Acer Palmatum braucht Rat
Acer Palmatum braucht Rat
Hallo zusammen.
Mein 2013/14 aus Japan importierter Acer macht mir Probleme.
2014 stellte ich fest, dass der Wurzelballen in einem einzigen Lehm Ziegel Stand und topfte im späten August um (Regenwetter, 20°C)
Ich hatte zuvor festgestellt, das er kein weiteres Wachstum nach dem Frühjahr mehr machte. Darum diese Maßnahme. Über den Winter wäre er sonst kaum gekommen.
5 1/2 Stunden lang zerlegte ich den Ballen und fand fast keine Wurzeln mehr, die noch i.O. waren.
Im März setzte ich ihn dann nochmal in eine größere Schale mit Bimskies und Lava (2-4 mm) plus 10mm Drainageschicht.
Da fast keine Knospe sich bewegt und ein paar junge, unverholzte Knospen in der Krone erscheinen, aber bereits ein Ast tot ist, ist hier absoluter Alarmzustand bei mir angesagt. Die Knospen bewegen sich im Schneckentempo. Dei Frage ist:
Direkt am Stamm unterhalb der Erde (sehr tief eingegraben) befindet sich noch eine dünne Schicht alten Erdmaterials, das ic hnicht entfernen konnte, da dort sehr kleine, wurzel ähnliche Dinger zu sehen waren.
Ich habe allerdings die Befürchtung, einen starken Pflegefehler über den Winter begangen zu haben, da wohl doch die Näße zu groß war.
Könnte jemand kurz auf meine Bilder schauen und bestätigen, dass der Baum zu nass stand oder selbiges durch eine andere Idee widerlegen, bitte?
Danke!!
Thomas
p.s. Leichte Düngung trotz fehlenden Laubes zur Beschleunigung des Knospenwachstums? Eigene Reserven evtl. verbraucht?
pps: Habe mit Brita Wasserfilter gefiltertem Wasser gegossen, da wir sehr viel Kalk haben. Soll ich mal wieder auf Leitungswasserwechseln? an Regenwasser komme ich nicht. Balkon.. :-/
Mein 2013/14 aus Japan importierter Acer macht mir Probleme.
2014 stellte ich fest, dass der Wurzelballen in einem einzigen Lehm Ziegel Stand und topfte im späten August um (Regenwetter, 20°C)
Ich hatte zuvor festgestellt, das er kein weiteres Wachstum nach dem Frühjahr mehr machte. Darum diese Maßnahme. Über den Winter wäre er sonst kaum gekommen.
5 1/2 Stunden lang zerlegte ich den Ballen und fand fast keine Wurzeln mehr, die noch i.O. waren.
Im März setzte ich ihn dann nochmal in eine größere Schale mit Bimskies und Lava (2-4 mm) plus 10mm Drainageschicht.
Da fast keine Knospe sich bewegt und ein paar junge, unverholzte Knospen in der Krone erscheinen, aber bereits ein Ast tot ist, ist hier absoluter Alarmzustand bei mir angesagt. Die Knospen bewegen sich im Schneckentempo. Dei Frage ist:
Direkt am Stamm unterhalb der Erde (sehr tief eingegraben) befindet sich noch eine dünne Schicht alten Erdmaterials, das ic hnicht entfernen konnte, da dort sehr kleine, wurzel ähnliche Dinger zu sehen waren.
Ich habe allerdings die Befürchtung, einen starken Pflegefehler über den Winter begangen zu haben, da wohl doch die Näße zu groß war.
Könnte jemand kurz auf meine Bilder schauen und bestätigen, dass der Baum zu nass stand oder selbiges durch eine andere Idee widerlegen, bitte?
Danke!!
