Frage an die Eichenspezies

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bonsaiwilly
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Frage an die Eichenspezies

Beitrag von bonsaiwilly »

Hallo Eichenkenner

Ich bin momentan in Brandenburg und habe hier einige sehr kleinblättrige Eichen gefunden, welche ich auch ausgraben könnte. Sie sind schon relativ hoch und haben im unteren Bereich wenig, oder keine Äste. Nun die Frage: treiben diese Eichen aus altem Holz, oder ist da eher nix zu erwarten?
LG Dieter


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Frank Abbing
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Frank Abbing »

Ja, Stieleichen treiben gut aus altem Holz.
Der Termin zum Ausgraben ist allerdings eher ungünstig.
Liebe Grüße
Frank *up*
bonsaiwilly
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von bonsaiwilly »

Darüber bin ich mir auch klar, dass der Zeitpunkt nicht der Beste ist. Aber ich werde es versuchen. Ich nehme drei Bäume mit, welche ich gleich zurücknehme und werde die dann im Schatten weiterziehen.
LG Dieter


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Frank Abbing
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Frank Abbing »

Ich wollte es nur nicht unerwähnt lassen. :)
Liebe Grüße
Frank *up*
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Heike_vG
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Heike_vG »

Eichen haben tiefe Pfahlwurzeln, weswegen es eh schon schwierig ist, sie zu sammeln bzw. sie hinterher durchzukriegen. Die Pfahlwurzel muss gekappt werden, weil man sonst keine Chance hat, die Eichen in einen Topf zu pflanzen, sie verlieren aber dadurch die meisten Wurzeln und die eingelagerten Reserven in der Pfahlwurzel. M.E. ist es jetzt zu Beginn des Sommers noch unwahrscheinlicher, eine ausgegrabene Eiche durchzubringen als die meisten anderen Bäume. Kann das Ausgraben nicht bis nächstes Frühjahr warten? Man könnte die Eichen ja jetzt schon herunterschneiden, so dass sie dieses Jahr mit noch intaktem Wurzelwerk wieder kompakter austreiben und so schon einen Schritt weiter sind, bis sie nächstes Frühjahr ausgegraben werden...
Bonsai braucht Geduld.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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souljah
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von souljah »

Eichen treiben sehr gut aus altem Holz. Ich würde die Eichen aus den bisher genannten Gründen auch nicht ausgraben. Meistens sind um den Stamm rum keine Feinwurzeln. Diese befinden sich an der Pfahlwurzel. Wird diese gekappt, gibt es keine Wurzeln die die Pflanze versorgen, bzw. Nur sehr wenige. Der Baum hat aber bereits einen höheren Wasserverbrauch und geht ein. Die Chance ist eh gering eine Eiche durchzubringen, selbst wenn die Bedingungen gut sind.
bonsaiwilly
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von bonsaiwilly »

Hallo Heike, hallo Souljah
Danke für eure Antworten, ich werde sie befolgen und lasse die Bäume stehen. Werde sie runterschneiden und umstechen. Bergen werd ich sie dann falls möglich im Frühjahr 2017.....
LG Dieter


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abardo
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von abardo »

... umstechen hilf bei Eichen auch nicht wirklich, du müsstest ja die Pfahlwurzel reduzieren, dazu müsstest du ihn komplett rausnehmen. Und das mehrfach über ein paar Jaare. Ich hatte auch mal probiert, Eichen in der Erde abzumoosen, mit einer bestehenden Pfahlwurzel sind die dann aber wenig willig, neue Wurzeln in Stammnähe zu machen.

Bei Eichen hilft meiner Meinung nach nur nach verknoteten Exemplaren zu suchen, die an widrigen Plätzen wie z.B. Felsspalten wachsen, bei denen die Pfahlwurzel schon kürzer oder gekringelt ist, sodass man die komplett mitnehmen kann und dann Jahr für zu reduzieren, zusammen mit einem passenden Rückschnitt.

Oder eben: selbst ziehen oder einkaufen.
Grüße, Frank
___________
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espanna
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von espanna »

Hallo ihr Lieben,

da möchte ich auch einhaken, da dieses Forum vom Austausch lebt und ich so viel bekommen habe kann ich vlt. etwas zurückgeben?.

Vorweg möchte ich klarstellen dass das was ich schreibe die unverschönte Wahrheit ist, sicher nicht die Regel, aber es hat geklappt obwohl ich nichts unversucht gelassen habe die Bäume zu "töten" :oops:

Ich habe meinen Job vor ca. 2 Jahren gewechselt, bin von BW nach Bremen gezogen (in eine Mietwohnung mit Terasse) und wurde vom Bonsaivirus(eigentlich schon vorher )infiziert.

