Laubbaum-Entwicklung
-
Berndbonsai
- Freundeskreis
- Beiträge: 1573
- Registriert: 05.04.2007, 15:11
- Wohnort: zwischen Neckar und Alb
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo Dieter
Danke, dass Du uns teilhaben läßt. Ich lerne eine Menge. Das ist klasse.
Dir Heiner, danke, dass Du das Bild zur Verfügung gestellt hast.
Gruß Bernd
Danke, dass Du uns teilhaben läßt. Ich lerne eine Menge. Das ist klasse.
Dir Heiner, danke, dass Du das Bild zur Verfügung gestellt hast.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Entscheidungen sollte man früher oder später treffen,
Manchem fällt es leicht, Manchen eher nicht.
Möglichkeiten gibt es immer viele, daher mal ein Beispiel.
Wir möchten eine Schale 30cm Breite.
Nehmen wir nur eine runde, eine ovale und eine rechteckige Schale,
dazu ohne Rand, Rand nach innen, Rand nach aussen.
Das ergibt 9 verschiedene Möglichkeiten,
- rund, ohne Rand
- rund, Rand nach innen
- rund, Rand nach aussen
- oval, ohne Rand
....
Wir müssten also vorher noch weiter festlegen,
was wir genau wollen.
Bei Unseren Bäumchen ist es nicht anders,
daher brauchen wir "Ausscheidungskriterien",
was nicht anderes bedeutet als "Was wollen wir nicht ? "
Grundlage dieser Ausscheidungskriterien ist eine Bestandsaufnahme,
eine "Baumanalyse", oder wir immer Ihr es auch nennen möchtet.
Dabei versuchen wir die Vorzüge und die Nachteile des Bäumchens zu finden.
Vorzüge hervorheben und Fehler verstecken/beseitigen ist dann die Marschrichtung.
Wenn wir bei den Fehlern über verstecken oder beseitigen sind,
müssen wir zuerst unterscheiden zwischen Nadel- und Laubbäumen
und bei Laubbäumen zwischen der Ansicht mit und ohne Laub.
Fehler verstecken geht bei Nadelbäumen recht gut (das ist die gängige Praxis).
Bei Laubbäumen im Blattkleid kann man auch das Meiste verstecken,
dies ist und bleibt aber eine "Mogelpackung".
Wenn wir also davon ausgehen einen Laubbaum ohne Blattkleid entwickeln zu wollen,
sollten wir als allererstes versuchen die Fehler zu finden
und wenn möglich zu beseitigen.
mfG Dieter
Entscheidungen sollte man früher oder später treffen,
Manchem fällt es leicht, Manchen eher nicht.
Möglichkeiten gibt es immer viele, daher mal ein Beispiel.
Wir möchten eine Schale 30cm Breite.
Nehmen wir nur eine runde, eine ovale und eine rechteckige Schale,
dazu ohne Rand, Rand nach innen, Rand nach aussen.
Das ergibt 9 verschiedene Möglichkeiten,
- rund, ohne Rand
- rund, Rand nach innen
- rund, Rand nach aussen
- oval, ohne Rand
....
Wir müssten also vorher noch weiter festlegen,
was wir genau wollen.
Bei Unseren Bäumchen ist es nicht anders,
daher brauchen wir "Ausscheidungskriterien",
was nicht anderes bedeutet als "Was wollen wir nicht ? "
Grundlage dieser Ausscheidungskriterien ist eine Bestandsaufnahme,
eine "Baumanalyse", oder wir immer Ihr es auch nennen möchtet.
Dabei versuchen wir die Vorzüge und die Nachteile des Bäumchens zu finden.
Vorzüge hervorheben und Fehler verstecken/beseitigen ist dann die Marschrichtung.
Wenn wir bei den Fehlern über verstecken oder beseitigen sind,
müssen wir zuerst unterscheiden zwischen Nadel- und Laubbäumen
und bei Laubbäumen zwischen der Ansicht mit und ohne Laub.
Fehler verstecken geht bei Nadelbäumen recht gut (das ist die gängige Praxis).
Bei Laubbäumen im Blattkleid kann man auch das Meiste verstecken,
dies ist und bleibt aber eine "Mogelpackung".
Wenn wir also davon ausgehen einen Laubbaum ohne Blattkleid entwickeln zu wollen,
sollten wir als allererstes versuchen die Fehler zu finden
und wenn möglich zu beseitigen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Wie kann man die "graue Theorie" nun aber in die Praxis umsetzen ?