Thomas
p.s. Leichte Düngung trotz fehlenden Laubes zur Beschleunigung des Knospenwachstums? Eigene Reserven evtl. verbraucht?
pps: Habe mit Brita Wasserfilter gefiltertem Wasser gegossen, da wir sehr viel Kalk haben. Soll ich mal wieder auf Leitungswasserwechseln? an Regenwasser komme ich nicht. Balkon.. :-/
- Dateianhänge
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- Etwas gebuddelt auf der Rückseite
- 2015-05-18 12.45.14kl.jpg (167.75 KiB) 3748 mal betrachtet
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- An der Seite gebuddelt
- 2015-05-18 12.41.29kl.jpg (166.79 KiB) 3748 mal betrachtet
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- vorne, ohne Gebuddel. Ist dieser grüne Belag Ausdruck von zu viel Nässe? Fast schwarzer Stamm im nassen Bereich als Indiz ?
- 2015-05-18 11.28.56kl.jpg (204.24 KiB) 3748 mal betrachtet
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
Thomas L.
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
ich kann mir nicht vorstellen, das jemand anhand der Bilder sagen kann, ob dein Baum zu nass stand / steht. Dass solltest du Notfalls mit einen Holzstäbchen / Zahnstocher selbst überprüfen.
ein Bild vom ganzen Baum und evtl. Knospen wäre nicht schlecht
ich kann mir nicht vorstellen, das jemand anhand der Bilder sagen kann, ob dein Baum zu nass stand / steht. Dass solltest du Notfalls mit einen Holzstäbchen / Zahnstocher selbst überprüfen.
ein Bild vom ganzen Baum und evtl. Knospen wäre nicht schlecht
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Acer Palmatum braucht Rat
nach deiner beschreibung kann es sehr gut sein, dass der baum zu nass stand bzw. steht. gerade wenn wenig wurzeln vorhanden waren. durch die vorangegangene schwächung klingt eine schädigung, wie du sie beschreibst, plausibel.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
so algige Sachen hab ich auch schon an meinem Baum gehabt, standen für mich aber auch im Zusammenhang mit festem Dünger. Ob der Baum im Winter,also mehrere Monate zurück zu naß stand, wird anhand dieser Bilder kaum zu beantworten sein.
Wenn der Baum unter dem Lehmbatzen gelitten hat, wird er dies Jahr sein Wurzelsystem regenerieren, sofern er ausgetrieben hat und auf deine Maßnahmen eingeht. Das Laub wird möglicherweise schütter bleiben, aber die Knospen für das nächste Jahr werden recht kräftig ausfallen. Du wirst also wahrscheinlich einen gewissen Zeitversatz in der Reaktion haben.
so algige Sachen hab ich auch schon an meinem Baum gehabt, standen für mich aber auch im Zusammenhang mit festem Dünger. Ob der Baum im Winter,also mehrere Monate zurück zu naß stand, wird anhand dieser Bilder kaum zu beantworten sein.
Wenn der Baum unter dem Lehmbatzen gelitten hat, wird er dies Jahr sein Wurzelsystem regenerieren, sofern er ausgetrieben hat und auf deine Maßnahmen eingeht. Das Laub wird möglicherweise schütter bleiben, aber die Knospen für das nächste Jahr werden recht kräftig ausfallen. Du wirst also wahrscheinlich einen gewissen Zeitversatz in der Reaktion haben.
73 Anja
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
auch ich würde gerne mehr Bilder von dem Baum sehen, um seinen Gesamtzustand beurteilen zu können. So kann man schwer etwas sagen.
Wenn der Ahorn nach dem Umtopfen kaum noch Wurzeln hatte, war die Zeit von Ende August bis zum Blattfall im Herbst natürlich recht kurz, so dass er in der Zeit nicht das ganze neue Substrat durchwurzeln konnte. Bei der herbstlichen Kühle ist vielleicht das Substrat nicht mehr genügend getrocknet, nicht genügend erwärmt worden und das Wurzelwachstum nicht ausreichend in Gang gekommen. Da haben wir hier im Norden wettertechnisch ein paar Nachteile gegenüber anderen Regionen. Der Zeitpunkt war vielleicht unter diesen Gesichtspunkten nicht optimal gewählt.
