Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
... ich habe mit "meiner Methode" nur bei Pinus sylvestris, Pinus nigra und Pinus mugo Erfahrung gemacht; ob das auch so gut bei anderen Kiefern funktioniert, weiß ich nicht.
LG,
F.
F.
Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
also, das prinzip kommt mir logisch vor, ähnlich wie pinzieren vs. heckenschnitt bei laubbäumen.
die energiebilanz geht erst wieder in den positiven bereich, wenn die neuen blätter bzw. nadeln eine weile photosynthese gemacht haben. das gibt dem baum die nötigen kraftreserven, um einen neuen austrieb zu machen,.
schlussflolgerung wäre einfach, sich nicht nach irgendwelchen monatsangaben zu richten, sondern einfach zu schauen, wie weit der baum gerade ist.
der zeitpunkt wird in jahren mit warmem frühjahr früher sein als in jahren mit schlechtem wetter.
die energiebilanz geht erst wieder in den positiven bereich, wenn die neuen blätter bzw. nadeln eine weile photosynthese gemacht haben. das gibt dem baum die nötigen kraftreserven, um einen neuen austrieb zu machen,.
schlussflolgerung wäre einfach, sich nicht nach irgendwelchen monatsangaben zu richten, sondern einfach zu schauen, wie weit der baum gerade ist.
der zeitpunkt wird in jahren mit warmem frühjahr früher sein als in jahren mit schlechtem wetter.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
So ist es achim dieses jahr im vergleich zum vorigen waren die kiefern viel frueher am kerzen schieben
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
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Joseph Conrad
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- Registriert: 25.05.2013, 19:16
Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
Ich bin da ganz bei Ferrys erster Methode.
@ Bengt : Dein Bild ist ja auch ein Hinweis darauf, das in Ryan Neils Video Part 2 gewiss nicht die deutsche Klimazone gemeint sein konnte. Solche Kerzen haben ja noch eine Menge Streckung vor sich und sowieso noch ihr gesamtes Nadelwachstum vor sich. Die Kerzen sind bei dir Mitte Juni gerade so lang wie die Nadeln. Ich schätze mal so etwa 4-8cm. Wenn du sie jetzt pinzierst wird der Baum nur noch Knospen und Rücknospen in diesem Jahr bilden. Photosynthese kann er aber nur mit seinen letztjährigen und in ein paar Wochen auch mit den diesjährigen Nadeln am Stummel des Rückschnitts leisten. Das ist dann zu wenig für Stammverdickung,Astverdickung und Entwicklung. Jedes Jahr so pinziert wird der Baum zu schwächeln anfangen und stecken bleiben.
Achim beschreibt das ganz richtig mit der " Energiebilanz". Ich gucke auch immer wie weit meine Bäume gerade sind.Mitte Juli muss ich aber schneiden um nicht von einem kalten Spätsommer überrascht zu werden.
Die Suzuki Methode des Entkerzens bei japanischen Schwarz und Rotkiefern welche er bei Kimura gelernt hat ,ist ja die Methode die Ryan Neil auf Pinus sylvestris anwendet. (Die gibt es erst seit nach dem zweiten Weltkrieg) Mit folgender Einschränkung ! Da er weiß , das Sylvestris ( und auch US Kiefern mit denen er arbeitet wie P. ponderosa etc.) nur einen Austrieb im Jahr schafft und auch schwächer wächst als die zweinadeligen Japanerinnen schneidet er viel später und lässt einen Stumpf mit neuen Nadelpaaren stehen.
Ein Pinzieren von noch schiebenden Kerzen vor dem Nadeln schieben findet bei ihm bei Sylvestris gar keine Anwendung.
Er pinziert nur die fünfnadelige Mächenkiefer ,die so gut wie gar nichts mit Pinus sylvestris gemein hat und beim "entkerzen" eingehen würde.
