Birke treibt nicht aus
Birke treibt nicht aus
Hallo zusammen,
seit Jahren hat meine Birke immer nur an den selben Stellen ausgetrieben, da konnte ich machen, was ich wollte. Leider führte das zu unschönen Verdickungen.
Letztes Jahr im November hatte ich die Faxen dicke und habe unterhalb der schlimmsten Stellen radikal gekappt. Hatte geglaubt, der Baum treibt dann aus dem alten Holz, aber Pustekuchen!
Das einzige was passiert ist, dass sich ein Kallusring an der Schnittstelle gebildet hat. Also noch steckt der Baum voller Leben, aber wenn da nicht bald Blättchen kommen, wars das in absehbarer Zeit.
Hat jemand ne Idee?
seit Jahren hat meine Birke immer nur an den selben Stellen ausgetrieben, da konnte ich machen, was ich wollte. Leider führte das zu unschönen Verdickungen.
Letztes Jahr im November hatte ich die Faxen dicke und habe unterhalb der schlimmsten Stellen radikal gekappt. Hatte geglaubt, der Baum treibt dann aus dem alten Holz, aber Pustekuchen!
Das einzige was passiert ist, dass sich ein Kallusring an der Schnittstelle gebildet hat. Also noch steckt der Baum voller Leben, aber wenn da nicht bald Blättchen kommen, wars das in absehbarer Zeit.
Hat jemand ne Idee?
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Birke treibt nicht aus
Ich kann Dir mal meine Erfahrungen bezüglich Yamadoris erzählen. Vielleicht hilft Dir das ja irgend wie.
Über die letzten Jahre habe ich mir immer mal wieder eine Birke aus dem Wald geholt. Manche hatte ich sogar ein Jahr zuvor radikal vor Ort gekappt um sie dann im kommenden zu bergen. Mein Gedanke war halt, das die Pflanze vor Ort austreibt und so schon mal etwas Grün für das "Bergejahr" hat. Etwas Langzeitdünger noch dran und gut ist, dachte ich mir.
Nun, was konnte ich beobachten. Alle Birken die ich vor Ort gekappt hatte taten sich erstmal sehr schwer mit dem Austrieb aus dem alten Holz. Als sie es dann doch endlich taten verkümmerte der relativ schnell wieder. Ein Jahr später waren die Triebe dann auch komplett abgestorben. Einen dicken Brummer dachte ich mir nehme ich mit und versuche mein Glück bei viel gutem Futter und Pflege. Da sich unter den einjährigen Trieben ja noch Grün zeigte.
Aber leider kam nie etwas. Die Triebe vertrockneten komplett und die Pflanze starb schließlich.
Was bei Birken wesentlich erfolgversprechender ist, ist diese im Frühjahr radikal zu kappen, direkt zu bergen und dann bei gutem Futter zu pflegen. Ich kann Dir sagen die Treiben wie doof aus. Aus jeder erdenklichen Pore - komischerweise meist nur aus dem alten Holz. 2 bis 3 Jährige Triebe tun sich schwer mit Neuaustrieben.
Was will ich damit sagen:
Vielleicht wäre es ratsamer gewesen die Pflanze erst im Frühjahr zu kappen. Ob und in wie Weit das jetzt eine Rolle spielt wenn man einen bereits getopften Baum im September stark zurücknimmt weiß ich nicht. Bei Yamadoris mache ich das jedenfalls nicht mehr. Habe dadurch leider echt gutes Material verloren.
Viele Grüße und ich drück´Dir die Daumen das evtl. noch was kommt. Wobei ich es eher nicht glaube - sry
Über die letzten Jahre habe ich mir immer mal wieder eine Birke aus dem Wald geholt. Manche hatte ich sogar ein Jahr zuvor radikal vor Ort gekappt um sie dann im kommenden zu bergen. Mein Gedanke war halt, das die Pflanze vor Ort austreibt und so schon mal etwas Grün für das "Bergejahr" hat. Etwas Langzeitdünger noch dran und gut ist, dachte ich mir.