Nässe kann bei solch einer Situation natürlich dann über den ganzen Winter ein gewisses Problem sein. Das Substrat sieht körnig aus, was gut ist. Wenn aber - was man nicht sofort von den Fotos her sehen kann - ein gewisser Humusanteil enthalten ist und Lava, das viel Wasser hält, kann dies das Problem verstärken.
Interessant zu wissen wäre, wie Du den Ahorn überwintert hast. Ein geschwächter, spät umgetopfter Baum sollte möglichst keinem Frost ausgesetzt werden und unter einem Dach stehen, um nicht allen Niederschlag abzubekommen.
Du hast nicht zufällig Fotos vom Zustand des Ahorns vor dem Umtopfen und vom Wurzelballen nach Deiner Bearbeitung, vor dem Eintopfen? Das könnte einigen Aufschluss geben.
Fächerahorne sind eigentlich sehr regenerationsfähig und vertragen auch starke Eingriffe an den Wurzeln, wenn sie vital sind und danach das Substrat und die Pflege stimmt.
Es ist möglich, dass der Baum schon so geschwächt war, dass die radikale Wurzelbearbeitung Ende August ihn zu sehr beansprucht hat (bei sehr geschwächten Bäumen ist es u.U. besser, nur die obere Substratschicht herauszukratzen und zu ersetzen und dann im Frühling darauf vollständig umzutopfen).
Auf Düngen würde ich verzichten, solange der Baum nicht belaubt ist. Eine Messerspitze Vitamin B1-Pulver auf 1l Gießwasser könnte aber vielleicht die Wurzelbildung begünstigen.
Ich drücke die Daumen, dass der Baum sich erholt. Wäre schade drum!
Liebe Grüße,
Heike
auch ich würde gerne mehr Bilder von dem Baum sehen, um seinen Gesamtzustand beurteilen zu können. So kann man schwer etwas sagen.
Wenn der Ahorn nach dem Umtopfen kaum noch Wurzeln hatte, war die Zeit von Ende August bis zum Blattfall im Herbst natürlich recht kurz, so dass er in der Zeit nicht das ganze neue Substrat durchwurzeln konnte. Bei der herbstlichen Kühle ist vielleicht das Substrat nicht mehr genügend getrocknet, nicht genügend erwärmt worden und das Wurzelwachstum nicht ausreichend in Gang gekommen. Da haben wir hier im Norden wettertechnisch ein paar Nachteile gegenüber anderen Regionen. Der Zeitpunkt war vielleicht unter diesen Gesichtspunkten nicht optimal gewählt.
Nässe kann bei solch einer Situation natürlich dann über den ganzen Winter ein gewisses Problem sein. Das Substrat sieht körnig aus, was gut ist. Wenn aber - was man nicht sofort von den Fotos her sehen kann - ein gewisser Humusanteil enthalten ist und Lava, das viel Wasser hält, kann dies das Problem verstärken.
Interessant zu wissen wäre, wie Du den Ahorn überwintert hast. Ein geschwächter, spät umgetopfter Baum sollte möglichst keinem Frost ausgesetzt werden und unter einem Dach stehen, um nicht allen Niederschlag abzubekommen.
Du hast nicht zufällig Fotos vom Zustand des Ahorns vor dem Umtopfen und vom Wurzelballen nach Deiner Bearbeitung, vor dem Eintopfen? Das könnte einigen Aufschluss geben.
Fächerahorne sind eigentlich sehr regenerationsfähig und vertragen auch starke Eingriffe an den Wurzeln, wenn sie vital sind und danach das Substrat und die Pflege stimmt.
Es ist möglich, dass der Baum schon so geschwächt war, dass die radikale Wurzelbearbeitung Ende August ihn zu sehr beansprucht hat (bei sehr geschwächten Bäumen ist es u.U. besser, nur die obere Substratschicht herauszukratzen und zu ersetzen und dann im Frühling darauf vollständig umzutopfen).
