Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
- Hans Peter
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Danke Holger,
sehr informativ Deine Vorgehensweise. Das werde ich in diesem Jahr bei meinen Ahornen ausprobieren.
Gruß
Hans Peter
sehr informativ Deine Vorgehensweise. Das werde ich in diesem Jahr bei meinen Ahornen ausprobieren.
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Hans Peter
- bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo,
Nur nochmal zur Erinnerung, der V-Schnitt wurde an dem mehrjährigen Steckling ausgeführt.
Obwohl J.Y. Naka zu meinen verehrten Lehrern gehört, würde ich den Schnitt, so wie er ihn beschrieben hat, wohl nicht mehr durchführen.
Warum nicht?
Ich habe heute den Steckling von seiner Halskrause (Plastkmanschette, Alu-Gewebeband und Alu-Drahtverdrillungen, 4 Stück) befreit. Es zeigt sich, dass an der Kerbe unten reichlich Neutriebe gekommen sind, auch einseitig oben am V. Die gegenüberliegende Seite ist ohne Triebe geblieben, das Kambium ist hier aber noch aktiv. Zentral resultiert also ein Vertiefung, in der das Wasser stehen bleibt. Und, was mir gar nicht gefällt: Unterhalb der Manschette, direkt unterhalb der letzten Aluverdrillung, hat sich der Stamm verdickt, ringsum, wie bei einem Michelin-Männchen.
Insgesamt befriedigt dieses Ergebnis wiederum nicht. Ich werde im Frühjahr eine neue breitere Manschette anbringen und hoffe, dass sich der Wulst "ausbügeln" lässt.
Beste Grüsse,
Heiner
Dazu konnte ich vor 1/2 Jahr noch keine Stellung behmen, jetzt schon...heinz leitner hat geschrieben:...
Würdest du aus heutiger Sicht nochmals einen V Schnitt machen,wie du am Anfang des Treads gezeigt hast?
Gruß Heinz
Nur nochmal zur Erinnerung, der V-Schnitt wurde an dem mehrjährigen Steckling ausgeführt.
Obwohl J.Y. Naka zu meinen verehrten Lehrern gehört, würde ich den Schnitt, so wie er ihn beschrieben hat, wohl nicht mehr durchführen.
Warum nicht?
Ich habe heute den Steckling von seiner Halskrause (Plastkmanschette, Alu-Gewebeband und Alu-Drahtverdrillungen, 4 Stück) befreit. Es zeigt sich, dass an der Kerbe unten reichlich Neutriebe gekommen sind, auch einseitig oben am V. Die gegenüberliegende Seite ist ohne Triebe geblieben, das Kambium ist hier aber noch aktiv. Zentral resultiert also ein Vertiefung, in der das Wasser stehen bleibt. Und, was mir gar nicht gefällt: Unterhalb der Manschette, direkt unterhalb der letzten Aluverdrillung, hat sich der Stamm verdickt, ringsum, wie bei einem Michelin-Männchen.
Insgesamt befriedigt dieses Ergebnis wiederum nicht. Ich werde im Frühjahr eine neue breitere Manschette anbringen und hoffe, dass sich der Wulst "ausbügeln" lässt.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Lieber Heiner,
bei drastischen Maßnahmen kann es keine Erfolgsgarantie geben
Ich bin mir sicher das John Naka das heute so in etwa zum Ausdruck bringen würde.
Dir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten "Rutsch" ins Jahr 2015.
Viele Grüße
Holger
bei drastischen Maßnahmen kann es keine Erfolgsgarantie geben
Ich bin mir sicher das John Naka das heute so in etwa zum Ausdruck bringen würde.
Dir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten "Rutsch" ins Jahr 2015.
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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- bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Lieber Holger,
auch Rückschläge gehören dokumentiert.
Pflanzen, mit denen man "Grosses" vorhatte, verhalten sich wohl oft bei allzu drastischen Maßnahmen wie die berühmten Rohrkrepierer
. Es zeigt sich wohl, dass der moderatere Weg bei der Gestaltung in der Regel der bessere Weg ist.
Andererseits: Wer nichts ausprobiert, wird auch nicht schlauer.
Einen Fotobeleg vom Zelkovensteckling mit dem Stammwulst á la Michelinmännchen bin ich noch schuldig.
Im Unterschied dazu zeige ich mal, wie eine Krone nach Jahren der Radikalkappung bei einem a. ginnala und anschliessender Erziehung zur Besenform aussehen kann und zwar aus 2 Blickwinkeln. Verdickungen bei den Astursprüngen müssen hier hingenommen werden, aber unschöne Eskapaden in Stammmitte bleiben einem erspart.
Auch Dir, Holger, schöne Festtage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel und allen anderen selbstverständlich auch.
