Gelbliche Nadeln bei Fichte

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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rudi.bonsai
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Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von rudi.bonsai »

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal Euren Rat. Ich habe bisher vor allem viel gelesen und habe dadurch extrem viel gelernt und viele Inspirationen erhalten - Danke daher auch an dieser Stelle an die vielen fleißigen Schreiber! Ich selber bin eher noch im Anfängerstadium.

Nun zu meinem Problem: Bei einer meiner Fichten verfärben sich einige Nadeln leicht gelblich bzw. sind fleckig-gelb. Ich habe dazu schon ein paar Leute befragt, eine eindeutige Antwort habe ich nicht bekommen, von Schädling bis Mangelerscheinung war alles dabei. Ich habe den Baum bereits untersucht und glaube sagen zu können, dass es keine Schädlinge sind. Allerdings hilft mir das in der Bestimmung der Ursache nicht weiter. Vielleicht habt einer von Euch eine Idee bzw. hat sowas selber schon mal gehabt. Ich habe leider sowohl bei Google als auch im Forum nichts vergleichbares gefunden.

Ich hoffe, ihr könnt auf dem Bild etwas erkennen, ist leider nicht 100% richtig zu sehen, besser habe ich es aber nicht hinbekommen.
fichte_gelbe_nadeln.JPG
Danke für Eure Hilfe!

VG

Rudi
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rudi.bonsai
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von rudi.bonsai »

mh, schade... dachte, jemand hier hat vielleicht eine Idee oder hat sowas selber schon mal erlebt. Ich weiß, die Bilder sind nicht optimal, ich versuch es die Tage nochmal besser hinzubekommen.

VG

Rudi
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ChristianB
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von ChristianB »

Hallo Rudi,

vielleicht liegt es daran, dass man auf dem Bild so gut wie nichts (zumindest von den von dir beschriebenen Symptomen) erkennen kann...

Zu den "Schädlingen" gehören ja auch Pilze. Um einen Befall, der ja auch im Wurzelbereich vorliegen kann und sich in der Verfärbung der Nadeln manifestiert, sicher auszuschließen, lohnt es sich vielleicht den Baum jemanden zu zeigen, der sich damit auskennt. Das ist per Ferndiagnose, auch mit guten Bildern, schwierig.

Was bei den Stichworten Nadelbaum, Winter und Gelbfärbung der Nadeln eigentlich jedem durch den Kopf schießt, ist natürlich sofort Magnesiummangel. Je nach Art, Sorte/Herkunft und Haltungsbedingungen kann die Gelbfärbung dann unterschiedlich ausgeprägt sein. Hier passt aber eigentlich nicht dazu, dass die Nadeln fleckig sind oder nur einzelne Nadeln betroffen sind.

Magnesiummangel ließe sich sich mit Bittersalz (2g/l) eigentlich gut beheben.
Ein Nährstoffmangel kann aber auch daher rühren, dass der Baum durch Wurzelschäden nicht in der Lage ist, den vorhandenen Nährstoff aufzunehmen. Da du auch keine Information bereit stellst, wie der Baum gehalten wird, in was für einem Substrat er steht und wann Du ihn das letzte mal umgetopft hast, ist es schwierig festzustellen, was der Baum hat.

Ich würde den Baum, jemandem vorstellen, der Ahnung von Schädlingen hat, um eine Erkrankung sicher auszuschließen. Da ich im Ruhrgebiet wohne, wäre meine erste Anlaufstelle Werner Busch in Düsseldorf.
Wenn dann klar ist das der Baum keinen Pilzbefall hat, würde ich dem Baum ab März Magnesium zur Verfügung stellen und, wenn das Substrat nicht mehr optimal oder durch Wurzelwachstum stärker verdichtet ist, im April umtopfen.
Viele Grüße

Christian
rudi.bonsai
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von rudi.bonsai »

Hallo Christian,

Dank Dir für Deine Antwort und Ausführungen. Ich weiß, die, Bilder sind nicht optimal, daher war mir das schon klar, dass es schwer ist, etwas sinnvolles zu antworten. Deine Infos helfen aber zumindest zum Teil und ich werde mal bei Werner vorbeifahren. Bin ab und an in der Gegend.

VG und Danke

Rudi
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von Bonsai-Bene »

Hi

Was ich da sehe sind eher gelbe Punkte was auf saugende Schädlinge hindeutet. Hungrig sieht die für mich eher nicht aus.
MfG Benedict

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rudi.bonsai
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von rudi.bonsai »

mh, ich hab das Ding mit ner Lupe untersucht und nichts gefunden... ich war am Anfang auch auf Schädling aus... seltsam...

Ich beobachte weiter und schau mal, was passiert.

VG und vielen Dank!

Rudi
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von Bonsai-Bene »

Wenn es Milben sind brauchst keine Lupe des ist wie mit'n Ofenrohr ins Gebirge schauen. Da brauchst ein Mikroskop und noch dazu wirst du jetzt wenn überhaupt Eier finden.

