Das Hässliche im Bonsai
Das Hässliche im Bonsai
Wie hässlich dürfen Bonsai eigentlich sein?
Ulf's Forderung nach mehr 'Punk' in der Bonsaigestaltung spricht mir aus der Seele. Darum habe ich zwei besonders 'hässliche' Exemplare aus meiner Sammlung ausgesucht, um sie einfach mal zur Diskussion zu stellen. Bei der Gestaltung meiner Bäume verwende ich häufig besonders viel Zeit auf die Frage, wieviel 'Glättung' angemessen ist, ohne dem Baum den Charakter zu rauben, bzw. wieviel Disharmonie die Gestaltung verträgt, ohne einfach nur noch chaotisch zu wirken.
Zu den Bildern:
Die Eiche ist leider schon tot (siehe 'Bonsai-Friedhof'), kann aber vielleicht trotzdem als Beispiel dienen.
Bei der Hainbuche muss freilich der eine oder andere Zweig noch weg, aber die grobe Richtung ist wohl erkennbar.
Ulf's Forderung nach mehr 'Punk' in der Bonsaigestaltung spricht mir aus der Seele. Darum habe ich zwei besonders 'hässliche' Exemplare aus meiner Sammlung ausgesucht, um sie einfach mal zur Diskussion zu stellen. Bei der Gestaltung meiner Bäume verwende ich häufig besonders viel Zeit auf die Frage, wieviel 'Glättung' angemessen ist, ohne dem Baum den Charakter zu rauben, bzw. wieviel Disharmonie die Gestaltung verträgt, ohne einfach nur noch chaotisch zu wirken.
Zu den Bildern:
Die Eiche ist leider schon tot (siehe 'Bonsai-Friedhof'), kann aber vielleicht trotzdem als Beispiel dienen.
Bei der Hainbuche muss freilich der eine oder andere Zweig noch weg, aber die grobe Richtung ist wohl erkennbar.
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Gerade in Bezug auf Walters aktuellem Bericht aus Colorado (USA), mit interessanten Bildern natürlicher Wuchsformen, finde ich die Scheu vor einer wohl dosierten, genau kalkulierten Hässlichkeit ungerechtfertigt. Ganz im Gegenteil unterstreicht genau dieses die Individualität und Einzigartigkeit eines Baumes.
Es ist nur weit schwieriger einen Baum mit eben dieser "punkigen" Note zu gestalten als den klassischen japanischen Bonsai nach Schema F.
Es ist nur weit schwieriger einen Baum mit eben dieser "punkigen" Note zu gestalten als den klassischen japanischen Bonsai nach Schema F.



- Wolfgang
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Sprichst du nun aus eigener Erfahrung ODER kommt deine Antwort einfach nur aus deinem *punkig angehauchten Bauch* rausflu hat geschrieben:Es ist nur weit schwieriger einen Baum mit eben dieser "punkigen" Note zu gestalten als den klassischen japanischen Bonsai nach Schema F.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Hallo Ulf und Wolfgang,
in den letzten Tagen ist mir dieses Thema "Der Punk im Bonsai" ziemlich viel im Kopf herumgegangen. Sehr interessant, aber auch schwierig auf den Punkt zu bringen!
Auch angesichts der Bäume von KHarry und Walter ist mir der Gedanke gekommen, dass es vermutlich einfacher ist, einen Bonsai mit der urwüchsigen, wilden, individuellen Note zu erreichen, wenn der Baum aus der Natur stammt und solch ein Element schon mitbringt.
Wenn man ein einzigartiges, in gewisser Weise "regelwidriges" Element schon vorfindet und einbezieht, steht es für das wilde natürliche, den hier geprägten Begriff "Punk". Da habe ich Dich doch richtig verstanden, Ulf, oder?
Hat man nun aber einen perfekten, harmonischen, fehlerfreien Baum aus Japan-Import, Baumschule oder eigener Aufzucht, woher da den "Punk" nehmen? Wie würde man jetzt einem sanften, lieblichen Fächerahorn den "Punk" einhauchen, oder einer vollendeten streng aufrechten Kiefer?
Man muss ja vielleicht nicht auf Teufel komm raus Eisenschrott oder Stacheldraht einbauen...
Aber wie groß ist die Hemmschwelle, etwas praktisch perfektes mit purer Absicht durch ein irgendwie geartetes Störelement interessanter zu machen?
Dabei sehe ich ja z.B. eine Parallele darin, dass ich einfach nur makellos schöne Menschen auch nicht so anziehend finde, wie welche, die ein Gesicht irgendwo zwischen schön und hässlich haben. Aber welcher Mensch würde sich eine krumme Nase oder eine narbige Haut schon freiwillig wünschen.
