Jürg Stäheli hat geschrieben:...
Heiner, was genau hat dich im Dezember überrascht? Das würde mich interessieren.
...
Nur der Zeitpunkt.
Jahrzehntelang bin ich davon ausgegangen, dass der Frühling die bessere Zeit für diese Maßnahmen sei, aber dank Deiner Erläuterungen zu Rotbuchen weiss ich jetzt, dass dem nicht so ist.
Gruss,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Hallo Jürg,
welch ein wunderbares Foto - appetitlich - friedlich - stimmungsvoll!
Eine pinselt die Glasur auf die Zimtsterne während der andere Bastfäden in die Buchenkrone fädelt.
Beide Tätigkeiten voller Vorfreude auf kommende Genüsse...
Da geht mir das Herz auf!
Hallo zusammen
Gerne zeige ich den aktuellen Stand des Buchenwaldes.
Der Austrieb war wuchtiger als ich gedacht habe, so dass doch vieles pinziert werden konnte.
Mitte Mai, nach dem Ausreifen der Blätter, wurden bei den allzu grossen die Hälfte bis zweidrittel weggeschnitten. Das Ziel der Massnahme ist die Wuchskraft auszugleichen.
Im Laufe des Sommers wurden einige zu dicke Äste im Kronenbereich geschnitten.
Ende August bilden sich schon wieder die neuen Knospen.
Anfangs September ist eine gute Zeit um zu grosse Knospen zu entfernen, so entstehen weitere Knospen am Zweig und an Stelle der grossen Endknospe entstehen ein oder zwei neue kleine Knospen. Diese können, müssen dann wieder ausgelichtet werden um unerwünschte Verdickungen zu vermeiden.
Liebe Grüsse
Jürg
Dateianhänge
Mitte Mai. Blätter wurden teilweise geschnitten
An der Stelle der geschnittenen Knospen entstehen ein bis zwei neue
...diese anmutige Versammlung feinster Schorfrinden-Buchen!
Mir ist es eine große Freude, diesen Wald zu betrachten und der vorbildliche Pflegezustand ist beeindruckend!
Vielen Dank für die neuen Bilder, Jürg, auch für die Detailfotos zum Knospenschnitt.
Der Wald gefällt mir sehr, Jürg.
Deine Knospenbehandlung im Spätsommer kannte ich ja schon, jetzt auch im Bild zu sehen, danke.
Und besonders der Effekt dieser Selektion, eindrucksvoll.
Das mache ich genau so jetzt auch bei meinen Eichen, die ja auch zu den Buchenartigen zählen.
Liebe Grüsse an den Hochrhein,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Liebe Monika
Ich mag es, wie du deine Wahrnehmungen in Worten formulieren kannst. Danke.
Lieber Heiner
Ist ja intressant, dass es auch bei Eichen funktioniert. Danke für die Info.
Hallo zusammen
Ein Jahr ist vergangen, gerne zeige ich einige weitere Bilder. Letzten Winter waren die Bäume schon gut angewachsen, so dass ich sie ausrichten konnte. Mit Schnur wurde die Bewegung der Stämme geformt und an die Holzkiste gebunden.
LG Jürg
habe eben erstmalig diesen Thread entdeckt und sofort regelrecht verschlungen.
Diesen Wald hast Du ja ganz großartig hingekriegt.
Und wenn ich mir das Winterbild "Januar17" mit Schnee anschaue... einfach zum verlieben... so abgelichtet, ein Kunstwerk
Oh, wie ich mich über diese neue Serie Fotos freue, Jürg!!!
Das akribische Auf- und Ausrichten hat diesen Wald sehr viel weiter gebracht. Die anfangs lockere Erscheinung weckte in mir das Bild eines Hains, also einer etwas größeren Gruppe mit deutlich erkennbaren Rand.
Jetzt wo die Bäume aufrecht ausgerichtet sind, erscheint für mich eindeutig das Bild eines Waldes, sozusagen ein Ausschnitt eines größeren Zusammenhangs. Der Wald ist dadurch in nur einem Jahr erwachsen geworden! Super Arbeit, Jürg!
Und die stimmungsvollen Bilder der verschiedenen Jahreszeiten sind einfach zum davon träumen...
Die Tiefenwirkung des Fagus sylvatica-Waldes hat sich nach dem Ausrichten der Stämme nochmal verbessert. Er wirkt zwar noch ein wenig hoch, was sich optisch abmildern wird, sobald die Stämmchen etwas mehr Dickenwachstum hinter sich haben. Viel dicker dürfen die Stämme jedoch auf keinen Fall werden, weil ansonsten die Eleganz des Buchenwäldchens verloren gehen würde.
Anhand der aufgemalten Schale können wir einen großartigen Buchenwald erwarten.
Sehr hübscher Wald mit schönen natürlich wirkenden Bäumchen.
Möchtest du den Freiraum in der Mitte als Weg oder ruhigen Waldbach Gestalten?
Ich kann mir da gerade schön vorstellen, auf einem großen Stein am Ufer zu sitzen, das Wasser bewegt sich gemütlich und ruhig durch den Wald. Ein paar kleinere Kieselsteine am Rand deuten an, dass der Bach zwar schon länger hier die Landschaft gestaltet, aber nicht zu viele denn das wäre zu unruhig. Minifarn oder vergleichbare Pflänzchen hier und da am sanft aufsteigenden Ufer und die Buchen überragen alles und machen eine gemütliche ruhige Stimmung. Ein Ort zum entspannen und zurück ziehen vom stressigen Alltag. Wer hätte das nicht gerne direkt im Garten...