Wildbirne stammnahe Austriebe
- HerbertR
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Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo,
ich habe mir kürzlich eine Wildbirnen-Jungpflanze gekauft und sie stark zurück gestutzt.
Leider sind die ersten Blätter an den verbliebenen Ästen immer noch ziemlich weit von Stamm weg.
Jetzt nach einigen Wochen wo sich gar nichts tat, kommen rund um den Stamm, direkt beim Stamm neue Austriebe, aber auch an den bisherigen Stammenden, wo noch Blätter waren.
Meine Frage: soll ich jetzt gleich, die bestehenden Äste wegschneiden und nur die neuen Austriebe direkt am Stamm lassen, oder vorerst die Äste noch stehen lassen, damit die ganze Pflanze durchtreiben kann und vitaler und stärker wird ?
Und diese Äste ev. erst im nächsten Frühjahr wegschneiden ?
ich habe mir kürzlich eine Wildbirnen-Jungpflanze gekauft und sie stark zurück gestutzt.
Leider sind die ersten Blätter an den verbliebenen Ästen immer noch ziemlich weit von Stamm weg.
Jetzt nach einigen Wochen wo sich gar nichts tat, kommen rund um den Stamm, direkt beim Stamm neue Austriebe, aber auch an den bisherigen Stammenden, wo noch Blätter waren.
Meine Frage: soll ich jetzt gleich, die bestehenden Äste wegschneiden und nur die neuen Austriebe direkt am Stamm lassen, oder vorerst die Äste noch stehen lassen, damit die ganze Pflanze durchtreiben kann und vitaler und stärker wird ?
Und diese Äste ev. erst im nächsten Frühjahr wegschneiden ?
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LG Herbert
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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Sorry, wenn ich jetzt sofort Kritik übe...
Du hast an einer Stelle gekappt, wo die Stammverlängerung und junge Triebe auf einer Höhe sind. Das ergibt an sich schon eine unschöne Stammverdickung - mit der kommenden Vernarbung der Schnittstelle erst recht. Die Neutriebe alle auf der selben Höhe zusätzlich sind da absolut kontraproduktiv!
An Deiner Stelle würde ich sie in diesem Jahr einfach durchtreiben lassen zum Kräfte sammeln und im nächsten Frühjahr das Ganze unterhalb der jetzigen Schnittstelle noch mal riguros kappen und auf Neutriebe aus dem alten Holz hoffen - weiß allerdings nicht, wie diese Art darauf reagiert. Vielleicht weiß es ja jemand besser hier?
Du hast an einer Stelle gekappt, wo die Stammverlängerung und junge Triebe auf einer Höhe sind. Das ergibt an sich schon eine unschöne Stammverdickung - mit der kommenden Vernarbung der Schnittstelle erst recht. Die Neutriebe alle auf der selben Höhe zusätzlich sind da absolut kontraproduktiv!
An Deiner Stelle würde ich sie in diesem Jahr einfach durchtreiben lassen zum Kräfte sammeln und im nächsten Frühjahr das Ganze unterhalb der jetzigen Schnittstelle noch mal riguros kappen und auf Neutriebe aus dem alten Holz hoffen - weiß allerdings nicht, wie diese Art darauf reagiert. Vielleicht weiß es ja jemand besser hier?
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Michael,
vielen Dank für Deinen Rat !
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LG Herbert
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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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Borkenkäfer
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Herbert,
gut, der Schnitt an dieser Stelle ist nicht wirklich optimal. Es wird halt ein Baum der besonderen Art werden. Ich mag solche Herausforderungen. Und ich mag keine "klassischen Schönheiten" :-)
Zur Frage nach dem Austrieb aus dem alten Holz: Anders als meine Linde und meine Prunus-Arten, bei denen ich die neuen Triebe derzeit wöchentlich abernten muss, zeigt meine Wildbirne hinsichtlich Stockausschlägen im unteren Stammbereich ein deutlich zurückhaltenderes Verhalten. In zwei Jahren war es ein kleines Zweiglein... Ob ein radikaler Schnitt da die Lebensgeister weckt, ist eine andere Sache, da habe ich keine Erfahrung. Meine Prognose wäre, dass dann erneut rund um die neue Einkürzung neue Triebe wachsen. So wie jetzt bei Deiner Schnittstelle und vor fünf, sechs Jahren bei meiner Birne auch.
