Überwinterung

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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dirk78
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Überwinterung

Beitrag von dirk78 »

Hallo, da dies mein erster Auftritt in diesem Forum ist, möchte ich mich bei allen erst einmal vorstellen. Ich bin der Dirk und seit diesem Jahr diesem Hobby verfallen. Nun steht der erste Winter bevor und ich weiß noch nicht so richtig, wie ich meine Outdoors gut über den Winter bekomme. Ich dachte zuerst an ein Folienhaus, doch ist es bei mir so, daß die Sonne drauf scheinen würde und sich zu hohe Temperaturen entwickeln könnten. Die zweite Lösung wären Styroporkisten, in die ich die Bäume reinsetze und mit Rindenmulch bedecken würde. Bei zu tiefen Temperaturen würde ich diese Kisten zusätzlich mit einer Folie abdecken. Frage hierbei wäre meinserseits, wenn ich die Bäume giesse, fängt der Rindenmulch dann nicht an zu Schimmeln, oder sollte ich vielleicht mit anderem Material die Bäume bedecken???
Ach, es handelt sich hierbei um Laub und Nadelbäume. Da gibt es doch bestimmt auch Unterschiede bei der Überwinterung???
Ich habe mich übrigens in diesem Forum schon viel gelesen, aber vielleicht habe ich genau diesen Artikel übersehen.
Über Antworten eurerseits würde ich mich natürlich freuen. Vielen Dank schon vorab.


Gruss

Dirk
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zopf
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Beitrag von zopf »

Die Art der Überwinterung hängt von der Art des Baumes,
dem gesundheitlichen Zustand, den durchgeführten Massnahmen
in diesem Jahr u.s.w. ab.
Pauschal kann man diese Frage leider nicht beantworten.
mfG Dieter
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dirk78
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Beitrag von dirk78 »

Also gesund sind sie auf jeden Fall alle. Sie wurden regelmäßig zurückgeschnitten und gezupft. Als Dünger habe ich Bio-Gold aufgelegt und giessen tu ich nur mit Regenwasser. Standort ab 14:00 Uhr sonnig. Und um ein paar meiner Bäume zu nennen - Wacholder, Lärche, Sicheltanne, Bergkiefer, 2 Ahorne, Azalee und eine Zelkowe. Mir geht es eigentlich nur darum, ob die Lösung mit den Styroporkisten die bessere ist, da ich diese etwas schattiger aufstellen könnte wie das Folienhaus. Beim Folienhaus denke ich halt an das Risiko mit der Sonneneinstrahlung. Ich habe in diesem Zusammenhang leider noch keine Erfahrungen sammeln können.
Gruss

Dirk
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Hallo Dirk,

je nachdem wo du wohnst reicht es evtl. auch, die Bäume in eine schattige, windstille Ecke zu stellen und etwas Laub um die Schalen zu verteilen.

Lediglich bei der Azalee wäre wohl über einen etwas geschützteren Platz froh.
73 Anja
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flu
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Beitrag von flu »

Daneben würd eich auf Folie vollkommen verzichten. Die Gefahr der übermäßigen Erwärmung ist doch sehr hoch. Windgeschützt, wie Anja schreibt, ist ideal.
BildBildBild
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dirk78
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Beitrag von dirk78 »

Hallo Anja,

ich wohne in der nähe von Darmstadt, am Rande des Odenwaldes. Wir haben da eigentlich schon regelmäßig Frost, zumindest in der Nacht, doch denke ich ist der nicht so extrem stark (vielleicht -10 Grad) und auch nicht dauernd. Aber deine Meinung lässt mich immer mehr zu den Styroporkisten tendieren. Das sollte eigentlich reichen.

