Schadbild an Erle

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Habakuk
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Schadbild an Erle

Beitrag von Habakuk »

Hallo,

von Anfang an: :) vor ca. 1 Monat hab ich meine Schwarzerle etwas ausgelichtet um ihren Durst ein bisschen zu stillen. Generell lass ich den Baum erstmal durchtreiben. Auch eine Raupe hat ein paar Blätter zu der Zeit angefressen, konnte die aber bis dato nicht entdecken, danach auch keine Fraßspuren mehr. Kurz davor wurde bis jetzt das letzte Mal kräftig gedüngt. Eine bisschen Guano Dünger habe ich, ich glaube, 1 Woche später gegeben.

1 Woche darauf fing die Schwarzerle an immer wieder einzelne Blätter abzuwerfen. Das war ca. während der ersten "Hitzewelle". Da hab ich mir noch nicht viel dabei gedacht und etwas schattiger gestellt (stand vollsonnig). Die Blätter waren eigentlich schön grün und sie trieb auch weiterhin brav aus (macht sie jetzt auch noch)

Vor einer Woche ca. fingen einzelne Blätter an braun zu werden, ich denke/dachte dass ich zu den Zeitpunkt zu wenig gegossen habe. Ein paar Blattläuse haben sich gezeigt, aber wenige. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass die Blattläuse diesen Schaden verursachen.

Der neue Austrieb ist anfangs voll in Ordnung, nachdem sich das Blatt entwickelt hat wird es braun. Siehe hier
P1050400.JPG
Die braune Blattfärbung wird dann immer schlimmer bis die einzelnen Blätter so aussehen und dann abfallen
P1050399.JPG
Die kleinen weißen "Punkte" sind meiner Meinung nach Häutungsreste der Blattläuse, diese finde ich an relativ vielen Blättern. Lebende Blattläuse kann ich keine finden. Die Blätter fühlen sich aber tlw. sehr klebrig an.
P1050404.JPG
P1050401.JPG
Was ich ausschließen kann ist ein Verbrennungschaden da der Baum mittlerweile vollschattig steht, Düngerschaden vom Guano-Dünger glaub ich auch nicht so recht. Das Substrat ist mit Sicherheit nicht optimal. Gute Erde mit viel Sand, aber noch sehr durchlässig. Hab im Frühjahr das Umtopfen versäumt (fragt mich nicht wieso), und wollte das heuer im Herbst nachholen.

Gegossen wird täglich einmal abends bis das Ding übergeht, steht auch noch auf einem Untersetzer mit Tonsplit der auch noch zusätzlich randvoll gefüllt wird

Hat jemand ein Idee dazu? :?
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espanna
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von espanna »

Grüss dich Klemens,

Bei mir sah das ähnlich bei'nem Ahorn aus. Bei mir war zu viel Dünger die Ursache. Bei dir könnte das auch der Fall sein, da du sogar die Blattmasse verkleinert hast. Ausserdem lagern sich in Erde (deine Mischung) Salze vom Dünger ab.
Ich habe ohne etwas an den Wurzeln zu machen (nur leicht ausgeschüttelt) umgetopft, richtig kräftig gegossen (durchgespült) und nicht mehr gedüngt.
Falls dein Substrat es zulässt würde ich die Wurzeln auch ganz vorsichtig abbrausen. Jetzt sieht's wieder gut aus, werde diesjahr vlt. noch 1 mal düngen, mehr nicht. Nächstes Jahr werde ich besser aufpassen!
Ich drück dir die Daumen!
:-|
Gruß
László

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berndschmidt
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von berndschmidt »

Solche Verbrennungen sind bei Hitze mit direkter Sonne normal bei Schwarzerlen.

Meine steht im Halbschatten. Bei Hitze wird sie Morgens und Abends gegossen. Die Bonsaischale steht das ganze Jahr in einer Pflanzenschale, in die ich immer soviel Wasser reingebe, daß der Baum darin angestaut wird. Staunässe gibt es nicht bei Schwarzerlen. In der Natur stehen die im Frühjahr auch oft Wochen oder Monate im Wasser.

Die braunen Flecken sind meist Verbrennungen durch die Sonne. Nach ein paar Tagen fallen die ab.
Ist meist weniger schlimm, da bei guter Wasserversorgung schnell neue Blätter austreiben.
Schöne Grüße

Bernd

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Habakuk
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von Habakuk »

Danke für eure Rückmeldungen, hab den Baum vor ein paar Tagen umgetopft. Ich denke der Schritt war richtig, ob das Problem damit behoben wurde traue ich mir jetzt aber noch nicht zu sagen. Danke espanna!

