Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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hopplamoebel
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Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von hopplamoebel »

Moin,

was meint Ihr zu meiner Hemlocktanne?

Grüße,
marco
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zwanziger
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Re: Hemlocktanne Mehrfachstamm

Beitrag von zwanziger »

Hi Marco,

ich spiel jetzt mal Dein Gewissen.
Ein Jahr nach dem Ausgraben einen sinnvollen Vorschlag zur Gestaltung zu bekommen,
ist übertrieben euphorisch.
Das kenn ich nur zu gut,
auch wenn ich mit Hemmlocktannen keine Erfahrung habe.
Mein Tipp ist:
-1 weiteres Jahr wachsen lassen,
- dann alle toten, unverzweigten, unverjüngten und kerzengraden Äste abschneiden.
- Danach den Wuzelansatz suchen, reinigen, vor einem einfarbigen Hintergrund fotografieren (Kamera auf Topfhöhe) und hier
wieder zeigen.

Bitte sei mir nicht böse,
wenn ich zu viel in Deinen Einleitungssatz hineininterpretiert habe aber das schoss mir gerade durch den Kopf.
MfG André

Hummel Hummel, Mors Mors
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hopplamoebel
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Re: Hemlocktanne Mehrfachstamm

Beitrag von hopplamoebel »

Hallo an mein Gewissen und alle anderen,

der Hemlock geht es gut - siehe aktuelle Bilder.

Ich habe den Thread hier mal in der Form reingestellt, weil ich mir dadurch etwas mehr Feedback erhofft hatte. Bei meinen letzten beiden Bäumen gibt es in Summe immerhin 700 Zugriffe, aber keine einzige Rückmeldung - auch auf konkrete Fragen nicht.
Das finde ich Schade! Irgendwie scheinen meine Bäume nicht so gut anzukommen und ich frage mich Warum? *schulter zuck*

LG,
marco
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Erwin
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Re: Hemlocktanne Mehrfachstamm

Beitrag von Erwin »

Hallo Marco,

um Dir vielleicht eine Hilfe zu geben, nicht, um Dich zu verärgern:

1.: Das, was alles so an Stämmen da ist, heißt hier bei uns auch schonmal "Gruselwusel". In diesem Fall zuviel des Guten....wobei "gut" relativ ist. Der dickste Stamm kippt um wie ein Betrunkener und wäre der Wichtigste...
Alle Stämme entspringen an derselben Stelle, ein Oktopus (8 Stämme?) wäre ein guter Vergleich.

Ein nennenswertes Nebari ist nicht vorhanden, nur, soweit auf den Bildern zu erkennen, eine viel zu dicke Wurzel mit "Ausläufern" an der falschen Stelle.....

Was soll man also zu dem Baum sagen? *schwitz* *schulter zuck* *kopfkratz*

Das Schlimmste ist, dass eine Hemlock nicht am alten Holz austreibt; Du musst also mit den vorhandenen Trieben arbeiten. Daran bin ich auch schon gescheitert und habe das Ding über Ebäh verkloppt :oops:

Fazit: sieht gut aus, aber ist m. E. für Bonsai nicht zu gebrauchen. Daraus erklärt sich vielleicht die Zahl der Antworten.

Nicht böse sein, ist nur meine Meinung; vielleicht haben andere jetzt auch eine.....Meinung, meine ich.

Erwin
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Martin_S
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Re: Hemlocktanne Mehrfachstamm

Beitrag von Martin_S »

Hallo,

Erwin, ich widerspreche dir da höchst ungern und habe mit der "Tanne" keinerlei Erfahrung.
Aber das, was ich da vom Kollegen Marco sehe ist für mich(!) schon toll!
Klar. Da gehört noch viel Arbeit reingesteckt, aber die aktuelle Grundlage gefällt mir wirklich gut und ich sehe den Baum auf einem guten Weg.
Marco: Bitte Updates zeigen. Der hat in jedem Fall Porenzial *daumen_new*
LG
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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bock
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von bock »

hopplamoebel hat geschrieben:Moin,

was meint Ihr zu meiner Hemlocktanne?