Gruss,
Heiner
auch Rückschläge gehören dokumentiert.
Pflanzen, mit denen man "Grosses" vorhatte, verhalten sich wohl oft bei allzu drastischen Maßnahmen wie die berühmten Rohrkrepierer
Andererseits: Wer nichts ausprobiert, wird auch nicht schlauer.
Einen Fotobeleg vom Zelkovensteckling mit dem Stammwulst á la Michelinmännchen bin ich noch schuldig.
Im Unterschied dazu zeige ich mal, wie eine Krone nach Jahren der Radikalkappung bei einem a. ginnala und anschliessender Erziehung zur Besenform aussehen kann und zwar aus 2 Blickwinkeln. Verdickungen bei den Astursprüngen müssen hier hingenommen werden, aber unschöne Eskapaden in Stammmitte bleiben einem erspart.
Auch Dir, Holger, schöne Festtage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel und allen anderen selbstverständlich auch.
Gruss,
Heiner
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- bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo,
mit dieser Schalenwahl habe ich zwar kein Neuland betreten, aber dieses intensive Blau ist bei der Graurindenulme nicht häufig zu sehen.
Jürg Stäheli hat sein ganzes Können mobilisiert und herausgekommen ist ein ganz elegantes Teil, vielen Dank Jürg!
Die Ansichtsseite wurde um beinahe 180° geändert. Diesen Schritt hatte ich schon länger vor, aber die attraktive altersrissige Borke der früheren Vorderseite hat mich bisher davon abgehalten. Da sich jetzt auch auf der neuen Vorderseite dieses attraktive Altersmerkmal zu zeigen beginnt, war der Frontwechsel wegen des deutlich besseren Nebari beschlossene Sache.
Er nähert sich so langsam der Ausstellungsreife.
Beste Grüsse Heiner
mit dieser Schalenwahl habe ich zwar kein Neuland betreten, aber dieses intensive Blau ist bei der Graurindenulme nicht häufig zu sehen.
Jürg Stäheli hat sein ganzes Können mobilisiert und herausgekommen ist ein ganz elegantes Teil, vielen Dank Jürg!
Die Ansichtsseite wurde um beinahe 180° geändert. Diesen Schritt hatte ich schon länger vor, aber die attraktive altersrissige Borke der früheren Vorderseite hat mich bisher davon abgehalten. Da sich jetzt auch auf der neuen Vorderseite dieses attraktive Altersmerkmal zu zeigen beginnt, war der Frontwechsel wegen des deutlich besseren Nebari beschlossene Sache.
Er nähert sich so langsam der Ausstellungsreife.
Beste Grüsse Heiner
Zuletzt geändert von bonsaiheiner am 27.02.2015, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Klasse Heiner!
Deine Zelkowe sieht traumhaft schön aus, die geänderte Vorderseite und die herrliche Schale haben sie wieder einen großen Schritt voran gebracht.
Ich bin begeistert!
Liebe Grüße,
Heike
Deine Zelkowe sieht traumhaft schön aus, die geänderte Vorderseite und die herrliche Schale haben sie wieder einen großen Schritt voran gebracht.
Ich bin begeistert!
Liebe Grüße,
Heike
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Heiner,
wenn ich deine wunderbaren Bäume sehe, verstehe ich immer gar nicht, dass du nur als Gast auf den großen Ausstellungen bist.
Das ist echt ein schöner Anblick und mit Jürgs herrlich gefertigtem blauen Schuh ein echter Knaller.
Stell ich mir im Herbst grandios vor.
wenn ich deine wunderbaren Bäume sehe, verstehe ich immer gar nicht, dass du nur als Gast auf den großen Ausstellungen bist.
Das ist echt ein schöner Anblick und mit Jürgs herrlich gefertigtem blauen Schuh ein echter Knaller.
Stell ich mir im Herbst grandios vor.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo Heiner,
wirklich eine schöne Zelkove, mehr kann und brauche ich nicht sagen.
liebe Grüße Hendrik
wirklich eine schöne Zelkove, mehr kann und brauche ich nicht sagen.
liebe Grüße Hendrik
- Bonsai-Fips
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo Heiner
Gewagt und gewonnen
!
Ganz tolle Schale perfekt zu Deiner herrlichen Zelkowe - mir gehen die Superlativen aus..
Viele Grüsse, Fips
Gewagt und gewonnen
Ganz tolle Schale perfekt zu Deiner herrlichen Zelkowe - mir gehen die Superlativen aus..
Viele Grüsse, Fips
-
PeterBonsai
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Also ich habe da ein bißchen eine andere Meinung.
Der Baum ist excellent. Die Schale sicherlich sehr gut.
