Hallo
Vorab eine Entschuldigung wegen der hingeschmierten Skizze,
der Stift von meinem Grafiktablett ist in den unendlichen Weiten des Zopfraums verloren gegangen.
Eine Laubbaum ist natürlicher Weise ein Waldbaum,
was nichts anderes bedeutet als das die Samenverbreitung, Keimung und erste Jahr
in Gesellschaft anderer Bäume aufwächst.
Leben in der Kurzform ist Selbsterhalt und Erhaltung der Art.
So ist auch das Programm unserer Bäume.
Sie keimen (in einem mehr oder weniger dichten Waldgebiet) verankern sich mit Ihren Wurzeln im Boden
und beginnen sich dem Licht entgegen zu strecken.
Der Konkurrenzdruck ist sehr groß, nur die Stärksten/Anpassungsfähigsten überleben,
also heißt es groß werden und möglichst viel Licht zu ergattern.
Daher sind die Äste schon von Beginn an aufwärts gerichtet.
Sodele nun zu meiner Schmiererei
Auf der linken Seite ist die natürliche Wuchsform eine Baumes in einem lichten Wald angedeutet.
Die beiden anderen Versionen sind "Kunstformen" die Beide Ihre Vorzüge und Nachteile haben.
Kunstform ist in keinster Weise abwertend gemeint,
es sind Formen die dem Bereich der japanischen Bonsaikunst entstammen.
Die mittlere Form mit recht waagerechten Ästen erlaubt ein große Laubmenge
und damit ein hohes Maß an Verfeinerung.
So ein Baum wirkt aufgeräumt hat recht flache Etagen, einiges an Leerräumen
und wird in wundervoller Art hier von Heiner gezeigt.
Ein Nachteil ist die sich durch den Astaufbau ergebende annähernd dreieckige Silhouette.
Die rechte Form ist die klassische Besenform, bedingt eine kleinblättrige Art
und hat eine eher kugelförmige Silhouette.
Sie gehört zu den schwierigsten Formen und ist (wie nicht anders zu erwarten)
in wundervoller Perfektion in Beiträgen von Heiner zu sehen.
Ihr Nachteil ist die Begrenzung auf eine Kugelform
und die Schwierigkeit die Proportionen von Stammhöhe/dicke zum Kronenvolumen.
Ich möchte mich nur auf die erste Form konzentrieren,
da die anderen beiden Formen wesentlich besser von Heiner erläutert werden können.
mfG Dieter