Auf Düngen würde ich verzichten, solange der Baum nicht belaubt ist. Eine Messerspitze Vitamin B1-Pulver auf 1l Gießwasser könnte aber vielleicht die Wurzelbildung begünstigen.
Ich drücke die Daumen, dass der Baum sich erholt. Wäre schade drum!
Liebe Grüße,
Heike
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Liebe Forengemeinde!
herzlichsten Dank für die ausführlichen, kompetenten und schnellen Antworten, auch die PNs!
Ich habe den Artikel geschrieben mit der Meinung es sei allerhöchste Zeit Maßnahmen zu ergreifen. Nachdem ich viele, gute Ratschläge erhalten haben, bin ich SOFORT ans Werk gegangen, da ich meine Pflegefehler erkannt hatte.
Warten, um den Baum nicht zu stören war, meiner Meinung nach, nicht mehr angebracht, nachdem ich nochmal komplett um den Stamm herum gebuddelt habe und sah, dass noch überall eine feste, fast schwarze Lehmschicht auf dem Stamm klebte.
Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt folgende Rettungsmaßnahmen ergriffen:
-Umsetzen in eine möglichst kleine Schale, um überschüssiges, nicht durchwurzeltes Substat zu vermeiden.
-Den Wurzelballen komplett mit starkem Stahl abgeduscht, um den alten Klebkram los zu werden.
-Das Lava Granulat herausgesiebt. Dieses war etwas kleiner, als die anderen Bestandteile (Hauptsächlich Bimskies)
-Das Substrat auf eine Größe von mindestens 5mm gesiebt und eine Drainageschicht von 6-10mm gewählt.
-Vitamin B1 Pulver online bestellt (verdammt teuer, aber egal!)
-Ein paar Bilder während der Maßnahme geschossen, um wenigstens den aktuellen Zustand zu dokumentieren
-Beschlossen erstmal weder mit Biogold, noch mit Saidung oder mineralischem Dünger zu düngen, solange, bis die ersten Blätter ausgereift sind.
Der Baum steht unter einem Glasdach an der äußersten Kante und bekommt da nur Regenwasser ab, wenn Wind während des Regens weht.
Überwintert hat der Baum an der Wand in einem gut und regelmäßig durchlüfteten Folienzelt unterhalb des Glasdaches. Bei Frost, der diesen Winter ja recht selten war, hatte ich unterhalb von -3°C 1-3 Teelichter mit unter gestellt, die die Temperatur um einige Grad angehoben hatten.
Um nun in die Zukunft zu schauen, bedarf es einem klaren Pflege- / Maßnahmen Plan.
Bei dem Substat fällt es mir etwas schwer, den korrekten Gießzeitpunkt zu bestimmen, da kein sich Kanuma und kein Akadama enthalten ist. Beides läßt optisch eine Feuchtigkeitseinschätzung zu. Ich werde mein Bestes geben.
Welche weiteren Maßnahmen sind also zu ergreifen
-ab jetzt, bis zum ersten, sich öffnenden Blattes?
-dann im Hochsommer (Juni-August)?
-Herbst (wann Herbstdüngung bzw. bis wann mit Stickstoffanteil düngen)?
-Die Wahl der passenden Überwinterung?
Die Antworten sind zum Großteil schon beantwortet oder mir schon geläufig.
Dennoch werde ich zu Dokumentationszwecken hierzukünftig noch mehr Informationen geben.
Schlussendlich bleibt noch zu fragen:
Was kann ich heute noch darüber hinaus unternehmen?
Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!
Thomas
p.s.: Der Baum soll zunächst einfach überleben, wenn ich 2-3 Jahre für Gestaltungsmaßnahmen verliere, ist das vollkommen egal. noch hab ich etwas Zeit.
herzlichsten Dank für die ausführlichen, kompetenten und schnellen Antworten, auch die PNs!
