wollte Euch mal eben meine Bergulme vorstellen.
Der Baum ist im moment ca. 60cm hoch.
Da ich aber nur einen Balkon habe und den Baum nicht so groß haben möchte, habe ich mir überlegt die Spitze abzumoosen.
Bei rot wird dann später geschnitten.
Der rechte Ast soll dann die neue Spitze werden.
Was meint ihr kann ich im Herbst schon abtrennen???
Ulmen machen ja eigentlich ganz gut Wurzeln.
Was mach ich dann mit dem Moos???
Fummel ich das aus den Wurzeln raus, oder lasse ich es erstmal so, um die neuen Wurzeln nicht zu beschädigen und pflanze das ganze dann erstmal unberührt ein???
Hallo Thorsten,
das Wohl und Wehe der neuen Wurzeln im September ist natürlich der Punkt, an dem sich alles ausrichtet.
Was du an Moos mit spitzen Fingern oder besser mit einer Pinzette gefahrlos für die Wurzeln herausfieseln kannst, ist schon mal gut für den künftigen Ballen.
Den Stammstumpf auf dem neuen Substrat zart aufsetzen, nicht zu grobes Substrat dann ringsum rieseln lassen, nicht zu viel mit Stöckchen stochern, überhaupt rohe Verteilungsmaßnahmen vermeiden, höchstens an die Schalenwand klopfen und angiessen. Den Stamm befestigen. In eine windgeschützte, halbschattige Stelle platzieren. Das müsste dann reichen...
Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
hier mal ein kleines Update und die versprochenen Bilder des abgemoosten Teiles der grade fleißig treibt.
Vielleicht wird es mal ein Shoin, aber dieses Jahr darf er erstmal wachsen.
Hey Thorsten,
klasse, dass die Abmoosung in der kurzen Zeit so gut funktioniert hat!
Hast du dafür eigentlich Wurzelhormon benutzt?
Und aus dem abgemoosten Teil wird sicher mal was nettes Kleines – genug Äste sind ja an passenden Stellen vorhanden, und wenn du dich nächstes Jahr vielleicht für einen Schnitt entscheiden hast, ist die Ulme ja auch noch gut in Rückknospung.
Halte uns bitte auf dem Laufenden.
Wurzelhormon habe ich bei der Abmoosung nicht benutzt.
Die netten Mitarbeiterinnen von Enger sagten auch zu mir "Die Bergulme wächst wie Unkraut" was ich nur bestätigen kann.
Also ein Baum der echt Spass macht und gut für jemanden geeignet ist, der gerne schneidet.
Leider hab ich nicht so viel Platz sonst würde ich davon noch ein paar Stecklinge schneiden.
Naja vielleicht hole ich mir, wenn ich das nächste mal in Enger bin noch eine.
Werde auf jedenfall weiter berichten wie sich die Ulmen weiter entwickeln.
Hallo Thorsten,
wenn eine Abmoosung so schön geklappt hat, dann ist das schon eine Bestätigung für den Gestalter. Soll ihn stolz machen.
Nun ist der Erfolg des Abmoosens bei Ulmen nicht gerade eine Sensation, aber immerhin ...
Vergiss mir aber bitte die Unterlage nicht.
Die Bergulme mit ihrem leicht stakeligen Trieben und den etwas grösseren Blättern (verglichen mit der Feldulme) fühlt sich bei einer Endgrösse von 45-60 cm so richtig wohl und muss wegen ihrer starken Apikaldominanz obenrum so richtig hart rangenommen werden bei gleichzeitiger Begünstigung der basalen Teile.
Ich schreibe das, weil die verbliebene Basis jetzt so potential-beladen rüberkommt und ich mich an gedeihenden Ulmen hier im Forum sowieso nicht satt sehen kann.
Beste Grüsse,
Heiner
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