Überwinterung

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Tommy2503
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Beitrag von Tommy2503 »

Hi,

@Anja: Das ist ein Holzhäuschen mit sehr vielen Fenstern drum herum.
Also reinstellen wenn morgens die Autoscheiben vollgeeist sind?

Ich hab meine Azalee in einen großen Topf mit Rhododendronerde gepflanzt, damit sie noch bissel wächst - der Topf ist ca 30 cm im Durchmesser und 40 cm hoch - kann ich die draußen lassen?
Gruß Thomas
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Hallo Thomas,

dieses Gartenhäuschen ist trotzdem noch lange kein Gewächshaus. Die Südfenster kannst du ja verhängen, dann kriegen immergrüne von norden schön Licht und du bist gaaaaanz weit vorn.


Deine Azalee betütteln lieber Asaleenkenner, aber die werden dir sicher zu Kanuma raten und die Azalee als erstes in deiner Hütte sehen, es sei denn, du hast eine unserer normalen Zimmerazaleen, die müssen frostfrei durch den Winter.
73 Anja
Tommy2503
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Beitrag von Tommy2503 »

Hi,

danke für die schnelle Antwort. Nun muss ich noch rausfinden wo die Südseite is... :)

Du müsstest sehen wie sich meine kleine in der Erde wohlfühlt :!:
und wie sie aussah als ich sie bekommen habe :roll:
Gruß Thomas
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Ich weiß ja nicht, wie bei euch das Wetter heut Mittag war, aber mir hat's da eine große gelbe Kugel am Himmel gezeigt.


*nenene*
73 Anja
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Gary
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Beitrag von Gary »

Tommy2503 hat geschrieben:Leider habe ich kein Vordach - allerdings könnte ich das Gartenhäuschen zum Überwintern benutzen.
Hallo Thomas,
das klingt doch ganz gut mit dem Gartenhäuschen. Vergiß das mit der Folie vor dem Fenster, soviel Sonne kann da garnicht reinscheinen. Einzig lüften solltest Du vielleicht mal an frostfreien Tagen, also einfach die Tür tagsüber aufstehen lassen, denn sonst könnte sich verstärkt Schimmel auf den Pflanzen bilden.

Wie Anja bereits schrieb solltest Du die Aufenthaltszeit in der Laube sowieso eher gering halten. Ich lebe in Karlsruhe, was ja vergleichbare klimatische Bedingungen hat. Habe auch seit 12 Jahren eine alte, unbeheizte, nicht isolierte und halb vergammelte Gartenhütte zur Verfügung. Dennoch bleiben viele Pflanzen einfach draußen stehen. Eingeräumt wird frühesten Ende November bis Mitte Dezember und raus geht es möglichst schon wieder Mitte März. Dabei ist allerdings auf das Austriebsstadium und Nachtfröste zu achten.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Tommy2503
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Beitrag von Tommy2503 »

Hi,

@Anja: große gelbe Kugel am Himmel gezeigt? Du meinst die Erde stand so zur Sonne, dass die Lichtstrahlen bei dir ankamen? *engel*

@Gary: Schimmel? *wa* Wieoft muss ich denn da lüften?
Ja, die Azalee werd ich draußen schlafen lassen.Ansonsten kommt alles ins Haus.Oder welche in die Styroporkisten - immerhin stehen jetzt 4 hier rum.
Solange alle über den Winter kommen ist mir der Standort egal.
Gruß Thomas
Birgit
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Beitrag von Birgit »

Ein sehr interessanter Thread hier. Sorry, für's Ausgraben aber bei dem besch ... Wetter hier muss ich schon automatisch wieder an den Winter denken.

Vieles von dem was hier steht kommt mir bekannt vor/bestätigt mich (Kiefer abgesoffen, schädliche Umstellerei der Bäume etc.), anderes wiederum hilft mir nicht wirklich weiter. "Den Bäumen der Natur überlassen" ... ein schöner Satz, den ich schon X-Mal gehört habe. Aber das kommt darauf an WO man lebt. Ich will hier jetzt nicht die Leier vom bayerischen Winter runterrasseln, aber wir haben noch echte (!) Winter, die teils über Monate dauern und in manchen Gegenden Spitzentemperaturen bis - 18 Grad erreichen. In der letzten "Saison" habe ich hier knapp 5 Monate (!) vor lauter Schnee den Rasen nicht mehr gesehen; ich war teils froh, wenn ich Morgens draussen mein Auto finden und freischaufeln konnte.