Als Praxisbeispiel einfach mal wieder das Bäumchen von Chris-Gitarre.
Bei der Entwicklung eines Bäumchens sollte man die Reihenfolge
- Wurzeln - Stamm - Äste -
einhalten.
Die Wurzeln sind schon gut bearbeitet, also kümmern wir uns um den Stamm.
Grob beschrieben sind
- Verjüngung - Verzweigung - Bewegung -
wesentliche Merkmale eines "Bonsai".
Fangen wir auch hier mit der Verjüngung an
Der rote Kreis markiert einen Aststumpen der viel zu dick ist,
also sollte er entfernt werden.
Die grünen Linien markieren den "Saftfluss" die wichtig für den Verschluss
der sich, nach Entfernung das Aststumpen, ergebenden Wunde ist.
Der untere Ast stoppt den "Saftrückzug" und der obere Ast zieht die Wunde zu.
Somit sollte man den pink markierten Bereich fördern
um den ersten "Fehler" des Bäumchens zu beheben.
mfG Dieter
Wie kann man die "graue Theorie" nun aber in die Praxis umsetzen ?
Als Praxisbeispiel einfach mal wieder das Bäumchen von Chris-Gitarre.
Bei der Entwicklung eines Bäumchens sollte man die Reihenfolge
- Wurzeln - Stamm - Äste -
einhalten.
Die Wurzeln sind schon gut bearbeitet, also kümmern wir uns um den Stamm.
Grob beschrieben sind
- Verjüngung - Verzweigung - Bewegung -
wesentliche Merkmale eines "Bonsai".
Fangen wir auch hier mit der Verjüngung an
Der rote Kreis markiert einen Aststumpen der viel zu dick ist,
also sollte er entfernt werden.
Die grünen Linien markieren den "Saftfluss" die wichtig für den Verschluss
der sich, nach Entfernung das Aststumpen, ergebenden Wunde ist.
Der untere Ast stoppt den "Saftrückzug" und der obere Ast zieht die Wunde zu.
Somit sollte man den pink markierten Bereich fördern
um den ersten "Fehler" des Bäumchens zu beheben.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo Zopf,
wie sich eine Wunde gut verschliesst, klingt so logisch und einfach bei dir, das stand in noch keinen Buch/Forum, über das ich bis jetzt gestolpert bin. Davon würde ich gerne mehr hören.
Interpretiere ich jetzt richtig, dass der pinke Ast die Wunde zuzieht, weil er der nächste Ast ist ? Also mit nur einem Internodium dazwischen ? Würden Äste, die weiter oben sind, gar nicht oder nur weniger helfen ?
Auf den Fotos meine ich noch Knospen an dem genannten Internodium erkennen zu können. Würden diese die Wunde noch schneller zuziehen, wenn man diese fördern würde ?
wie sich eine Wunde gut verschliesst, klingt so logisch und einfach bei dir, das stand in noch keinen Buch/Forum, über das ich bis jetzt gestolpert bin. Davon würde ich gerne mehr hören.
Interpretiere ich jetzt richtig, dass der pinke Ast die Wunde zuzieht, weil er der nächste Ast ist ? Also mit nur einem Internodium dazwischen ? Würden Äste, die weiter oben sind, gar nicht oder nur weniger helfen ?
Auf den Fotos meine ich noch Knospen an dem genannten Internodium erkennen zu können. Würden diese die Wunde noch schneller zuziehen, wenn man diese fördern würde ?
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
Ich will nur noch hupen !
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo Frank
Was ist ein Bäumchen anderes als ein
biochemischer Prozess der den physikalischen Grundlagen unterliegend
dem Wahrscheinlichkeitsraum seines genetischen Codes folgt.
Hört sich in dieser Form grob an, ist aber nur eine Kurzform
dessen was wir zu beachten haben.
Im Falle des Wundverschlusses von der phys. Seite her Strömungslehre und Schwerkraft.
mfG Dieter
PS ´tschuldigung für den ersten Satz
Was ist ein Bäumchen anderes als ein
biochemischer Prozess der den physikalischen Grundlagen unterliegend
dem Wahrscheinlichkeitsraum seines genetischen Codes folgt.
Hört sich in dieser Form grob an, ist aber nur eine Kurzform
dessen was wir zu beachten haben.