Ich habe den Artikel geschrieben mit der Meinung es sei allerhöchste Zeit Maßnahmen zu ergreifen. Nachdem ich viele, gute Ratschläge erhalten haben, bin ich SOFORT ans Werk gegangen, da ich meine Pflegefehler erkannt hatte.
Warten, um den Baum nicht zu stören war, meiner Meinung nach, nicht mehr angebracht, nachdem ich nochmal komplett um den Stamm herum gebuddelt habe und sah, dass noch überall eine feste, fast schwarze Lehmschicht auf dem Stamm klebte.
Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt folgende Rettungsmaßnahmen ergriffen:
-Umsetzen in eine möglichst kleine Schale, um überschüssiges, nicht durchwurzeltes Substat zu vermeiden.
-Den Wurzelballen komplett mit starkem Stahl abgeduscht, um den alten Klebkram los zu werden.
-Das Lava Granulat herausgesiebt. Dieses war etwas kleiner, als die anderen Bestandteile (Hauptsächlich Bimskies)
-Das Substrat auf eine Größe von mindestens 5mm gesiebt und eine Drainageschicht von 6-10mm gewählt.
-Vitamin B1 Pulver online bestellt (verdammt teuer, aber egal!)
-Ein paar Bilder während der Maßnahme geschossen, um wenigstens den aktuellen Zustand zu dokumentieren
-Beschlossen erstmal weder mit Biogold, noch mit Saidung oder mineralischem Dünger zu düngen, solange, bis die ersten Blätter ausgereift sind.
Der Baum steht unter einem Glasdach an der äußersten Kante und bekommt da nur Regenwasser ab, wenn Wind während des Regens weht.
Überwintert hat der Baum an der Wand in einem gut und regelmäßig durchlüfteten Folienzelt unterhalb des Glasdaches. Bei Frost, der diesen Winter ja recht selten war, hatte ich unterhalb von -3°C 1-3 Teelichter mit unter gestellt, die die Temperatur um einige Grad angehoben hatten.
Um nun in die Zukunft zu schauen, bedarf es einem klaren Pflege- / Maßnahmen Plan.
Bei dem Substat fällt es mir etwas schwer, den korrekten Gießzeitpunkt zu bestimmen, da kein sich Kanuma und kein Akadama enthalten ist. Beides läßt optisch eine Feuchtigkeitseinschätzung zu. Ich werde mein Bestes geben.
Welche weiteren Maßnahmen sind also zu ergreifen
-ab jetzt, bis zum ersten, sich öffnenden Blattes?
-dann im Hochsommer (Juni-August)?
-Herbst (wann Herbstdüngung bzw. bis wann mit Stickstoffanteil düngen)?
-Die Wahl der passenden Überwinterung?
Die Antworten sind zum Großteil schon beantwortet oder mir schon geläufig.
Dennoch werde ich zu Dokumentationszwecken hierzukünftig noch mehr Informationen geben.
Schlussendlich bleibt noch zu fragen:
Was kann ich heute noch darüber hinaus unternehmen?
Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!
Thomas
p.s.: Der Baum soll zunächst einfach überleben, wenn ich 2-3 Jahre für Gestaltungsmaßnahmen verliere, ist das vollkommen egal. noch hab ich etwas Zeit.
- Dateianhänge
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- Wurzelballen vor dem Auswaschen
- 2015-05-18 14.02.11kl.jpg (175.2 KiB) 3651 mal betrachtet
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- Vor dem Auswaschen von unten
- 2015-05-18 14.03.18kl.jpg (175.42 KiB) 3651 mal betrachtet
-
- Nach dem Auswaschen
- 2015-05-18 14.15.32kl.jpg (156.52 KiB) 3651 mal betrachtet
-
- Nach dem Umtopfen
- 2015-05-18 14.36.54kl.jpg (186.92 KiB) 3651 mal betrachtet
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
Thomas L.
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
das restliche Wurzelsystem ist wirklich erschreckend klein. Allerdings vermisse ich noch immer Bilder des gesamten Baums, der Zweige und Knospen, um seine Lage besser einschätzen zu können.
