Laubbaum-Entwicklung

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zopf
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Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo
In einer lockeren Folge möchte ich versuchen
Euch einen Weg zum Aufbau eines Laubaumes vermitteln.
Vorab ist es hilfreich ein paar Punkte zu erläutern.

Schlüssigkeit (Danke Christian) ist einer der Punkte die wir,
besser geschrieben Unsere Augen,
erwarten um ein Bäumchen als solches zu erkennen.
Schlüssigkeit ist eigentlich recht einfach,
wenn man beschreibt was nicht schlüssig ist.
Ein gerader Stamm und gewundene (Spaghetti) Äste
oder ein gewundener Stamm und gerade Äste
sind nicht schlüssig.

Bonsai ist die Suche nach dem kleinsten Baum im Baum.
Ein Baum wächst, wenn auch nur langsam aber er wächst,
er wird größer und größer.
Nehmen wir einen Zuwachs von 3cm pro Jahr an,
das ergibt in 10 Jahren 30cm, in 20 Jahren 60cm.
Da 3 cm Zuwachs im Jahr, ohne große Schnitte,
schon schwierig zu erreichen sind,
sollte man stets versuchen, den Baum so klein wie möglich zu halten.

Verjüngung, Verzweigung, Bewegung
Das sind 3 Merkmale die zu Unserem Bonsaibild gehören.
Letzteres, die Bewegung, ist bei streng aufrechten Bäumen weniger wichtig.
Fangen wir mit der Verjüngung an
- Verjüngung im Stamm, in den Ästen, bei den Wurzeln (von dick (Anfang) nach dünn (Ende))
- Verjüngung bei den Internodien (von länger (Anfang) zu kürzer (Ende))
- Verjüngung(Verkleinerung) bei den Winkeln (die untersten Äste haben den größten Winkel, der nach oben immer kleiner wird)

Bei der Verkleinerung der Winkel sind wir bei einem sehr wichtigen Punkt der Laubbaumentwicklung.
Nehmen wir an wir haben einen geraden Stamm und formen waagerechte Äste.
Der Abstand der Äste wird zur Spitze hin immer kleiner
und wir kommen früher oder später nicht mehr weiter, da es nur noch ein dicker Knubbel an der Spitze ist.
Dann hilft nur ein beherzter Schnitt um die Spitze wieder neu aufzubauen.
Hier hilft uns das Vorbild der Natur zur Lösung dieses Problems - Aufbesen -
Es bildet sich nicht nur ein Spitzentrieb, sondern eine mehr oder weniger große Anzahl Spitzen.

mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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achim73
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von achim73 »

hi dieter, finde ich ein gutes und wichtiges projekt, diese grundlegenen, aber essentiellen dinge noch mal zusammengefasst zu vermitteln. danke !
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo
Gehen wir also mal von einem Beispiel aus.
Ihr habt einen jungen Laubbaum erworben
und möchtet aus Ihm einen schönen Bonsai machen.

Ihr solltet Euch informieren was es für eine Art ist,
dies ist für die späteren Arbeiten wichtig.
Wenn wir z.B. die Knospenstellung nehmen (gegenständig, wechselständig ....)
so ist diese Information wichtig für den späteren Schnitt.
Frosthärte, Wurzelvorlieben (kalkig, sauer...), Standort, Wachstumsbeginn, Austriebsverhalten...
nur um die wichtigsten zu nennen.

"Kenne Deinen Feind..."
In der ständigen Auseinandersetzung mit dem Baum,
das er sich gefälligst so verhält wie Ihr das möchtet,
ist es einfach sinnvoll Grundlegendes zu der Art zu wissen.

Also der Baum steht nun vor Euch und Ihr fangt an,
besser geschrieben die Fragen fangen an.
Stellt den Baum auf eine Waage und notiert Euch das Gewicht,
dann stellt Ihn für 1 Stunde in ein Wasserbad und wiegt Ihn wieder.
Dann dürfte das Substrat, der Wurzelballen gesättigt sein
und Ihr könnt über das Wiegen (man bekommt ein Gefühl für das Gewicht mit der Zeit)
überprüfen ob der Baum gegossen werden muss.
Bei einem jungen Baum könnt Ihr Euch sicher sein,
das die Wurzeln nicht gut entwickelt sind
und auch nicht gut bearbeitet wurden.
Auch das Substrat ist höchstwahrscheinlich nicht das Beste.

