ich habe diesen Bonsai geschenkt bekommen und es mir zur Mission gemacht ihn zu retten.
Offensichtlich kommt er aus dem Baumarkt. Als erstes habe ich die völlig mit kleinen, weißen Maden (ca. 1-3mm) verseuchte, lehmige Erde gegen eine Erdmischung ausgetauscht (1 Teil normale Bio Pflanzenerde : 1 Teil Akadama : 1 Teil Seramis) und den Wurzelballen so gut es ging von den Schädlingen gereinigt. Außerdem habe ich alle Drähte entfernt.
Nun meine Frage: UM WAS FÜR EINE BAUMART HANDELT ES SICH HIER ÜBERHAUPT??? Bei den standardmäßig im Baumarkt zu findenden Indoor-Bonsai war dieser nirgends zu finden. Und lässt sich ohne Bilder bestimmen um welchen Schädling es sich handelt (leider zu klein zum Fotografieren)?
Außerdem: Worauf muss ich besonders achten, um ein langfristiges Überleben des Baumes zu garantieren? Momentan steht er an einem sehr hellen West-Fenster.
ich denke, es handelt sich um einen ficus subulata (schmalblättriger ficus).
würde ihn behandeln wie jeden anderen ficus: warm, möglichst viel sonne und mässig giessen. zuviel feuchtigkeit mögen diese pflanzen nicht.
dein gewähltes substrat wird die feuchtigkeit lange halten, also achte darauf.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
Sorry, Achim, aber das glaube ich nicht!
Die gezeigte Pflanze hat gegenständige Blattanordnung, das haben Ficus-Arten nicht.
Leider weiß ich aber auch nicht, was es wirklich ist.
Achim, bist Du Dir da sicher? Die Blätter stehen hier gegenständig, Ficus hat aber grundstätzlich wechselständige Blätter, oder?
Die Bestimmung finde ich hier nicht ganz so leicht! Der Stamm, die Rinde erinnert an die Steineibe, die Zweige und die Blattanordnung schließen das aber aus.
Ich hätte jetzt eher auf ein Myrtengewächs getippt, aber mehr fällt mir spontan auch nicht ein.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Ich habe auch zuerst an eine Steineibe gedacht, allerdings handelt es sich definitiv nicht um Nadeln (siehe Foto).
Wäre es sinnvoll nach dem Umtopfen noch einen Formschnitt durchzuführen, um Licht und Platz zu schaffen? Außerdem hatte ich an eine größere Schale gedacht.
Würde beides zusammen, durchgeführt Ende März / Anfang April, den Baum zusätzlich stressen oder notwendig für sein weiteres Wohlergehen sein?
@Achim, die Ficus-übliche Blattspitze fehlt. Die Blätter dieses Baumes sind komplett rund ohne Spitze.
@Claudia, das könnte tatsächlich eine Serissa Foetida sein. Vom Holz her würde es auf jeden Fall passen. Allerdings sind die Blattpaare überhaupt nicht so symetrisch wie ich es von einer Serissa Foetida gewohnt bin.
VG BO
Dateianhänge
Zuletzt geändert von Bail_Organa am 12.03.2015, 11:37, insgesamt 2-mal geändert.
vom stamm dachte ich auch an serissa. blattform sah aus wie ficus, aber ihr habt recht. gegenständige blätter - kann nicht sein. steineibe haut auch nicht hin...also
nun ja, ich denke, mit viel sonne und mässigem giessen kann man nichts falsch machen, denn es sieht definitiv nach einer subtropischen art aus.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
Ein Myrtengewächs hatte ich ja auch schon angedacht und ich denke, das zweite verlinkte Bild von Ferry scheint ein Treffer zu sein.
Das erste ist die Myrtus communis mit den spitzen Blättern, um die handelt es sich hier vermutlich nicht.
In dem Pariser Shop sind offensichtlich Bäumchen genau der hier gesuchten Art, es steht aber nur Myrte aus China dabei.
Ich habe meine Botaniklexika gewälzt und eine ganze Reihe Myrtengewächse gegoogelt, aber habe die genau Art leider nicht herausgefunden.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Ich kann auch nicht wirklich weiter helfen. Bis auf den Hinweis, dass alle bisherigen Tipps falsch sind.
Ich hatte mir letztes Frühjahr ein Exemplar dieser Art zugelegt. Den Namen hatte ich erfragt. Leider hab ich ihn auch schon wieder vergessen.
Das Bäumchen hatte ich nach dem Erwerb umgetopft. Es stand dann den ganzen Sommer frisch grün auf meiner Terrasse und hat nicht ein einziges Blatt getrieben. Im Spätsommer wurden die Blätter und Triebe trocken so dass ich mir keine Gedanken um die Überwinterung machen musste.
Auch wenn die kleinen Blätter und die feinrissig abblätternde Rinde sehr reizvoll sind werde ich auf weitere Versuche mit dieser Art verzichten.
Die Pflanze wird u. a. als Syzygium myrtifolia gehandelt, stammt aus China und braucht sehr viel Licht und einigermaßen gleichmäßige Feuchtigkeit. Kalkarmes Wasser wird bevorzugt.
Ab Frühjahr bis Herbst sollte man regelmäßig düngen. Die Pflanze blüht dann auch im Frühling bis Frühsommer mit myrtenähnlichen, aber kleineren, weißen Blüten.
Überwinterung hell und kühl, Standort im Sommer am besten draußen, nach langsamer Angewöhnung vollsonnig.
Viele Grüße
Günter
AK KARLSRUHE
Treffen jeden 1. Samstag im Monat um 14 Uhr bei BECK-BONSAI