Deine getroffenen Maßnahmen sowie Standort und Überwinterung hören sich OK an.
Bei solchen Substraten, die bei Nässe / Trockenheit keinen Farbunterschied haben, bin ich auch sehr unsicher mit dem Gießen. Grobes Akadama hat sich bei mir für Bäume mit Wurzelproblemen immer am besten bewährt.
Ich drücke die Daumen, dass jetzt alles in die richtige Richtung läuft.
LG, Heike
das restliche Wurzelsystem ist wirklich erschreckend klein. Allerdings vermisse ich noch immer Bilder des gesamten Baums, der Zweige und Knospen, um seine Lage besser einschätzen zu können.
Deine getroffenen Maßnahmen sowie Standort und Überwinterung hören sich OK an.
Bei solchen Substraten, die bei Nässe / Trockenheit keinen Farbunterschied haben, bin ich auch sehr unsicher mit dem Gießen. Grobes Akadama hat sich bei mir für Bäume mit Wurzelproblemen immer am besten bewährt.
Ich drücke die Daumen, dass jetzt alles in die richtige Richtung läuft.
LG, Heike
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
die letzten Bilder sind tatsächlich sehr ernüchternd, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hatte im Frühjahr beim Umtopfen meine Lieblingslärche schon verloren geglaubt, da das noch vorhandene Wurzelsystem ungefähr Deinem glich. Ich hätte bloß noch heulen können. Vor allen, da ich bis heute nicht weiß, was falsch war. Aktuell treibt sie zwar schwach aber nicht ein Ast ist verloren.
Für Deinen Baum kann ich mich nur an das Gesagte anschließen. Einige Aspekte möchte ich aber noch unterstreichen:
Viele Grüße und alles Gute für Dich und vor allem Deinem Baum
Thomas
die letzten Bilder sind tatsächlich sehr ernüchternd, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hatte im Frühjahr beim Umtopfen meine Lieblingslärche schon verloren geglaubt, da das noch vorhandene Wurzelsystem ungefähr Deinem glich. Ich hätte bloß noch heulen können. Vor allen, da ich bis heute nicht weiß, was falsch war. Aktuell treibt sie zwar schwach aber nicht ein Ast ist verloren.
Für Deinen Baum kann ich mich nur an das Gesagte anschließen. Einige Aspekte möchte ich aber noch unterstreichen:
- Du hast oben etwas von Düngen geschrieben - verwende bitte derzeit keinen Dünger - erst wieder, wenn sich der Baum sichtlich erholt hat.
Stelle den Baum absonnig - keine direkte Sonne
Nicht zu nass - zusätzlich regelmäßig übersprühen
Ich verwende ich solch kritischen Situationen gerne "Wundermittel" wie Waldleb.. etc. ob es wirklich etwas nützt und auch nicht gerade billig ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber es hat sicherlich nicht geschadet und es hat mein Gewissen beruhigt.
Wenn es die kommenden Tage so stark regnen soll wie angekündigt, dann eher geschützt aufstellen.
Viele Grüße und alles Gute für Dich und vor allem Deinem Baum
Thomas
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Was das W...leben betrifft habe ich aus Insiderkreisen vor längerer Zeit schon gehört, dass damals die erste Charge davon gut war, die Qualität aber später nicht mehr ansatzweise erreicht wurde. Ich traue dem Zeug heutzutage nicht mehr.
Das Vitamin B1 halte ich für sinnvoller und vertrauenswürdiger.
LG, Heike
Das Vitamin B1 halte ich für sinnvoller und vertrauenswürdiger.
LG, Heike
- Dirk K. aus L.
- Beiträge: 1150
- Registriert: 31.05.2009, 09:11
- Wohnort: Oldenburger Münsterland (Norddeutsche Tiefebene)
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Wie schrieb Walter Pall einmal über den Einsatz solcher "Wundermittel" in Fällen wie diesem (sinngemäß):Heike_vG hat geschrieben:Was das W...leben betrifft habe ich aus Insiderkreisen vor längerer Zeit schon gehört, dass damals die erste Charge davon gut war, die Qualität aber später nicht mehr ansatzweise erreicht wurde. Ich traue dem Zeug heutzutage nicht mehr.
