Gelblaubige Sumpfzypresse

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Schoka
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Gelblaubige Sumpfzypresse

Beitrag von Schoka »

Hallo,
diese Birke könnte ich von meinem Nachbarn bekommen, Ich finde die Stammbewegung recht interessant. Sie hat unten einen ungefähren Durchmesser von 6-7 cm. Der abgebildete Teil des Baumes ist ca. 50 cm hoch. Ich würde ihn über dem zweiten Bogen einkürzenn wollen, ist das richtig? Die Wurzeln gehen allerdings sehr einseitig in eine Richtung ab. Würdet ihr mir den Baum empfehlen?
Ich freue mich auf eure Antworten.
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Zuletzt geändert von Schoka am 22.11.2015, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Lothar
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JendrikNozomi
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von JendrikNozomi »

Hallo Lothar,

Ein schöner Findling! Ich würde den Baum schon oberhalb der ersten Biegung kappen und einen Shakan anstatt eines Moyogi als zukünftige Form anstreben.. hierzu würde auch das auf der linken Baumseite stark ausgeprägte Nebari passen. Meiner Erfahrung nach treiben Birken auch aus totem Holz wieder willig aus. Sollte also kein Problem, den Baum bis ins kahle Holz zu kappen, unabhängig davon, für welchen Gestaltungsweg du dich entscheiden wirst! :)
Beste Grüße

Jendrik
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JendrikNozomi
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von JendrikNozomi »

Ungefähr so:
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Beste Grüße

Jendrik
Schoka
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Schoka »

Danke Jendrik, für schnelle Antwort.
Mal schauen, vielleicht kommen ja noch weitere Vorschläge. Dann werde ich mal die Bergung so langsam in die Wege leiten. Wie weit muss ich denn vom Stamm wegbleiben wenn ich ihn ausgrabe. Ca 50 cm sollte doch reichen ohne dem Baum groß zu Schaden, oder?
Gruß Lothar
Schoka
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Schoka »

:shock: Oh, Jendrik,
dann ist ja gar kein Ast mehr dran. Ich hatte gedacht etwas höher zu schneiden und 2-3 Äste dran zu lassen und einzukürzen. Wäre das auch eine Option? Vielleicht fehlt mir auch nur der Mut zum Schneiden, was meinen denn die anderen hier?
Gruß Lothar
Schoka
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Schoka »

Hallo,
An einer japanischen Kirschblüte habe ich das allerdings auch gemacht. Da fragte mein Sohn anschließend: Papa was willst du denn mit dem Stock? Und jetzt läuft er schon prima wieder aus. Da kann ich ja nachher mal ein Foto posten.
Gruß Lothar
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nemsi
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von nemsi »

Hallo,

@jendrik - es ist mir völlig neu, dass Birken aus totem Holz austreiben. Es soll aber noch Wunder geben auf dieser Welt.

@Lothar- Wenn Du Dir schon ein Baum mit Bewegung suchst, dann sollte auch nach dem Rückschnitt noch was davon übrig sein (nur meine Meinung). Entscheidend wäre für mich jedoch, ob das Nebari etwas taugt. Ist das Nebari so mangelhaft wie Du andeutest, ist das Stehenlassen vielleicht die bessere Option.

Gruß
Nemsi
Liebe Grüße
Robert

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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Schoka »

Danke Nemsi,
ja ich fände die Bewegung im Stamm ganz schön, darum hab ich mir den ja auch ausgesucht. Das Nebari ist zwar sehr einseitig, aber ich kann nicht sagen das es mir nicht gefällt. Wenn ich den Baum nicht nehme wird er sowieso der "Dolmar-Raupe" zum Opfer fallen. Ich glaube ich werde mal mit dem Baum mein Glück versuchen .

Muss ich denn ein paar kurze Äste dran lassen damit er wieder ausläuft?
Gruß Lothar
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JendrikNozomi
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von JendrikNozomi »

@ nemsi:
Nun ich denke da hast du recht, dass Birken aus "totem" Holz nicht austreiben! Aus lebendem aber schon.. :D Ich habe mal eine freiwachsende Birke in einem Garten bis ins kahle Holz gekürzt und sie trieb an den Rändern des Kambriums wieder aus! Man sollte allerdings die Schnittwunden mit Lac Balsam o.Ä. verschließen, damit die Kambriumränder nicht eintrocknen! (Aber das ist sicher nichts Neues)

@Lothar: Hast du die Birke wenigstens ein bis zwei Vegetationsperioden auf das Ausgraben vorbereitet, also zwei mal im Jahr mit einem Spaten umstochen? Der Radius des Umstechens variiert je nach Größe der Pflanze... ich denke hier sollten 30 cm genügen.
Beste Grüße

Jendrik
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migo
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von migo »

Klugscheißmodus an:
Kein Baum treibt aus totem Holz aus, höchstens aus altem Holz - sprich Stammbereiche, die lange Zeit ohne Austrieb waren.
Klugscheißmodus aus.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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JendrikNozomi
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von JendrikNozomi »

Danke Michael.. Meine Rede! :-D
Beste Grüße

Jendrik
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Norbert_S
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Norbert_S »

Lothar,
wieso fragst du, ob wir dir den Baum empfehlen, wenn du doch schon beschlossen hast ihn auszugraben?