Nur - wie Peter Krebs sagt - sie hat noch den Geschmack des Feuers - also sie ist zu jung.
Ein solcher Baum hat eine alte Schale mit Patina verdient. (Wobei ich schon weiß, daß das nicht so einfach ist)
Nix für ungut
Peter
Der Baum ist excellent. Die Schale sicherlich sehr gut.
Nur - wie Peter Krebs sagt - sie hat noch den Geschmack des Feuers - also sie ist zu jung.
Ein solcher Baum hat eine alte Schale mit Patina verdient. (Wobei ich schon weiß, daß das nicht so einfach ist)
Nix für ungut
Peter
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Patina auf der Schale wäre natürlich nochmal der i-Punkt. 
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Und die reift bestimmt wunderbar mit der Borke der neuen Vorderseite.
Traumbaum!
mfg
maex
Traumbaum!
mfg
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Perfection would end evolution.
Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Solche Schalenfarben sind immer Geschmacksache und darüber soll man nicht streiten
aber der Baum ...haut einen einfach um
.
saludos
avicenna
saludos
avicenna
- Jürg Stäheli
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo Heiner
Das war ein guter Entscheid den Baum zu drehen, so kommt die asymmetrisch aufgerissene Borke sehr schön zur Geltung. Sie ist neben der sensationellen Verzweigung der Höhepunkt des Baumes. Ich freue mich auf ein Sommerbild und ganz besonders auf ein Herbstbild.
Liebe Grüsse
Jürg
Das war ein guter Entscheid den Baum zu drehen, so kommt die asymmetrisch aufgerissene Borke sehr schön zur Geltung. Sie ist neben der sensationellen Verzweigung der Höhepunkt des Baumes. Ich freue mich auf ein Sommerbild und ganz besonders auf ein Herbstbild.
Liebe Grüsse
Jürg
- bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt
Hallo,
nochmals vielen Dank für die zustimmenden Kommentare, aber auch für die Kritik, die ich gerne annehme, wenn sie aus so berufenem, erfahrenem Munde geäussert wird.
Peter Schwarzer sagt ja selber, dass es mit den antiken Patinaschalen nicht einfach ist.
Es ist nicht nur nicht einfach, es ist ausgesprochen schwierig!
Was habe ich mir die Absätze rundgelaufen, um die Schalenversorgung meiner wenigen, der Ausstellungsreife sich annähernden Bäume zu optimieren!
3 Jahre lang schon am Freitag zur Noelanders Trophy angereist und damit zusätzlche Hotelkosten hingenommen, schon am Nachmittag vor Ausstellungseröffnung um die Händlertische geschlichen, so auch in Germering und in Saulieu rumgeschnüffelt.
Das eine oder andere Teil ist dabei rausgesprungen, aber für die Zelkowe war es schwierig.
Ein Mal wurde ich online bei einem spanischen Händler fündig, aber da schnappte mir ein lieber Freund hier aus dem Forum die Schale vor der Nase weg. Ich gönne sie ihm wirklich herzlich, das nehme ich sportlich, aber mit dem spanischen Händler gab es einen kleinen Disput, weil er vergessen hatte, die bereits vergebene Schale aus seinem Sortiment zu streichen. Was nützt es mir jetzt, dass er mir bei seinem Mißgeschick einen 30%igen Preisnachlass bei einer anderen Schale einräumen will!?
Also weiter Augen aufmachen und nolens volens auch nach Neuware umgesehen!
Der Töpfer meines Vertrauens nimmt keine Aufträge mehr an, weil er sich bei voranschreitendem Alter nicht mehr mit der meist ebenso ignoranten wie quengelnden Kundschaft rumärgern will. Kann ich sehr gut verstehen! Stattdessen blüht sein wahres Können jetzt in einem Schaffensrausch so richtig auf und die Schalen werden ihm nach gerade eben geöffneter Ofentür noch fast warm aus den Händen gerissen! Seine momentanen Ideen passen aber nicht zu meiner Zelkowe.
Ein in Frage kommender tschechischer Töpfer ist offenbar mir Arbeit total zugedeckt und dadurch überlastet, kann er doch kaum die ihm mitgeteilten Maße halbwegs einhalten.
Ein österreichischer Töpferspezialist hat mir schon 2012 angedeutet, dass er Auftragsarbeiten nur noch ungern annimmt. Muss man akzeptieren.
Es sind meistens feinfühlige Leute, künstlerisch denkend, also sensibel, hoch spezialisiert. Da sind Auftragsarbeiten von vorneherein schwierig, weil in der Regel die eigenen künstlerischen Vorstellungen nicht mit einfließen können.