Eine erkennbare und klassische Stammverjüngung wirst Du wohl mit diesem Baum nicht hinbekommen. Ich sehe das nicht als Problem: Habe einfach eine Kopfweide o.ä. vor Augen. Damit wäre ein Stamm denkbar, der oben kräftig ist, in der Mitte schlank und - und hier wäre dann eine Aufgabe zu sehen - unten einen sehr kräftigen "Fuß" hat.
Auf jeden Fall würde ich eher mit dem Neuaustrieb arbeiten als mit den spindeligen Ästen, die derzeit stehen. Außer in diesem Jahr einmal durchtreiben zu lassen, bleibt nicht viel zu tun. Die alten Äste würde ich dann entfernen.
Zur Schnittstelle. Die ist ebenfalls ziemlich unglücklich. Und wenn sie überwallt, auch nicht wirklich hübsch. Wäre es mein Baum, würde ich dort einen tiefen Keil entfernen, mit der tiefen Spitze zur Betrachtungsseite. Dann sähe es so aus als ob ein Blitzschlag oder Sturm die Krone entfernt hätte und nun der Baum Richtung Hohlstamm geht. Die jetzt neuen Äste würden dann gleichsam "hinten/oben" über der Bruchstelle wachsen und eine neue Krone bilden (wenn man bei der Kopfweide bliebe, könnte es eine Art Besenform werden).
Eine solche Arbeit würde gutes Werkzeug und viel Geschick benötigen. Und müsste auch nicht zwingend in den nächsten Jahren erfolgen, der Stamm braucht ja eh erst einmal einen gewissen Umfand. Aber vielleicht gefällt Dir meine Vision des Baumes ja ohnehin nicht.
gut, der Schnitt an dieser Stelle ist nicht wirklich optimal. Es wird halt ein Baum der besonderen Art werden. Ich mag solche Herausforderungen. Und ich mag keine "klassischen Schönheiten" :-)
Zur Frage nach dem Austrieb aus dem alten Holz: Anders als meine Linde und meine Prunus-Arten, bei denen ich die neuen Triebe derzeit wöchentlich abernten muss, zeigt meine Wildbirne hinsichtlich Stockausschlägen im unteren Stammbereich ein deutlich zurückhaltenderes Verhalten. In zwei Jahren war es ein kleines Zweiglein... Ob ein radikaler Schnitt da die Lebensgeister weckt, ist eine andere Sache, da habe ich keine Erfahrung. Meine Prognose wäre, dass dann erneut rund um die neue Einkürzung neue Triebe wachsen. So wie jetzt bei Deiner Schnittstelle und vor fünf, sechs Jahren bei meiner Birne auch.
Eine erkennbare und klassische Stammverjüngung wirst Du wohl mit diesem Baum nicht hinbekommen. Ich sehe das nicht als Problem: Habe einfach eine Kopfweide o.ä. vor Augen. Damit wäre ein Stamm denkbar, der oben kräftig ist, in der Mitte schlank und - und hier wäre dann eine Aufgabe zu sehen - unten einen sehr kräftigen "Fuß" hat.
Auf jeden Fall würde ich eher mit dem Neuaustrieb arbeiten als mit den spindeligen Ästen, die derzeit stehen. Außer in diesem Jahr einmal durchtreiben zu lassen, bleibt nicht viel zu tun. Die alten Äste würde ich dann entfernen.
