Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Ria
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Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Ria »

Hallo Bonsai-Fans,
Hornspäne sind als Organisches Produkt für die reine Stickstoffversorgung an sich unproblematisch. Wie ist die Wirkung eigentlich in modernem Substrat?
Zersetzende Bodenbakterien(bei Blähton und Torf), die für die Umwandlung bei Hornspänen notwendig sein sollen, sind die überhaupt ausreichend vorhanden?
Und ansonsten habe ich eine Abneigung von zuviel des Guten, soll heißen hätte gerne ein vernünftiges Mischungsverhältnis gewußt, bezogen auf 1 Liter(max. 5Liter) modernes Substrat?
(mische im Putzeimer)
Würde das gerne bei Um(neu)topfung jetzt anwenden und würde mich für Erhalt eines Erfahrungswertes freuen.

Gruss Ria
Kanna
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Kanna »

Hi

Was spricht dagegen, es anschließend auf das Substrat zu streuen? Dort kannst Du auch sehen wann der Dünger aufgebraucht ist und kannst ggf. nachstreuen. Beim modernen Substrat kann es passieren das durch das starke wässern mehr raus gewaschen wird als die Pflanze überhaupt aufnehmen kann. Evtl. sind 50% oder mehr hier für die Katz :O!?
Ob es hier eine richtige Anreicherung geben kann wie in einem normalen Boden bzw. einem Substrat mit hohen organischen Anteil würde ich selber mal gerne wissen.

Beim Mischungsverhältnis kann ich Dir leider keine Tipps geben. Ich selber streue es immer oben drauf und auch nur nach Gefühl.

Grüße
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raga
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von raga »

Hallo Ria,

untergemischt Hornspäne zersetzen sich auch in modernem Substrat. Mischen tue ich nach Gefühl grob überschlagen auf 2l eine Hand voll.
Sie oben drauf zu streuen halte ich für wenig sinnvoll. Zum einen trocknet modernes Substrat an der Oberfläche recht schnell ab und es fehlt die zur Zersetzung notwendige Feuchtigkeit. Zum andern sieht auch nicht sehr appetitlich aus.

Gruß Ralf
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Ria
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Ria »

Hallo,
erst mal lieben Dank! Die Hornspäne möchte ich auch nur immer beim Um/Neu topfen einsetzen.

@ Ralf
da bin ich froh, dass Du, im Zusammenhang mit modernem Substrat, was sagen konntest. Darf ich noch was hinterher fragen.
Hornspäne haben ja eher eine Langzeitwirkung bzw. die Wirkung setzt ja verzögert ein und betrifft nur Stickstoff.
Darf ich davon ausgehen, dass man mit normalem NPK Flüssigdünger(ohne extrem hohen Stickstoffanteil) ganz normal parallel zusätzlich düngen kann?

Und bei nicht umtopfen, also Frühjahr 16, bis Juni am besten Tomatendünger einsetzt(ich glaube der hat einen hohen Stickstoff Anteil)?
Nach jeweiligem Winter scheint mir das eine gute Idee zu sein, außer ich hätte eine Blühpflanze, da soll man erst nach dem Blühen düngen oder?

Gruss Ria
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camaju +
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von camaju + »

Evtl. solltest du mal üner Hornmehl nachdenken. Das hat zwar nicht die Langzeitwirkung von Späne, aber N wird ja über die normale Düngung zugesetzt.
Gruß Jürgen *wink*

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Frank Abbing
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Frank Abbing »

Ich gebe auch ca. eine handvoll Hornspäne in 2 Liter Substrat. Zusätzlich dünge ich ganz normal flüssig mit Wuxal und ein oder zweimal im Jahr mit Rinderdungpellets obenauf.
Hornmehl würde ich eber meiden, weil zu fein. Verstopft vielleicht das Substrat.
Liebe Grüße
Frank *up*
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raga
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von raga »

Hallo Ria,

ich mache da keinen Unterschied. Solange man nicht versucht die Stickstoffmenge für maximales Wachstum bis aufs letzte auszureizen sollte es keinen negativen Einfluss haben wenn man Bäume mit und ohne Hornspähne im Substrat mit der gleichen Düngermenge versieht.
Zu beachten ist allerdings, dass ein zu viel an Hornspänen die Durchlässigkeit des Substrats negativ beeinflussen kann.