Umtopfen oder nicht -
Ihr habt den Baum aus dem Wasserbad genommen, dann stellt die Schale schräg
damit überschüssiges Wasser ablaufen kann,
Und jetzt giesst Ihr den Baum und beobachtet ob das Wasser eindringt
und recht schnell Wasser aus den Drainageöffnungen dringt.
Ist das der Fall kann man mit dem Umtopfen noch warten.
Ist das nicht der Fall, nehmt einen Zahnstocher und lockert die oberste Erdschicht
vom Stamm aus in Richtung Schalenrand.
Dann noch mal der Versuch mit der Drainage.

Gut Ihr wollt/müsst also umtopfen und die Schalenfrage steht an.
Entweder ist der Baum gerade oder er ist nicht gerade.
Wenn er gerade ist (das sind die meisten) kommt nur eine runde Schale in Frage.
Die Bevorzugung einer runden Schale hat 2 Gründe
- Bei einer runden Schale und mittiger Platzierung des Baumes
können sich die Wurzeln nach allen Seiten hin gut entwickeln
- Ein guter (gerader) Baum sollte keine präzise Vorderseite haben,
eher von allen Seiten gut aussehen.
Wenn er sich nach Jahren dann die Bezeichnung "Bonsai" verdient hat,
habt Ihr (hoffentlich) auch genügend Erfahrung gesammelt
um die Sahneseite bestimmen zu können.
Prinzipiell ist allgemein ein runde Schale für die Anfangszeit zu bevorzugen.

Frauen und Ihre Schuhe oder die "schöne" Bonsaischale,
das ist wie Zopf, das Rauchen und die Unvernunft.
Warum quetschen Frauen Ihre Füße in zu enge hochhackige Schuhe.
Die meiste Zeit des Lebens verbringen wir im Bett und in den Schuhen,
daher sollte die Matratze und das Schuhwerk optimal ihre Funktion erfüllen.
So auch eine Schale für einen jungen Baum,
rund, Wasser- und Luftdurchlässig, also Anzuchtschalen.

mfG Dieter
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo

Man kann einen Baum in 3 Bereiche teilen
-Wurzeln
-Stamm, Äste, Zweige
-Blätter, Nadeln
die verschiedene Aufgaben haben.

Die Wurzeln dienen (hauptsächlich) der Wasserversorgung
und der Verankerung des Baumes in der Erde/Substrat.
Die Feinwurzeln mit Ihren Wurzelspitzen nehmen das Wasser auf
Die größeren Wurzeln dienen der Standfestigkeit und Verankerung,
damit nicht jeder Windhauch oder Sturm den Baum entwurzelt.
Diese beiden Arten von Wurzeln benötigen wir auch bei Unseren Zöglingen.
Am wichtigsten für das Überleben ist das Feinwurzelsystem,
die größeren Wurzeln die am Stammfuß zusammenlaufen
sind für unser Baumempfinden wichtig, da ein Stab (bildlich geschrieben) in einer Schale
nicht den Eindruck eines Baumes erwirkt.

Das langfristig zu erreichende Ziel
ist ein flacher, kompakter Wurzelballen dessen Hauptwurzeln sich sternförmig ausbreitet
in Verbindung mir einem leistungsfähigen Feinwurzelsystem.
Da das Überleben des Baumes der wichtigste Punkt ist
kann man sich die Frage stellen.