Vielleicht gibt es einfach Bonsai, die durch "Punk" faszinieren, die anderen durch das Fehlen desselben?
Ich habe auch noch mehr Fragen als Antworten, aber wie gesagt, das Thema finde ich spannend! Es wird mich sicher noch längere Zeit beschäftigen und ich bin gespannt, was dazu hier noch zu lesen sein wird!
Viele liebe Grüße,
Heike
in den letzten Tagen ist mir dieses Thema "Der Punk im Bonsai" ziemlich viel im Kopf herumgegangen. Sehr interessant, aber auch schwierig auf den Punkt zu bringen!
Auch angesichts der Bäume von KHarry und Walter ist mir der Gedanke gekommen, dass es vermutlich einfacher ist, einen Bonsai mit der urwüchsigen, wilden, individuellen Note zu erreichen, wenn der Baum aus der Natur stammt und solch ein Element schon mitbringt.
Wenn man ein einzigartiges, in gewisser Weise "regelwidriges" Element schon vorfindet und einbezieht, steht es für das wilde natürliche, den hier geprägten Begriff "Punk". Da habe ich Dich doch richtig verstanden, Ulf, oder?
Hat man nun aber einen perfekten, harmonischen, fehlerfreien Baum aus Japan-Import, Baumschule oder eigener Aufzucht, woher da den "Punk" nehmen? Wie würde man jetzt einem sanften, lieblichen Fächerahorn den "Punk" einhauchen, oder einer vollendeten streng aufrechten Kiefer?
Man muss ja vielleicht nicht auf Teufel komm raus Eisenschrott oder Stacheldraht einbauen...
Aber wie groß ist die Hemmschwelle, etwas praktisch perfektes mit purer Absicht durch ein irgendwie geartetes Störelement interessanter zu machen?
Dabei sehe ich ja z.B. eine Parallele darin, dass ich einfach nur makellos schöne Menschen auch nicht so anziehend finde, wie welche, die ein Gesicht irgendwo zwischen schön und hässlich haben. Aber welcher Mensch würde sich eine krumme Nase oder eine narbige Haut schon freiwillig wünschen.
Vielleicht gibt es einfach Bonsai, die durch "Punk" faszinieren, die anderen durch das Fehlen desselben?
Ich habe auch noch mehr Fragen als Antworten, aber wie gesagt, das Thema finde ich spannend! Es wird mich sicher noch längere Zeit beschäftigen und ich bin gespannt, was dazu hier noch zu lesen sein wird!
Viele liebe Grüße,
Heike
- Wolfgang
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Danke für deine Antwort, Heike.
Genau DARIN liegt der Hund begraben .....
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Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Also, so wie ich den Begriff Punk gebraucht habe, meinte ich nicht "wild" oder "natürlich" damit (das können auch ganz klassische z.B. windgepeitschte Gestaltungen sein), sondern in irgendeiner Weise regelwidrig. Etwas, das ins Auge sticht, eine Eigenheit oder Absonderlichkeit, die dem Baum etwas Bizarres, vielleicht sogar Irritierendes gibt.
Ich merke gerade, es ist weit schwieriger für mich zu erläutern, was ich mit punkig meine, als zu erläutern was zum punkigen Bonsai eben nicht gehört.
Heike, natürlich ist es schwieriger einem klassisch ("gepflegt langweilig"
) gestalteten Baum ein punkiges Element einzuhauchen, als dieses Element bei einem, von der Natur vorgeastalteten Yamadori zu erhalten und ggf. zu betonen. Wohl jeder halbwegs gute Yamadori bringt ein solches Element von Natur aus mit. Wir nennen das dann Fehler, beseitigen ihn und machen aus dem Baum einen typischen „Bonsai“, wie es ihn schon zu hunderttausenden gibt. (Nichts anderes würden viele wohl auch mit einem ungepflegten Punk machen – und da das eher selten klappt wird er schlicht aus der Innenstadt verbannt).
Wenn du fragst, welcher Mensch sich eine krumme Nase oder eine narbige Haut wünschen würde, dann sage ich: mit Sicherheit kein Punk! Doch was tut der Punk? Er gibt sich die größte Mühe aus der Masse der Ottonormalbürger, auch und gerade mittels der eigenen "Verunstaltung", hervorzustechen und bereichert damit auf bunte Weise unser Straßenbild.
Wolfgang, ich bin wahrhaftig (noch) kein guter Gestalter, was ich eben auch daran fest mache, dass es mir so schwer fällt, ein schon erkanntes punkiges Element an einem Baum zu erhalten und überzeugend in die Gestaltung zu integrieren oder besser die Gestaltung um dieses Element zu inszenieren.