Ich habe viel gelesen (auch hier), geschaut.... aber war so ungeduldig, und es juckte in den Fingern :oops:
Ganz egal wo wir spazieren waren hielt ich ausschau, ohne die "Kriterien" auch ansatzweise verstanden zu haben.
Nachdem ich 2-3 Bäume (Eichen, Rotbuchen...) ausfindig gemacht habe, holte ich mir die Genehmigungen ein- vom Verein, von der Stadt...
Anstadt bis Frühling zu warten habe ich ende des Sommers 2014 2 Eichen (einen dreierstamm und einen "normalen", unten am Stamm ca. 5-10 Cm Durchmesser) radikal, auf ca. 15 - 20 Cm gekürzt, mit Rütteln, Brechen, Drehen (wie ein Depp :oops: ) ausgegraben und im Garten eingegraben. Lediglich etwas Mulch vor dem Winter aufgehäuft.
Anfang 2015 haben wir einen Reihenhaus gekauft, renoviert und sind im April (vor dem Austrieb!!!) umgezogen. Also die Bäume wieder (schon etwas vorsichtiger) raus und im Garten eingegraben.
Die trieben wie verrückt, überall aus. Habe die Kraft tanken lassen und erst im Frühherbst ein wenig selektiert, im Winter geschnitten und gedrahtet(würde ich auch nicht mehr machen).
Diesen Frühling haben wir, da wir mit dem Renovieren am Haus fertig waren, den Garten in angriff genommen. Da kamen die "Plattenleger" und haben einen Weg, Terasse ... gepflastert, also wieder :oops: ;
Bäume vor dem Austrieb raus, umgetopft (dieses mal in grosse Anzuchtschalen) und die trieben willig aus und stehen mMn. gut dar.
Die ganze Zeit habe ich nur leicht gedüngt und gegen Mehltau und Insekten musste ich 1-2 mal vorgehen.

Was ich damit zu Yamadoris (als Anfänger) sagen möchte ist:
-ich habe Alles falsch gemacht und die Bäume leben,
manchmal macht man Alles richtig und die Bäume sterben. Eine Garantie gibt es wohl nicht.
Gruß
László

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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Heike_vG »

Nichts gegen Dich, Laszlo, aber manchmal trifft der Spruch "Das Glück ist bei die Dummen". Mancher (auch Baum) überlebt das russische Roulette.
Der Bonsaigedanke sollte einen allerdings dazu führen, schonend mit Lebewesen umzugehen und die Risiken zu minimieren, anstatt alles oder nichts zu spielen.

Mir sind früher auch einige Eichen angewachsen, deren Pfahlwurzel ich als junger, ungeduldiger Bonsaifreak rabiat gekappt hatte. Ein paar wenige Jahre schien alles im grünen Bereich, dann haben sie doch noch schlappgemacht. Für Eichen braucht man immer auch Glück, sie tun sich auf die Dauer nicht immer leicht, wenn man sie ihrer Pfahlwurzel beraubt und sie in einer Schale leben müssen.

LG, Heike
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Norbert_S
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Norbert_S »

Die Erfahrung, auch hier oder besonders hier im Forum, hat mich gelehrt, dass zwar nach Ratschlägen gefragt, sie aber kaum angenommen werden.
Aso, berechtigte Mahnungen hat es hier ja schon genug gegeben.
Solltes trotzdem ausgegraben werden, bitte nicht auch noch den Stamm kürzen sondern möglichst Äste mit Zweigen stehen lassen. Die Zweige jeweils nur ordentlich einkürzen.
Eichen treiben gut aus alten Holz, das ist richtig - meist aber nur, wenn die Eiche fit ist und eine frisch ausgegrabene Eiche ist sicherlich nicht fit.
Norbert

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espanna
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von espanna »

Hallo Heike, Moin Norbert,

es ist wie es ist, und mit dem Spruch hast du zu 100% recht!
Wenn die Wurzeln wachsen (was die bei mir tun) und der Austrieb / Blätter kräftig sind besteht immernoch die Möglichkeit dass die eingehen?
Warum? Weil die aus Reserven schöpfen und dann sich selbst nicht versorgen können? Ab wann kann mann sagen dass die Eiche in der Schale überlebt bzw. sich wohl fühlt?
Gruß
László

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Norbert_S
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von Norbert_S »

Wenn die Wurzeln wachsen ist das gut.
Laslo, Blätter, die aus der Reserve geschoben werden, haben in der Regel nicht die vitale Ausstrahlung - Farbe, Festigkeit des Gewebes, Größe - wie Blätter aus gesunden, gut bewurzelten Bäumen.
Freu dich, wenn du Dusel hattest, aber erkläre das auch für dich nicht zur Regel.
Regeln sind über Zeiträume bestätigte gute Erfahrungen, keine unumstößlichen absoluten Gesetze.

Es gibt eine größere Sicherheit, gerade für den Ungeübten, wenn sie beherzigt werden.
Norbert

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raga
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von raga »

Hallo,

wenn man darauf Wert legt das der Baum überlebt, geht das Bergen von etablierten Eichen meiner Meinung nach nur so wie Reiner das hier gezeigt hat. Das der Baum es am Ende trotzdem nicht geschafft hat zeig für mich wie übel einem Eichen das kappen der Pfahlwurzel auch nach Jahren der Vorbereitung noch nehmen können.
Für alle anderen Methoden brauch man entweder jede Menge Du... äh Glück oder viel Erfahrung und die passende Technik so wie Max uns das mal gezeigt hat (ich finde den Beitrag gerade nicht)

Gruß Ralf
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espanna
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Re: Frage an die Eichenspezies

Beitrag von espanna »

Vielen Dank Norbert, auch du hast recht :oops:
Toller Link Ralf, bin beim durchlesen!
Gruß
László

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