Die Mängel an deiner Birke hast du ja selbst schon beschrieben.
Ein einseitiger Wurzelverlauf schränkt die späteren Gestaltungsmöglichkeiten sehr stark ein.
Die von dir gewählte mögliche Schnittstelle oberhalb der zweiten Biegung ist, wenn man den unbedingt eine so mangelhafte Birke ausgraben will, schon die richtige Stelle.
Sie gibt dir die Möglichkeit flexibel auf den späteren Auswuchs zu reagieren.
Birken können bei entsprechender Pflege rasant wachsen und beiten dem Gestalter ausreichend Optionen.

Die von Jendrik eingezeichnete Schnittführung halte für abwegig.
Wenn du eine gerade Birke möchtest, findest du die auf jeder Wiese, jeder Halde, überall. Da haben die sogar schon Äste und eine Verjüngung und du musst nicht warten, ob sie den Schnitt überlebt und welche Äste sie dir anbietet.

Ich würde die Birke roden lassen, für die Bonsaigestaltung gibt es leicht besseren Ersatz.
Sich unnötig mit schlechtem Rohlingen zu beschäftigen ist nichts als Zeitverschwendung!!
Norbert

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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von Schoka »

Hallo Norbert,
ja du hast Recht ich habe innerlich schon beschlossen diese Birke auszugraben. Aber als Anfänger sucht man immer nach einer gewissen Bestätigung für sein Handeln. Ich werde versuchen sie pfleglich zu behandeln und erste Erfahrungen mit einer Birke zu sammeln. Es wird bestimmt einmal der Zeitpunkt kommen wo ich mich Frage warum ich diesen Baum überhaupt in meinen Garten geholt habe.
Erfahrungen sammeln mußten aber alle hier im Forum. Und wenn ich eine bessere Birke finden werde, pflanze ch diese in meinen Garten und sie wird ein großer Baum. Ich bin noch relativ frisch dabei mit diesem schönen Hobby, aber ich möchte schon etwas vernünftiges in den Töpfen haben. Birken wachsen schnell dann sieht man auch schnell die Fortschritte, oder eben auch nicht.
Mal schauen wo die Reise hin geht.
Eine Frage habe ich aber noch: Wie weit darf, muss ich die seitlichen Äste einkürzen wenn ich sie nach dem zweiten Bogen schneide?
Gruß Lothar
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camaju +
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Re: Rohmaterial Birke

Beitrag von camaju + »

Schoka hat geschrieben: aber ich möchte schon etwas vernünftiges in den Töpfen haben.
Deswegen solltest du auf Norbert hören. Was du evtl. lernen wirst, ist das Birken auch mal unverhofft ganze Äste anschmeißen und keiner kann dir sagen warum.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Gelblaubige Sumpfzypresse

Beitrag von Schoka »

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Hallo Jürgen,
ich glaube ihr habt Recht. Ich habe mir die Birke heute noch einmal angesehen. Norberts Rat wird der richtige sein. Ich werde sie stehen lassen. Danach bin ich zu den örtlichen Gärtnereien gefahren. Ein paar Buchen, bzw Blutbuchen fand ich ganz schön, aber die Baumschulen schneiden ja wohl bei den Heckenpflanzen das Nebari ab damit die Pflanzen in die Töpfe passen.
Aber dann habe ich mich spontan in eine Pflanze verliebt. Es ist eine Sumpfzypresse geworden. Von der war ich irgendwie sofort angefixt. Von Birke auf Sumpfzypresse, na ja, Anfänger halt. Ich habe sie bereits umgetopft. Bei der Gestaltung brauche ich eure Hilfe.
Hier mal ein paar Fotos von meiner Neuerwerbung.
Wie mache ich jetzt bloß einen schönen Bonsai aus diesem Baum? Meine Frau sagte schon: "Den willst du doch wohl nicht abschneiden"
Doch das will ich, aber ich weiß nicht wo es Sinn hat.
Vielleicht habt ihr ja eine Idee.
Hoffentlich sagt ihr jetzt nicht das ich mir völligen Quatsch gekauft habe.
Zuletzt geändert von Schoka am 22.11.2015, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Lothar
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