Das Vitamin B1 halte ich für sinnvoller und vertrauenswürdiger.
Das hilft in etwa so gut wie Vitamine bei einem Beinbruch. – Nun, schaden werden W...leben u. Co. wohl nicht.
Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Dirk K. aus L. hat geschrieben:Wie schrieb Walter Pall einmal über den Einsatz solcher "Wundermittel" in Fällen wie diesem (sinngemäß):Heike_vG hat geschrieben:Was das W...leben betrifft habe ich aus Insiderkreisen vor längerer Zeit schon gehört, dass damals die erste Charge davon gut war, die Qualität aber später nicht mehr ansatzweise erreicht wurde. Ich traue dem Zeug heutzutage nicht mehr.
Das Vitamin B1 halte ich für sinnvoller und vertrauenswürdiger.
Das hilft in etwa so gut wie Vitamine bei einem Beinbruch. – Nun, schaden werden W...leben u. Co. wohl nicht.
Grüße, Dirk
... oder das Absingen der sozialistischen Internationale auf russisch.
73 Anja
- ChristianB
- Beiträge: 471
- Registriert: 11.09.2006, 14:15
- Wohnort: Mitten im Ruhrgebiet
Re: Acer Palmatum braucht Rat
... und lass' den Brita Filter weg!
Das ist ja ein Ionentauscher der Dir zwar das Wasser entkalkt und als Kationentauscher auch nur H+ Ionen abgeben sollte (solange er nicht erschöpft ist), allerdings kannst Du nicht kontrollieren wieviele H+ Ionen da raus kommen und wie sauer das Wasser wird. Außerdem sollen zur Entkeimung auch Silber im Filter verwendet werden, wie viel davon ausgewaschen wird kann auch keiner sagen.
Wenn Du unbedingt weicheres Wasser haben musst, nimm Regenwasser oder verschneide Regenwasser mit Leitungswasser.
Und vergiss das mit dem Vitamin B1. Das ist ein Mythos. Das stimmt genau so, wie dass Spinat besonders viel Eisen enthält.
Hier mal was zum Nachlesen:
http://puyallup.wsu.edu/~linda%20chalke ... n%20B1.pdf
Trotzdem viel Glück!
Das ist ja ein Ionentauscher der Dir zwar das Wasser entkalkt und als Kationentauscher auch nur H+ Ionen abgeben sollte (solange er nicht erschöpft ist), allerdings kannst Du nicht kontrollieren wieviele H+ Ionen da raus kommen und wie sauer das Wasser wird. Außerdem sollen zur Entkeimung auch Silber im Filter verwendet werden, wie viel davon ausgewaschen wird kann auch keiner sagen.
Wenn Du unbedingt weicheres Wasser haben musst, nimm Regenwasser oder verschneide Regenwasser mit Leitungswasser.
Und vergiss das mit dem Vitamin B1. Das ist ein Mythos. Das stimmt genau so, wie dass Spinat besonders viel Eisen enthält.
Hier mal was zum Nachlesen:
http://puyallup.wsu.edu/~linda%20chalke ... n%20B1.pdf
Trotzdem viel Glück!
Viele Grüße
Christian
Christian
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Guten Morgen zusammen!
Aktueller Stand der Pflanze heute Morgen:
In der Krone sind diverse Knospen, die sich ein klein wenig bewegt haben. die einzige, die schon aufgegangen war, und wo sich das erst Blattpaar einen halben Zentimeter gezeigt hatte wurde von einem Vogel / Eichhörnchen etc. abgeknabbert.
Alle Anderen Äste haben kein neues Knospenwachstum. da tat sich was im April. aber nun ist dort Stillstand.
Zwei Äste sind tot.