Ich merke gerade, es ist weit schwieriger für mich zu erläutern, was ich mit punkig meine, als zu erläutern was zum punkigen Bonsai eben nicht gehört.
Heike, natürlich ist es schwieriger einem klassisch ("gepflegt langweilig"
Wenn du fragst, welcher Mensch sich eine krumme Nase oder eine narbige Haut wünschen würde, dann sage ich: mit Sicherheit kein Punk! Doch was tut der Punk? Er gibt sich die größte Mühe aus der Masse der Ottonormalbürger, auch und gerade mittels der eigenen "Verunstaltung", hervorzustechen und bereichert damit auf bunte Weise unser Straßenbild.
Wolfgang, ich bin wahrhaftig (noch) kein guter Gestalter, was ich eben auch daran fest mache, dass es mir so schwer fällt, ein schon erkanntes punkiges Element an einem Baum zu erhalten und überzeugend in die Gestaltung zu integrieren oder besser die Gestaltung um dieses Element zu inszenieren.



- Wolfgang
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DAS tut man eben nicht; vor allem nicht, wenn man das, was ein solch *hässlicher Yamadori* vorgibt, akzeptiert und gelungen in die Gestaltung des Baumes integriert ......flu hat geschrieben:Wohl jeder halbwegs gute Yamadori bringt ein solches Element von Natur aus mit. Wir nennen das dann Fehler, beseitigen ihn und machen aus dem Baum einen typischen „Bonsai“, wie es ihn schon zu hunderttausenden gibt.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Vielleicht `n bischen übertrieben, aber ich finde hier is das "Punkige"
ganz gut rübergekommen::arrow:

@Wolfgang: Hoffe du bist mir nicht böse daß ich deinen echt schönen Baum
verschandelt hab.
ganz gut rübergekommen::arrow:
@Wolfgang: Hoffe du bist mir nicht böse daß ich deinen echt schönen Baum
verschandelt hab.
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- "Punk ist wieder in!
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Gruß... Arnd
_________________
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabindranâth Tagore
_________________
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabindranâth Tagore
Genau, Wolfgang. Nun geht es nur noch darum, was akzeptiert wird.
Natürlich ist für den Gestalter langweiliger, nicht punkiger Bonsai das von der Natur vorgestaltete Yamadori-Material sehr reizvoll. Er wird bei seiner weiteren Arbeit aber immer nur die Strukturen beibehalten und fortführen (akzeptieren), die in sein Konzept eines idealisierten Bonsais passen. Er ist in gewisser Weise dankbar drüber, dass ihm die Natur einen ganz gewichtigen Teil seiner Arbeit abgenommen hat, nämlich dem Baum Individualität zu schenken. Durch die Jahre in freier Wildbahn hat der Baum Charakter bekommen, den, im Gegensatz dazu, die unzähligen, von Menschenhand vorgestalteten Indoors wie Serissa, Liguster, Ulme & Co. vermissen lassen.
Was der langweilige Gestalter dann aber mit dem Yamadori tut kommt einer Uniformierung (Zähmung) gleich. Er hält dem Baum eine Schablone vor, mit klarer Definition, wo Äste zu sein haben und wo nicht. Als Endprodukt begegnet uns dann ein Bonsai wie jeder andere. Der einzige Unterschied zu anderen Bonsai ist der letzte Rest von Individualität aus seinen Tagen als frei wachsender Baum, der vielleicht noch in seiner verwegenen Stammführung zu erahnen ist.
Für meinen Geschmack ist ein punkiger Gestalter jemand, der auf die Eigentümlichkeiten oder sogar Hässlichkeiten eines Yamadoris insofern eingeht, als dass er sie unterstreicht, verstärkt oder umschmeichelt, vielleicht auch mit ihnen kokettiert – sie auf jeden Fall zu einer tragenden Säule seiner Gestaltung macht.
Der für mich allerbeste Punk ist derjenige, der noch nicht einmal auf Yamadoris angewiesen ist, sondern der es sogar höchst selbst schafft einem Baum Individualität, Hässlichkeit und Schönheit, das Absonderliche doch Reizvolle, das Eigentümliche wie Fesselnde, kurz den Punk einzuhauchen.
Natürlich ist für den Gestalter langweiliger, nicht punkiger Bonsai das von der Natur vorgestaltete Yamadori-Material sehr reizvoll. Er wird bei seiner weiteren Arbeit aber immer nur die Strukturen beibehalten und fortführen (akzeptieren), die in sein Konzept eines idealisierten Bonsais passen. Er ist in gewisser Weise dankbar drüber, dass ihm die Natur einen ganz gewichtigen Teil seiner Arbeit abgenommen hat, nämlich dem Baum Individualität zu schenken. Durch die Jahre in freier Wildbahn hat der Baum Charakter bekommen, den, im Gegensatz dazu, die unzähligen, von Menschenhand vorgestalteten Indoors wie Serissa, Liguster, Ulme & Co. vermissen lassen.