Nun, was konnte ich beobachten. Alle Birken die ich vor Ort gekappt hatte taten sich erstmal sehr schwer mit dem Austrieb aus dem alten Holz. Als sie es dann doch endlich taten verkümmerte der relativ schnell wieder. Ein Jahr später waren die Triebe dann auch komplett abgestorben. Einen dicken Brummer dachte ich mir nehme ich mit und versuche mein Glück bei viel gutem Futter und Pflege. Da sich unter den einjährigen Trieben ja noch Grün zeigte.
Aber leider kam nie etwas. Die Triebe vertrockneten komplett und die Pflanze starb schließlich.
Was bei Birken wesentlich erfolgversprechender ist, ist diese im Frühjahr radikal zu kappen, direkt zu bergen und dann bei gutem Futter zu pflegen. Ich kann Dir sagen die Treiben wie doof aus. Aus jeder erdenklichen Pore - komischerweise meist nur aus dem alten Holz. 2 bis 3 Jährige Triebe tun sich schwer mit Neuaustrieben.
Was will ich damit sagen:
Vielleicht wäre es ratsamer gewesen die Pflanze erst im Frühjahr zu kappen. Ob und in wie Weit das jetzt eine Rolle spielt wenn man einen bereits getopften Baum im September stark zurücknimmt weiß ich nicht. Bei Yamadoris mache ich das jedenfalls nicht mehr. Habe dadurch leider echt gutes Material verloren.
Viele Grüße und ich drück´Dir die Daumen das evtl. noch was kommt. Wobei ich es eher nicht glaube - sry
Re: Birke treibt nicht aus
Hallo Michael,
wenn es meiner wäre und rein als "Bauchgefühl" würde ich die Schnittstelle tiefer bis zum Kambium ausfräsen. War der erste Gedanke als ich das Bild sah.
wenn es meiner wäre und rein als "Bauchgefühl" würde ich die Schnittstelle tiefer bis zum Kambium ausfräsen. War der erste Gedanke als ich das Bild sah.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Birke treibt nicht aus
@Kanna
Sowas habe ich befürchtet.
Trotzdem Dank für Deine Erfahrungen. Demnächst werde ich mich da dran halten.
Dachte, wenn ich im Herbst schneide wäre das besser. Im Frühjahr hätte ich eher Tod durch ausbluten - also wegen dem starken Saftfluss - befürchtet
@Jürgen
Verstehe ich jetzt nicht, meinst Du neu anschneiden? ...da könnte ich doch einfach auch noch mal ein Stück absägen - oder?
Übrigens, der Seitenast macht es genau wie der Hauptstamm, aber ich greife gern nach jedem Strohhalm...
Sowas habe ich befürchtet.
Dachte, wenn ich im Herbst schneide wäre das besser. Im Frühjahr hätte ich eher Tod durch ausbluten - also wegen dem starken Saftfluss - befürchtet
@Jürgen
Verstehe ich jetzt nicht, meinst Du neu anschneiden? ...da könnte ich doch einfach auch noch mal ein Stück absägen - oder?
Übrigens, der Seitenast macht es genau wie der Hauptstamm, aber ich greife gern nach jedem Strohhalm...
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Birke treibt nicht aus
Ne, Michael. Mit ausfräsen meine ich den Stamm 2-3mm von innen quasi auhöhlen bis du an der Innenseite am Kambium bist. Ist aber, wie gesagt ne Bauchsache, viel. auch nur ne Schnapsideemigo hat geschrieben: @Jürgen
Verstehe ich jetzt nicht, meinst Du neu anschneiden? .
So in der Art Viel. wäre auch ein schräger oder V-Schnitt besser. Beim schrägen aber auch nachbearbeiten Viel. taugt auch alles nix
Gruß Jürgen 
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Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Birke treibt nicht aus
Michael,
ich will dir da ncht zuviel Hoffnung machen.
Den genauen Ablauf innerhalb des Baumes kenne ich nicht, vielleicht kann hier ja einer unserer Biologen nachhelfen.
Allerdings werden bei uns im Spätsommer und Herbst die Birken in den umliegenden Mooren alle paar Jahre gefällt um ein zuwachsen zu verhindern.
Dies geschieht natürlich in dem Wissen, dass diese Aktion ziemlich sicher zum absterben der Birken führt und man sie nicht aufwändig ausgraben muss.
ich will dir da ncht zuviel Hoffnung machen.