Mit dem Handy kann ich leider keine Detail Bilder machen. das bekommt die Linse irgendwie nicht scharf gestellt. Ich leihe mir eine ordentliche Kamera und hole das nach. Darum hier ein weiteres, unscharfes Gesamtbild des Baumes. Mehr folgt dann.
Danke nochmal für die nicht abreißenden, unterstützenden Meldungen!
Grüße!
Thomas
Aktueller Stand der Pflanze heute Morgen:
In der Krone sind diverse Knospen, die sich ein klein wenig bewegt haben. die einzige, die schon aufgegangen war, und wo sich das erst Blattpaar einen halben Zentimeter gezeigt hatte wurde von einem Vogel / Eichhörnchen etc. abgeknabbert.
Alle Anderen Äste haben kein neues Knospenwachstum. da tat sich was im April. aber nun ist dort Stillstand.
Zwei Äste sind tot.
Mit dem Handy kann ich leider keine Detail Bilder machen. das bekommt die Linse irgendwie nicht scharf gestellt. Ich leihe mir eine ordentliche Kamera und hole das nach. Darum hier ein weiteres, unscharfes Gesamtbild des Baumes. Mehr folgt dann.
Danke nochmal für die nicht abreißenden, unterstützenden Meldungen!
Grüße!
Thomas
- Dateianhänge
-
- 2015-05-18 16.10.25kl.jpg (177.1 KiB) 3280 mal betrachtet
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
Thomas L.
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hallo Thomas,
als sonst stiller mitleser könnte Dir vieleicht noch der Tipp mit der Plastiktüte weiterhelfen. Zwei meiner Bäume hatte es nach dem Umtopfen ebenfalls erwischt und sind wieder auf dem Weg der Besserung. Du hast momentan lediglich einen grossen Steckling der entsprechend versorgt werden möchte. Die Bäume stelle ich jeweils in eine passend grosse durchsichtige Plastiktüte die oben verschlossen wird. Das ganze wird dann Wind und Sonnengeschützt aufgestellt. Die gespannte Luft/ Kondensat hilft dabei, dass der Baum winiger austrocknet und die Chancen für die Wurzelbildung/ Austrieb erhöht werden. Hier im Forum evtl. nochmal Plastiktüte in die Suchfunktion eingeben.
Drücke Dir die Daumen, Gruss Mario
als sonst stiller mitleser könnte Dir vieleicht noch der Tipp mit der Plastiktüte weiterhelfen. Zwei meiner Bäume hatte es nach dem Umtopfen ebenfalls erwischt und sind wieder auf dem Weg der Besserung. Du hast momentan lediglich einen grossen Steckling der entsprechend versorgt werden möchte. Die Bäume stelle ich jeweils in eine passend grosse durchsichtige Plastiktüte die oben verschlossen wird. Das ganze wird dann Wind und Sonnengeschützt aufgestellt. Die gespannte Luft/ Kondensat hilft dabei, dass der Baum winiger austrocknet und die Chancen für die Wurzelbildung/ Austrieb erhöht werden. Hier im Forum evtl. nochmal Plastiktüte in die Suchfunktion eingeben.
Drücke Dir die Daumen, Gruss Mario
Re: Acer Palmatum braucht Rat
Hi!
Vielen Dank für den Tipp mit der Tüte.
ich habe ein wenig dazu gelesen und denke, dass das noch zusätzliche Unterstüzung für den Baum leifern könnte.
Habe ich das richtig verstanden: Oben schließen, aber trotzdem ein paar Luftlöcher hineinschneiden, oder? Na das macht Sinn. Das mache ich so.
DANKE!
Vielen Dank für den Tipp mit der Tüte.
ich habe ein wenig dazu gelesen und denke, dass das noch zusätzliche Unterstüzung für den Baum leifern könnte.
Habe ich das richtig verstanden: Oben schließen, aber trotzdem ein paar Luftlöcher hineinschneiden, oder? Na das macht Sinn. Das mache ich so.
DANKE!
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
Thomas L.