Was der langweilige Gestalter dann aber mit dem Yamadori tut kommt einer Uniformierung (Zähmung) gleich. Er hält dem Baum eine Schablone vor, mit klarer Definition, wo Äste zu sein haben und wo nicht. Als Endprodukt begegnet uns dann ein Bonsai wie jeder andere. Der einzige Unterschied zu anderen Bonsai ist der letzte Rest von Individualität aus seinen Tagen als frei wachsender Baum, der vielleicht noch in seiner verwegenen Stammführung zu erahnen ist.
Für meinen Geschmack ist ein punkiger Gestalter jemand, der auf die Eigentümlichkeiten oder sogar Hässlichkeiten eines Yamadoris insofern eingeht, als dass er sie unterstreicht, verstärkt oder umschmeichelt, vielleicht auch mit ihnen kokettiert – sie auf jeden Fall zu einer tragenden Säule seiner Gestaltung macht.
Der für mich allerbeste Punk ist derjenige, der noch nicht einmal auf Yamadoris angewiesen ist, sondern der es sogar höchst selbst schafft einem Baum Individualität, Hässlichkeit und Schönheit, das Absonderliche doch Reizvolle, das Eigentümliche wie Fesselnde, kurz den Punk einzuhauchen.
Zuletzt geändert von flu am 25.10.2005, 01:28, insgesamt 4-mal geändert.



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Reiner Goebel
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... als der Ottonormalpunker ...flu hat geschrieben:Doch was tut der Punk? Er gibt sich die größte Mühe aus der Masse der Ottonormalbürger,
Good grief. Zweifellos würde das Straßenbild noch weiter aufgewertet, wenn Dein guter Punker verkotet ist und zum Himmel stinkt, gelegentlich kotzt und die vergleichsweise gut trainierten Köter anpinkelt.auch und gerade mittels der eigenen "Verunstaltung", hervorzustechen und bereichert damit auf bunte Weise unser Straßenbild.
Reiner G.
Ha, das Thema wird ja immer interessanter...
Wenn man an den Bonsai des jeweiligen Gestalters möglicherweise die politische Gesinnung erkennen kann, vielleicht kann man dann ja auch von Partnerwahlkriterien auf Bonsai-Ästhetik schließen!
Gut, dass man bei Bonsai nicht nur einen haben darf...
Aber Spaß beiseite, mir gibt das wirklich zu denken, was Ulf da so spannend ausgeführt hat.
Wahrscheinlich mache ich mir in Zukunft wirklich noch ein paar Gedanken extra, wieviel Regelkonformität sein muss und wo man interessante, ungewöhnliche, regelwidrige Elemente erhalten oder einbringen kann.
Ich glaube aber, dass es mir bisher noch schwer genug gefallen ist, die Bäume wirklich zu den gewünschten Reaktionen zu bringen. So bin ich persönlich froh, dass ich z.B. schon mal einen Baum zustande gebracht habe, an dem jeder Ast dort sitzt, wo er lehrbuchmäßig sein sollte.
Auch wenn das Ding zugegebenermaßen langweilig aussieht. In diesem Fall ein streng aufrechter Chinawacholder.
Nun ist es langsam umso interessanter für mich, auch über ein gewisses Maß an "Punk" nachzudenken...
Viele Grüße,
Heike
Wenn man an den Bonsai des jeweiligen Gestalters möglicherweise die politische Gesinnung erkennen kann, vielleicht kann man dann ja auch von Partnerwahlkriterien auf Bonsai-Ästhetik schließen!
Gut, dass man bei Bonsai nicht nur einen haben darf...
Aber Spaß beiseite, mir gibt das wirklich zu denken, was Ulf da so spannend ausgeführt hat.
Wahrscheinlich mache ich mir in Zukunft wirklich noch ein paar Gedanken extra, wieviel Regelkonformität sein muss und wo man interessante, ungewöhnliche, regelwidrige Elemente erhalten oder einbringen kann.
Ich glaube aber, dass es mir bisher noch schwer genug gefallen ist, die Bäume wirklich zu den gewünschten Reaktionen zu bringen. So bin ich persönlich froh, dass ich z.B. schon mal einen Baum zustande gebracht habe, an dem jeder Ast dort sitzt, wo er lehrbuchmäßig sein sollte.
Auch wenn das Ding zugegebenermaßen langweilig aussieht. In diesem Fall ein streng aufrechter Chinawacholder.
Nun ist es langsam umso interessanter für mich, auch über ein gewisses Maß an "Punk" nachzudenken...
Viele Grüße,
Heike