Was brauchen die Wurzeln ?
Wasser und Luft sind die wichtigsten Punkte,
wobei der Faktor Luft viel wichtiger ist als man annimmt.
Die Wurzelspitzen wachsen (wild) umher auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen
und saugen dabei jeden letzten Tropfen Feuchtigkeit auf.
Finden Sie Wasser wachsen Sie und verzweigen sich,
finden Sie keine Feuchtigkeit verkümmern Sie.
Durch den Tau der Nacht und am Schalenboden ist immer ein Tropfen zu finden.
Habt Ihr eine Anzuchtschale genommen saugt Sie auch an den porösen Schalenwänden.
Luft ist allerdings ein Problem.
Wenn das Substrat zu dicht ist, können die Wurzeln nicht atmen.
Ein zu dichtes Substrat ist ausserdem (meistens) entweder zu feucht oder zu trocken.

mfG Dieter
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Max L
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von Max L »

Hallo Dieter,

super Thread, vielen Dank!

Beste Grüße, MAx
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo
Bevor es an das "Wurzelbild" geht, noch ein paar Worte zum Substrat.
Es muss 2 Eigenschaften haben
- ein gute Drainage, diese sorgt für einen guten Wasserabfluss
und beim Gießen wird neue Luft von oben in das Substrat gesaugt
- eine gute Fähigkeit Wasser und Nährstoffe zu halten.
Es gibt viele Meinungen, viele Mischungen, hier nur 2 Beispiele

Akadama pur - die untersten 2/3 der Schale mit einer 4 mm Körnung,
das obere Drittel mit einer 2 mm Körnung

Drainagematerial (Blähtonbruch, Bims, Blähschiefer, Zeolith usw)
und ein Speichersubstrat (z.B. Kokohum, Torf hat zu grobe Bestandteile für einen jungen Baum)
Bei dieser Mischung dann 2/3 der Schale mit Drainagematerial
und das obere Drittel mit einer 50/50 Mischung Drainagematerial und Kokohum.

Für ein gutes Wachstum ist eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung in der Schale nötig,
die oberste Substratschicht trocknet zuerst (Sonne, Wind, Schwerkraft),
daher hier die feuchtere Mischung und die Drainageschicht enthält viel Luft.
Grob geschrieben kommt das starke Wachstum aus dem unteren Teil der Schale
und das zukünftige Nebari aus der oberen Substratschicht.

mfG Dieter
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo
Das Wurzelbild (Nebari) ist für einen Laubbaum sehr wichtig,
da es, wenn es gut ausgeprägt ist, den Eindruck eines Baumes in der Landschaft unterstützt.
Wenn wir einen Baum entwickeln wollen,
sollte man in der Reihenfolge Wurzeln, Stamm, Äste vorgehen.
Von der Baumgesundheit aus betrachtet ist ein gut ausgebildetes Wurzelsystem auch sehr wichtig.
die ganze Schale wird von den kleinen Wurzeln duchdrungen
wodurch die Wasser und Nährstoffaufnahme optimiert wird.
Und wenn durch zu viel oder wenig Trockenheit mal ein paar Wurzeln "verloren" gehen,
wird die Gesundheit des Baumes nicht groß geschädigt,
da schnell Ersatz gebildet wird.

Anbei 2 Beispiele (hell Hauptwurzeln, dunkel Nebenwurzeln, von oben betrachtet)
Wurzeln.jpg
Wurzeln.jpg (20.82 KiB) 3640 mal betrachtet
Bei den Hauptwurzeln ist es sinnvoll von 3,5,7 auszugehen
und die Zwischenräume dann mit Nebenwurzeln zu füllen.
Links mal mit 5 Hauptwurzeln, rechts mit 7 Hauptwurzeln.
Unten wär dann in diesem Fall die Ansichtsseite,
da es unfein wirkt, wenn eine dicke Wurzel direkt auf den Betrachter zukommt.
(aber dazu später mehr)

mfG Dieter
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espanna
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von espanna »

Vielen Dank,
es ist sehr verständlich *daumen_new*
Gruß
László

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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo
Von der Wurzelebene zum Stammansatz wäre dann der nächste Bereich
der Unsere Aufmerksamkeit verdient.
Als Beispiel ein Bäumchen von Chris-Gitarre (er hat hoffentlich nichts dagegen).

