Hallo Forumsgemeinde,
ich habe mir im Herbst einen Rohling auf dem BCD-Event in Mannheim zugelegt und werde ihn demnächst bearbeiten.
Vielleicht könnten mir Mammut-Erfahrene eine kleine Hilfestellung geben.
Aus dem Stamm wächst eine Vielzahl von Ästen über den ganzen Baum verteilt.
Ich stelle mir eine Gestaltung ähnlich dieser http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... etasequoia vor.
Daher muss ein Großteil der Äste entfernt werden.
Verträgt der Mammut die Wegnahme so vieler Äste auf einmal gut oder sollte ich vorerst nicht zu sehr reduzieren?
Und wie gut verträgt er einen Wurzelschnitt? Kann man das Schneiden der Äste und das Bearbeiten der Wurzeln zeitnah durchführen (oder verhält es sich vielleicht ähnlich wie bei den Fichten)?
Da ich bislang keine Vorstellung habe, was mich bei den Wurzeln erwartet und auf Grund der Erfahrungen mit dem Wundverschluss, welche Heiner in dem genannten Thread (Seite 2) äußerte, werde ich den Mammut dann wohl nochmal von der jetzigen Grabschale in einen TPK setzen. Da sollte er nochmal fröhlicher Wurzeln bilden können als in einer Schale.
Liege ich da richtig?
Vielen Dank schonmal,
Henrik
Metasequoia Rohling
Re: Metasequoia Rohling
Hallo Henrik,
der Rückschnitt ist kein Problem, auch einen Wurzelschnitt verträgt die Metasequoia gut.
Ich würde aber dieses Jahr die Grundgestaltung machen und das Umtopfen auf nächstes Jahr verschieben.
Dann hast Du mit sicherheit einen besseren Zuwachs nach der Grundgestaltung.
Mit großen Schnittstellen verhält es sich so wie es Heiner beschrieben hat,das mußte ich dieses Jahr
auch feststellen.Alledings sehe ich bei den Schnittstellen die an deinem Baum entstehen keine gefahr.
Gruß
Markus
der Rückschnitt ist kein Problem, auch einen Wurzelschnitt verträgt die Metasequoia gut.
Ich würde aber dieses Jahr die Grundgestaltung machen und das Umtopfen auf nächstes Jahr verschieben.
Dann hast Du mit sicherheit einen besseren Zuwachs nach der Grundgestaltung.
Mit großen Schnittstellen verhält es sich so wie es Heiner beschrieben hat,das mußte ich dieses Jahr
auch feststellen.Alledings sehe ich bei den Schnittstellen die an deinem Baum entstehen keine gefahr.
Gruß
Markus
- bonsaiheiner
- Freundeskreis
- Beiträge: 4022
- Registriert: 24.05.2010, 15:30
- Wohnort: Mittelbaden
Re: Metasequoia Rohling
Hallo Henrik,
ein Spitzen-Metasequoiarohling!
Triebe und Zweige über und über genug, dabei aber kaum eine Gefahr, dass die Pflanze die Stellen, an denen man etwas wegnimmt, nicht mehr schliessen kann.
Dieser Rohling erlaubt die Umsetzung aller Ziele, die man bei einem Urweltmammutbaum plant.
Umsichtige Planung mit dem Blick für die Zukunft ist hier angesagt und dann den Baum langsam reifen lassen, der wird!
Mit einem Erfahrenen zusammen würde ich die Auswahl der Äste und Triebe dieses Jahr vornehmen und Umtopfmaßnahmen auf nächstes Jahr verschieben, wie Markus schon angeregt hat.
Gruss,
Heiner
ein Spitzen-Metasequoiarohling!
Triebe und Zweige über und über genug, dabei aber kaum eine Gefahr, dass die Pflanze die Stellen, an denen man etwas wegnimmt, nicht mehr schliessen kann.
Dieser Rohling erlaubt die Umsetzung aller Ziele, die man bei einem Urweltmammutbaum plant.
Umsichtige Planung mit dem Blick für die Zukunft ist hier angesagt und dann den Baum langsam reifen lassen, der wird!