Gruß Ralf
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camaju +
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von camaju + »

Bonsai-Abbing hat geschrieben:. Verstopft vielleicht das Substrat.
Könnte ich jetzt nicht sagen, es zersetzt sich ja. Alternativ zu Mehl und Späne kann aber auch Aminosol eingesetzt werden
Gruß Jürgen *wink*

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Ria
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Ria »

Hallo,
besten Dank an Alle!
Hatte eh schon Hornspäne, die Tage bei Lidl geholt, welche mir schon klein genug erschienen. Der Wasserdurchfluss ist mir schon wichtig, sonst hätte ich ja kein modernes Substrat nehmen brauchen. Da mein Substrat relativ grob ist 4-8 würde Mehl sich unten verdichten (oder auch nicht), so mit den Spänen, in der hier erwähnten Menge, bleibe ich dann einfach im grünen Bereich ohne jegliches Risiko und dann ist das jetzt für mich OK.

Gruss Ria
Kanna
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Kanna »

Sie oben drauf zu streuen halte ich für wenig sinnvoll. Zum einen trocknet modernes Substrat an der Oberfläche recht schnell ab und es fehlt die zur Zersetzung notwendige Feuchtigkeit. Zum andern sieht auch nicht sehr appetitlich aus.
Wenn ich sie nicht oben drauf streue weiß ich aber auch nicht ob ich ggf. was nachreichen muss. Da eine Gabe bei mir oberirdisch während einer Wachstumsperiode locker davon geht, ist es im Substrat wahrscheinlich schon viel eher weg. Dann hat evtl. die eine Gabe die ich untermische nur einen Startdünger-Effekt. Würde mich auch nicht wundern, dass durch die höhere Feuchtigkeit im Substrat die Späne bis zum Sommer evtl. schon verbraucht bzw. ausgewaschen ist.

Wie Walter immer so schön schrieb, soll man bei modernem Substrat kräftig wässern. Die Feuchtigkeit ist also durchaus da. Abgesehen davon ist es ja nicht so, das es ab dem Frühjahr bis zum Herbst nicht mehr regnet.

Das sieht natürlich nicht gerade hübsch aus. Aber wofür verwende ich denn Hornspäne? Doch wohl für Pflanzen die in der Entwicklung stehen und wie ich finde nicht unbedingt in einer kleinen Bonsaischale stehen sollten. So gesehen ist der Anblick der Hornspäne gar nicht so schlimm. Ist aber natürlich Geschmackssache. Da ich selber fast keine Bonsai habe und mehr oder weniger nur Rohware stört mich das persönlich nicht. Ein gesundes Wachstum ist mir dann doch wichtiger.

Grüße
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von camaju + »

Um das alles zu umgehen, nutze ich schon einiger Zeit Aminosol, damit kann ich gezielt gießen und taugt auch optimal zum besprühen ;-)
Gruß Jürgen *wink*

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Kanna
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Kanna »

Um das alles zu umgehen, nutze ich schon einiger Zeit Aminosol, damit kann ich gezielt gießen und taugt auch optimal zum besprühen
Na wenn das zu empfehlen ist, dann teste ich das auch mal :)

Grüße
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camaju +
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von camaju + »

Aber aufpassen, das ist rein Organisch. Nur das ansetzen, was du an einem Tag verbrauchst. Am nächsten Tag riecht es nicht mehr so gut ;-)
Gruß Jürgen *wink*

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Erwin
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von Erwin »

um es mal deutlich auf meinen Standpunkt zu bringen:

Hornspäne sind reiner Stickstoffdünger. Diese müssen durch Bodenbakterien abgebaut werden. Das geht recht langsam und bringt vor allem bei niedrigen Temperaturen im Frühjahr wenig bis gar nichts.
Oben auf das Substrat draufstreuen ist absoluter Unsinn. Die Bodenbakterien heißen so, weil sie IM Boden aktiv sind und nicht AUF dem Boden.
Wenn ich im Frühjahr mineralisch dünge, dann ist Stickstoff in eben diesem Dünger sowieso drin.
Wenn ich später organisch dünge, ist Stickstoff in diesem Dünger auch drin.

Was also soll ich mit geraspelten Kuhfüßen??????????????????? Den Umsatz bei Lidl & Co steigern?

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Hornspäne. Wenn ich im Garten eine Rose pflanze und gebe 1-2 Handvoll davon in´s Pflanzloch, dann ist das ein hervorragender Langzeitdünger.

Erwin
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Re: Hornspäne Mischungsverhältnis bei mod. Substrat

Beitrag von maexart »

Also ich mache beides, sowohl beim umtopfen mit unterrühren
als auch im Juni nochmal oben auflegen und dann leicht einarbeiten.
allerdings habe ich fast nur pflanzen in tpks die jetzt erst in schalen
umziehen, dafür habe ich mir noch keine Lösung überlegt.

MfG
Maex
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