Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
tolle Dokumentation über diese viele Jahre Bonsaiarbeit.
Aus einem 0815 Steckling einen wunderschönen reifen Bonsai zu gestalten
hat meine absolute Hochachtung
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Obwohl dieser Bonsai noch relativ jung ist, ist er schon heute für mich einer der besten Laubbaum-Bonsai Europas. Für mich ist das nicht nur ein schöner Bonsai, sondern einer, der mich fesselt und berührt. Ich bin von der gestalterischen und auch technischen Ausarbeitung dieses Granatapfels schwer beeindruckt. Aus deinen Fotos habe ich schon sehr viel gelernt. Danke fürs Zeigen.
Ich traue mich die Frage fast nicht stellen, aber es würde mich doch interessieren: Würdest du aus heutiger Sicht etwas anders machen?
Das sind starke Worte, das freut mich natürlich sehr, dass du das so siehst und dich der Baum inspiriert.
Deine Frage ist sehr berechtigt, ich beantworte sie gerne.
Das fragt man sich ja selber immer wieder, was hätte ich besser oder anders machen können?
Der Granatapfel ist eine äusserst gutmütige Pflanze, ihr grosser Vorteil, es gibt immer wieder Knospen auch am alten Holz.
Die Vision ist das wichtigste, die Weichen muss man so früh wie möglich stellen.
Ungefähr 1990 hatte ich eine klare Vorstellung wie ich den Baum haben möchte und heute steht er ziemlich genau so da.
Die Auffächerung des Stammes war das schwierigste, ich musste immer wieder Äste zurückschneiden und neue, besser positionierte Knospen treiben lassen bis die Anordnung endlich zufriedenstellend war.
1997 war das Gerüst des Baumes für mich ok, so dass ich nur noch Verzweigung bekommen wollte.
Gestalterisch würde ich nichts anderes machen. Bei einzelnen Ästen habe ich zu lange Internodien akzeptiert. Man vergibt damit die Möglichkeit der Knospenbildung und der Auswahl für die weitere Gestaltung.
Ich hoffe, dass es mir gelingt die Qualität des Baumes weiterhin zu erhalten.
Jürg Stäheli hat geschrieben:Ich hoffe, dass es mir gelingt die Qualität des Baumes weiterhin zu erhalten.
Da habe ich bei Dir aber keine Sorgen! Bestimmt wird die Ausstrahlung des Baums mit wachsendem Alter unter Deinen pflegenden Händen weiterhin zunehmen.
Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Hallo zusammen
Nach einem deftigen Gestaltungsschnitt habe ich den Baum umgetopft, versuchsweise in eine neue Schale aus meiner Werkstatt.
Das helle Beige, denke ich, passt farblich besser zu Moos und dem Grün der Blätter.
Liebe Grüsse
Jürg
Man muss schon heftig hin- und herscrollen um zu sehen, wo die Äste geschnitten wurden Jürg.
Die Gesamterscheinung dieses Prachtbaumes ist einfach toll.
Erstaunich finde ich immer wieder die Wirkung von Keinigkeiten selbst bei einem so reifen Recken.
Die bessere Einbindung des durchhängenden unteren linken Astes finde ich genial
Es ist ja nicht viel was er verloren hat, aber ungleich mehr, was er durch den kaum sichtbaren Zugdraht gewonnen hat.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Danke Norbert, ich bin immer wieder erstaunt über dich, wie genau du beobachtest. Ja ich glaube die Verjüngungskur hat dem Baum gut getan.
Herzliche Grüsse
Jürg
sehr schöner Baum und sehr harmonische Schale dazu ...
Ich finde deine gewählte Pflanzposition dieses Mal zu mittig, er sitzt
zwar nicht ganz in der Mitte, aber für mein Empfinden für diesen ruhigen und
ausgeglichenen Baum zu viel
Die Pflanzposition die er in der anderen Schale hatte fand ich perfekt
Soll nur ein Denkanstoß sein und keine Kritik.
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Ein Prachtbaum, Jürg!
Dazu kann ich nur gratulieren.
Ich finde es sehr wohltuend, dass man diesem Baum seine behutsame pflegerische Entwicklung von einem kleinen Strampelchen
zu einem wirklichen Solitär ansehen kann.
Vorbildhaft.
Nur wer sich mit Jungpflanzen abmüht und diese Reife anstrebt, kann abschätzen, welcher Aufwand, welche gelegentlichen Zweifel, aber auch welche Freude den Besitzer bis hierhin begleitet haben.
Ich bin hin und weg...
Anerkennende Grüsse in die Schweiz,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Hallo zusammen
Herzlichen Dank für eure positive Beteiligung.
Holger, wegen der Pflanzposition habe ich lange nachgedacht und den Baum einige mal hin und her geschoben. Ich kam zum Schluss, dass es so besser ist, mal sehen, vielleicht rücke ich ihn beim nächsten Umtopfen wieder etwas mehr zur Seite.
Maex, danke du hast recht, habe ich schon korrigiert.
Heiner deine lobenden Worte freuen mich sehr. ich finde auch gut, dass du die gelegentlichen Zweifel erwähnst, man marschiert da ja nicht einfach so durch, das schwierigste ist wohl beim Gestalten um Jahre voraus zu denken.
Jetzt gerade ist der Baum herrlich , ich geniesse den Austrieb. Hier noch einpaar Detailbilder, allerdings vor genau einem Jahr fotografiert, aber der Baum sieht jetzt genau so aus.
Eine Frage hätte ich zu deinem Prachtstück: Wie hast du erreicht, dass die unteren Äste sich so naturalistisch nach unten beugen? Durch Drahten?
Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)