Was machen die Leute hier, die Bäume in Schalen auf dem Balkon (kurzes Vordach ist vorhanden) stehen haben (keine Freilandmöglichkeit, kein Gewächshaus) unter solchen Bedingungen? Kühles Zimmer schaffen wäre möglich, ok, wenn ich die ganzen Monate keine Gäste haben will.
Deswegen meine Frage: Hat hier wer wirklich Erfahrungen mit der Styroporkisten-Variante? Oder noch andere kreative Ideen? Ich begnüge mich im Moment mit der Überwinterung im Bonsai-Centrum-Lösung (kann ja froh sein, eines in meiner Nähe zu haben), aber irgendwie hätte ich die Bäume doch lieber bei mir.
fiorino
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Beitrag von fiorino »

Hallo zusammen,

wirklich interessant was ihr so alles macht !

Ehrlich gesagt bin schon seit dem Frühjahr wieder am überlegen was ich wie, und vorallem einfacher im Thema Überwinterung machen kann.
Bisher (letzten 2 Jahre) hatte ich immer eine einfachen Frühbeetkasten, also ein kleines Gewächshaus (Höhe ca. 30cm) aus Kunststoffhohlkammerplatten auf dem Balkon stehen. Die Bäume, Wacholder, Berberitze, Fächerahorn, Lärche, Muschelzypresse (alle klein+kleine Schalen) standen drinnen auf einer ca. 40mm dicken Styroporplatte welche gegen den Fliesenboden isolieren sollte. Mein Problem damit ist, daß sobald Sonne scheint (Südbalkon) sofort ein Backofen entsteht (Temeraturbereich Nacht zu Tag -16grad zu 25grad), also alles ziemlich schei.....

Größere Bäume (Hainbuche, Feldahorn) wurden in Styroporkisten gestellt (auserhalb des Frübeetkastens), und bei Bedarf (Nacht) abgedeckt. Die Hainbuche ist mir übrigens im letzten Winter erfroren...

Habe auch schon Bäume durch einsenken im Garten versucht zu überwintern (ca. vor 4 Jahren), mit dem Resultat, daß 3 von 10 starke Wurzelschäden davongetragen hatten, und einer ganz eingegangen ist (war ne Lärche).

Wo ich mir irgendwie absolut unschlüssig bin ist die allgemeine Aussage (aus Fachbuchern), das der Wurzelballen nicht durchfrieren darf/sollte. Weil bisher (also bei sämtlichen probierten Varianten) ist mir immer alles ordendlich durchgefroren.
Teilweise hebt sich das Substrat regelrecht aus der Schale durch die Frostausdehnung, und das über Dauerfrostzeiträume von ca. 2-3 Wochen (also max. Tagestemp. -3--5grad) siehe Zitat Birgit anderes wiederum hilft mir nicht wirklich weiter. "Den Bäumen der Natur überlassen" ... ein schöner Satz, den ich schon X-Mal gehört habe. Aber das kommt darauf an WO man lebt. Ich will hier jetzt nicht die Leier vom bayerischen Winter runterrasseln, aber wir haben noch echte (!) Winter, die teils über Monate dauern und in manchen Gegenden Spitzentemperaturen bis - 18 Grad erreichen. In der letzten "Saison" habe ich hier knapp 5 Monate (!) vor lauter Schnee den Rasen nicht mehr gesehen; ich war teils froh, wenn ich Morgens draussen mein Auto finden und freischaufeln konnte.

Werde diesen Winter vielleicht mal einfach die Variante "stehenlassen und abdecken / vor kalten Winden schützen" probieren. "Gegoßen" wird bei mir übrigens immer nur mit gefrorenem Wasser, welches auf die Erdoberfläche ausgelegt wird, und tagsüber bei wärmeren Temperaturen einschmiltzen kann.

So, also ich würde sagen, hab keinen Plan was ich wie weitermachen soll, oder was meint ihr ???
Mit freundlichen Grüßen

Florian
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Ich benutze 3 Überwinterungsarten.
Gewächshaus - Dreispitz, Rotkiefer, abgemooste Bäume usw
Balkon mit Überdachung - Eiche, Hainbuche, Wacholder, Mädchenkiefer usw
Und ungeschützt auf den Bänken und dem Boden den Rest
Ich grabe nichts ein, keine Schutzkisten, Abdeckungen oder ähnliches.
Letzten Winter waren alle Ballen ,ausser Gewächshaus, komplett
durchgefroren über 2-3 Monate.
Die auf dem Balkon stehenden Bäume habe ich alle 1-2 Wochen
gegossen - über den gefrorenen Ballen, wenn die Temperaturen über
0 Grad waren.
Prophylaktische Schutzmassnahmen, sind das Auslichten der Nadelbäume,
das restlose Entfernen von Moos, ein leichtes "Harken" der Erdoberfäche
und bei Bäumen deren Feinwurzeln sehr dicht unter der Erdoberfläche
waren ein Abdecken (ca. 1 cm) mit Ausaaterde.
Im IBC hat Walter geschrieben das es sinnvoller ist die Bäume nicht
auf die Bänke sondern auf den Boden zu stellen. Danach werde ich mich
diesen Winter richten.
mfG Dieter
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Achim13
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Beitrag von Achim13 »