Grüße,
marco
Moin Marco,
ich meine "Kabudate, Kyûkan" :-D
Habe leider selbst null Ahnung von Hemlocktannen im Besonderen und wenig davon von Koniferen im Allgemeinen. Aber mit Geduld und Kosequenz sollte da doch was ansehnliches draus werden?!
Wenn die Wurzeln irgendwann mal zusammenwachsen sollten (bei Koniferen wohl eher unwahrscheinlich...) könnte sogar ein "Schildkrötenpanzer-Bonsai" daraus werden... 8)
Ich wünsche dir viel Spaß mit dem (neunarmigen?) Oktopus und halte uns auf dem Laufenden!
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von Heike_vG »

Marco, für mein Auge sieht das schon gar nicht so schlecht aus. Da solltest Du einfach mal weitermachen und schauen, wie die Hemlock mit Dir kooperiert. Bisher scheint sie doch ganz willig zu sein. Es gibt durchaus einige wunderbare Meisterwerke aus Hemlocktannen in der japanischen Bonsaiwelt.
Beim Nebari solltest Du danach trachten, bei jedem Umtopfen die zu dicken Wurzeln etwas mehr zu kürzen als die dünneren.
Auch ich habe schon mit Bäumen angefangen, von denen ich hinterher erst gehört habe, dass die Art sich angeblich nicht eignet oder mein Exemplar kein gutes Material wäre. Das waren sicherlich keine falschen Aussagen, zumindest hatte ich da recht langwierige Projekte, aber die Ergebnisse können doch auch besser sein als erwartet, wenn man sich nicht abbringen lässt.
Erwin hat insofern berechtigte Einwände geäußert, als man mit anderen Baumarten und anders veranlagtem Material schneller und vielleicht auch befriedigender zu einem guten Bonsai kommt. Generell sollte man schon danach trachten, sein Geld, seinen Platz und seine Zeit auf möglichst vielversprechende Rohlinge zu verwenden. Sonst hat man am Ende den ganzen Garten voll mit hoffnungslosen Projekten, die in einer Sackgasse gelandet sind und die man doch nicht wegwerfen mag, die aber keinen Platz für Schöneres übrig lassen.
Aber manches Experiment lohnt sich am Ende doch auf die eine oder andere Weise und wenn man hauptsächlich Erfahrung dabei gewinnt. 8)

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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Erwin
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von Erwin »

Siehst Du Marco,

man muss die Leute bloß wecken :P und schon kommt einiges mehr an Kommentaren.....

Erwin
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hopplamoebel
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von hopplamoebel »

Hallöchen,

Erwin, Martin, Andreas und Heike - schön Euch geweckt zu haben und vielen Dank für Eure Kommentare !!!

Ist doch toll: Von "ist für Bonsai ungeeignet", über "kann VIELLEICHT was draus werden" bis hin zu "gefällt mir gut" - da sehe ich doch gleich klarer :roll:

Aber im Ernst: Vieles kann ich nachvollziehen (Darum habe ich den Namen des Threads auch umgeändert - Gruselwusel Oktopus fand ich echt stark und in gewisser Weise stimmt es ja auch) und eine neue Info (Hemlocks treiben nicht aus altem Holz aus) war für mich auch dabei!

Bei der Anzahl der Stämme bin ich mir auch unsicher. Manche verzweigen sich schon nach wenigen Zentimetern - soll man die nun als einen oder als zwei Stämme zählen ...

Mir gefällt die Tanne grundsätzlich gut. Wer hat schon eine Hemlocktanne, bei der zehn Substämme aus einer Basis entspringen? Wie wird das in zehn Jahren aussehen? Zwei oder drei Stämme habe ich übrigens schon entfernt, damit es nicht ganz soo gruselwuselig aussieht und die Stämme sich nicht gegenseitig im Wege stehen.
Dann habe ich versucht, die Substämme nach außen zu biegen, da sie alle mehr oder weniger senkrecht nach oben wuchsen. Im unteren Bereich habe ich den Blick auf den Stammansatz freigelegt und erhoffe mir, dort noch ein schönes Nebari aus den vorhandenen Wurzeln zu entwickeln. Vielleicht entferne ich die sehr starke, quer nach rechts wachsende Wurzel noch.

