsseite?
LG, Heike
- Frank Abbing
- Beiträge: 2704
- Registriert: 30.12.2012, 14:31
- Wohnort: Münsterland
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Ich frage mich, warum der Wurzelstumpf Kallus ausbildet?
Wildbirnen sind toll und deswegen versuche ich im Frühjahr, 4-5 Äste von alten Wildbirnen in einer Wallhecke abzumoosen. Mal schauen, ob's geht.
Wildbirnen sind toll und deswegen versuche ich im Frühjahr, 4-5 Äste von alten Wildbirnen in einer Wallhecke abzumoosen. Mal schauen, ob's geht.
Liebe Grüße
Frank
Frank
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Kallusbildung an Wurzelstümpfen habe ich schon öfter bei verschiedenen Baumarten beobachtet. In manchen Fällen sind auf der Unterseite Wurzelfasern gewesen, die den Wurzelstumpf am Leben erhalten haben. In anderen Fällen war gar nichts weiter dran, man hätte erwartet, dass der Stumpf abstirbt und trotzdem lebte er aus irgendeinem Grund und es bildete sich ein Kallus.
LG, Heike
LG, Heike
- Frank Abbing
- Beiträge: 2704
- Registriert: 30.12.2012, 14:31
- Wohnort: Münsterland
Re: Wurzelbehandlung Wildbirne
Sooo, I´m back, sorry.
Heike hat ja nach der Rückseite als Ansichstseite gefragt.
Das größe Problem dabei sehe ich im fehlen eines Rückseitenastes. Wenn ich denn den ersten Ast nach vorn hole und einen neuen Spitzenast( damit der Baum sich wieder nach vorn bewegt),
Wirkt der hintere Bereich wie abgehackt. Was man natürlich mit Astneuaufbau( Triebe durch den Stamm ziehen, hat beim Ahorn super funktioniert) in mühevoller Arbeit weg bekommt.
Aber irgendwie spricht mich vom Stamm her die Rückseite nicht an. Warum weiss ich nicht.
Er sieht irgendwie noch dünner und schlichter aus.
Schau´n wir mal im Frühling
Tschau Ronny
Heike hat ja nach der Rückseite als Ansichstseite gefragt.
Das größe Problem dabei sehe ich im fehlen eines Rückseitenastes. Wenn ich denn den ersten Ast nach vorn hole und einen neuen Spitzenast( damit der Baum sich wieder nach vorn bewegt),
Wirkt der hintere Bereich wie abgehackt. Was man natürlich mit Astneuaufbau( Triebe durch den Stamm ziehen, hat beim Ahorn super funktioniert) in mühevoller Arbeit weg bekommt.
Aber irgendwie spricht mich vom Stamm her die Rückseite nicht an. Warum weiss ich nicht.
Er sieht irgendwie noch dünner und schlichter aus.
Schau´n wir mal im Frühling
Tschau Ronny
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