In diesem Thread bestimmt nicht. Ich möchte nicht wissen, wie oft im Forum - ab Herbst nicht mehr mit Stickstoff düngen - wiederholt wirdNorbert_S hat geschrieben:Sie wird aber nicht anders, wenn an sie 10 mal wiederholt, Jürgen.
Wieder ins Winterquartier?
Re: Wieder ins Winterquartier?
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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- Frank Abbing
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Dann hat du deine Erfahrung, ich hab meine. Und das schon über einige Jahre. Mehr hab ich auch nicht geschrieben.
Gruß Jürgen 
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Jahrzehntelangem Erwerbsgartenbau und der noch viel älteren Landwirtschaft muss man dann wohl misstrauen. 
Liebe Grüße
Frank
Frank
Re: Wieder ins Winterquartier?
Frank, ich weiß ja nicht, wie das Klima in Deiner Umgebung ist. Bei mir jedoch können auch "leichte Nachtfröste" mal weit strenger ausfallen als erwartet. Bei Bäumen in großen Pötten mag bei -5 oder -6° C das Substrat nicht gleich durchfrieren, bei kleineren, stark durchwurzelten Schalen kann aber schon Schaden entstehen.Bonsai-Abbing hat geschrieben:Heike, ganz verstehe ich nicht, warum bei einem Bonsai bei leichten Nachtfrösten ein Nachteil entstehen soll gegenüber einem Baum in der Natur. Da frieren gewiss doch keine Wurzeln mehr ein...
Ich sagte ja schon mehrmals, viele Faktoren spielen eine Rolle und jeder muss für seine Bedingungen herausfinden, wie er verfahren sollte. Was mir leid täte wäre, wenn jemand liest "alle heimischen Bäume können sowieso Frost ab und können immer draußen bleiben", sich entspannt zurücklehnt und hinterher traurig ist, dass seine Bäume doch auf einmal Schaden erleiden. Vielleicht hat derjenige, von dem das Statement kam, dann nur große Rohlinge in geräumigen Kübeln und Holzkisten und wohnt in einer Gegend mit Weinbauklima, während der andere, der die Aussage vorbehaltlos angenommen hat, kleine Bäumchen in kleinen Schalen in einer zugigen Ecke stehen hat und in einer Region mit viel kälterem Klima lebt.
LG, Heike
Re: Wieder ins Winterquartier?
Kann man das im Zweifelsfall nicht grob zusammenfassen:
Wurzeln sind letztlich das wichtigste am Baum.
Während Bäume in der Natür quasi ungehindert tief wurzeln können und somit die Gefahr eine kompletten Wurzeldurchfrierung gering ist, stehen Bonsai meist nur einige Zentimeter tief. Zudem hat man eher Interesse daran, dass Bonsai flach wurzeln, statt tief.
Damit ist die Gefahr, dass der Wurzelballen oft und schnell komplett friert, sehr hoch. Das muss den Baum nicht unbedingt umbringen, ist aber nicht gerade zu empfehlen.
Bäume in Schalen sind anders als ihre naturgewachsenen Kollegen.
Was das Wässern, das Düngen und das Frieren angeht.
Kann man das so sagen?
Wurzeln sind letztlich das wichtigste am Baum.
Während Bäume in der Natür quasi ungehindert tief wurzeln können und somit die Gefahr eine kompletten Wurzeldurchfrierung gering ist, stehen Bonsai meist nur einige Zentimeter tief. Zudem hat man eher Interesse daran, dass Bonsai flach wurzeln, statt tief.
Damit ist die Gefahr, dass der Wurzelballen oft und schnell komplett friert, sehr hoch. Das muss den Baum nicht unbedingt umbringen, ist aber nicht gerade zu empfehlen.
Bäume in Schalen sind anders als ihre naturgewachsenen Kollegen.
Was das Wässern, das Düngen und das Frieren angeht.
Kann man das so sagen?
Re: Wieder ins Winterquartier?
Ja, das unterschreibe ich uneingeschränkt. 
Zusätzlich ist zu bemerken, dass manche ausländischen Arten / Sorten auch bei geringem Frost an den Blättern Schaden nehmen. Die Fächerahornsorten "Kiyohime" und "Seigen" z.B. sind da sehr gefährdet.
Zusätzlich ist zu bemerken, dass manche ausländischen Arten / Sorten auch bei geringem Frost an den Blättern Schaden nehmen. Die Fächerahornsorten "Kiyohime" und "Seigen" z.B. sind da sehr gefährdet.
Re: Wieder ins Winterquartier?
Hi,
gerade den letzten Satz von Heike möchte ich noch einmal betonen.
Obwohl ich dachte, dass wilder Wein extrem robust ist, hat es einen bei mir erwischt.
Da dachte ich so ganz unbedarft "hat ja einen riesigen Topf, da friert nichts durch" und "die Knospen sind sowieso noch nicht ganz aufgegangen", also wird er die paar Tage Nachfrost doch aushalten und hab ihn nicht ins Gewächshaus gebracht, aber weit gefehlt (bei z.B. Ahornen in grossen Töpfen ist nichts passiert).
Fast die Hälfte der Knospen sind erfroren, wirft den Baum um Monate zurück und auch das eigentlich für jetzt geplante Umtopfen kann ich mir abschminken
gerade den letzten Satz von Heike möchte ich noch einmal betonen.
Obwohl ich dachte, dass wilder Wein extrem robust ist, hat es einen bei mir erwischt.