Grüße Joseph
@ Bengt : Dein Bild ist ja auch ein Hinweis darauf, das in Ryan Neils Video Part 2 gewiss nicht die deutsche Klimazone gemeint sein konnte. Solche Kerzen haben ja noch eine Menge Streckung vor sich und sowieso noch ihr gesamtes Nadelwachstum vor sich. Die Kerzen sind bei dir Mitte Juni gerade so lang wie die Nadeln. Ich schätze mal so etwa 4-8cm. Wenn du sie jetzt pinzierst wird der Baum nur noch Knospen und Rücknospen in diesem Jahr bilden. Photosynthese kann er aber nur mit seinen letztjährigen und in ein paar Wochen auch mit den diesjährigen Nadeln am Stummel des Rückschnitts leisten. Das ist dann zu wenig für Stammverdickung,Astverdickung und Entwicklung. Jedes Jahr so pinziert wird der Baum zu schwächeln anfangen und stecken bleiben.
Achim beschreibt das ganz richtig mit der " Energiebilanz". Ich gucke auch immer wie weit meine Bäume gerade sind.Mitte Juli muss ich aber schneiden um nicht von einem kalten Spätsommer überrascht zu werden.
Die Suzuki Methode des Entkerzens bei japanischen Schwarz und Rotkiefern welche er bei Kimura gelernt hat ,ist ja die Methode die Ryan Neil auf Pinus sylvestris anwendet. (Die gibt es erst seit nach dem zweiten Weltkrieg) Mit folgender Einschränkung ! Da er weiß , das Sylvestris ( und auch US Kiefern mit denen er arbeitet wie P. ponderosa etc.) nur einen Austrieb im Jahr schafft und auch schwächer wächst als die zweinadeligen Japanerinnen schneidet er viel später und lässt einen Stumpf mit neuen Nadelpaaren stehen.
Ein Pinzieren von noch schiebenden Kerzen vor dem Nadeln schieben findet bei ihm bei Sylvestris gar keine Anwendung.
Er pinziert nur die fünfnadelige Mächenkiefer ,die so gut wie gar nichts mit Pinus sylvestris gemein hat und beim "entkerzen" eingehen würde.
Grüße Joseph
Jeder Grashalm hat seinen Fleck Erde, aus dem er sein Leben und seine Kraft zieht; ...
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Joseph Conrad
- Beiträge: 283
- Registriert: 25.05.2013, 19:16
Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
Hallo zusammen,
ich will euch mal einen kleinen Einblick in die diesjährige Entwicklung meiner Pinus sylvestris Bonsai geben.
Die inneren Knospen der letztjährigen Rückknospung ( vom Spätsommer- Herbst 2014) entwickelten sich zu meiner
Enttäuschung größtenteils zu "Scheidetrieben". Das sind diese kleinen gehäuften Knospenrosetten aus schwertförmigen Einzelnadeln. Fast alle verkümmerten wie kleine Hexenbesen und ich musste sie herausschneiden. Woran es lag ? Vielleicht der übergroße Schock beim Entfernen von Opfertrieben ? Der zu frühe Rückschnitt ? Der diesjährige Austrieb an den normalen Rückschnittpunkten der letztjährigen Triebe war aber ganz hervorragend. Die Nadellänge und auch die Trieblänge waren sehr gut. Das lag eindeutig an dem Spitzensommer. Ich hatte sogar bei vielen Bäumen einen zweiten Austrieb. Aber : Wie immer vereinzelt und nur in den Spitzenberreichen der Krone und somit nur ein nettes Kuriosum. Innere Rückknospung habe ich dieses Jahr nur recht sporadisch. Woran lag es ? Zum einen an den vielen "Hexenbesen" die ich herausschneiden musste und die die Bäume wohl auch Reserven gekostet haben ? Aber vielleicht auch an den dieses Jahr sehr zahlreichen und dicken Knospen in der Nähe der Rückschnitt Stummel von diesem Jahr ? Alles in allem bin ich aber mit diesem Jahr schon zufrieden.