Den genauen Ablauf innerhalb des Baumes kenne ich nicht, vielleicht kann hier ja einer unserer Biologen nachhelfen.
Allerdings werden bei uns im Spätsommer und Herbst die Birken in den umliegenden Mooren alle paar Jahre gefällt um ein zuwachsen zu verhindern.
Dies geschieht natürlich in dem Wissen, dass diese Aktion ziemlich sicher zum absterben der Birken führt und man sie nicht aufwändig ausgraben muss.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Birke treibt nicht aus
Ich befürchte, ihr werdet recht behalten.
Im Pflegekalender steht, dass dicke Äste zw. Nov. und Jan. geschnitten werden können. Da habe ich mich dran gehalten, allerdings ohne zu bedenken, dass dicke Äste doch etwas anderes sind, als der Hauptstamm
Aufgrund eurer Aussagen (Yamadori/Moor) habe ich mal entsprechend gegoogelt... Tja... wie es aussieht, habe ich den Baum mit dieser radikalen Schnittmasnahme umgebracht - da wird wohl auch nochmaliges Anschneiden nicht mehr helfen.
Im Pflegekalender steht, dass dicke Äste zw. Nov. und Jan. geschnitten werden können. Da habe ich mich dran gehalten, allerdings ohne zu bedenken, dass dicke Äste doch etwas anderes sind, als der Hauptstamm
Aufgrund eurer Aussagen (Yamadori/Moor) habe ich mal entsprechend gegoogelt... Tja... wie es aussieht, habe ich den Baum mit dieser radikalen Schnittmasnahme umgebracht - da wird wohl auch nochmaliges Anschneiden nicht mehr helfen.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Birke treibt nicht aus
nur so ein Vorschlag, keine Ahnung ob das funktionieren kann. Kann auch totaler Humbug sein, fallt nicht über mich her 
Ich hab die letzten Jahre immer wieder von verschiedensten Bäumen Äste abgemoost. Bei vielen ist oberhalb oder unterhalb der Abmoostelle, aber noch innerhalb des Plastiksacks (gefüllt mit Moos) aus einem schlafenden Auge ein Ast (keine Wurzel!) gewachsen, tlw. sogar mit Blätter. Letzte Woche wieder bei einem Zierflieder gesehen, leider nie ein Foto gemacht.
Bei einer Quitte hat sich so ein Ast sogar mal durch das Plastik gekämpft.
Vl kann man das Ganze auch bewusst provozieren, Probieren kost ja nix
Ich hab die letzten Jahre immer wieder von verschiedensten Bäumen Äste abgemoost. Bei vielen ist oberhalb oder unterhalb der Abmoostelle, aber noch innerhalb des Plastiksacks (gefüllt mit Moos) aus einem schlafenden Auge ein Ast (keine Wurzel!) gewachsen, tlw. sogar mit Blätter. Letzte Woche wieder bei einem Zierflieder gesehen, leider nie ein Foto gemacht.
Bei einer Quitte hat sich so ein Ast sogar mal durch das Plastik gekämpft.
Vl kann man das Ganze auch bewusst provozieren, Probieren kost ja nix
Re: Birke treibt nicht aus
Hallo Michael,
wenn du noch eine Birke hast könntest du versuchen einen Zweig anzupfropfen. Das würde zumindest den Baum retten und du gewinnst Zeit um zu überlegen wie es weitergeht kann.
Gruß Ralf
wenn du noch eine Birke hast könntest du versuchen einen Zweig anzupfropfen. Das würde zumindest den Baum retten und du gewinnst Zeit um zu überlegen wie es weitergeht kann.
Gruß Ralf
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
Fines est omnis laboris
Re: Birke treibt nicht aus
Michael,
es ist ja immer etwas ärgerlich wenn ein Baum nicht so richtig mitspielt.
Birken haben schon ihre Macken, aber zum Glück findet man überall sehr schnell und leicht Ersatz.
Es lohnt sich eigentlich nicht viel Aufhebens darum zu machen, außer der Baum hatte eine emtionale Bedeutung für dich.
es ist ja immer etwas ärgerlich wenn ein Baum nicht so richtig mitspielt.