Mit einem Erfahrenen zusammen würde ich die Auswahl der Äste und Triebe dieses Jahr vornehmen und Umtopfmaßnahmen auf nächstes Jahr verschieben, wie Markus schon angeregt hat.
Gruss,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
- bonsaiheiner
- Freundeskreis
- Beiträge: 4022
- Registriert: 24.05.2010, 15:30
- Wohnort: Mittelbaden
Re: Metasequoia Rohling
Hallo,
Die an den Ansätzen etwas stärker erscheinenden tiefen Äste sollten so zahlreich wie möglich in die Gestaltung einbezogen werden.
Dann entstehen keine so grossen Schnittstellen, mit deren Überwallung der Baum lange Zeit brauchen würde. Bei zu grossen Schnittstellen ist der Verrottungsprozess schneller. Das Kernholz ist faserig und ziemlich weich.
Gruss,
Heiner
Es bietet sich die Gestaltung in streng aufrechter Form an, kommt dem natürlichen Wuchs ja sehr entgegen.bonsaiheiner hat geschrieben: ...Dieser Rohling erlaubt die Umsetzung aller Ziele, die man bei einem Urweltmammutbaum plant...
Die an den Ansätzen etwas stärker erscheinenden tiefen Äste sollten so zahlreich wie möglich in die Gestaltung einbezogen werden.
Dann entstehen keine so grossen Schnittstellen, mit deren Überwallung der Baum lange Zeit brauchen würde. Bei zu grossen Schnittstellen ist der Verrottungsprozess schneller. Das Kernholz ist faserig und ziemlich weich.
Gruss,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Metasequoia Rohling
Vielen Dank für eure Tips, so werde ich es dann machen, jetzt schneiden und in 1 Jahr die Wurzeln bearbeiten.
Wenn gleich ich auch meine, dass die Schale schon komplett durchwurzelt ist und an sich ein Umtopfen an der Zeit wäre.
Bis denne,
Henrik
Wenn gleich ich auch meine, dass die Schale schon komplett durchwurzelt ist und an sich ein Umtopfen an der Zeit wäre.
Bis denne,
Henrik
Re: Metasequoia Rohling
fuzz77 hat geschrieben:
Wenn gleich ich auch meine, dass die Schale schon komplett durchwurzelt ist und an sich ein Umtopfen an der Zeit wäre.
Wenn der Baum schwächeln sollte, dann nimm im Laufe des Jahres einfach einen größeren Container und verschaff ihm etwas Luft um die Füße.
73 Anja
Re: Metasequoia Rohling
Vielen Dank, das dachte ich auch schon und werde das wohl machen.
Ich wollte gestern alte Schnittstellen, die eigentlich gar nicht so groß sind aber nicht geschlossen wurden, nochmal etwas nacharbeiten.
Dabei bröselte das Holz einfach so heraus, der Verrottungsprozess ist hier schon im Gange.
Diese kleinen Löcher fände ich jetzt gar nicht so schlimm, sie sehen natürlich aus und fügen sich irgednwie in das Gesamtbild ein.
Jetzt stellt sich nur die Frage, wie und ob ich das konservieren könnte.
Oder, falls das nicht möglich oder erwünscht wäre, wie ich das Loch auffüllen könnte, sodass es vielleicht doch noch überwallt werden könnte.
Grüße,
Henrik
Ich wollte gestern alte Schnittstellen, die eigentlich gar nicht so groß sind aber nicht geschlossen wurden, nochmal etwas nacharbeiten.
Dabei bröselte das Holz einfach so heraus, der Verrottungsprozess ist hier schon im Gange.
Diese kleinen Löcher fände ich jetzt gar nicht so schlimm, sie sehen natürlich aus und fügen sich irgednwie in das Gesamtbild ein.
Jetzt stellt sich nur die Frage, wie und ob ich das konservieren könnte.
Oder, falls das nicht möglich oder erwünscht wäre, wie ich das Loch auffüllen könnte, sodass es vielleicht doch noch überwallt werden könnte.
Grüße,
Henrik