Da dachte ich so ganz unbedarft "hat ja einen riesigen Topf, da friert nichts durch" und "die Knospen sind sowieso noch nicht ganz aufgegangen", also wird er die paar Tage Nachfrost doch aushalten und hab ihn nicht ins Gewächshaus gebracht, aber weit gefehlt (bei z.B. Ahornen in grossen Töpfen ist nichts passiert).
Fast die Hälfte der Knospen sind erfroren, wirft den Baum um Monate zurück und auch das eigentlich für jetzt geplante Umtopfen kann ich mir abschminken
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Wider erwarten sind auch mir bisher Verluste erspart geblieben. Dennoch wird ich in Zukunft noch etwas vorsichtiger sein. Gottseidank hab ich ja jetzt ein Gewächshaus mit Passivheizung aus dem Keller. Ist immer um 2 oder 3 Grad wärmer als außerhalb....
Mein Katsura und mein neu gekaufter Deshojo waren mir dankbar.... nehm ich mal an. 
Re: Wieder ins Winterquartier?
Das nicht, aber dieser Anbau und Bonsai sind eben 2 paar Schuhe. Das eine lässt sich nicht ohne weiteres 1:1 auf das andere übertragen. Das hat schon der ein oder andere Landschaftsgärtner (Meister) einsehen müssen. Ich hab auch mal gedacht, ich komm im Garten ziemlich gut klar, also sollte Bonsai kein Problem sein. Das war einer der größten Denkfehler.Bonsai-Abbing hat geschrieben:Jahrzehntelangem Erwerbsgartenbau und der noch viel älteren Landwirtschaft muss man dann wohl misstrauen.
Maiku beschreibt das grade sehr schön
Gruß Jürgen 
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- Frank Abbing
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Auf jeden Fall! Aber es ging hier ja eigentlich um Spätfröste. Da friert der Wurzelballen nicht mehr komplett zu. Und wenn wirklich Minischalen einfrieren, dann nur für wenige Stunden, sodass der Baum quasi nicht vertrocknen kann. Das ist ja die eigentliche Gefahr bei Frostwetter.maiku hat geschrieben:Bäume in Schalen sind anders als ihre naturgewachsenen Kollegen. Was das Wässern, das Düngen und das Frieren angeht. Kann man das so sagen?
Empfindliche Triebe und Blüten können natürlich Schaden nehmen, aber wie gesagt, das Risiko lässt sich durch PK-Düngung minimieren.
Heike, hier im Münsterland dürften ähnlich Wetterverhältnisse herrschen wie bei euch. Eher nass als kalt.
Der von Jürgen beschworene Unterschied gärtnerischer Haltung im Gegensatz zu Bonsai kann ich in der Beziehung aber kaum gelten lassen. Immerhin ist ein Großteil der Gärtnerware in Baumschulen Containerware, also in Töpfen.
Liebe Grüße
Frank
Frank
Re: Wieder ins Winterquartier?
Ich würde versuchen können, die hier gewonnenen Erkenntnisse in einige wenige, verständliche, allgemeingültige - unter Berücksichtigung der ggf und u.U. vorhandenen Besonderheiten - Sätze zu artikulieren, welche dann - sofern gewünscht - an eine imaginäre Pinnwand gepümpelt werden können, damit der geneigte Wissensdurstige diesbezüglich eine klare Aussage vorgelegt werden kann. Sofern notwendig.
Oder so....
Oder so....
Re: Wieder ins Winterquartier?
sorry frank, aber das ist zumindest bei laubbäumen eine fehlinformation.Und wenn wirklich Minischalen einfrieren, dann nur für wenige Stunden, sodass der Baum quasi nicht vertrocknen kann. Das ist ja die eigentliche Gefahr bei Frostwetter.
die gefahr bei gefrierenden wurzeln ist die kristallbildung in den zellen, die dadurch zersört werden. (dasselbe, was passiert, wenn man versucht, zuhause frisches gemüse einzufrieren. was da rauskommt, ist bloss noch matsch.)
im winter verhindern das die pflanzen (die in gemässigten zonen mit wintern längere zeit unter 0 grad heimisch sind) durch die bildung von "natürlichen frostschutzmitteln", bestimmte glykol-ähnliche verbindungen.
hier wird das ganz gut erläutert:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/03_08.htm
wenn die pflanzen austreiben, geben die meisten von ihnen diesen natürlichen frostschutz auf. sie tun, das, weil im boden durch einzelne spätfröste keine temperatur von unter 0 erreicht wird . in der schale aber eben doch.
und das sind die, die gefährdet sind.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- Frank Abbing
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Das ist sehr verallgemeinert, Achim. Samen z.B. kann jahrelang eingefroren sein und trotzdem keinem. Teils gehört dazu ja auch Frost.
Und Gemüse sind keine verholzten Pflanzen.
Letztendlich kann ja auch jeder selbst entscheiden, welche Vorgehensweise bei Spätfrösten für ihn das Beste ist.
Und Gemüse sind keine verholzten Pflanzen.
Letztendlich kann ja auch jeder selbst entscheiden, welche Vorgehensweise bei Spätfrösten für ihn das Beste ist.
Liebe Grüße
Frank
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Re: Wieder ins Winterquartier?
Frank, was passiert genau in der Pflanze wenn ich im Herbst einen PK Dünger verwende?
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.
Info: www.bonsaisalzburg.net
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