Ich bedanke mich auf jeden Fall schon mal für die schnellen Antworten. Das hilft mir schon weiter.
Gruss

Dirk
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Wacholder, Lärche, Bergkiefer brauchen meiner Erfahrung nach keinen
besonderen Schutz. Das grösste Problem liegt in dauerndem Regen,
also am besten unter einem Vordach oder Balkon platzieren.
Beim Ahorn kommt es mal wieder darauf an welche Sorte es ist.
Normalerweise kann man sagen um so naturnaher der Baum ist
umso Winterfester ist er auch. Palmatum ist stärker als Palmatum
purpureum der ist wiederum stärker als dissectum.
Die Sicheltanne ist ein Sonderfall. Sie überlebt ohne Winterschutz
aber ohne Winterschutz ist das Wachstum im folgenden Jahr nicht
so gut.
Vielleicht kann Flu mal eine Erklärung Genotyp-Phänotyp geben.
Das soll nicht in übermäßiger Theorie ausarten, ist aber grundlegend
für Bonsaifreunde. Nur kurz handelt es sich darum, das 2 identische
Pflanzen (Stecklinge) das ist der gleiche Genotyp durch unterschiedliche
Wachstums und Stressbedingungen unterschiedliches Verhalten
im Bereich Wuchsleistung, Kälteresistenz, Trockenresistenz usw
aufweisen,das ist der Phänotyp.
Dieser Bereich Genotypus versus Phänotypischer Ausprägung
ist der Grund warum Pflegetips immer ein Balanceakt ist.
hoffentlich war das nicht zu theoretisch
ein schönes Wochenende
Dieter
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dirk78
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Beitrag von dirk78 »

Ich denke es kommt auch darauf an, daß man seine Erfahrungen selbst macht bzw. sammelt. Ich werde es mit den Styroporkisten auf diese Weise mal versuchen. Ich danke auf jeden Fall für die Zurufe. Schönes Wochenende an alle.
Gruss

Dirk
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo Dirk,

grundsätzlich sollte man sich zwar schon Gedanken zur Überwinterung machen, doch übertreiben sollte man es nicht. Heimische Pflanzen in der Natur schaffen es ja schließlich auch ohne uns. :wink:
Okay, der Vergleich kann schnell etwas hinken.

Der Versuch mit den Styroporkisten ist in Deiner Gegend sicherlich nicht schlecht. Wie schon gesagt: einfach etwas schattig und windgeschützt aufstellen und vor zu viel Wasser (absaufen) schützen. Aber deshalb nicht vertrocknen lassen!

Sollte der Frost doch recht knackig werden ist abdecken erlaubt, nur nimm keine Folie sondern besser ein Vlies. Das schattiert und bremst den Wind, lässt aber Feuchtigkeit durch und verhindert unerwünschtes aufheizen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
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Johannes
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Beitrag von Johannes »

Absaufen ist auch tödlich
habe mal ne schöne Mädchenkiefer dadurch verloren
Am alten Wohnort hatten wir ziemliche Lehmerde
Alle Bäume eingegraben - dann kam ein total nasser Winter
Das Wasser stand regelrecht auf dem Lehm
Die Laubbäume habens gepackt - die Kiefer nicht :(
Bewährt hat sich bei mir schattig,auf Rindenmulch stellen,bei starken Frost abdecken(luftig an den Seiten)
Grüße..
Johannes
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Arbeitskreis Bruchköbel-bei Hanau
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Tommy2503
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Beitrag von Tommy2503 »

Hi Leute,

ich hab noch nicht so viel geschrieben aber das mit dem Überwintern ist für mich auch das erste Mal :roll:
Ich war diesen Sommer in Enger und hab dort nachgefragt wie ich am Besten daheim überwinter wenn man seine Bäume nicht im Rasen eingraben darf :D
Die haben gesagt, dass ich die Methode mit der Styroporkiste benutzen soll.
Allerdings soll ich niemals Rindenmulch verwenden weil das den ph-Wert der Erde verändert. Ich bin kein Gärtner aber wenn die das sagen muss das wohl stimmen und ich will ja meine kleinen sicher über den Winter bekommen.
Also Löcher in die Kiste, ca 10 cm mit Weißtorf auffüllen ( meint ihr ich kann auch Blumenerde verwenden??) , die Bäume darauf stellen und bis zum Wurzelansatz einbuddeln. Anschließend 2 Drähte darüber spannen und milchige Folie drüberspannen. :)

Nun meine Fragen dazu:
Hat das jemand schonmal probiert?
Wie finde ich am Besten raus wann ich da gieße? Finger in die Erde stecken und fühlen obs nass ist oder was schlagt ihr vor??? :o

Sollte jemand Verbesserungen/Änderungen vorschlagen bin ich offen für alles.