Zur Schnittstelle. Die ist ebenfalls ziemlich unglücklich. Und wenn sie überwallt, auch nicht wirklich hübsch. Wäre es mein Baum, würde ich dort einen tiefen Keil entfernen, mit der tiefen Spitze zur Betrachtungsseite. Dann sähe es so aus als ob ein Blitzschlag oder Sturm die Krone entfernt hätte und nun der Baum Richtung Hohlstamm geht. Die jetzt neuen Äste würden dann gleichsam "hinten/oben" über der Bruchstelle wachsen und eine neue Krone bilden (wenn man bei der Kopfweide bliebe, könnte es eine Art Besenform werden).
Eine solche Arbeit würde gutes Werkzeug und viel Geschick benötigen. Und müsste auch nicht zwingend in den nächsten Jahren erfolgen, der Stamm braucht ja eh erst einmal einen gewissen Umfand. Aber vielleicht gefällt Dir meine Vision des Baumes ja ohnehin nicht.
Herzlichst,
Stefan
Das letzte Wort hat immer der Baum!
Stefan
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Stefan,
vielen Dank für Deine Meinung und Deine Tipps !
Ich weiss schon, daß dieser Baum nie ein "Schönling im herkömmlichen Sinn werden wird, aber wie Du sagst, ich mag auch Bäume die "etwas anders" sind...
Ich denke ich werde mich weitgehend an Deinen Rat halten.
Danke nochmal.
vielen Dank für Deine Meinung und Deine Tipps !
Ich weiss schon, daß dieser Baum nie ein "Schönling im herkömmlichen Sinn werden wird, aber wie Du sagst, ich mag auch Bäume die "etwas anders" sind...
Ich denke ich werde mich weitgehend an Deinen Rat halten.
Danke nochmal.
LG Herbert
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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo,
hier ein update meiner Wildbirne.
Ich glaube ich konnte durch Drahten und die vielen neuen Austriebe, das Aussehen des Baumes schon etwas verbessern.
hier ein update meiner Wildbirne.
Ich glaube ich konnte durch Drahten und die vielen neuen Austriebe, das Aussehen des Baumes schon etwas verbessern.
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LG Herbert
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Richtig, aber auch hier gilt: Wuchsausgleich schaffen, indem man durch das stärkere Kürzen oben der Apikaldominanz entgegen wirkt und damit unten rum ein stärkeres Wachstum erzielt.
Das empfehle ich Dir dringend.
ruß
Rüdiger.
Das empfehle ich Dir dringend.
ruß
Rüdiger.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Rüdiger,
vielen Dank für Deine Antwort !
Ich werde das beherzigen !
vielen Dank für Deine Antwort !
Ich werde das beherzigen !
LG Herbert
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hier meine Wildbirne, inzwischen in einer anderen Schale und mit Herbstfärbung.
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LG Herbert
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- bock
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Re: Wildbirne Herbert
Bravo Herbert, sieht doch schon klasse aus - gar kein Vergleich zum ersten Bild vor 5 Monaten!!!
Weiter so!
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos!
besucht mich auf flickr
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- Frank Abbing
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Andreas und Frank,
vielen herzlichen Dank für Euer Lob !
vielen herzlichen Dank für Euer Lob !
LG Herbert
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MonaMour64
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Das hab ich mir auch gerade gedacht:
Ui, das sieht doch schon VIEL besser aus !
So eine Entwicklung hätte ich - nach den ersten Bildern - in dieser kurzen Zeit nicht erwartet.
So, nun muss ich noch Pflanzenerde holen... und sehr, sehr stark sein, wo sie doch jetzt so viele Gehölze für nen Appel und n Ei raushauen...
Ui, das sieht doch schon VIEL besser aus !
So eine Entwicklung hätte ich - nach den ersten Bildern - in dieser kurzen Zeit nicht erwartet.
So, nun muss ich noch Pflanzenerde holen... und sehr, sehr stark sein, wo sie doch jetzt so viele Gehölze für nen Appel und n Ei raushauen...
LG, Sabine (aka Mona)
Follow your heart - but don't forget to take your brain with you.
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- HerbertR
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Re: Wildbirne stammnahe Austriebe
Hallo Sabine,
vielen Dank auch für Dein Lob !
vielen Dank auch für Dein Lob !
LG Herbert
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