Auf den 3 Bildern ist links der Originalbaum und daneben 2 veränderte Stammansätze.
(Der Stammansatz ist der Bereich wo die Wurzeln in den Stamm übergehen)
Bei dem mittleren Bild habe ich den Bereich rechts belassen und links etwas aufgefüllt,
daraus würde sich ungefähr solche Schalenproportionen ergeben.
Rechts ist der Stammansatz oder Stammfuß in einem weicheren Bogen retuschiert,
woraus sich dann andere Schalenproportionen ergeben.
Wurzeln-2.jpg
mfG Dieter

PS Wer möchte kann sich über die Platzierung in der Schale Gedanken machen,
villeicht auch einen Blick auf das Wurzelbild meiner Zeichnung werfen.
grüsse an die bewohner von melmac
chris-git@rre

Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Dieter,
zopf hat geschrieben: Als Beispiel ein Bäumchen von Chris-Gitarre (er hat hoffentlich nichts dagegen).
Nein habe nichts dagegen.
Habe mich nur ein bisschen gewundert.
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achim73
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von achim73 »

zur pflanzposition:
wäre es sinnvoll, den baum wie gezeigt zu neigen ?
gründe:
1. die beiden substämme sind besser ausbalanciert
2. der untere stammteil ist nicht mehr gerade
3. die beiden untersten äste liegen nicht mehr auf gleicher höhe.
Wurzeln-2a.jpg
Wurzeln-2a.jpg (49.63 KiB) 3205 mal betrachtet
Gruss, Achim
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo Achim
Der vorhandene Stammfuss mit seinen Wurzelansätzen
würde sich gut für eine leicht Neigung eignen.
Bei einem "schrägen" Baum ergeben sich Stütz- und Tragwurzeln
die in einem unterschiedlichen Bogen vom Stamm in die Wurzelebene führen.
Auf dem Bild (leicht nach recht geneigt) zieht der Baum die Wurzeln auf der linken Seite nach oben
und drückt gleichzeitig die rechten Wurzeln nach unten.
Wurzeln-4.jpg
Umgesetzt auf den Baum von Chris-Gitarre
hätte man nun die Möglichkeit den Baum gleich- oder gegenläufig aufzubauen.
Wurzeln-5.jpg
Was könnte das für den Astaufbau bedeuten ?

mfG Dieter
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bonsaiheiner
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von bonsaiheiner »

Praktisches Beispiel:
Die Existenz und Position der Oberflächen-Stütz-Wurzel rechts gab den Ausschlag zur sanften Neigung des Baumes nach rechts.
Zelkova nire Shakan klein 20.4.15 26.11.14.jpg
Gruss,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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Ferry
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von Ferry »

Hallo Heiner,

ein anschauliches Beispiel für die oben genannten Varianten.
LG,
F.
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zopf
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Re: Laubbaum-Entwicklung

Beitrag von zopf »

Hallo Heiner
Vielen Dank für das gute Beispiel

Wenn man den Baum etwas genauer betrachtet,
kann man viele Feinheiten beobachten, die einen richtig guten Baum ausmachen.
Die blaue Linie ist die Schalenmitte, die rote Linie die Stammachse.
Die Spitze der Krone liegt auf der Stammachse und unterstützt die Bewegung nach rechts,
genauso wie die außermittige Platzierung des Baumes in der Schale.
Die orange Linie (der Kronenumriss) ist auf der linken Seite geschlossen
und auf der rechten Seite unregelmäßig/geöffnet.
Wäre auch die rechte Seite geschlossen, wäre das optische Gleichgewicht gestört
und man hätte das Gefühl der Baum würde nach rechts kippen.
Unterstützt wird die Bewegung nach rechts durch die unterschiedliche Höhe der unteren Äste.
Auch hier ist auf der linken Seite eine geschlossene Unterkante
und auf der rechten Seite eine unregelmäßig/geöffnete Linie zu finden.
Wurzeln-6.jpg
Wurzeln-6.jpg (86.77 KiB) 2709 mal betrachtet
Alles in Allem ein wundervolles Beispiel für einen guten Bonsai.
Kein Bäumchen, kein Baum, das ist ein Bonsai.

mfG Dieter
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