Dem kann ich nur zustimmen.
Meine Pflanzen, alles einheimische Arten, stehen einfach auf dem Boden unter meinen Tischen und werden leicht mit grobem Mulch abgedeckt.
Ich hatte noch keine Ausfälle durch Frost.
Was meiner Ansicht nach sehr wichtig ist, ist der Schutz vor kalten Winden im Winter.
Die sind sehr viel kälter als die Normaltemperatur und können den Pflanzen, vorallem den Immergrünen, aber auch kleinen Ästen der Feinverzweigung richtig zusetzen.

Gruß Achim *wink*
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dirk78
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Beitrag von dirk78 »

Hallo,
Nun kann ich euch ja mitteilen wie es gelaufen ist. Ich habe alle meine Bäume egal, ob Nadel- oder Laubbaum in Styroporkisten gepackt, mit Torf gefüllt, bis zum ersten Ast des Baumes in etwa, und diese vor allem vor Wind und Sonne geschützt aufgestellt.
Gegossen habe ich je nach Wetterlage alle 1-2 Wochen einmal, bzw. habe ich sowie vorhanden, Schnee auf die Oberfläche gelegt. Ich hatte keinerlei Ausfälle, sind alle gut durch den Winter gekommen.

Dieses Jahr versuche ich eine andere Variante, ich stelle die Bäume in einen Holzverschlag, den ich mit Styroporplatten auslege. Ich stelle die Bäume auf die Platten und mehr habe ich auch nicht vor. Ich kann regelmäßig bei Bedarf lüften, ein Fenster hat der Verschlag auch, aber so daß keine Sonne drauf scheint. Learn it by doing. Mal sehen..... :)
Gruss

Dirk
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Toni Bonsai
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Beitrag von Toni Bonsai »

zopf hat geschrieben:Hallo
Ich benutze 3 Überwinterungsarten.
Gewächshaus - Dreispitz, Rotkiefer, abgemooste Bäume usw
Balkon mit Überdachung - Eiche...
Hallo Dieter,
meinst du mit der Rotkiefer die heimische Waldkiefer Pinus sylvestris?? Ich dachte grade die sei sehr frostresistent.
Ich habe nämlich vor eine Waldkiefer auszugraben, noch diesen Herbst. Nur wenn sie frostempfindlich ist, wird sie wohl kaum durchkommen, wenn sie noch beschädigte Wurzeln hat, oder?
Grüße, Toni
Denk nie daran aufzugeben, denn das ist die
erste Sprosse auf der Leiter die nach unten
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Lindwurm
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Beitrag von Lindwurm »

vielleicht auch pinus dennsiflora , jap. rotkiefer ?
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Toni
Mit Rotkiefer meinte ich Pinus densiflora (im Nachhinein ein Fehlkauf)
Sylvestris, mugo, nigra sind in meinen Augen alle frostfest,
die einzige Gefahr bei sehr nassen (nicht kalten) Wintern
ist ein zu dichtes Substrat mit Staunässe und Absterben der Mykorhizza.
Sylvestris nach Wolfgangs Empfehlung allerdings wohl besser
im Frühjahr ausgraben, ansonsten würde ich frostfreie Überwinterung
anraten.
mfG Dieter
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Toni Bonsai
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Beitrag von Toni Bonsai »

Danke Dieter,
ich hatte schon Zweifel an meiner Erinnerungsgabe.... :lol:
Mit dichtem Substrat werde ich keine Probleme haben, bekomme in den nächsten Tagen Dachbegrünungssubstrat, dass eigentlich sehr durchlässig sein sollte.
Über den Ausgrabungszeitpunkt werde ich mir nochmal Gedanken machen, werde die Kiefer aber wahrscheinlich noch diesen Frühherbst ausgraben, und sie im Winter besonders schützten(windgeschützt, untergestellt, mit Mulch bedeckt, und bei großer Kälte ganz verdeckt)

Danke für die Tipps :wink:
Grüße, Toni
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