@bernd: der Baum bekam, trotz vollschattigem Standort, diese verbrennungsähnlichen Schäden. Kann ich in dem Fall mit Sicherheit ausschließen.

Mach das so ähnlich mit dem Wässern. Welches Substrat verwendest du?
berndschmidt
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von berndschmidt »

Substrat mische ich immer selber.
Bei der Schwarzerle 30-50% mineralischen Anteil wie Lava, Bims oder ähnliches und 50% Humushaltige oder Torferde.
Schöne Grüße

Bernd

Bonsai als Hobby
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Klemens!
Du schreibst:

Re: Schadbild an Erle
Ungelesener Beitragvon Habakuk » 28.07.2015, 16:44
Danke für eure Rückmeldungen, hab den Baum vor ein paar Tagen umgetopft. Ich denke der Schritt war richtig
..........- "Nein", er war nicht richtig!! Im Juli topft man nicht um!!

Was ich aus Deinen Erzählungen heraus lese ist , das die Erle zu trocken stand, deshalb das Braunwerden der Blätter und klebrige Blätter deuten auf Ungeziefer hin.
Es können Schildläuse sein, deren Auscheidungen sind klebrig, oder die Ausscheidungen der Larven der weißen Fliege, die auch klebrig sind. Die weißen Hüllen, die du entdeckt hast, deuten auch sehr darauf hin. Die Larven der weißen Fliege sind so klein, da muß man zweimal hinschauen oder man benutzt eine Lupe um sie zu entdecken, man findet sie meist auf der Blattunterseite.
Erlen stehen vorwiegend in Gewässernähe, deshalb sollte man diese Bedingungen nachahmen und die Bonsaischale auf einem Tablett mit Wasser stellen. Ein Austrocknen des Substrats ist der Erle Tod.
LG Eva Warthemann
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Habakuk
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von Habakuk »

Eva Warthemann hat geschrieben:Hallo Klemens!
Du schreibst:

Re: Schadbild an Erle
Ungelesener Beitragvon Habakuk » 28.07.2015, 16:44
Danke für eure Rückmeldungen, hab den Baum vor ein paar Tagen umgetopft. Ich denke der Schritt war richtig
..........- "Nein", er war nicht richtig!! Im Juli topft man nicht um!!
Der Baum treibt wie wild aus und die neuen Blätter werden nicht mehr braun. Habe ohne Wurzelschnitt umgetopft (als es etwas kühlere Temperaturen gab). Wurzeln gut ausgespült und in frisches Substrat. Wenn ich den Baum nicht umgetopft hätte wäre er spätestens jetzt hinüber.
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von berndschmidt »

Im Prinzip war das ja Umsetzen und nicht Umtopfen.

Ohne Wurzelschnitt geht auch ein Umsetzen oder Umtopfen außerhalb der optimalen Umtopfzeit.
Vor allem wenn man eine Baum dadurch vor weiteren Schaden oder gar Verlust retten kann.

Die klebrigen Rückstände sind bei jungen Blättern und Ästen an Schwarzerlen normal. Die müßen nicht von Insekten stammen. Die stammen meist von Baum selbst. Solange die Asttriebe grün sind haben sie noch eine klebrige Schicht. Sobald sie anfangen zu verholzen und sich braun verfärben verschwindet die klebrige Schicht.
Schöne Grüße

Bernd

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Habakuk
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von Habakuk »

Habe das Jahr wieder ein ähnliches Schadbild aber um einiges schwächer und es sind nur wenige Blätter betroffen. Eigentlich nicht der Rede wert aber ich habe den Übeltäter ausfindig machen können. In erster Linie bin ich das natürlich selbst, in 2. ist es ein Eisendünger. Also definitiv war hier die Überdüngung mit mineralischen Flüssigdünger die Schuld. Nur um diesen Thread hier "abzuschließen"

mein Fazit: werde die Schwarzerle in Zukunft hauptsächlich organisch düngen.
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Georg
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von Georg »

Die Schwarzerle bildet Wurzelknöllchen, die Stickstoff binden und für die Pflanze verfügbar machen.
Ich dünge daher sparsam, habe die Erle in einem mit Wasser gefüllten Untersetzer und in recht grobem luftigen Substrat stehen und komme trotzdem oder daher kaum mit dem Schneiden nach.
Sie wächst einfach enorm.
Blattschäden kenne ich nicht, obwohl meine vollsonnig steht und gestern knallige 37 C im Schatten sie aber in der Sonne aushalten musste.
Gruß
Rüdiger
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espanna
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Re: Schadbild an Erle

Beitrag von espanna »

Hallo Klemens,

schön zu lesen dass es deiner Erle gut geht, weiterhin viel Spass!
Gruß
László

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