Gruß Thomas
speedy46
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Beitrag von speedy46 »

Hallo,

ich lasse die einheimischen Bonsais (z.B.Rotbuche,
Malus, Lärche etc.) alle draussen stehen.

Aber Wind- und Sonnengeschützt.
Immer Boden überprüfen , denn wenn,
fehlt meistens Wasser.


Nur bei längeren Temperaturen unter 10 Grad,
kommt in unserer Region Köln/Bonn selten
vor, hole ich die Bonsais ins Haus und zwar in
die Waschküche. :wink:
Dort haben sie Licht und kühle
Temperaturen.

Gruss
Diez
Temperaturen.
Gruss
Dieter

___________________________________
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo,

in den ersten Jahren habe ich um die Überwinterung der Outdoor-Bonsai auch noch eine ganze Menge Aufstand gemacht.
In Kisten und Styroporkisten, mit Riffelglasabdeckung, je nach Wetter lüften etc., oder in Lichtschächten vor dem Kellerfenster, manche Bäume auch im Garten eingesenkt.

Ehrlich gesagt, seit ich all das nicht mehr mache, sondern die Bonsai nur noch geschützt unter den Dachunterstand stelle, habe ich viel weniger Verluste im Winter gehabt, eigentlich fast gar keine mehr!
Früher sind mir in den Kisten oder Lichtschächten regelmäßig welche eingegangen, weil die Feuchtigkeitskontrolle einfach nicht so gut klappte.
Wenn ich Torf oder andere Füllmaterialien verwendet habe, hat es mit der Kontrolle am allerwenigsten geklappt. Außerdem ist doch auch Torf eher sauer und daher nicht für alle Baumarten "lecker".
Oft habe ich bei der Kontrolle nur in zwei oder drei Schalen gelangt und nach der Feuchtigkeit gefühlt. Die anderen habe ich dann entweder nicht problemlos erreicht, weil Äste den Weg versperrten oder ich habe mich darauf verlassen, dass es bei den anderen sicherlich auch so wäre, wie bei den schon befühlten.
Leider war über den ganzen Winter dann doch immer mal der eine unbemerkt zu feucht und der andere zu trocken. Das waren bestimmt die Verlustursachen.

Wenn die Bäume einfach nur geschützt, aber doch frei zugänglich aufgestellt sind, kann ich sie problemlos täglich kontrollieren, die Erde anschauen und anfassen und auch die Schale anheben, um am Gewicht aus Erfahrung zu merken, ob noch eher mehr oder weniger Feuchtigkeit drin ist.

Nach meinen Erfahrungen, unter meinen heimischen (norddeutschen) Bedingungen zumindest, ist bei der Überwinterung eindeutig weniger mehr...

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Tommy2503
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Beitrag von Tommy2503 »

Hallo zusammen,

Leider habe ich kein Vordach - allerdings könnte ich das Gartenhäuschen zum Überwintern benutzen. Ich bin mir nur ein wenig unsicher ob es da drin nicht zu warm wird. Wenn man die Fenster mit milchiger Folie abdunkelt wird es vielleicht nicht so warm.

:?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:

Gruß Thomas
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Thomas, Gartenhaus ist gut, vergiss das kleine Fenster, das macht nichts. Du stellst das ganze Zeug erst rein, wenn es mehr als nur ein bischen Nachtfrost gibt und holst alles raus, wenn das Wetter wieder offen wird und die Knospen anfangen sich zu entwickeln.

Robustere Sachen stehen auch gern auf der Nordseite des Gartenhauses auf dem Boden. Das war's.
73 Anja
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