Im Falle des Wundverschlusses von der phys. Seite her Strömungslehre und Schwerkraft.
mfG Dieter
PS ´tschuldigung für den ersten Satz
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Also umgangssprachlich formuliert: je näher, desto ström 
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
Ich will nur noch hupen !
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo Frank
Beim Thema "Schneiden von dicken Ästen" gibt es ein paar Punkte.
Wie sollte die Schnittstelle aussehen ?
Welche Form sollte Sie haben ?
Ein gedankliches Hilfsmittel könnte der Luftwiderstand sein,
(heute Zeitfahren bei der Tour de France - Schutzhelme, Regentropfen,...)
Eine Schnittstelle könnte auch nicht verheilen.
Welche Form der (nicht verheilten) Schnittstelle sieht am natürlichsten aus ?
Wie bricht ein starker Ast durch Schnee- oder Windbruch ab ?
mfG Dieter
Beim Thema "Schneiden von dicken Ästen" gibt es ein paar Punkte.
Wie sollte die Schnittstelle aussehen ?
Welche Form sollte Sie haben ?
Ein gedankliches Hilfsmittel könnte der Luftwiderstand sein,
(heute Zeitfahren bei der Tour de France - Schutzhelme, Regentropfen,...)
Eine Schnittstelle könnte auch nicht verheilen.
Welche Form der (nicht verheilten) Schnittstelle sieht am natürlichsten aus ?
Wie bricht ein starker Ast durch Schnee- oder Windbruch ab ?
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Nach dem kleinen Ausflug wieder zurück zum Bäumchen von Chris.
Wenn wir die beiden Stämme vergleichen ist der rechte Stamm etwas dicker als der linke Stamm,
hier im Vergleich der Punkte (gelb und rot)
Da (im Moment) der linke Stamm der Hauptstamm ist sollte er der dickere sein.
Des weiteren sind die beiden Stämme (gelb und rot) zusammen genommen dicker
als der darunter liegende Stammteil (pink).
Diese beiden Punkte entsprechen nicht dem was wir unter Verjüngung,
im Bezug auf die Stammdicke, verstehen.
Ein anderer Aspekt der Verjüngung ist die Verkürzung der Astabstände (der Internodien).
Hier ist beim rechten Stamm die grüne Linie kürzer als die blaue Linie,
so besteht auch hier Handlungsbedarf.
Zusammen genommen sollte der linke Stamm gestärkt werden,
vor allem die beiden linken Äste
und gleichzeitig der rechte Stamm geschwächt werden.
Der kleine gelbe Kreis zeigt Zweige die in´s Bauminnere weisen.
Solche Zweige sollte man eigentlich immer entfernen.
mfG Dieter
Nach dem kleinen Ausflug wieder zurück zum Bäumchen von Chris.
Wenn wir die beiden Stämme vergleichen ist der rechte Stamm etwas dicker als der linke Stamm,
hier im Vergleich der Punkte (gelb und rot)
Da (im Moment) der linke Stamm der Hauptstamm ist sollte er der dickere sein.
Des weiteren sind die beiden Stämme (gelb und rot) zusammen genommen dicker
als der darunter liegende Stammteil (pink).
Diese beiden Punkte entsprechen nicht dem was wir unter Verjüngung,
im Bezug auf die Stammdicke, verstehen.
Ein anderer Aspekt der Verjüngung ist die Verkürzung der Astabstände (der Internodien).
Hier ist beim rechten Stamm die grüne Linie kürzer als die blaue Linie,
so besteht auch hier Handlungsbedarf.
Zusammen genommen sollte der linke Stamm gestärkt werden,
vor allem die beiden linken Äste
und gleichzeitig der rechte Stamm geschwächt werden.
Der kleine gelbe Kreis zeigt Zweige die in´s Bauminnere weisen.
Solche Zweige sollte man eigentlich immer entfernen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Links auf dem Bild ist das Bäumchen noch mal Original,
in der Mitte der letzte "Virtualstand".
Der rote Kreis weist auf einen unschönen Knick hin,
wenn wir dazu noch die Bewegungrichtung (gelb) nehmen,
kommen wir auf eine Pflanzposition wie mit dem weißen Umriss angedeutet.
So gepflanzt und mit (organischer) Düngung (hauptsächlich rechts) unterstützt,
können wir hoffen das sich der Knick etwas auswächst.
Dazu den linken Ast (blauer Kreis) sehr kurz gehalten.