Mein Plan geht in die Richtung, die Gruppe locker und leicht aufzubauen, mit relativ langen nach unten ausladenden Ästen, um damit die steifen, geraden Stämme ein wenig zu kaschieren.

Da ich ja fast ausschließlich ähnliches Ausgangsmaterial besitze, macht es mir nichts aus, auch in diesen Kandidaten Zeit und Geld zu investieren, in der Hoffnung, dass da einmal zumindest ein interessanter Bonsai bei heraus kommt.

In diesem Sinne, bitte gerne weiter diskutieren und ggf. Vorschläge und Kritik anbringen,
marco
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zwanziger
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von zwanziger »

Moin Marco,
Potential ist erkennbar.
Was du draus gemacht hast, ist auch logisch.
ABER,
der Baum ist gerade 1 Jahr nach Yamadori,
seine Energiereserven sind vermutlich leer.
MfG André

Hummel Hummel, Mors Mors
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hopplamoebel
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von hopplamoebel »

Hey Andre,

dieses Jahr werde ich auch nichts mehr dran machen - aber man kann ja schon einmal in die Zukunft planen und denken!

LG,
marco
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von zwanziger »

aber man kann ja schon einmal in die Zukunft planen und denken!
Klar, deswegen schreiben wir ja auch hier.
dieses Jahr werde ich auch nichts mehr dran machen
Das kann bis jetzt schon zu viel gewesen sein.
Den Baum durch den Winter zu bekommen wird Dein nächstes Thema.
MfG André

Hummel Hummel, Mors Mors
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von hopplamoebel »

Moin,

ein Grusel-Wusel-Update *z*

Der Baum wurde im Frühjahr 2016 von mir umgetopft. Um den Wurzelballen in eine Schale zu bekommen, mußte einiges an Wurzelmasse entfernt werden.
Um diesen Eingriff zu verarbeiten, beschränkte sich die Hemlock in diesem Jahr auf einen einzigen Austrieb.

Jetzt startet sie gerade wieder schön durch und ich hoffe, dass ich den ein oder anderen Ast auf stammnäheren Austrieb absetzen kann.

Was mir nicht gefällt ist die Gesamtsilhouette aller Stämme. Vielleicht hat ja jemand eine Idee!??

Das Nebari (teilweise noch unterirdisch) sieht gar nicht so schlecht aus! Hier möchte ich in Zukunft noch mehr freilegen und zu lange Wurzeln einkürzen.

Insgesamt bin ich mit dem Gruselwusel doch sehr zufrieden und bleibe immer wieder gerne für einen kurzen Moment stehen und wundere mich über die vielen Substämme *konfus*
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Andreas Ludwig
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von Andreas Ludwig »

hopplamoebel hat geschrieben: 02.06.2017, 18:42Was mir nicht gefällt ist die Gesamtsilhouette aller Stämme. Vielleicht hat ja jemand eine Idee!??
Jo. Viel füttern, viel giessen, alles wachsen lassen.
Ziel I : Zuwachs innen.

Dann zurückschneiden (was geht, weil Rückknospung garantiert).
Ziel II: Dichte Krone auf satten Stämmen.

Nicht zuviel nachdenken. Hochfüttern, das Baby.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: Hemlock - Gruselwusel - Oktopus

Beitrag von Nebari2012 »

Hallo,

Also ich finde die Gruselwusel-Hemlocktanne von der Idee her super! Natürlich braucht die noch viel Zeit und Futter, aber das wird sie ja von Dir bekommen.

Ich habe im Garten mehrere Hemlocktannen und kann beobachten, dass die zum einen, gerne mehrstämmig wachsen und zum anderen auch sehr gut wieder austreiben. Habe erst im letzten Jahr noch etwa 40mm dicke Äste gekappt, die jetzt schon wieder grün sind!

Aus meiner Sicht solltest Du die Stämme allerdings jetzt schon steiler stellen, das entspricht dann etwas mehr dem natürlichen Wuchsstil.

Viel Spaß weiterhin mit Deinem Oktopus, halte uns bitte auf dem Laufenden!

Grüße,
Sebastian
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