Ich würde den Baum ab Mitte Februar alle 10 Tage mit 2%iger Lösung eines geeigneten Ölpräparates spritzen. So etwa 3-4x reicht.
MfG Benedict

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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von holgerb »

Leider lässt sich anhand des Fotos wirklich keine fundierte Aussage treffen, es bleibt leider deshalb beim orakeln.

Möglich sind die angesprochenen Milben, aber auch eine Pilzinfektion liegt im Bereich des möglichen. Vielleicht sind es auch nur Artefakte eines vergangenen Befalls.

Lediglich den Magnesiummangel würde ich komplett ausschließen, da die Symptome nicht passen (Mg-Mangel beginnt immer an alten Nadeljahrgängen, diese verfärben sich gelblich, aber nicht punktuell. Jüngere Nadeljahrgänge bleiben grün).
Vielmehr ist der Ratschlag, noch jetzt Bittersalz aufzubringen mehr als gefährlich. Das macht man allenfalls im zeitigen Herbst, jetzt versauert es nur das Substrat und bringt der Pflanze (es ist Januar!) nüscht.

Folgende Vorschläge (wenn Du magst und die Möglichkeiten hast):

1. Wenn Du einen Scanner hast, kannst Du einen Trieb zerlegen und Scannen. Den Scan könntest Du online hochladen und ich schau mal, was man herausbekommen kann.

2. Du schickst mir einen Trieb per Post und ich schau ihn mir an.

Falls eines der beiden für dich in Frage kommt, sende mir doch eine Mail an nnblog(at)kabelmail.de. Ich kann dir dann weitere Anweisungen (Scannereinstellungen, upload-Link, Adresse) geben.

Gruß,

Holger
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von camaju + »

Viel. hilft es was, am Bild ein bisschen was zu ändern
Dateianhänge
fichte_gelbe_nadeln_01.jpg
Gruß Jürgen *wink*

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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von holgerb »

Nein, leider nicht. 2. Hauptsatz der Thermodynamik: Du kannst aus Sch*** kein Gold machen!
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von rudi.bonsai »

;-) Danke für Eure Bemühungen und Gedanken, weiß ich wirklich sehr zu schätzen!

@Holger: Kann ich gern machen, mich interessiert die Ursache wirklich sehr. Ich schreib Dir dazu heute Abend ne mail. Dann schauen wir weiter.

VG und vielen Dank!

Rudi
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von bem_0 »

Hallo,

ich hatte auch mal ein ähnliches Problem mit einer Fichte.

Gelbliche Punkte/Flecken auf den Nadeln, blasse, ungesunde Farbe, schwacher Austrieb.

Meine Vermutung: Spinnmilben.

Meine Gegenmassnahmen: Winterspritzung (Öl) - 1 x Spätherbst und 1 x Ende Winter, 2 x Anfang Sommer mit Spritzmittel gegen Spinnmilben, kurz hintereinander. Den Baum das Ganze Jahr in den Schatten stellen und feucht halten. Hohe Luftfeuchte ist nützlich.

2 x jährlich eine Gabe Bittersalz lässt alle Nadelbäume aufleben.

Seit dieser Zeit spritze ich jeden Winter, alle meine Bäume, vorsorglich mit Winteröl. Das schadet den Bäumen nicht,deziemiert vorhandene Gelege und ein erneuter Befall, im nächsten Jahr, wird verhindert.

So, das wäre mein Tipp. ohne großen wischenschaftlichen Hintergrund, nur aus etlichen Jahren Bonsaierfahrung. Vielleicht nützt er dir.

Grüße aus dem Westerwald

Dietmar,H
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holgerb
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Re: Gelbliche Nadeln bei Fichte

Beitrag von holgerb »

Hallo Dietmar,

ohne dir oder anderen zu nahe treten zu wollen, aber ich halte persönlich wenig von Präventivspritzungen gegen Schädlinge, die vielleicht gar nicht vorhanden sind. Wenn das auch im Allgemeinen nicht unbedingt schädlich für die Pflanze ist, so ist das auch nicht unbedingt hilfreich.
Wäre es dann nicht konsequent, nicht nur Akarizide, sondern auch Insektizide, Nematizide und Fungizide zu spritzen? Nur um sicher zu gehen?

Pflanzenschutzmittel mit "Naturstoffen" können u. a. auch für Nützlinge schädlich sein.
Häufig ist das auch eine Frage der Dosis und der Häufigkeit der Anwendung.


Viel wichtiger als eine regelmäßige Präventivspritzung ist die Behandlung der Ursachen für einen Schädlingsbefall. Ein Großteil aller Schädigungen und Krankheiten ist auf geschwächte Wirte zurückzuführen.
D. h., eine gute und erfolgversprechende Praxis wäre es, gesunde, kräftige und widerstandsfähige Pflanzen zu kultivieren. Das kann den ein oder anderen "Pflanzenschutz-Euro" sparen und schont die Natur.

Pflanzenschutzmittel, egal ob Naturmittel oder Chemie, sollten wie Medikamente behandelt werden. Sie können in keinem Falle eine "gute" Kulturführung ersetzen.
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