So hätte wir eine längerfristige Möglichkeit den Baum aufzubauen.
mfG Dieter
PS Das ist nur eine Möglichkeit, das Bäumchen aufzubauen.
Links auf dem Bild ist das Bäumchen noch mal Original,
in der Mitte der letzte "Virtualstand".
Der rote Kreis weist auf einen unschönen Knick hin,
wenn wir dazu noch die Bewegungrichtung (gelb) nehmen,
kommen wir auf eine Pflanzposition wie mit dem weißen Umriss angedeutet.
So gepflanzt und mit (organischer) Düngung (hauptsächlich rechts) unterstützt,
können wir hoffen das sich der Knick etwas auswächst.
Dazu den linken Ast (blauer Kreis) sehr kurz gehalten.
So hätte wir eine längerfristige Möglichkeit den Baum aufzubauen.
mfG Dieter
PS Das ist nur eine Möglichkeit, das Bäumchen aufzubauen.
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Bäumchen aufzubauen, es zu entwickeln.
Wenn Ihr verschiedene Möglichkeiten kennt und umsetzen könnt,
entscheidet das Bäumchen welche dieser Möglichkeiten am Besten passt.
Hier also mal eine streng aufrechte Version.
Der Stamm ist vorgegeben und es geht an die Äste.
Bei der linken Version ist die Länge der Äste gleich groß
Auch der Abstand vom Substrat zum ersten Ast
sowie der Abstand erster Ast zum zweiten Ast ist gleich (gelbe Kästen)
Die Baumachse/Baummitte (roter Strich) entspricht der Schalenmitte.
Wir erhalten anscheinend einen "symmetrischen" Baum,
allerdings nur anscheinend, da der Baum optisch nach links kippt.
Wir können´s aber besser, - Verjüngung - Verzweigung - Bewegung -.
Wenn wir Verjüngung als wichtigstes Prinzip nehmen,
verkleinern wir den Abstand vom ersten zum zweiten Ast
und verkürzen den zweiten Ast.
Dadurch ergibt sich auch eine andere Pflanzposition,
die Baumachse (rot) schiebt sich etwas nach links
gegenüber der Schalenmitte.
Blättert zurück und betrachtet die Wurzelbilder,
auch hier sind die Wurzeln nicht gleich lang.
mfG Dieter
PS Es geht mir nicht darum eine Regelwerk nach- oder vorzukauen.
Ich möchte versuchen Euer Verständnis für das "System Bonsai" zu wecken und weiter zu entwickeln.
Fragen sind erwünscht, sollte die Antwort (wie bei Frank) abweisend oder hochtrabend wirken,
lasst Euch nicht abschrecken, versucht eher zu verstehen was ich bezwecke.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Bäumchen aufzubauen, es zu entwickeln.
Wenn Ihr verschiedene Möglichkeiten kennt und umsetzen könnt,
entscheidet das Bäumchen welche dieser Möglichkeiten am Besten passt.
Hier also mal eine streng aufrechte Version.
Der Stamm ist vorgegeben und es geht an die Äste.
Bei der linken Version ist die Länge der Äste gleich groß
Auch der Abstand vom Substrat zum ersten Ast
sowie der Abstand erster Ast zum zweiten Ast ist gleich (gelbe Kästen)
Die Baumachse/Baummitte (roter Strich) entspricht der Schalenmitte.
Wir erhalten anscheinend einen "symmetrischen" Baum,
allerdings nur anscheinend, da der Baum optisch nach links kippt.
Wir können´s aber besser, - Verjüngung - Verzweigung - Bewegung -.
Wenn wir Verjüngung als wichtigstes Prinzip nehmen,
verkleinern wir den Abstand vom ersten zum zweiten Ast
und verkürzen den zweiten Ast.
Dadurch ergibt sich auch eine andere Pflanzposition,
die Baumachse (rot) schiebt sich etwas nach links
gegenüber der Schalenmitte.
Blättert zurück und betrachtet die Wurzelbilder,
auch hier sind die Wurzeln nicht gleich lang.
mfG Dieter
PS Es geht mir nicht darum eine Regelwerk nach- oder vorzukauen.
Ich möchte versuchen Euer Verständnis für das "System Bonsai" zu wecken und weiter zu entwickeln.
Fragen sind erwünscht, sollte die Antwort (wie bei Frank) abweisend oder hochtrabend wirken,
lasst Euch nicht abschrecken, versucht eher zu verstehen was ich bezwecke.