Dazu herrscht bei Neuware und handgemachten Künstlerschalen ein geradezu lächerlich niedriger Preiskampf! Die Arbeitszeit, die Entstehungskosten, der ganze Aufwand und nicht zuletzt die in dem Ergebnis sich widerspiegelnde künstlerische Idee findet bei der momentan herrschenden Preisfindung keine würdigende Wertung. Es ist also auch mit Neuschalen nicht ganz einfach, wenn man ganz genaue Vorstellungen hat und die bei einem fähigen Töpfer mit entsprechendem Gefühl in den Fingerspitzen und mit dem entsprechenden Herz für die Sache realisiert haben möchte. So gesehen, habe ich jetzt mit der blauen Schale grosses Glück gehabt!
Ich habe mal gelesen, dass man neue Schalen antikisieren kann, indem man sie mit Pferdemist (??) zudeckt!
Da möchte ich dann doch lieber drauf verzichten, und wie bei meinen Bäumen auch, die Zeit es richten lassen.
Beste Grüsse,
Heiner
nochmals vielen Dank für die zustimmenden Kommentare, aber auch für die Kritik, die ich gerne annehme, wenn sie aus so berufenem, erfahrenem Munde geäussert wird.
Peter Schwarzer sagt ja selber, dass es mit den antiken Patinaschalen nicht einfach ist.
Es ist nicht nur nicht einfach, es ist ausgesprochen schwierig!
Was habe ich mir die Absätze rundgelaufen, um die Schalenversorgung meiner wenigen, der Ausstellungsreife sich annähernden Bäume zu optimieren!
3 Jahre lang schon am Freitag zur Noelanders Trophy angereist und damit zusätzlche Hotelkosten hingenommen, schon am Nachmittag vor Ausstellungseröffnung um die Händlertische geschlichen, so auch in Germering und in Saulieu rumgeschnüffelt.
Das eine oder andere Teil ist dabei rausgesprungen, aber für die Zelkowe war es schwierig.
Ein Mal wurde ich online bei einem spanischen Händler fündig, aber da schnappte mir ein lieber Freund hier aus dem Forum die Schale vor der Nase weg. Ich gönne sie ihm wirklich herzlich, das nehme ich sportlich, aber mit dem spanischen Händler gab es einen kleinen Disput, weil er vergessen hatte, die bereits vergebene Schale aus seinem Sortiment zu streichen. Was nützt es mir jetzt, dass er mir bei seinem Mißgeschick einen 30%igen Preisnachlass bei einer anderen Schale einräumen will!?
Also weiter Augen aufmachen und nolens volens auch nach Neuware umgesehen!
Der Töpfer meines Vertrauens nimmt keine Aufträge mehr an, weil er sich bei voranschreitendem Alter nicht mehr mit der meist ebenso ignoranten wie quengelnden Kundschaft rumärgern will. Kann ich sehr gut verstehen! Stattdessen blüht sein wahres Können jetzt in einem Schaffensrausch so richtig auf und die Schalen werden ihm nach gerade eben geöffneter Ofentür noch fast warm aus den Händen gerissen! Seine momentanen Ideen passen aber nicht zu meiner Zelkowe.
Ein in Frage kommender tschechischer Töpfer ist offenbar mir Arbeit total zugedeckt und dadurch überlastet, kann er doch kaum die ihm mitgeteilten Maße halbwegs einhalten.
Ein österreichischer Töpferspezialist hat mir schon 2012 angedeutet, dass er Auftragsarbeiten nur noch ungern annimmt. Muss man akzeptieren.
Es sind meistens feinfühlige Leute, künstlerisch denkend, also sensibel, hoch spezialisiert. Da sind Auftragsarbeiten von vorneherein schwierig, weil in der Regel die eigenen künstlerischen Vorstellungen nicht mit einfließen können.
Dazu herrscht bei Neuware und handgemachten Künstlerschalen ein geradezu lächerlich niedriger Preiskampf! Die Arbeitszeit, die Entstehungskosten, der ganze Aufwand und nicht zuletzt die in dem Ergebnis sich widerspiegelnde künstlerische Idee findet bei der momentan herrschenden Preisfindung keine würdigende Wertung. Es ist also auch mit Neuschalen nicht ganz einfach, wenn man ganz genaue Vorstellungen hat und die bei einem fähigen Töpfer mit entsprechendem Gefühl in den Fingerspitzen und mit dem entsprechenden Herz für die Sache realisiert haben möchte. So gesehen, habe ich jetzt mit der blauen Schale grosses Glück gehabt!
Ich habe mal gelesen, dass man neue Schalen antikisieren kann, indem man sie mit Pferdemist (??) zudeckt!
Da möchte ich dann doch lieber drauf verzichten, und wie bei meinen Bäumen auch, die Zeit es richten lassen.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