Birken haben schon ihre Macken, aber zum Glück findet man überall sehr schnell und leicht Ersatz.
Es lohnt sich eigentlich nicht viel Aufhebens darum zu machen, außer der Baum hatte eine emtionale Bedeutung für dich.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Birke treibt nicht aus
@all
Ich denke mal zum abmoosen ist es jetzt zu spät, eine zweite Birke habe ich leider auch nicht und verdammt ja(!), der Baum hat eine emotionale Bedeutung für mich.
Ich befürchte, ich muss mich verabschieden
Ich denke mal zum abmoosen ist es jetzt zu spät, eine zweite Birke habe ich leider auch nicht und verdammt ja(!), der Baum hat eine emotionale Bedeutung für mich.
Ich befürchte, ich muss mich verabschieden
Tschüüss, Michael
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Re: Birke treibt nicht aus
Habe da im Netz noch eine ganz interessante Seite eines Forst-Sachverständigenbüros gefunden. Dort heißt es:
Birken vermehren sich in Mitteleuropa fast ausschließlich generativ. Die Birke hat nur eine geringe Fähigkeit zum Stockausschlag, die mit zunehmendem Alter nachläßt.
Fazit: Wer immer eine Birke kappen will, muss unterhalb der Schnittstelle noch ein paar Triebe stehen lassen.
Ach hätt ich´s doch vorher gewußt ...da war ich wohl zu blauäugig.
Birken vermehren sich in Mitteleuropa fast ausschließlich generativ. Die Birke hat nur eine geringe Fähigkeit zum Stockausschlag, die mit zunehmendem Alter nachläßt.
Fazit: Wer immer eine Birke kappen will, muss unterhalb der Schnittstelle noch ein paar Triebe stehen lassen.
Ach hätt ich´s doch vorher gewußt ...da war ich wohl zu blauäugig.
Tschüüss, Michael
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Re: Birke treibt nicht aus
Hi Michael, das tut mir leid für dich - ich denke auch, wenn sich jetzt immer noch kein Blättchen zeigte, sagt die Birke TSCHÜSS.
... ne klitzekleine Birke hätte ich für dich... dann hast du einen neuen Zögling,
bis denne
Volker
... ne klitzekleine Birke hätte ich für dich... dann hast du einen neuen Zögling,
bis denne
Volker
Bis denne Volker
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
Re: Birke treibt nicht aus
Moin Volker,
das ist lieb gemeint, aber ich werde es wohl nicht mehr mit Birken versuchen. Trotzdem Danke
das ist lieb gemeint, aber ich werde es wohl nicht mehr mit Birken versuchen. Trotzdem Danke
Tschüüss, Michael
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Re: Birke treibt nicht aus
Moin,
noch ein paar eigene Erfahrungen dazu:
- ich habe auch eine ganz interessante Birke auf diese Art verloren; ich vermute, ältere Stämme haben manchmal einfach keine "schlafenden Augen" mehr vorrätig und können dann nicht mehr treiben.
- Moorbirken treiben ev. leichter als Hängebirken bzw. haben mehr solcher Augen. Diese kleine, weiße Moorbirke, die ich dieses Frühjahr(!) sehr radikal gekürzt hatte (weil sich beim Kürzen auf die letzte erkennbare Knospe einfach immer noch keine sinnvolle Form ergeben hätte) hat anstandslos und üppig getrieben (da war ich mir aber auch gar nicht sicher, ob das was wird).
Gruß,
Stefan
noch ein paar eigene Erfahrungen dazu:
- ich habe auch eine ganz interessante Birke auf diese Art verloren; ich vermute, ältere Stämme haben manchmal einfach keine "schlafenden Augen" mehr vorrätig und können dann nicht mehr treiben.
- Moorbirken treiben ev. leichter als Hängebirken bzw. haben mehr solcher Augen. Diese kleine, weiße Moorbirke, die ich dieses Frühjahr(!) sehr radikal gekürzt hatte (weil sich beim Kürzen auf die letzte erkennbare Knospe einfach immer noch keine sinnvolle Form ergeben hätte) hat anstandslos und üppig getrieben (da war ich mir aber auch gar nicht sicher, ob das was wird).
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