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo Dieter
Die gezeigten Bäume sind doch Kiefern; was hat das mit Laubbäumen zu tun? Was kann man davon auf die oben gezeigte Kastanie anwenden? Ich verstehe das nicht?
Beziehst du eine Aussagen über Verjüngung auf den Stamm oder die Äste oder soagr beides?
Die gezeigten Bäume sind doch Kiefern; was hat das mit Laubbäumen zu tun? Was kann man davon auf die oben gezeigte Kastanie anwenden? Ich verstehe das nicht?
Beziehst du eine Aussagen über Verjüngung auf den Stamm oder die Äste oder soagr beides?
Re: Laubbaum-Entwicklung
@ werrib
sicher, das du hier im richtigen Thread bist ?
sicher, das du hier im richtigen Thread bist ?
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Laubbaum-Entwicklung
Hallo
Wenn wir das rechte Bild und wiederum den Punkt Verjüngung als Bonsai-Prinzip nehmen,
ist bei dem "Astansatzwinkel" keine Verjüngung,
da beide Äste waagerecht sind.
Also verjüngen (verkleinern) wir den "Astansatzwinkel" (schwarze und blaue Linie).
Als Torte betrachtet ist das gelbe Kuchenstück größer als das orange Kuchenstück.
Die Verjüngung ist eher ein allgemeines "Bonsaiprinzip", eine umfassende Regel.
Sie betrifft die Verjüngung von Stamm, Ästen und Zweigen,
sie betrifft die Verkleinerung der Ast- und Zweigansätze (auch Internodien),
sie betrifft auch die verschiedenen Winkel (Stamm-Äste), (Äste-Zweige).
mfG Dieter
@Werrib - Das Beispiel ist nur ein Modell, das vielleicht auf den einen oder anderen Baum zutreffen kann,
mit dem Baum von Chris hat das erst mal überhaupt nichts zu tun.
Das obige Modell ist recht einfach vom Aufbau her
und soll nur dazu dienen das Prinzip Verjüngung zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wenn man ein paar "Modelle" verstanden hat, Sie anzuwenden weiß,
kann man früher oder später in den Bereich der "freien" Gestaltung kommen.
Das macht viel Spaß, ist aber auch sehr anspruchsvoll.
Wenn wir das rechte Bild und wiederum den Punkt Verjüngung als Bonsai-Prinzip nehmen,
ist bei dem "Astansatzwinkel" keine Verjüngung,
da beide Äste waagerecht sind.
Also verjüngen (verkleinern) wir den "Astansatzwinkel" (schwarze und blaue Linie).
Als Torte betrachtet ist das gelbe Kuchenstück größer als das orange Kuchenstück.
Die Verjüngung ist eher ein allgemeines "Bonsaiprinzip", eine umfassende Regel.
Sie betrifft die Verjüngung von Stamm, Ästen und Zweigen,
sie betrifft die Verkleinerung der Ast- und Zweigansätze (auch Internodien),
sie betrifft auch die verschiedenen Winkel (Stamm-Äste), (Äste-Zweige).
mfG Dieter
@Werrib - Das Beispiel ist nur ein Modell, das vielleicht auf den einen oder anderen Baum zutreffen kann,
mit dem Baum von Chris hat das erst mal überhaupt nichts zu tun.
Das obige Modell ist recht einfach vom Aufbau her
und soll nur dazu dienen das Prinzip Verjüngung zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wenn man ein paar "Modelle" verstanden hat, Sie anzuwenden weiß,
kann man früher oder später in den Bereich der "freien" Gestaltung kommen.
Das macht viel Spaß, ist aber auch sehr anspruchsvoll.
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Laubbaum-Entwicklung
Dieter,
ich finde deinen Thread genial!
ich finde deinen Thread genial!
- philanthrop
- Beiträge: 97
- Registriert: 12.07.2015, 20:34
- Wohnort: Münsterland
Re: Laubbaum-Entwicklung
Ich finde den Thread interessant, aufschlussreich und ich habe das Gefühl ein ganz kleines bisschen mehr Bonsai zu verstehen ... das macht es jetzt aber nicht grade leichter ! Wie soll man denn diese ganzen Dinge auf einen lebenden Baum umsetzen? Wahnsinn ...
Ich bin gespannt wie es weiter geht
Vielen Dank bis hier hin !
Ich bin gespannt wie es weiter geht
Grüße aus dem Münsterland
Jan
Jan