Die neuen Opferäste und Opferleittriebe beginnen schon , wie auch natürlich alle anderen permanenten "Bonsai"- bereiche der Bäumchen, sich zu verdicken. Jetzt hoffe ich auf einen guten September der die Bäumchen dick und fett werden lässt
Die organische Stickstoffdüngung mit Bio-Trissol Tomate habe ich jetzt eingestellt. Die Bio Gold , Hanagokoro und Abraxas Kuchen bleiben bis Ende Oktober um den Bäumchen die nötige Power zu liefern.
ich hoffe ihr hattet auch ein gutes Jahr mit euren Waldkiefern.
Liebe Grüße
Joseph
ich will euch mal einen kleinen Einblick in die diesjährige Entwicklung meiner Pinus sylvestris Bonsai geben.
Die inneren Knospen der letztjährigen Rückknospung ( vom Spätsommer- Herbst 2014) entwickelten sich zu meiner
Enttäuschung größtenteils zu "Scheidetrieben". Das sind diese kleinen gehäuften Knospenrosetten aus schwertförmigen Einzelnadeln. Fast alle verkümmerten wie kleine Hexenbesen und ich musste sie herausschneiden. Woran es lag ? Vielleicht der übergroße Schock beim Entfernen von Opfertrieben ? Der zu frühe Rückschnitt ? Der diesjährige Austrieb an den normalen Rückschnittpunkten der letztjährigen Triebe war aber ganz hervorragend. Die Nadellänge und auch die Trieblänge waren sehr gut. Das lag eindeutig an dem Spitzensommer. Ich hatte sogar bei vielen Bäumen einen zweiten Austrieb. Aber : Wie immer vereinzelt und nur in den Spitzenberreichen der Krone und somit nur ein nettes Kuriosum. Innere Rückknospung habe ich dieses Jahr nur recht sporadisch. Woran lag es ? Zum einen an den vielen "Hexenbesen" die ich herausschneiden musste und die die Bäume wohl auch Reserven gekostet haben ? Aber vielleicht auch an den dieses Jahr sehr zahlreichen und dicken Knospen in der Nähe der Rückschnitt Stummel von diesem Jahr ? Alles in allem bin ich aber mit diesem Jahr schon zufrieden.
Die neuen Opferäste und Opferleittriebe beginnen schon , wie auch natürlich alle anderen permanenten "Bonsai"- bereiche der Bäumchen, sich zu verdicken. Jetzt hoffe ich auf einen guten September der die Bäumchen dick und fett werden lässt
Die organische Stickstoffdüngung mit Bio-Trissol Tomate habe ich jetzt eingestellt. Die Bio Gold , Hanagokoro und Abraxas Kuchen bleiben bis Ende Oktober um den Bäumchen die nötige Power zu liefern.
ich hoffe ihr hattet auch ein gutes Jahr mit euren Waldkiefern.
Liebe Grüße
Joseph
Jeder Grashalm hat seinen Fleck Erde, aus dem er sein Leben und seine Kraft zieht; ...
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Joseph Conrad
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- Registriert: 25.05.2013, 19:16
Re: Betrachtungen zur Pfege zweinadeliger Kiefern
Heute habe ich in den starken Bereichen meiner Waldkiefern alle alten Nadeln geschnitten. In den schwachen und unteren Bereichen oft nicht alle entfernt. Die jetzt schön licht und luftig gewordenen Kronen erlaubten es dann im oberen Kronenbereich manches Ästchen nach unten ab zu spannen. Damit konnte ich meine waagerechten Nadeletagen weiter ver- bessern. Die Endknospen sind dieses Jahr besonders fett nach dem herrlichen Sommer. Die Verzweigungsdichte könnte ich bei vielen Kiefern nur dadurch steigern wenn ich kürzere Nadeln zuließe. Aber zuerst sind noch mindestens 5-10 Jahre Mastjahre angesagt um dicke untere Stämme zu bekommen. Ich muss da immer geduldig sein , weil die Schönheit hoher Verzweigung mit der eines dicken Stammes konkuriert. Beides gleichzeitig zu erhalten klappt aber nur bedingt.
Liebe Grüße
Joseph
Liebe Grüße
Joseph
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